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Die Gestaltungskraft des Raumes im Trauerspiel „Cardenio und Celinde oder die Unglücklich Verliebten“ von Andreas Gryphius

Barocke Räume ( Heterotopien) - Friedhof

Título: Die Gestaltungskraft des Raumes im Trauerspiel „Cardenio und Celinde oder die Unglücklich Verliebten“ von Andreas Gryphius

Trabajo , 2010 , 22 Páginas

Autor:in: Nicole Matzke (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Gegenstand dieser Seminararbeit wird sein mit Hilfe raumtheoretischer Erkenntnisse Michel Foucaults, das frühneuzeitliche Drama (oder Trauerspiel) „Cardenio und Celinde“ von Andreas Gryphius literaturtheoretisch zu untersuchen und so den literarischen Raum Friedhof im Text an ausgewählter Stelle als Heterotopie zu kennzeichnen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Heterotopische Orte

1.1 Heterotopien in der Gesellschaft der frühen Neuzeit

1.2 Der Kirchhof

1.3 Die Zeichen des Todes in der Gesellschaft des späten 16ten und frühen 17ten Jahrhunderts

2. Als Heterotopien markierte Stellen im Trauerspiel „Cardenio und Celinde oder die Unglücklich Verliebten“ von Andreas Gryphius und ihre Funktion

2.1 Der Lustgarten und seine Verwandlung

2.2 Kirchhof und seine Entstehung

2.3 Die Funktion der räumlichen Steigerung innerhalb des Textes

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht das frühneuzeitliche Trauerspiel „Cardenio und Celinde“ von Andreas Gryphius unter raumtheoretischen Gesichtspunkten, mit besonderem Fokus auf Michel Foucaults Konzept der Heterotopie, um die Funktion des literarischen Raums (insbesondere des Friedhofs) innerhalb der dramatischen Handlung zu analysieren.

  • Analyse raumkonstitutiver Praktiken in der Literatur
  • Anwendung des Foucaultschen Heterotopie-Begriffs auf barocke Schauplätze
  • Untersuchung der räumlichen Steigerung als dramatisches Gestaltungsmittel
  • Diskurs über Macht, Memoria und Körperwahrnehmung im 17. Jahrhundert

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Lustgarten und seine Verwandlung

Nachdem Lysander nun von seiner Reise zurückgekehrt war, berichtet Olympia ihm von einem unangenehmen Traum: „Mir lieb! mir setzte Furcht vnd grauses Schrecken zu / In einem herben Traum! Wie wohl bin ich erwachet.“ Damit wird die Erscheinung des Gespenstes in Gestalt Olympiens zu einer glaubwürdigen und annehmbaren Figur der Geschichte. Die Vorstellung Cardenios die zum Anfang der „vierdten Abhandlung“ den Topos der Nacht gestaltete findet sich hier wieder „Die Fenster stehn entseelt von jhrer Kertzen Schein“. Durch diese Gegenüberstellung von Schlaf und Traum in Verbindung mit Seelenlosigkeit, würde demnach auch das Wissen des Gespenstes erklärt b z w gerechtfertigt werden.

Denn als nun im weiteren Verlauf Lysander und Olympia schlafen gehen, „Olymp. Last vns nicht länger stehn! Es ist die tieffste Nacht. Lysand. Wolan mein Licht / Wir gehen.“ „verwandelt [sich Der Schaw-Platz] in einen Lust- Garten“ an dem sich nun wieder Cardenio und „das Gespenst in Gestalt Olympiens“ befinden. Hier wird das Gespenst nun direkt bestimmt. Zu Beginn der Abhandlung hieß es „Ein Gespenst“. Dies lässt sich als ein weiteres Verbindungselement der beiden Figuren erfassen, die laut Rede des Gespenstes aus einer Person entsteht: „Mir und Olympien! die mit mir aufgeblüht:“ Wie zu Beginn der „vierdte[n] Abhandlung“ ist es Cardenio der den Rezipienten über den Ort des Geschehens durch einen Monolog einführt, indem er seine Empfindungen beim betreten des Lustgartens darlegt „Treugt mich das Auge nicht / so sind wir an dem Orte Den sie bei stiller Nacht zu trauren jhr erwehlt!“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die raumtheoretische Untersuchung und Definition des Forschungsziels unter Anwendung von Foucaults Theorien auf das Trauerspiel.

1. Heterotopische Orte: Theoretische Grundlegung und Kategorisierung von Heterotopien sowie deren gesellschaftliche Bedeutung in der frühen Neuzeit, insbesondere in Bezug auf Friedhöfe.

