Ich möchte mich in meiner Arbeit mit Thema "Ehe-Liebe", sowie mit der Entwicklung der „Sexualität“ auseinandersetzen. Dies erscheint mir insofern als sehr bedeutend, weil sich die Ehe beziehungsweise die Ehe-Liebe in heutiger Zeit stark von früher unterscheidet. Worin diese Unterschiede bestehen, und wie sich die Ehe und die Sexualität im Laufe der Zeit entwickelt haben, möchte ich Ihnen im Folgenden aufzeigen. Ich werde mich dabei auf verschiedenste Autoren berufen und versuchen, ihre Aussagen auf das 21. Jahrhundert zu beziehen und beschreiben, was meiner Meinung nach heute anders ist als damals.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Ehe-Liebe
Die unauflösliche Ehe
Von der Sachehe, über die bürgerliche Ehe, zur Liebesehe
Die Sexualität in der Ehe
Die Entstehung der Sexualität
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den historischen und anthropologischen Wandel von Ehe-Liebe und Sexualität. Ziel ist es, die Unterschiede zwischen vergangenen Gesellschaftsmodellen und heutigen Vorstellungen aufzuzeigen, wobei insbesondere die Entwicklung von der ökonomisch motivierten Zweck- oder Sachehe hin zur modernen Liebesehe im Fokus steht.
- Wandel der Ehe von der Sachehe zur Liebesehe
- Historische Konzepte der "unauflöslichen Ehe"
- Entwicklung und gesellschaftliche Kontrolle der Sexualität
- Einfluss der Industrialisierung auf Familienstrukturen
- Veränderung der Geschlechterrollen und der Rolle der Frau
Auszug aus dem Buch
Die Entstehung der Sexualität
Die moderne Vorstellung von Sexualität, die im 19. Jahrhundert entstanden ist, zeichnet sich dadurch aus, dass Liebe und Sexualität zusammengehören. Sex ist also dann besonders „intensiv“ und „erfüllend“, wenn sie aus Liebe erfolgt und umgekehrt braucht die Liebe die Sexualität um sich zu „verwirklichen“ (Schmidt, S. 17). Man sagt sogar des Öfteren, dass die Sexualität die bedeutendste Grundlage für jede Partnerschaft und Ehe ist und dass eine befriedigende Sexualität eine wichtige Voraussetzung für Lebensglück ist. Seit der Industrialisierung arbeitet man nicht mehr dort, wo man wohnt, sondern außerhalb seiner vier Wände, was am Beginn zum Bruch mit sämtlichen gewohnten Lebensbedingungen führte. Die eigene Arbeitsleistung wird von anderen Menschen, Chefs, kontrolliert und jeder muss beweisen, dass er ausreichend diszipliniert, untergeordnet und fügsam ist.
Die Familie veränderte sich sehr durch die Trennung des Wohn- und Arbeitsplatzes. Vor der Industrialisierung war die typische Familie die „Produktions- und Haushaltsfamilie“, (Schmidt, S. 20) die also aus vorwiegend wirtschaftlichen Gründen bestand. Auch die Ehepartner waren aus wirtschaftlichen Gründen zusammen und nicht aufgrund von Liebe. Nach der Industrialisierung aber fand man dieses Modell nur noch in der Landwirtschaft. Das Klima innerhalb der Familien veränderte sich und wurde „gefühlsbetont“ (Schmidt, S. 22). Für diese „Emotionalisierung des Familienlebens“ gibt es besondere Kennzeichen wie „Häuslichkeit“, „romantische Partnerwahl“, „Gattenliebe“ und „Elternliebe“ (Schmidt, S. 22). Dies bedeutet wiederum, dass sich die Rolle der Frau wandelte. Sie ist nicht mehr für die Produktion zuständig, sondern vielmehr für den Haushalt und für die Kindererziehung.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorwort: Die Autorin legt dar, dass sich das Eheverständnis und die Sexualität grundlegend gewandelt haben und sie diese historische Entwicklung anhand verschiedener Autoren auf das 21. Jahrhundert beziehen möchte.
Ehe-Liebe: Es wird die historische Perspektive der Kirche auf die Ehe als "leidenschaftliche Veranstaltung zur Fortpflanzung" erläutert, die durch psychische Zwänge und die Unterordnung der Frau geprägt war.
Die unauflösliche Ehe: Das Kapitel behandelt das historische Konzept der Unauflöslichkeit der Ehe als gesellschaftliches Vorbild, das Frauen in eine rechtlose und abhängige Position drängte.
Von der Sachehe, über die bürgerliche Ehe, zur Liebesehe: Hier wird der Prozess der Individualisierung der Partnerwahl und der Übergang von wirtschaftlich motivierten Zweckbündnissen zur romantischen Liebesehe beschrieben.
Die Sexualität in der Ehe: Es wird untersucht, wie die Kirche Sexualität als sündhaft betrachtete und auf die Fortpflanzung innerhalb der Ehe beschränken wollte, wobei unnatürliche Praktiken als "wider die Natur" verurteilt wurden.
Die Entstehung der Sexualität: Das Kapitel analysiert, wie die Industrialisierung die Trennung von Wohn- und Arbeitsplatz vollzog und damit eine neue, gefühlsbetonte Familienstruktur sowie moderne Vorstellungen von Sexualität und Partnerwahl hervorbrachte.
Schlüsselwörter
Ehe-Liebe, Sexualität, historische Grundlagen, Liebesehe, Sachehe, Industrialisierung, Geschlechterrollen, Familienplanung, Kirche, Sozialer Wandel, Partnerwahl, Eheleben, Monogamie, Weibliche Lust, Moderne
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den historischen und anthropologischen Grundlagen der Ehe sowie der Sexualität und deren Wandel von früheren Zeiten bis zur heutigen Gesellschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind der Wandel der Eheform (von der Sachehe zur Liebesehe), die gesellschaftliche Rolle der Frau, die historische Kontrolle der Sexualität und der Einfluss der Industrialisierung auf das Familienleben.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Ansichten über Ehe und Sexualität im Laufe der Zeit verändert haben und inwieweit diese historischen Entwicklungen die heutigen Lebensweisen beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine literaturgestützte Analyse, bei der verschiedene historische und soziologische Quellen herangezogen werden, um die Veränderungen in den sozialen Strukturen zu beleuchten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Entwicklung der Ehemuster, die kirchlichen und gesellschaftlichen Normen bezüglich der Sexualität sowie die Auswirkungen der Trennung von Wohn- und Arbeitswelt durch die Industrialisierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ehe-Liebe, Sexualität, Industrialisierung, Liebesehe und den sozialen Wandel der Geschlechterrollen charakterisiert.
Warum wurde laut der Arbeit früher anders über Ehe und Sexualität gesprochen?
Früher stand die ökonomische Absicherung und die "leidenschaftslose" Fortpflanzung im Vordergrund, da die Ehe eine Institution der Gesellschaft und der Kirche war, die strikten Kontrollen unterlag.
Wie bewertet die Autorin die heutige Situation im Vergleich zur Vergangenheit?
Die Autorin sieht einen positiven Wandel hin zu mehr individueller Freiheit, weist aber darauf hin, dass moderne Lebensgemeinschaften oft durch die Unsicherheit hoher Scheidungsraten und neue wirtschaftliche Abhängigkeiten geprägt sind.
- Citar trabajo
- Manuela Aberger (Autor), 2011, Die Entwicklung der Ehe-Liebe und der Sexualität, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175453