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Lautliche Erscheinungen im gesprochenen Spanisch

Titel: Lautliche Erscheinungen im  gesprochenen Spanisch

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 17 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Anna-Lena Storch (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Sprechen und Schreiben sind zwei grundverschiedene Prozesse, die unter völlig unterschiedlichen Produktionsbedingungen ablaufen. Daher weichen auch die jeweiligen Produkte deutlich voneinander ab: Spontan gesprochene Äußerungen und schriftlich Niedergelegtes unterscheiden sich eklatant in ihrer sprachlichen Form und insbesondere auch in ihrer grammatischen Struktur. Dennoch wird häufig so getan, als gäbe es eine einzige, universell gültige und verbindliche Grammatik […] - tatsächlich handelt es sich dabei jedoch nur um eine Grammatik der Schriftsprache, die keinesfalls auch für mündliche Äußerungen absolute Verbindlichkeit beanspruchen darf. (http://www. deutschservice.de/felix/daf/ gesprochen.html)

Vielfach wird auch irrtümlich die Schriftsprache des Alltags, in unserem Falle also Zeitungs- und Kaufmannsspanisch, deren Kenntnis gewiß nützlich und erwünscht ist, in den Begriff der Umgangssprache mit hineinverflochten. Zu ihr ist aber nur die lebendige Sprache, das natürliche, ungezwungene Sprechen zu rechnen und unter ihren Ausdrucksmitteln sind nicht nur Vokabeln und Redensarten, also lexikologische und syntaktisch-stilistische Mittel zu verstehen, sondern auch solche, die in rein sinnfälliger Weise dazu dienen, die sprachliche Mitteilung deutlich und eindringlich zu gestalten, nämlich Tonfall, Geste und Mimik. (Beinhauer, V)

Diese beiden Zitate veranschaulichen sehr gut, warum der gesprochenen Sprache lange Zeit keine Beachtung geschenkt wurde. Es bestand nämlich die vorherrschende Meinung, dass es, wie es in dem ersten Zitat heißt, eben nur eine gültige Norm für eine Sprache geben kann.

Leseprobe


Gliederung

1. Einleitung

2. Kurzer Einblick in die Phonetik

3. Lautliche Erscheinungen im segmentalen Bereich

3.1. Methoden der lautlichen und silbischen Abschwächung

3.2. Überbrückungsphänomene

3.3. Eigene Unterbrechung mit nachfolgender Selbstkorrektur

4. Lautliche Merkmale im suprasegmentalen Bereich

4.1. Betonte Aussprache

4.2. Intonation

5. Paralinguistischer Bereich – Interjektionen

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die lautlichen Besonderheiten des gesprochenen Spanisch anhand eines transkribierten Gesprächs aus dem Korpus von Antonio Briz. Ziel ist es, die spontanen, nicht normgerechten Äußerungsformen der natürlichen Konversation zu analysieren und deren Funktionen für den Redefluss und die Interaktion herauszuarbeiten.

  • Segmentale Lautveränderungen wie Abschwächung und Silbenkürzung
  • Überbrückungsphänomene wie Pausen, Vokaldehnungen und Wiederholungen
  • Strategien der Selbstkorrektur und ihre Funktion im Dialog
  • Suprasegmentale Merkmale (Betonung und Intonation)
  • Die Rolle von Interjektionen als paralinguistische Ausdrucksmittel

Auszug aus dem Buch

3.2. Überbrückungsphänomene

Wie schon des Öfteren erwähnt, ist ein essentielles Merkmal der gesprochenen Sprache die Spontaneität, wodurch natürlich ein Vorausplanen der Äußerungen unmöglich ist.

Große Spontaneität und emotionale Beteiligung erlauben keine langfristige Planung und keinen gleichmäßigen Informationsfortschritt – Eigenschaften, die in der privaten Kommunikation unter vertrauten Partnern auch gar nicht erwarten werden. Der Produzent kann sich daher damit begnügen, einen weniger geplanten, ‘vorläufigen‘ Diskurs mit ungleichmäßigen Informationsfortschritt zu formulieren. Dies liegt aber auch im Interesse des Rezipienten, der bei simultaner Produktion und Rezeption […] einen zu raschen Informationsfluß nur mit erhöhtem ‘Aufwand‘ verarbeiten kann. (Koch/Oesterreicher, S. 60)

Die Phänomene, die während der Unterhaltung Zeit zum Nachdenken bringen, nennt man Überbrückungsphänomene, die sämtliche Pausen, Lautdehnungen, Artikulationsschwächungen und Wiederholungen umfassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den grundlegenden Unterschied zwischen geschriebener und gesprochener Sprache und begründet, warum letztere in der linguistischen Forschung lange vernachlässigt wurde.

