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Die Kritik der peruanischen Gesellschaft in dem Roman "Pantaleón y las visitadoras"

Title: Die Kritik der peruanischen Gesellschaft in dem Roman "Pantaleón y las visitadoras"

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Oksana Kuruts (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
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Die Geschichte des Romans "Pantaleón y las visitadoras" wurde von dem Autor nicht erfunden. In dem Buch "Die Wirklichkeit eines Schriftstellers" beschreibt er seine Reise zum Amazonasgebiet 1958, während welcher er erfuhr, dass die Bewohner der kleinern Dörfer sich deswegen aufregten, dass ihre Frauen ständig von den Soldaten, die da stationiert waren, belästigt worden waren. Auf seiner zweiten Reise einige Jahre später, stellte sich heraus, dass die Bewohner wieder unzufrieden waren, diesmal aber der Grund dafür war ein Privileg, die vom Militär den Soldaten zugestanden war, und von den Bewohnern selbst nicht benutzt werden konnte - ein Truppenbetreuungsdienst der Prostituierten. So ist die Geschichte des Armeehauptmanns Pantaleón Pantoja entstanden, der versucht die absurde Idee seiner Vorgesetzten - einen Prostituiertendienst für den Soldaten in der Tat umzusetzen. Im Vergleich zu den früheren Romanen von Vargas Llosa wird die Geschichte nicht in einem ernsten Ton behandelt, aber trotzdem werden die solzialkritischen Fragen der peruanischen Gesellschaft angesprochen. Dabei wird die Frage gestellt welche Aspekte der peruanischen Realität der Autor in dem Buch kritisiert, die werden genannt und anhand der Beipielen aus dem Buch genau analysiert. Wichtig ist der Aufbau des Romans, der zum Einstieg vorgestellt wird, welche Erzählweisen der Autor benutzt, und aus welcher Perspektive jede die Geschehnisse des Romans darstellt.
Viel Aufmerksamkeit wird der pikaresken Eigenschaften "Pantaleón y las visitadoras" gewidmet. Dabei ist der Vergleich mit dem ersten frühen Vertreter des pikaresken Romans "Lazarillo de Tormes" unabdingbar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG

2. AUFBAU DES ROMANS

3. DIE KRITIK DER PERUANISCHEN GESELLSCHAFT IN DEM ROMAN

3.a. Militärstrukturen in Peru

3.b. Diskrimination in der Gesellschaft

3.c. Kritik an dem religiösen Fanatismus und an der katholischen Kirche

3.d. Pressefreiheit

4. PIKARESKE EINGENSCHAFTEN DES ROMANS

5. ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit analysiert Mario Vargas Llosas Roman "Pantaleón y las visitadoras" als gesellschaftskritisches Werk, das die Strukturen des peruanischen Militärs, religiösen Fanatismus und Korruption beleuchtet. Ziel ist es, die satirische Darstellung der peruanischen Realität der 1950er Jahre herauszuarbeiten und die pikaresken Elemente des Protagonisten Pantaleón Pantoja im Vergleich zu klassischen Vorbildern zu evaluieren.

  • Kritik an Militärstrukturen und blindem Gehorsam
  • Analyse machistischer Gesellschaftsstrukturen und Diskriminierung
  • Auseinandersetzung mit religiösem Fanatismus und Doppelmoral der Kirche
  • Untersuchung der Käuflichkeit von Presse und Medien
  • Vergleichende Analyse mit der Pikareske (Schelmenroman)

Auszug aus dem Buch

3.c. Kritik an dem religiösen Fanatismus und an der katholischen Kirche

Die Satire und ihr zugrundeliegende Gesellschaftsanalyse erfaßt in dem Roman nicht nur die Strukturen des Militärs, sondern übergeht auch an die Kritik der Kirche und religiösen Fanatismus.

Fruchbares Boden für das Verbreiten der Botschaft des Fanatikers Francisco bietet die die Bevölkerung Amazoniens, die sich besonders durch Abergläbigkeit auszeichnet:

“en toda la Amazonía… la creencia de que la variedad colorada del bufeo… es un animal de una considerable potencia sexual, la misma que lo induce, con ayuda del demonio o espíritus malignos, a raptar cuanta mujer puede a fin de satisfechar sus instintos, adoptando para ello una forma humana tan varonil y apuesta que ningún ente feminino se le resiste. ” 2

Zur Abergläubigkeit der Bevölkerung kommt noch die Tatsache, dass sie leicht zu beeinflußen ist, da besonders ihre Naivität demonstriert wird. Beipielwesie beschweren sich die Repräsentanten der männlichen Bevölkerung und der Bürgermeister deswegen, dass ihre Frauen von Soldaten belästigt werden, später aber empfinden sie als Unrecht, dass der Truppenbetreuungsdienst nur für die Soldaten bestimmt ist:

