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Auf den Spuren der Papstlegende Silvester II.

Título: Auf den Spuren der Papstlegende Silvester II.

Trabajo Escrito , 2011 , 22 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Christin Schulze (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Diese Arbeit soll anhand zweier ausgewählter Quellen, der historischen Persönlichkeit Silvesters auf die Spur kommen und die Entwicklung der Legende untersuchen. Für das bessere Verstehen der Thematik, wird anfangs ein kurzer Überblick zur Definition der Legende und der Problematik der Legendenforschung gegeben. Darauf folgt die Bearbeitung der beiden Quellen von Hermann von Reichenau und Martin von Troppau. Die Auswahl der Quellen wurde ganz bewusst für diese Arbeit getroffen. Sie ermöglicht einen guten Vergleich bezüglich der Entwicklung der Legende. Auf der einen Seite ist Hermann von Reichenau ein Vertreter der früheren Chronisten, bei denen über Silvester noch nichts „Ungewöhnliches“ berichtet wird. Bei Martin von Troppau hat sich die Legende schon vollends entfaltet. Er verbindet die bereits existierende Verstümmelungsgeschichte mit der Lage des Grabes Silvesters im Lateran. Die Bearbeitungsweise der Quellen soll wie folgt aussehen. Die jeweils lateinische Vorlage wird übersetzt und die darin getroffenen Aussagen mit der historischen Biografie verglichen. So sollen am Ende der Arbeit gewisse Grundmotive für die Entstehung der Legende verdeutlicht worden sein.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE LEGENDE

3. SILVESTER II. IN DER CHRONIK HERMANN VON REICHENAU

4. SILVESTER II. IN DER CHRONIK MARTIN VON TROPPAU

5. SCHLUSSBEMERKUNG

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Entstehung und Entwicklung der Legende um Papst Silvester II. anhand zweier ausgewählter historischer Quellen. Ziel ist es, durch einen Vergleich der Darstellungen bei Hermann von Reichenau und Martin von Troppau aufzuzeigen, wie aus der historischen Gelehrsamkeit Silvesters über die Jahrhunderte ein Bild als „Teufelspapst“ konstruiert wurde.

  • Definition und Problematik der mittelalterlichen Legendenforschung
  • Analyse der Chronik Hermanns von Reichenau als frühes, sachliches Quellenzeugnis
  • Untersuchung der Legendenbildung bei Martin von Troppau
  • Der historische Gerbert von Aurillac im Spannungsfeld zwischen Biografie und Dichtung
  • Einfluss arabischer Wissenschaft und Kultur auf die Entstehung magischer Mythen

Auszug aus dem Buch

4. Silvester II. in der Chronik Martin von Troppau

In der Legendenerforschung Silvester II. nimmt die Papst-Kaiser-Chronik einen besonderen Platz ein. Knapp 250 Jahre nach Erscheinen der Chronik von Hermann von Reichenau, verfasste, der aus Schlesien stammende, Martinus Oppaviensis, vermutlich auf Anregung Papst Clemens IV. zwischen 1277 und 1286 in mehreren Fassungen sein „Chronicon pontificum et imperatorum“. Mit diesem Werk sollten die Regierungszeiten der Kaiser und Päpste für die Wissenschaftler besser ermittelt werden können. Daher standen sich je zwei tabellenähnliche Tafeln gegenüber, die die jeweiligen Informationen über den Papst und des gleichzeitig regierenden Kaisers beinhalteten.

Die Schlussfassung enthielt zahlreiche Anekdoten und Fabeln, wie zum Beispiel die berühmt gewordene Legende über die Päpstin Johanna. Die Chronik wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und war dadurch sehr weit verbreitet. Zudem enthielt sie Illustrationen, wie im Cod. Pal. Germ. 137 von Papst Silvester II., der mit einem gehörnten, am ganzen Körper mit Fratzen übersäten, bocksbeinigen Teufel abgebildet worden ist. Offensichtlich scheint Silvester mit diesem einen Pakt zu schließen. Er lächelt ihm sogar zu. (siehe Anhang Abb.1.) Derartige Illustrationen verhalfen dem Werk und seinem Autor zur Popularität.

