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Phantastische Elemente in Goethes 'Faust. Der Tragödie Erster Teil'

Titre: Phantastische Elemente in Goethes 'Faust. Der Tragödie Erster Teil'

Travail d'étude , 2010 , 14 Pages , Note: 1,0

Autor:in: I. Meyer (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Mal wieder eine Arbeit über Goethe, mal wieder geht es um den viel besprochenen „Faust“. Die Literatur zu Goethes Hauptwerk ist mittlerweile kaum noch zu überbli-cken - jede Szene, jede Person, man möchte meinen jedes Wort ist bereits analy-siert worden. Eine Lücke bleibt jedoch noch zu füllen: die Verknüpfung des „Faust“ mit der Phantastik. Ein solcher Versuch ist in zweifacher Hinsicht von Bedeutung: Zum einen haben die phantastischen Elemente des „Faust“ bislang wenig Beach-tung in der literaturwissenschaftlichen Diskussion gefunden, zum anderen haben sich die Theoretiker der Phantastik fast ausschließlich auf das narrative Genre des Ro-mans oder der Erzählung beschränkt. Ziel dieses Aufsatzes soll es daher sein, „Faust I“ vor dem Hintergrund verschiedener Phantastiktheorien zu interpretieren und zu diskutieren, inwiefern man von einem phantastischen Drama sprechen kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Inhaltlich-stoffliche Dimension des Phantastischen – Phantastische Motive

3. Strukturelle Dimension des Phantastischen

4. Leserpsychologische Dimension des Phantastischen

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, Goethes „Faust I“ unter Anwendung verschiedener literaturwissenschaftlicher Phantastiktheorien zu analysieren und zu diskutieren, inwiefern das Drama als phantastisches Werk klassifiziert werden kann.

  • Analyse phantastischer Motive in Goethes „Faust I“
  • Anwendung struktureller Phantastiktheorien auf das Drama
  • Untersuchung der leserpsychologischen Wirkung des Phantastischen
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Einordnung von „Faust“ in das Genre

Auszug aus dem Buch

3. Strukturelle Dimension des Phantastischen

Viele Phantastiktheorien setzen neben die inhaltlich-stoffliche bzw. motivgeleitete Bestimmung von phantastischer Literatur noch eine (handlungs-)strukturelle Definition. Sowohl Louis Vax als auch Roger Caillois sprechen in diesem Zusammenhang von einer Zweidimensionalität der phantastischen Literatur: Während Vax den Einbruch eines übernatürlichen Ereignisses in eine von Vernunft regierte Welt fordert, offenbart sich das Phantastische für Caillois als ein Riss im universellen Zusammenhang. Auch Tzvetan Todorov, der wohl berühmteste Vertreter des strukturellen Ansatzes bei der Definition phantastischer Literatur, verlangt die Unschlüssigkeit des impliziten Lesers über die Gesetze der erzählten Welt als notwendige Bedingung für einen phantastischen Text. Wird ein zunächst übernatürlich erscheinendes Ereignis schließlich rational erklärt oder muss die Existenz des Übernatürlichen vollends anerkannt werden, verflüchtigt sich das Phantastische in Richtung „unheimlich“ oder „wunderbar“ und die Unschlüssigkeit des Lesers kann nicht länger aufrecht erhalten werden. Außerdem darf ein phantastisches Werk weder allegorisch noch poetisch interpretiert werden, da die Phantastik auf die wörtliche Ebene angewiesen ist.

Auf den ersten Blick scheint eine Übertragung dieser strukturellen Kriterien der Phantastik auf das „Faust“ - Drama problematisch, denn: wie kann die Dimension des Übernatürlichen auf einer realen Bühne gezeigt werden? Widersprechen sich Phantastik und Mimesis nicht? Um diese Fragen zu beantworten, muss zunächst der Wirklichkeitsbezug der Gattung Drama geklärt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet das Vorhaben, das viel diskutierte Werk „Faust“ erstmals unter dem Aspekt der Phantastiktheorien zu untersuchen und die Forschungslücke zwischen dem Drama und diesem Genre zu schließen.

