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Die Nutzung des Expertenwissens der Beschäftigten durch Qualitätszirkel

Title: Die Nutzung des Expertenwissens der Beschäftigten durch Qualitätszirkel

Term Paper , 2002 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Irene Turezkiy (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Die Frage der Qualitätssicherung im Unternehmen gewinnt seit fast 100 Jahren an Bedeutung. Besonders mit der Entwicklung der Technik und der damit verbundenen fortschreitenden Technisierung der Arbeitswelt wurden unterschiedliche Konzepte entwickelt, die dazu beitragen sollten, die Qualitätssicherung zu gewährleisten. Dem Konzept der wissenschaftlichen Betriebsführung von Taylor mit der Grundidee der Arbeitsteilung folgten verschiedene psychotechnische Ansätze, später auch das Human-Relations-Konzept mit der bekannten Hawthorne-Studie. Die Entwicklung ging also vom „Technischen“ zum „Sozialen“ mit der entscheidenden Konsequenz, dass die Taylorschen Dogmen mehr und mehr in die Kritik gerieten. Die Entwicklung der Gruppenarbeit war somit eine logische Fortsetzung dieses Prozesses mit eigenen Modellen der Qualitätssicherung und Motivationsförderung. Qualitätszirkel (QZ) gehören zu diesen Modellen.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung, Entwicklung und Wirkung von Qualitätszirkeln. Dabei wird die Rolle des Mitarbeiters als „Experten“ bei der Lösung von Problemen dargestellt.

Zunächst wird die Definition und geschichtliche Entwicklung des Qualitätszirkels erläutert (Kapitel 2). Dabei wird auf die Entwicklung von Qualitätszirkeln in Japan, USA und Deutschland eingegangen (Abschnitt 2.1, 2.2, 2.3). Im weiteren werden die Grundlagen des Modells dargestellt (Kapitel 3), mit den Zielen von Qualitätszirkeln (Abschnitt 3.1), dem organisatorischen Aufbau und möglichen Anwendungsgebieten (Abschnitt 3.2, 3.3). Das Kapitel 4 behandelt die Vorteile, die sich für Unternehmen durch Qualitätszirkel ergeben können. Im Kapitel 5 werden die Schwierigkeiten in der praktischen Umsetzung des QZ-Konzepts erläutert. Abschließend werden die Ergebnisse zusammenfassend dargestellt (Kapitel 6).

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition und geschichtliche Entwicklung des Qualitätszirkels

2.1 Japanische Etappe

2.2 Entwicklung in den USA

2.3 Verbreitung in Deutschland

3. Grundlagen des QZ-Konzepts

3.1 Ziele von Qualitätszirkeln

3.2 Organisatorischer Aufbau und wesentliche Bestandteile

3.3 Anwendungsfelder des Konzepts

4. Vorteile der Qualitätszirkel

4.1 Vorteile für Mitarbeiter

4.2 Vorteile für das höhere Management

4.3 Vorteile für das Unternehmen

5. Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung des QZ-Konzepts

5.1 Inhaltliche Probleme

5.2 Zeitliche Probleme

5.3 Personelle Probleme

6. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Einordnung

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle, Entstehung und praktische Wirkung von Qualitätszirkeln als Instrument der betrieblichen Qualitätssicherung und Motivationsförderung. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie das Expertenwissen der Beschäftigten effektiv zur Lösung organisatorischer Probleme genutzt werden kann und welche Herausforderungen dabei entstehen.

  • Historische Entwicklung von Qualitätszirkeln in Japan, den USA und Deutschland
  • Methodische Grundlagen und organisatorische Voraussetzungen des QZ-Konzepts
  • Analyse der ökonomischen und sozialen Vorteile für Mitarbeiter und Management
  • Kritische Beleuchtung inhaltlicher, zeitlicher und personeller Umsetzungsschwierigkeiten

Auszug aus dem Buch

3.2 Organisatorischer Aufbau und wesentliche Bestandteile

Der organisatorische Aufbau von Qualitätszirkeln ist in den Unternehmen sehr unterschiedlich. Allein durch Größe des Unternehmens und betriebliche Präferenzen sind wesentliche Differenzen im organisatorischen Aufbau bedingt. Dennoch gibt es einige Voraussetzungen, die im organisatorischen Aufbau eines „idealtypischen“ Qualitätszirkels erfüllt sein müssen und als fester Bestandteil für das Funktionieren des QZ-Modells notwendig sind:

a) Qualitätszirkel müssen in bestehende betriebliche Strukturen integriert sein. Sie dürfen nicht „nebenbei“ laufen.