“Exigimos que los cuidadanos mayores de edad y con libreta militar de los abandonados pueblos amazónicos, tengan derecho a utilizar ese Servicio, y las mismas tarifas reducidas que los soldados.” 3

Unter diesen naiven und abergläbischen Menschen verbreitet sich die Botschaft des Fanatikers Francisco sehr schnell, nach kurzer Zeit ist er “más famoso que Marlon Brando”4. Sein großes Aufsehen unter der Bevölkerung erregt er durch das Prophezeihen der baldigen Apokalypse, damit erreicht er viel mehr Einfluß in Amazonien, als die katholischen Priester mit ihren Prädigen. Der religiöse Fanatismus, der durch diesen Fall im Buch geschildert wird, ist auch ein wichtiger Teil der Realiät in Peru:

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINFÜHRUNG: Die Einleitung stellt den Entstehungshintergrund des Romans dar und erläutert die Absicht des Autors, trotz humoristischer Erzählweise solzialkritische Fragen der peruanischen Gesellschaft zu thematisieren.

2. AUFBAU DES ROMANS: Dieses Kapitel beschreibt die formale Struktur des Werks, das aus 10 Kapiteln besteht und durch den Wechsel von Dialogen und Dokumenten Spannung und Abwechslung erzeugt.

3. DIE KRITIK DER PERUANISCHEN GESELLSCHAFT IN DEM ROMAN: Dieser Hauptteil analysiert die Kritik des Autors an den gesellschaftlichen Verhältnissen in Peru, insbesondere an Militär, Diskriminierung, religiösem Fanatismus und der Pressefreiheit.

4. PIKARESKE EINGENSCHAFTEN DES ROMANS: Das Kapitel untersucht die Parallelen und Unterschiede zwischen dem Protagonisten Pantaleón Pantoja und dem klassischen Schelmen (Pícaro) aus "Lazarillo de Tormes".

5. ZUSAMMENFASSUNG: Die Zusammenfassung rekapituliert die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zur gesellschaftlichen Spiegelung und zur Kritik an den peruanischen Institutionen.

Schlüsselwörter

Pantaleón y las visitadoras, Mario Vargas Llosa, Gesellschaftskritik, Peru, Militärstrukturen, Machismo, religiöser Fanatismus, Pikareske, Schelmenroman, Korruption, Pressefreiheit, soziale Strukturen, Literaturanalyse, Pantoja, Lateinamerika.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Roman "Pantaleón y las visitadoras" von Mario Vargas Llosa unter dem Aspekt der peruanischen Gesellschaftskritik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Schwerpunkte sind Militärstrukturen, Diskriminierung, religiöser Fanatismus, die Rolle der Medien und die Verbindung zur Pikareske.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll untersucht werden, welche Aspekte der peruanischen Realität Vargas Llosa kritisiert und wie diese durch die Erzählweise und den Aufbau des Romans vermittelt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, kombiniert mit dem Vergleich zum klassischen Pikareske-Genre und der Einordnung in den historischen Kontext Perus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Militär, gesellschaftliche Diskriminierung, religiöse Fanatismuskritik und die Rolle der Journalisten bzw. Pressefreiheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Gesellschaftskritik, Militär, Machismo, religiöser Fanatismus und Schelmenroman.

Inwiefern spielt der Protagonist Pantoja eine Rolle für die Kritik?

Pantoja dient als Spiegelbild der blinden Gehorsamsstrukturen des Militärs; seine Unfähigkeit, das Absurde zu hinterfragen, entlarvt die Heuchelei des gesamten Systems.

Wie bewertet der Autor das Ende des Romans im Kontext der Kritik?

Das non-tragische Ende zeigt laut Analyse, dass keine moralische Läuterung stattgefunden hat, sondern das System die Strukturen aufrechterhält, was die pessimistische Sicht auf die Institutionen unterstreicht.

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Details

Title
Die Kritik der peruanischen Gesellschaft in dem Roman "Pantaleón y las visitadoras"
College
Free University of Berlin
Course
Hauptseminar: Pikaresker Roman
Grade
1,7
Author
Oksana Kuruts (Author)
Publication Year
2010
Pages
19
Catalog Number
V175578
ISBN (eBook)
9783640965731
ISBN (Book)
9783640965809
Language
German
Tags
kritik gesellschaft roman pantaleón
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oksana Kuruts (Author), 2010, Die Kritik der peruanischen Gesellschaft in dem Roman "Pantaleón y las visitadoras", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175578
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