Zu Beginn gibt Martin von Troppau über das Pontifikat Silvester II. Auskunft. Papst war er demzufolge vier Jahre, einen Monat und acht Tage lang gewesen. Die Vakanz nach dem Tode Gregors V. betrug laut Troppau 15 Tage: Silvester II. sedit annis 4, mense 1, diebus 8, et cessavit episcopatus diebus 23.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Thematik der Legendenbildung um historische Gelehrte ein und stellt die Relevanz der Quellenanalyse für das Verständnis der Figur Silvester II. dar.

2. DIE LEGENDE: Dieses Kapitel erläutert literaturwissenschaftliche Grundlagen der Legende sowie die Schwierigkeiten der Historizität im Kontext mittelalterlicher Erzählungen.

3. SILVESTER II. IN DER CHRONIK HERMANN VON REICHENAU: Hier wird die neutrale und biographisch orientierte Darstellung Silvesters durch den Zeitgenossen Hermann von Reichenau analysiert.

4. SILVESTER II. IN DER CHRONIK MARTIN VON TROPPAU: Dieser Abschnitt untersucht die spätmittelalterliche Chronik, in der Silvester II. erstmals explizit mit dem Teufel in Verbindung gebracht und als „Teufelspapst“ inszeniert wird.

5. SCHLUSSBEMERKUNG: Abschließend reflektiert die Arbeit über die Tragik der Legendenbildung, die ein historisch bedeutendes Leben verzerrt und bis in die literarische Moderne nachwirkt.

Schlüsselwörter

Papst Silvester II., Gerbert von Aurillac, Legendenforschung, Mittelalter, Martin von Troppau, Hermann von Reichenau, Chronicon, Teufelspapst, Historizität, Literaturwissenschaft, Gelehrsamkeit, Kirchengeschichte, Legendenbildung, Quellenanalyse, Magie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Legende um Papst Silvester II., der von einer historisch hochgebildeten Persönlichkeit zum mythischen „Teufelspapst“ stilisiert wurde.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Legendenforschung, die mittelalterliche Geschichtsschreibung, der Einfluss von Mythen auf die Rezeption historischer Figuren sowie die Quellenauswertung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch den Vergleich zweier unterschiedlicher Quellen die Transformation vom historischen Faktenbericht zur fiktionalen Legende nachzuvollziehen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die vergleichende Quellenanalyse, bei der lateinische Vorlagen übersetzt und mit historischen Biografien in Relation gesetzt werden.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in die Legendenforschung sowie die detaillierte Analyse der Chroniken von Hermann von Reichenau und Martin von Troppau.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Begriffe wie Legendenbildung, Historizität, Gelehrsamkeit, Teufelspakt und die Analyse von Chroniken prägen den Inhalt dieser Arbeit.

Warum wird Silvester II. in späteren Quellen als „Teufelspapst“ bezeichnet?

Die Arbeit zeigt auf, dass sein außergewöhnliches Wissen und seine Kontakte zur arabischen Wissenschaft von späteren Chronisten als unnatürlich interpretiert und mit Magie in Verbindung gebracht wurden.

Welche Rolle spielt die Illustration im Anhang für die Argumentation?

Die Abbildung verdeutlicht visuell, wie Martin von Troppau das Bild des Teufelsbündnisses popularisierte, um die damalige Leserschaft zu faszinieren und zu belehren.

Wie unterscheidet sich Hermann von Reichenau von Martin von Troppau in der Darstellung?

Hermann von Reichenau berichtet noch ohne „Verdächtigungen“ und betont die Gelehrsamkeit, während Martin von Troppau ca. 250 Jahre später eine voll entfaltete Legende inklusive Teufelspakt und Verstümmelung schildert.

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Detalles

Título
Auf den Spuren der Papstlegende Silvester II.
Universidad
http://www.uni-jena.de/  (Historishes Institut)
Calificación
1,3
Autor
Christin Schulze (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
22
No. de catálogo
V175477
ISBN (Ebook)
9783640964468
ISBN (Libro)
9783640964222
Idioma
Alemán
Etiqueta
spuren papstlegende silvester
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christin Schulze (Autor), 2011, Auf den Spuren der Papstlegende Silvester II., Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175477
Leer eBook
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