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Analyse des Films „wag the dog“

Wie Politik und Militär im Spielfilm und auch in der Realität des zweiten Golfkrieges mit der Wirklichkeit spielen

Título: Analyse des Films „wag the dog“

Trabajo Escrito , 2009 , 27 Páginas , Calificación: 3,0

Autor:in: Yannick Lowin (Autor)

Política - Tema: Paz y Conflictos, Seguridad
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„Tatsache bleibt jedoch, dass wir eigentlich keinen Krieg gesehen haben. Was wir sahen, waren Aspekte eines Krieges, von dem gesagt wurde, das er stattfand.“
Diese Aussage, die kurz nach Beendigung des zweiten Golfkrieg getroffen wurde, könnte man genau so gut auf den Spielfilm „wag the dog – wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt“ anwenden.
Der einzige vermeintliche Unterschied zwischen Krieg und Film ist der zwischen Realität und Fiktion. Wer kann aber entscheiden, was „wirklich“ ist und was ausgedacht? Nur derjenige, der die jeweiligen Geschehnisse selbst wahrgenommen hat. Jeder andere ist auf externe Informationen angewiesen, die über die Medien, in den 90´er Jahren vornehmlich über das Fernsehen, distribuiert werden. Allerdings kann dabei eine Reihe an Störfaktoren auftreten, die dafür sorgen, dass Informationen verändert werden bzw. falsche als Fakten präsentiert werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1.0 Kurze Inhaltsangabe des Films „wag the dog“

2.0 Der Nachrichtenwert und seine Bedeutung für „wag the dog“

2.1 Vergleich des Nachrichtenwertes von „Sex-Skandal“ und „Albanien-Krieg“

3.0 Berichterstattung im zweiten Golfkrieg

3.1 „pool system“, „embedded reporter“ und die Auswirkungen auf die Berichterstattung

3.2 Die PR-Maschine von Politik und Militär

3.3 Die Kriegsshow

3.4 Der Krieg der Lügen

3.5 Technische Neuerungen und ihre Auswirkungen auf die Berichterstattung

4.0 „wag the dog“ – wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt

4.1 Die PR-Kampagne

4.2 Die Berichterstattung

4.3 Wirklichkeitskonstruktionen

5.0 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die mediale Inszenierung von Politik und Militär, indem sie Parallelen zwischen der realen Berichterstattung über den zweiten Golfkrieg und der fiktionalen Darstellung im Film „wag the dog“ analysiert. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Nachrichtenfaktoren gezielt genutzt werden, um Realität zu konstruieren und öffentliche Wahrnehmung zu steuern.

  • Analyse der Nachrichtenfaktoren nach Winfried Schulz
  • Untersuchung von Kriegsberichterstattung als PR-Instrument
  • Vergleich zwischen fiktionaler Inszenierung und realen Ereignissen
  • Rolle der Medien bei der Wirklichkeitskonstruktion
  • Mechanismen politischer und militärischer Nachrichtenlenkung

Auszug aus dem Buch

3.2 Die PR-Maschine von Politik und Militär

Da also ein Großteil der Nachrichtenmedien erst über den Zwischenweg des Pentagons an Informationen aus der Krisenregion kamen, die nicht bereits live im Fernsehen gesendet wurden, versuchten die Verantwortlichen aus Politik und Militär die Berichte zu ihren Gunsten zu ändern bzw. die Medien mit Berichten zu versorgen, die den Kriegsverlauf und die US-Seite möglichst positiv darstellten.

Um das zu realisieren, arbeitete die Regierung mit PR-Agenturen zusammen und wurde so selbst zu einer großen PR-Stelle, in dem Land, in dem die Öffentlichkeitsarbeit wie in keinem anderen Staat perfektioniert wurde. Schon vor Ausbruch des Krieges, begann die Regierung das Volk mit einer gezielten Werbekampagne für diesen zu gewinnen.

Während des Kriege hatte die Regierungsseite durch die Einrichtung der pools leicht die Möglichkeit, auf die Medien Einfluss zu nehmen, da diese keine andere Informationsquelle zur Verfügung hatten als die der offiziellen Seite. Die Journalisten übernahmen die Pressemitteilungen oft ungeprüft eins zu eins und arbeiteten sie lediglich graphisch auf. Selbst euphemistische Wortlaute und Vergleiche, die die Regierung anstellte, wie der von Saddam Hussein mit Hitler, tauchten in den publizierten Beiträgen wieder auf. Zudem konzentrierten sich die Redakteure auf die Errungenschaften im industriell-militärischen Bereich insbesondere, was die Präzision der neuen Technologie anging. Dadurch bekam der Krieg das Image eines sauberen chirurgischen Eingriffes, bei dem die Alliierten als heroische Pazifisten stilisiert wurden, die gegen brutale Iraker kämpften, welche sich durch archaische Kampftechniken auszeichneten. Diese Darstellung implizierte die Essenz des präsidentialen Statements nach Kriegsausbruch, in welchem dieser einen schnellen, sauberen Krieg verspricht, der mit einer überwältigenden Streitmacht gewonnen werden soll. Auch dies sollte dazu dienen, den Krieg der Öffentlichkeit zu verkaufen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der Kriegsberichterstattung und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich der Beeinflussbarkeit der Öffentlichkeit.

