Digitale Medien sind für Kinder und Jugendliche heute ein selbstverständlicher Bestandteil des täglichen Lebens. Sie erleichtern Kommunikation, eröffnen neue Lernmöglichkeiten und ermöglichen soziale Vernetzung. Gleichzeitig bergen sie auch Risiken, insbesondere dann, wenn Nutzungsmuster unreflektiert entstehen oder ein gesundes Gleichgewicht zwischen Online- und Offline-Aktivitäten verloren geht.
Empirische Studien zu Kindern und Jugendlichen weisen darauf hin, dass eine intensive Nutzung digitaler Medien mit verschiedenen gesundheitlichen Risiken verbunden sein kann. Problematische Nutzungsmuster stehen unter anderem im Zusammenhang mit geringerem Wohlbefinden, Schlafproblemen, einem möglichen Leistungsabfall in der Schule sowie psychosozialen Belastungen und erhöhtem Substanzkonsum. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Frage zunehmend an Bedeutung, wie Jugendliche einen kompetenten und gesundheitsförderlichen Umgang mit digitalen Medien entwickeln können. Das Kultusministerium in Bayern möchte die Kinder auf die Digitalisierung vorbereiten und gleichzeitig auch schützen. Daher erscheint die Durchführung präventiver Maßnahmen im schulischen Kontext sinnvoll, denn Schulen bieten die Möglichkeit, eine große Anzahl von Kindern und Jugendlichen zu erreichen und frühzeitig für einen reflektierten Umgang mit digitalen Medien zu sensibilisieren. Ausgangspunkt der vorliegenden Untersuchung ist die Frage, wie stark Schüler*innen der Sekundarstufe I digitale Medien nutzen, wie sich diese Nutzung auf Gesundheit und Gesundheitsverhalten auswirkt und ob eine schulische Informationsveranstaltung zu Internet- und Computersucht zu Veränderungen führen kann. Ziel ist daher, sowohl den aktuellen Stand der Computernutzung und des Gesundheitsverhaltens zu erfassen als auch die Wirksamkeit einer präventiven Maßnahme zu überprüfen.
Vor diesem Hintergrund erscheint die Wahl eines quantitativen, empirischen und explanativen Studiendesigns sinnvoll. Zur Untersuchung von Veränderungen über die Zeit wird ein Prä-Post-Design mit Kontrollgruppe eingesetzt. Hierbei werden eine Experimentalgruppe und eine Kontrollgruppe zu zwei Zeitpunkten befragt. [...]
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- Eva Hagel (Autor), 2026, Entwicklung eines Studiendesigns zur Untersuchung von Computernutzung, Gesundheit und Gesundheitsverhalten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1754697