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Facebook - Das soziale Netzwerk im Internet

Titel: Facebook - Das soziale Netzwerk im Internet

Hausarbeit , 2011 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Alwina Maier (Autor:in)

Soziologie - Kultur, Technik, Völker
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Struktur von Facebook.
3. Facebook ist nicht gleich Facebook
4. Was macht den Reiz aus?
5. Chancen und Risiken des Online Networking
6. Fazit
7. Literaturquellen

5. Chancen und Risiken des Online Networking

Doch wie wirkt sich das Online Networking auf Individuen und die Beziehung zwischen Individuen aus? Vor dem Hintergrund, dass das Social Web, trotz der massiven Verbreitung und Nutzung, immer noch in seinen „Babyschuhen“ steckt, da das Phänomen an sich einfach noch sehr jung ist, gibt der Forschungsstand augenblicklich noch ein sehr uneinheitliches Bild ab. Auch Langzeitstudien kann es derzeit aus diesem Grund noch nicht geben. Und dennoch befasst sich die Forschung immer intensiver mit der Online Kommunikation, weil immer deutlicher wird, dass sich das Social Network immer tiefer in
unseren Alltag vernetzt und die spannende Frage nach den Auswirkungen immer lauter wird. Im Folgenden möchte ich einige Gedankengänge und Forschungsergebnisse vortragen.
Gerade in den Anfangsjahren des Internets wurde vermutet, dass das Online Networking einen Rückgang an Kommunikation bedeute, vor allem zwischen realen Kontakten, was eine Verkleinerung des persönlichen sozialen Netzwerks nach sich ziehen würde. Ein
berechtigter Verdacht, denn die Online Kommunikation findet nicht im konkreten öffentlichen Raum statt, sondern in der Isolation am Schreibtisch. Um eine starke Bindung
zu pflegen, ist jedoch die reale, persönliche Interaktion von Nöten, somit entsteht im Internet nur die Illusion einer Gemeinschaft, jedoch nie eine Gemeinschaft im eigentlichen
Sinne. Man befürchtete also eine Vereinzelung, Vereinsamung und damit auch psychische Folgen wie Depression der Online Nutzer (vgl. Kraut et al. 1998). Das Social Web galt lange Zeit als oberflächlich, feindselig und unpersönlich.
Jüngere Studien konnten diese Befürchtung allerdings widerlegen. Eine amerikanische Studie konnte 2006 klar nachweisen, dass Online Netzwerke sich positiv auf soziale
Bindungen auswirken. Gerade für schwache Bindungen birgt das virtuelle soziale Netzwerk das Potential für den Aufbau von starken Bindungen. Die Hemmschwelle eine fremde Person zu kontaktieren ist virtuell wesentlich geringer als
im konkreten Raum. So bietet das Online Netzwerk gerade sozial gehemmten Menschen mit schwachem Selbstbewusstsein die Chance eine Interaktion zwischen sich und Mitmenschen bewusst zu trainieren und mit neuen Personen in Kontakt zu treten...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Struktur von Facebook

3. Facebook ist nicht gleich Facebook

4. Was macht den Reiz aus?

5. Chancen und Risiken des Online Networking

6. Fazit

7. Literaturquellen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die soziologischen Aspekte sozialer Netzwerke am Beispiel von Facebook, wobei der Fokus auf der Veränderung zwischenmenschlicher Beziehungen, der individuellen Nutzungsweise und der Balance zwischen Chancen und Risiken in der virtuellen Gemeinschaft liegt.

  • Strukturelle Analyse der Plattform Facebook und deren Funktionen
  • Differenzierung individueller Motiv-Dimensionen bei der Nutzung
  • Diskussion des Begriffs der virtuellen Gemeinschaft
  • Kritische Beleuchtung von Datenschutz und Privatsphäre
  • Untersuchung der Auswirkungen auf soziale Interaktionen und Identitätsbildung

Auszug aus dem Buch

4. Was macht den Reiz aus?

Der Zusammenschluss von Menschen in einem virtuellen sozialen Netzwerk ist eine Form der posttraditionalen Vergemeinschaftung, sozusagen eine virtuelle Vergemeinschaftung. Irreführend ist allerdings der Begriff der Gemeinschaft, der terminologisch für emotionale, von Interessen unabhängige Bindungen steht, wie wir sie beispielsweise innerhalb einer Familie beobachten. Besonders markant für eine Gemeinschaft ist ihr Doppelcharakter, denn wie in einem Netz erfährt man in einer Gemeinschaft einerseits großen Halt und fühlt sich aufgefangen, zum anderen hält sie einen aber auch gefangen und lässt wenig Raum zur Entfaltung. Individualität war in der ursprünglichen Form der Gemeinschaft nicht vorgesehen und einem Fehlverhalten oder dem Verstoß von festgesetzten Regeln folgte meist der Ausschluss aus der Gemeinschaft. Dieses Gemeinschaftsmodell ist seit dem Mittelalter jedoch immer weiter in die Ferne gerückt und hat mit unserer heutigen Wirklichkeit kaum noch etwas zu tun.