1.0 Kurze Inhaltsangabe des Films „wag the dog“: Kurze Zusammenfassung des Filmplots über die Inszenierung eines fiktiven Krieges zur Ablenkung von einer Sex-Affäre des US-Präsidenten.

2.0 Der Nachrichtenwert und seine Bedeutung für „wag the dog“: theoretische Herleitung der Nachrichtenfaktoren nach Schulz und deren Anwendung auf den Film.

3.0 Berichterstattung im zweiten Golfkrieg: Analyse der realen medialen Mechanismen während des Golfkrieges 1991.

4.0 „wag the dog“ – wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt: Übertragung der Erkenntnisse der Golfkrieg-Analyse auf die filmische PR-Strategie und Wirklichkeitskonstruktion.

5.0 Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse und kritischer Ausblick auf die Rolle von Medien und Journalismus.

Schlüsselwörter

Wag the dog, Kriegsberichterstattung, Medienmanipulation, Nachrichtenfaktoren, Golfkrieg, PR-Kampagne, Wirklichkeitskonstruktion, Politische Kommunikation, Desinformation, Embedded Reporter, Nachrichtenwert, Medienmacht, Politische Inszenierung, Medienkritik, Öffentliche Meinung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Zusammenspiel von Politik, Militär und Medien bei der Inszenierung von Kriegen anhand des Spielfilms „wag the dog“ im Vergleich zum realen zweiten Golfkrieg.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen Nachrichtenfaktoren, die Mechanismen der Kriegsberichterstattung, PR-Strategien von Regierungen und die Macht der Medien, eine „Wirklichkeit“ zu konstruieren.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Es soll untersucht werden, wie durch die Ausnutzung journalistischer Arbeitsweisen und Nachrichtenfaktoren eine fiktive Realität als Tatsache verkauft und die öffentliche Wahrnehmung gezielt gesteuert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Nachrichtenfaktoren-Theorien und vergleicht diese mit der deskriptiven Analyse des Spielfilms sowie zeitgeschichtlicher Berichterstattung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Nachrichtenwertes, die kritische Analyse der realen Berichterstattung im zweiten Golfkrieg und die anschließende Übertragung auf die mediale Strategie im Film.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Medienmanipulation, Nachrichtenwert, Wirklichkeitskonstruktion, PR-Kampagne und Kriegsberichterstattung geprägt.

Wie spielt das „pool system“ im zweiten Golfkrieg eine Rolle für die Medienberichterstattung?

Das System schränkte die Arbeit der Journalisten massiv ein, da sie vom Militär abhängig waren, keine eigene Recherche vor Ort betreiben konnten und lediglich kontrollierte Informationen erhielten.

Warum wird im Film ein fiktiver Krieg gegen Albanien inszeniert?

Der Krieg dient als PR-Instrument, um die öffentliche Aufmerksamkeit von einem schwerwiegenden Sex-Skandal des US-Präsidenten kurz vor der Wiederwahl abzulenken und eine patriotische Solidarisierung zu erzeugen.

Welche Bedeutung hat das „fliehende Mädchen“ für die PR-Kampagne im Film?

Es dient als emotionales Symbol, um den Krieg für die Bevölkerung greifbar zu machen und einen humanitären Legitimationsgrund für ein militärisches Eingreifen zu liefern.

Final del extracto de 27 páginas  - subir

Detalles

Título
Analyse des Films „wag the dog“
Subtítulo
Wie Politik und Militär im Spielfilm und auch in der Realität des zweiten Golfkrieges mit der Wirklichkeit spielen
Universidad
University of Göttingen  (Seminar für Politikwissenschaft)
Curso
Einführung in die Politikwissenschaft am Beispiel „Politik und Medien“
Calificación
3,0
Autor
Yannick Lowin (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
27
No. de catálogo
V175104
ISBN (Ebook)
9783640959549
ISBN (Libro)
9783640959747
Idioma
Alemán
Etiqueta
analyse films politik militär spielfilm realität golfkrieges wirklichkeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Yannick Lowin (Autor), 2009, Analyse des Films „wag the dog“, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175104
Leer eBook
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