„Wir können einen Streik länger durchhalten, als es die Bundesrepublik verkraftet.“
Diese Aussage von Manfred Schell, getroffen 2007 während dem Lokführerstreik der GDL in Deutschland, ist nur eine von vielen in den letzten 4 Jahren. Kein Jahr verging ohne wenigstens eine Drohung eines erneuten Streiks der gewerkschaftlich-organisierten Lokführer, daher liegt es nahe sich Gedanken über Krisenmanagement bei Streik zu machen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen
2.1 Was ist eine Krise?
2.2 Krisenmanagement
2.3 Krisenkommunikation/ Krisen-PR
2.4 Streik
2.5 Dienstleistungen
3. Charakterisierung von Unternehmenskrisen
3.1 Clusterung der Krisenarten
3.2 Krisenverläufe anhand von Krisenmodellen
4. Krisenmanagement bei Streik
4.1 Krisenprävention
4.1.1 Krisenhandbuch/ Krisenplan
4.1.2 Krisenverlauf
4.1.3 Zielgruppen der Krisenkommunikation
4.1.4 Grundlagen der präventiven Krisenkommunikation
4.1.5 Krisenstab
4.1.6 Krisentraining
4.2 Krisenbewältigung –Kommunikation während der Krise
4.2.1 Kommunikationsstrategie am Beispiel einer Pressemitteilung
4.2.2 Krisenmanagementmaßnahmen am Beispiel eines Ersatzfahrplans
4.3 Krisennachbereitung
4.3.1 Kritische Reflexion und Nachsorgemaßnahmen
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit liefert einen Überblick über das Thema Krisenmanagement in Unternehmen mit einem speziellen Fokus auf Arbeitskampfmaßnahmen im Dienstleistungssektor. Ziel ist es, dem Leser die Notwendigkeit präventiver Krisenstrategien zu verdeutlichen und Einblicke in erfolgreiche Kommunikationsprozesse bei Streiks zu geben, wobei betont wird, dass kein pauschales Lösungsrezept existiert.
- Grundlagen und Definitionen von Unternehmenskrisen und Krisenmanagement
- Methodische Ansätze zur Charakterisierung und Clusterung verschiedener Krisenarten
- Bedeutung der Krisenkommunikation und Stakeholder-Priorisierung
- Strategien der Krisenprävention, Bewältigung und Nachbereitung am Praxisbeispiel
Auszug aus dem Buch
4.1.1 Krisenhandbuch/ Krisenplan
Ditges et al. beschreiben das Krisenhandbuch, auch Krisen- oder Alarmplan genannt, als wichtig(st)en Baustein der Krisenprävention. „Das Krisenhandbuch ist elementarer Bestandteil von Krisenprävention und damit Pflicht. Es skizziert und interpretiert nicht nur die Risiko- und Krisenanfälligkeit der Organisation (Ist-Zustand). Es beschreibt z.B. auch die Vorgehensweise einer Organisation bei einer Krise(...). Krisen werden dabei anhand einer Szenariotechnik simuliert und in ihrem Ablauf durchgespielt (Soll-Zustand)“ Das Krisenhandbuch enthält alle für einen Krisenfall wichtigen Vorkehrungen und getroffenen Abmachungen.
In ihm sind
Informationsstrukturen und Verantwortlichkeiten – Wer informiert wen und wann
Mitglieder des Krisenstabs – siehe 4.1.5
Infrastrukturellen Anforderungen – Räumlichkeiten, technische Ausstattung, etc.
Krisenkommunikationsstrategie
Zielgruppen
Kommunikationsinhalte
vorgefertigten Textbausteine
Maßnahmen
...
spezifisch auf den Krisenfall (Streik) festgelegt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Relevanz von Streiks im Dienstleistungssektor und definiert den Rahmen der Arbeit als Überblick über das Krisenmanagement in diesem Kontext.
2. Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Definitionen für zentrale Begriffe wie unternehmerische Krisen, Krisenmanagement, Krisenkommunikation, Streik und Dienstleistungen.
3. Charakterisierung von Unternehmenskrisen: Hier werden verschiedene Krisenszenarien geclustert und mittels theoretischer Verlaufsmodelle analysiert, um Dynamiken der publizistischen Intensität zu verstehen.
4. Krisenmanagement bei Streik: Der Hauptteil erläutert die Phasen der Prävention, Bewältigung und Nachbereitung, wobei insbesondere die Kommunikation und strategische Planung bei Streikereignissen im Vordergrund stehen.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine Krise durch vorausschauende Planung, präventive Mechanismen und ein zielgruppenspezifisches Krisenmanagement bewältigt werden kann und Chancen für zukünftige Prozesse bietet.
Schlüsselwörter
Krisenmanagement, Krisenkommunikation, Dienstleistungen, Streik, Krisenprävention, Unternehmenskrise, Krisenstab, Stakeholder, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikationsstrategie, Krisenverlauf, Krisenbewältigung, PR-Erfolgskontrolle, Arbeitskampf, Unternehmensführung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die konzeptionellen Grundlagen und praktischen Strategien des Krisenmanagements in Unternehmen, mit einem spezifischen Fokus auf Situationen, in denen Arbeitskampfmaßnahmen im Dienstleistungssektor auftreten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Krisenprävention mittels Krisenplänen, die strategische Krisenkommunikation gegenüber verschiedenen Stakeholdern sowie die Erfolgskontrolle und Nachbereitung nach einer Krise.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel besteht darin, ein Bewusstsein für die Notwendigkeit von vorbereitendem Krisenmanagement zu schaffen und einen Überblick über die zu berücksichtigenden Themenkomplexe bei Streiks zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur sowie der Analyse von Krisenverlaufsmodellen und praxisnahen Fallbeispielen, insbesondere der Deutschen Bahn AG.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden konkrete Schritte wie die Erstellung eines Krisenhandbuchs, die Priorisierung von Zielgruppen, die aktive Kommunikation während des Streiks und die kritische Reflexion des Krisenverlaufs detailliert erörtert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Krisenmanagement, Krisenkommunikation, Stakeholder-Dialog, Dienstleistungssektor und Prävention geprägt.
Warum ist gerade der Dienstleistungssektor bei Streiks besonders krisenanfällig?
Da Dienstleistungen meist nicht lagerfähig sind und die Öffentlichkeit direkt (z.B. im täglichen Arbeitsweg) von Ausfällen betroffen ist, entsteht ein hoher Druck und ein ständiges Informationsbedürfnis der Kunden.
Welche Rolle spielt ein Krisenhandbuch laut der Arbeit?
Es fungiert als elementarer Bestandteil der Prävention, in dem Verantwortlichkeiten, Kommunikationsstrategien und Maßnahmenkataloge für den Ernstfall bereits im Voraus festgelegt werden.
Warum wird im Krisenfall zu einer offensiven Kommunikation geraten?
Eine offensive Krisenkommunikation hilft, die Deutungshoheit zu behalten, Gerüchte zu vermeiden und die Glaubwürdigkeit gegenüber Journalisten sowie betroffenen Zielgruppen zu wahren, was letztlich die Krisendauer verkürzen kann.
Wie definiert die Arbeit das Ende einer Krise?
Die Arbeit schließt mit dem Motto „Nach der Krise ist vor der Krise“, da das Ende eines Krisenfalls den Übergang in die Nachbereitung markiert, deren Erkenntnisse direkt wieder in die präventiven Prozesse einfließen.
- Arbeit zitieren
- Christoph Rottler (Autor:in), 2011, Krisenkommunikation bei Streik am Beispiel gesellschaftsrelevanter Dienstleistungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175555