Die zwei wichtigsten revolutionären Umbrüche der Geschichte, nämlich eine die Reformation und die darauf folgenden konfessionellen Bürgerkriege und zweitens die französische Revolution, die in Aufklärung mündete, waren die entscheidendsten Ereignisse für den immer stärkeren Anstieg der Wertschätzung des Individualismus und der Menschenrechte. Es entwickelte sich ein neues Modell der bürgerlichen Gesellschaft, die individuelle Freiheit dem Wohl der Gemeinschaft vorzieht. Ihr Ideal ist das selbstbestimmte, vernünftige und authentische Wesen, das sich mit Gleichgesinnten in Gruppen nach einem Organisationsprinzip zusammenschließt. Die Gesellschaft sieht im Gegenteil zu der Gemeinschaft die Verbindung als einen Zusammenschluss auf Zeit und nicht für das gesamte Leben. Bindungen werden mit der Zeit immer unverbindlicher.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung und die rasante Verbreitung sozialer Netzwerke ein und umreißt die Relevanz der Thematik für die moderne Gesellschaft.

2. Struktur von Facebook: Dieses Kapitel erläutert die technischen und funktionalen Merkmale von Facebook, die das soziale Handeln der Nutzer auf der Plattform ermöglichen.

3. Facebook ist nicht gleich Facebook: Hier werden verschiedene Nutzertypen und Motiv-Dimensionen analysiert, die verdeutlichen, dass die Plattform je nach Bedürfnis unterschiedlich verwendet wird.

4. Was macht den Reiz aus?: Das Kapitel beleuchtet den soziologischen Hintergrund virtueller Gemeinschaften und das Spannungsfeld zwischen Individualismus und sozialer Bindung.

5. Chancen und Risiken des Online Networking: Die Arbeit diskutiert hier die Auswirkungen auf reale soziale Kontakte, die Hemmschwelle bei der Interaktion und die Gefahren des virtuellen Handelns.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Internet gesellschaftsverändernd wirkt, die Nutzung jedoch in der individuellen Verantwortung liegt und Chancen sowie Risiken gleichermaßen birgt.

7. Literaturquellen: Eine Auflistung der in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Fachliteratur und Online-Quellen.

Schlüsselwörter

Soziale Netzwerke, Facebook, Online Networking, virtuelle Gemeinschaft, Individualismus, Kommunikation, Datenschutz, Privatsphäre, soziale Interaktion, Identitätsbildung, Nutzerverhalten, Social Web, Web 2.0, posttraditionale Vergemeinschaftung, digitale Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Bedeutung von sozialen Netzwerken im Internet, insbesondere unter dem Fokus auf die Plattform Facebook und deren Einfluss auf menschliche Gemeinschaften.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind der Wandel von traditionellen Gemeinschaften zu virtuellen Netzwerken, die Struktur der Facebook-Nutzung sowie die ambivalenten Auswirkungen auf reale soziale Beziehungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Faszination virtueller Netzwerke zu erklären und eine Bilanz der Auswirkungen auf das Individuum und sein soziales Umfeld zu ziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse soziologischer Begriffe und zieht aktuelle empirische Untersuchungen sowie Expertenmeinungen zur Unterstützung der Argumentation heran.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die technische Struktur von Facebook, die unterschiedlichen Nutzertypen, die theoretische Verortung von Netzwerken als "posttraditionale Vergemeinschaftung" sowie eine Chancen-Risiken-Abwägung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind "Soziale Netzwerke", "Individualisierung", "virtuelle Gemeinschaft" sowie die "Chancen-Risiken-Balance" beim digitalen Netzwerken.

Warum wird Facebook als eine Form der "posttraditionalen Vergemeinschaftung" bezeichnet?

Weil es keine starre, lebenslange Gemeinschaft darstellt, sondern einen auf Zeit angelegten Zusammenschluss von Menschen, der sich durch hohe Unverbindlichkeit auszeichnet.

Wie bewertet die Autorin die Gefahr der sozialen Isolation durch Facebook?

Die Autorin widerlegt die Befürchtung, dass das Internet Kommunikation zwingend ersetzt, und argumentiert stattdessen, dass es als Ergänzung zu realen Kontakten dient, sofern der Nutzer verantwortungsbewusst handelt.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Facebook - Das soziale Netzwerk im Internet
Hochschule
Universität Koblenz-Landau  (Institut Soziologie)
Veranstaltung
Posttraditionalen Vergemeinschaftungsformen
Note
1,3
Autor
Alwina Maier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
18
Katalognummer
V175823
ISBN (eBook)
9783640969791
ISBN (Buch)
9783640969449
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Facebook
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alwina Maier (Autor:in), 2011, Facebook - Das soziale Netzwerk im Internet, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175823
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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