2. Kurzer Einblick in die Phonetik: Es werden die drei zentralen Untersuchungsbereiche der Phonetik – segmentaler, suprasegmentaler und paralinguistischer Bereich – definiert und auf die Relevanz für das gesprochene Spanisch hin abgegrenzt.

3. Lautliche Erscheinungen im segmentalen Bereich: Dieses Kapitel untersucht Methoden der Abschwächung, Überbrückungsphänomene und Selbstkorrekturprozesse, die den Redefluss in spontanen Gesprächen beeinflussen.

3.1. Methoden der lautlichen und silbischen Abschwächung: Analysiert werden Vokal- und Konsonantenreduktionen sowie der Silbenschwund durch Prozesse wie Apokope oder Sandhi.

3.2. Überbrückungsphänomene: Hier wird dargelegt, wie Pausen, Vokaldehnungen und Wiederholungen genutzt werden, um Zeit für die eigene Gedankenformulierung zu gewinnen.

3.3. Eigene Unterbrechung mit nachfolgender Selbstkorrektur: Es wird die Funktion von lexikalischen Verstümmelungen und Autokorrekturen untersucht, die bei der spontanen Sprachproduktion auftreten.

4. Lautliche Merkmale im suprasegmentalen Bereich: Betrachtet werden Akzentuierung und Intonation als Mittel zur Hervorhebung und Strukturierung von Information.

4.1. Betonte Aussprache: Erläutert wird die Funktion der Betonung als rhetorisches Mittel zur Fokussierung auf neue Informationen oder zur Ausdrucksverstärkung bei Uneinigkeit.

4.2. Intonation: Untersucht wird, wie Tonhöhenverläufe dazu dienen, Aussage- von Fragesätzen zu unterscheiden und den Redefluss zu steuern.

5. Paralinguistischer Bereich – Interjektionen: Die Arbeit analysiert den Einsatz von Interjektionen wie „ah“, „ay“ oder „eh“, die nonverbale Emotionen und Kontaktfunktionen im Gespräch abbilden.

6. Zusammenfassung: Das Fazit resümiert die Bedeutung der analysierten lautlichen Mittel für die Interpretation und das Verständnis im gesprochenen Spanisch.

Schlüsselwörter

Gesprochenes Spanisch, Phonetik, Segmentale Phänomene, Suprasegmentale Merkmale, Paralinguistik, Interjektionen, Sprachproduktion, Gesprächsanalyse, Vokaldehnung, Selbstkorrektur, Intonation, Betonung, Spontaneität, Artikulationsschwächung, Sandhi

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse lautlicher Erscheinungen in der natürlichen, spontanen gesprochenen spanischen Sprache.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die segmentale und suprasegmentale Phonetik sowie der paralinguistische Bereich inklusive der Funktion von Interjektionen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die lautlichen Strategien und Besonderheiten aufzuzeigen, die in einem transkribierten Gesprächs-Korpus auftreten, um deren Funktion für den Dialog zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf der linguistischen Gesprächsanalyse unter Einbeziehung phonetischer Theorien und der Auswertung spezifischer Transkriptionsbeispiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert konkret Lautabschwächungen, Überbrückungsphänomene wie Pausen, Selbstkorrekturstrategien sowie Betonungsmuster und Intonationsverläufe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind gesprochenes Spanisch, Lautreduktion, Überbrückungsphänomene, Gesprächsanalyse, Interjektionen und Intonation.

Warum kommt es laut der Autorin zu Lautabschwächungen?

Die Autorin argumentiert, dass Lautabschwächungen und Kürzungen vor allem dazu dienen, den Redefluss in einer spontanen Sprechsituation zu erleichtern und Zeit für die Gedankenformulierung zu gewinnen.

Welche Rolle spielen Interjektionen in der Analyse?

Interjektionen werden als wichtige paralinguistische Mittel verstanden, die Gefühle wie Freude oder Überraschung transportieren und zur Strukturierung sowie Aufrechterhaltung des Gesprächs beitragen.

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Details

Titel
Lautliche Erscheinungen im gesprochenen Spanisch
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Romanistik)
Veranstaltung
Gesprochenes Spanisch
Note
3,0
Autor
Anna-Lena Storch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
17
Katalognummer
V175260
ISBN (eBook)
9783640961528
ISBN (Buch)
9783640961580
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gesprochenes Spanisch Spanisch Lautliche Erscheinungen Sprachwissenschaft Interjektionen Betonung Phonetik Intonation Überbrückungsphänomene
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna-Lena Storch (Autor:in), 2008, Lautliche Erscheinungen im gesprochenen Spanisch , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175260
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