Deutschsprachiger Frauenrap ist längst mehr als ein musikalisches Gegenstück zu einer männlich dominierten Szene. Rapperinnen eignen sich Sprache, Sexualität, Dominanz und Statussymbole an, brechen mit traditionellen Vorstellungen von Weiblichkeit und formulieren zugleich deutliche Kritik an patriarchalen Machtverhältnissen.
Diese Bachelorarbeit untersucht anhand ausgewählter Songs von Ikkimel, Shirin David und Nura, wie das Patriarchat im deutschsprachigen Frauenrap sprachlich, ästhetisch und politisch (de-)konstruiert wird. Im Mittelpunkt stehen Strategien wie Aneignung, Umdeutung, Überzeichnung und Machtumkehr sowie die Frage, inwiefern dadurch neue weibliche Subjektpositionen entstehen.
Dabei zeigt sich ein spannungsreiches Bild: Frauenrap kann Geschlechterrollen, sexuelle Doppelmoral und hegemoniale Machtverhältnisse herausfordern, gleichzeitig jedoch bestehende Logiken von Objektivierung, Konkurrenz und Hierarchie teilweise fortführen. Die Arbeit verbindet diese Ambivalenzen mit einer sozialarbeiterischen Perspektive und zeigt, weshalb populärkulturelle Geschlechterbilder insbesondere für eine genderreflektierte und medienpädagogische Soziale Arbeit relevant sind.
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- Sarah Ofner (Author), 2026, Die Konstruktion und Dekonstruktion patriarchaler Geschlechterverhältnisse im deutschsprachigen Frauenrap - "Ich brauch‘ doch keine Rechte, Mann, ich hab‘ doch Privilegien", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1756761