Die ertragsteuerliche Organschaft ermöglicht es, rechtlich selbstständige Unternehmen für steuerliche Zwecke zusammenzufassen und insbesondere Gewinne und Verluste innerhalb eines Organkreises auszugleichen. Gleichzeitig ist ihre steuerliche Anerkennung an zahlreiche gesetzliche und formale Voraussetzungen geknüpft.
Diese Bachelorarbeit untersucht die Chancen und Risiken der ertragsteuerlichen Organschaft als steuerliches Gestaltungsinstrument. Zunächst werden die Grundlagen der Besteuerung von Kapitalgesellschaften sowie die Voraussetzungen der körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organschaft dargestellt. Anschließend werden die wesentlichen steuerlichen Rechtsfolgen analysiert und anhand eines Fallbeispiels unterschiedliche Konstellationen miteinander verglichen.
Darauf aufbauend werden verschiedene Gestaltungs- und Optimierungsmöglichkeiten, unter anderem im Bereich der Beteiligungsertragsbesteuerung, Gewerbesteuer, Zinsschranke und verdeckten Gewinnausschüttungen, untersucht. In der kritischen Würdigung werden neben den Vorteilen der Verlustverrechnung und weiteren steuerlichen Optimierungspotenzialen insbesondere die Mindestlaufzeit, die eingeschränkte Strukturflexibilität, die wirtschaftliche Abhängigkeit der Organgesellschaft sowie die Risiken einer verunglückten Organschaft betrachtet.
Abschließend wird der Reformbedarf der bestehenden Regelungen aufgezeigt und insbesondere die Weiterentwicklung der ertragsteuerlichen Organschaft hin zu einem modernen Gruppenbesteuerungssystem als möglicher Zukunftsansatz betrachtet.
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- Anonym (Auteur), 2026, Chancen und Risiken einer ertragsteuerlichen Organschaft als steuerliches Gestaltungsinstrument, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1750588