1.1 Heterotopien in der Gesellschaft der frühen Neuzeit: Erläuterung der Bedeutung von Orten wie Wunderkammern oder Lustgärten als Orte der Machtdarstellung und Wissensakkumulation.

1.2 Der Kirchhof: Analyse des Kirchhofs als spezifische Abweichungsheterotopie und dessen Verbindung zum Totenkult.

1.3 Die Zeichen des Todes in der Gesellschaft des späten 16ten und frühen 17ten Jahrhunderts: Beschreibung der zeitgenössischen Vanitas-Symbolik und deren allgegenwärtiger Präsenz in der Kulturgeschichte.

2. Als Heterotopien markierte Stellen im Trauerspiel „Cardenio und Celinde oder die Unglücklich Verliebten“ von Andreas Gryphius und ihre Funktion: Übertragung der theoretischen Überlegungen auf die dramatische Struktur des untersuchten Textes.

2.1 Der Lustgarten und seine Verwandlung: Analyse der räumlichen Verschiebung vom Lustgarten hin zur nächtlichen Szenerie und die Funktion dieser Transformation.

2.2 Kirchhof und seine Entstehung: Untersuchung der dramaturgischen Funktion des Schauplatzwechsels zum Kirchhof.

2.3 Die Funktion der räumlichen Steigerung innerhalb des Textes: Zusammenfassende Betrachtung der räumlichen Dynamik als treibende Kraft der Handlung und des Liebesthemas.

Fazit: Resümee über die Bedeutung des Raumes als Gestaltungskraft und kritische Einordnung der historischen Körperdarstellung.

Schlüsselwörter

Heterotopie, Andreas Gryphius, Cardenio und Celinde, Raumtheorie, Michel Foucault, Trauerspiel, Barock, Lustgarten, Kirchhof, Vanitas, Totenkult, Körperräume, Literaturwissenschaft, Dramaturgie, Memoria

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, wie Andreas Gryphius in seinem Trauerspiel „Cardenio und Celinde“ den Raum als funktionales Gestaltungselement nutzt, um dramatische Effekte und gesellschaftliche Diskurse darzustellen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Raumtheorie nach Michel Foucault, die barocke Kulturgeschichte (insbesondere der Umgang mit Tod und Bestattung) sowie die literaturwissenschaftliche Analyse des Dramas.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Friedhof und andere Schauplätze im Text als „Heterotopien“ zu kennzeichnen und aufzuzeigen, wie Gryphius diese Räume nutzt, um Konventionen zu brechen und Handlung zu generieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine literaturtheoretische Analyse, die auf raumtheoretischen Erkenntnissen von Michel Foucault basiert und diese mit historischem Kontext zur frühen Neuzeit verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die konkreten Schauplätze (Lustgarten, Kirchhof) im Trauerspiel, untersucht die Anweisungen für den Leser und bewertet die Funktion der räumlichen Steigerung im Handlungsverlauf.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Heterotopie, Vanitas, Raumkonstruktion, Totenkult, dramatische Steigerung und die Verzahnung von Raum und Zeit.

Wie unterscheidet sich der Lustgarten von einem herkömmlichen Ort im Drama?

Der Lustgarten fungiert als Ort, der durch die Handlung der Figuren eine Transformation erfährt: vom Ort der Ergötzung am Tag zum Ort des Trauerns in der Nacht, was eine bewusste Verfremdung darstellt.

Welche Rolle spielt die „körperliche Öffnung“ für die Argumentation?

Die Arbeit diskutiert den historischen Wandel der Körperwahrnehmung im 17. Jahrhundert, bei dem der Körper zunehmend als Raum verstanden wurde, was Gryphius in seinem Trauerspiel thematisiert.

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Detalles

Título
Die Gestaltungskraft des Raumes im Trauerspiel „Cardenio und Celinde oder die Unglücklich Verliebten“ von Andreas Gryphius
Subtítulo
Barocke Räume ( Heterotopien) - Friedhof
Universidad
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Deutsche Philologie)
Autor
Nicole Matzke (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
22
No. de catálogo
V175743
ISBN (Ebook)
9783640968541
ISBN (Libro)
9783640969067
Idioma
Alemán
Etiqueta
Andreas Gryphius Michel Foucault Raumtheorie Heterotopien
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nicole Matzke (Autor), 2010, Die Gestaltungskraft des Raumes im Trauerspiel „Cardenio und Celinde oder die Unglücklich Verliebten“ von Andreas Gryphius, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175743
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