2. Inhaltlich-stoffliche Dimension des Phantastischen – Phantastische Motive: Dieses Kapitel arbeitet spezifische phantastische Motive wie Magie, den Teufelspakt und das Skandalöse heraus und setzt diese in Beziehung zu Goethes Charakterzeichnung von Faust und Mephisto.

3. Strukturelle Dimension des Phantastischen: Hier werden die strukturellen Kriterien von Theoretikern wie Todorov auf das Faust-Drama übertragen, wobei die Problematik der bühnenpraktischen Umsetzung sowie die Frage nach der Mimesis im Zentrum stehen.

4. Leserpsychologische Dimension des Phantastischen: Das Kapitel untersucht die Wirkung des Irrealen auf den Zuschauer, insbesondere im Hinblick auf den aristotelischen Katharsisbegriff sowie die Ironisierung und Verharmlosung des Teuflischen durch Mephisto.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass „Faust I“ zwar viele phantastische Elemente enthält, jedoch aufgrund der strukturellen und erzählerischen Rahmenbedingungen nur eingeschränkt als rein phantastisches Werk einzuordnen ist.

Schlüsselwörter

Goethe, Faust I, Phantastik, Mephisto, Magie, Teufelspakt, Literaturwissenschaft, strukturelle Dimension, Leserpsychologie, Todorov, Vax, Caillois, Drama, unheimlich, übernatürlich

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Goethes „Faust. Der Tragödie Erster Teil“ unter dem Gesichtspunkt, inwieweit das Drama in das literarische Genre der Phantastik eingeordnet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Untersuchung gliedert sich in eine stofflich-inhaltliche Analyse, eine handlungsstrukturelle Betrachtung sowie eine leserpsychologische Untersuchung der Wirkung des Übernatürlichen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Goethes Hauptwerk vor dem Hintergrund etablierter Phantastiktheorien zu interpretieren und zu prüfen, ob die Bezeichnung „phantastisches Drama“ gerechtfertigt ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die literaturwissenschaftlichen Theorien von Louis Vax, Roger Caillois und Tzvetan Todorov, um diese auf den Text von „Faust I“ anzuwenden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Motive wie Magie und Teufelspakt analysiert, die strukturelle Kompatibilität des Dramas zur Phantastik geprüft und die rezeptionsästhetische Wirkung auf den Zuschauer beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Phantastik, Faust, Mephisto, Magie, Teufelspakt, Literaturtheorie und Rezeptionspsychologie bestimmt.

Warum ordnet die Arbeit „Faust“ trotz phantastischer Motive nicht eindeutig der Phantastik zu?

Dies liegt vor allem an der von Todorov geforderten „Unschlüssigkeit“ des Lesers, die im Faust-Drama durch den „Prolog im Himmel“ und den Charakter als „Spiel“ bereits von Beginn an durchbrochen wird.

Welche Rolle spielt die Figur des Mephisto im Kontext der Phantastik?

Mephisto wird nicht als rein satanische Figur interpretiert, sondern als ein „Schalk“ und als Teil der menschlichen Psyche, was die klassische furchteinflößende Wirkung des Phantastischen ironisiert.

Inwiefern unterscheidet sich das Drama laut Autor von der epischen Erzählung im phantastischen Kontext?

Das Drama bietet durch seine Unmittelbarkeit und die visuelle Sichtbarkeit der phantastischen Phänomene eine direktere Wirkung auf den Zuschauer als die vermittelte Erzählweise eines Romans.

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Résumé des informations

Titre
Phantastische Elemente in Goethes 'Faust. Der Tragödie Erster Teil'
Université
University of Paderborn
Note
1,0
Auteur
I. Meyer (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
14
N° de catalogue
V175070
ISBN (ebook)
9783640959358
ISBN (Livre)
9783640959587
Langue
allemand
mots-clé
Faust Goethe Fantastik Phantastische Literatur Callois Todorov Vax Magie Mephisto Böse
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
I. Meyer (Auteur), 2010, Phantastische Elemente in Goethes 'Faust. Der Tragödie Erster Teil', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175070
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Extrait de  14  pages
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