b) Alle relevanten Unternehmensbereiche bzw. –gruppen müssen einbezogen werden.

c) Das Management muss das Programm unterstützen.

d) Das Programm sollte zentral gesteuert werden.

e) Die Gruppenarbeit sollte unterstützt und betreut werden.

f) Das Programm sollte durch geeignete Maßnahmen aktiviert und erhalten werden.

In der Literatur wird der organisatorische Aufbau eines Qualitätszirkels in Bestandteile unterteilt.

(1) die einzelnen QZ-Gruppen, mit

(a) den QZ-Teilnehmern und

(b) den Moderatoren,

(2) die Koordinatoren und

(3) das Steuerungskomitee.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Qualitätssicherung ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit, den Mitarbeiter als Experten in den Fokus zu rücken.

2. Definition und geschichtliche Entwicklung des Qualitätszirkels: Das Kapitel erläutert die Genese des Konzepts von Japan über die USA bis hin zur Verbreitung in der Bundesrepublik Deutschland.

3. Grundlagen des QZ-Konzepts: Hier werden die Zielsetzungen, der notwendige organisatorische Aufbau sowie die Anwendungsfelder innerhalb moderner Unternehmen dargelegt.

4. Vorteile der Qualitätszirkel: Dieses Kapitel analysiert die positiven Auswirkungen der QZ-Arbeit für die Beschäftigten, das Management sowie die Gesamtleistung des Unternehmens.

5. Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung des QZ-Konzepts: Es werden potenzielle Barrieren und Problemlagen in den Bereichen Inhalt, Zeitmanagement und Personal identifiziert, die den Erfolg gefährden können.

6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Bilanzierung der Ergebnisse und unterstreicht die Eignung des Konzepts als Instrument zur Lösung und Vorbeugung betrieblicher Probleme.

Schlüsselwörter

Qualitätszirkel, Gruppenarbeit, Qualitätssicherung, Mitarbeitermotivation, Expertenwissen, Problemlösungsprozesse, Organisationsentwicklung, Unternehmenskultur, Managementstrategie, Problemlösungsgruppen, Führungskräfteentwicklung, Arbeitsgestaltung, betriebliche Mitbestimmung, Prozessoptimierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Nutzung von Qualitätszirkeln als Instrument zur Einbindung von Beschäftigten in betriebliche Problemlösungsprozesse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung, den organisatorischen Voraussetzungen, den Vorteilen sowie den möglichen Umsetzungsschwierigkeiten des Modells.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Wirkung von Qualitätszirkeln auf die betriebliche Leistung und die Mitarbeitermotivation zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien zur Gruppenarbeit und zur Verbreitung von Qualitätszirkeln in Industrieunternehmen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen (Kapitel 3) insbesondere die Vorteile für verschiedene Stakeholder (Kapitel 4) und die kritischen Erfolgsfaktoren bei der Implementierung (Kapitel 5) erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Qualitätszirkel, Mitarbeitermotivation, Problemlösungsgruppen, Prozessoptimierung und betriebliche Mitbestimmung.

Warum ist das mittlere Management für den Erfolg kritisch?

Da die Einbeziehung der Mitarbeiter einen partizipativen Führungsstil erfordert, müssen Führungskräfte bereit sein, Entscheidungskompetenzen abzugeben, was häufig zu Widerständen führt.

Welche Rolle spielt das Pilotprogramm?

Ein Pilotprogramm wird empfohlen, um das Konzept risikominimiert zu testen und erste Erfolgserlebnisse zu generieren, bevor das System unternehmensweit ausgerollt wird.

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Details

Title
Die Nutzung des Expertenwissens der Beschäftigten durch Qualitätszirkel
College
Hamburg University of Ecomomy and Policy
Grade
1,0
Author
Irene Turezkiy (Author)
Publication Year
2002
Pages
22
Catalog Number
V17585
ISBN (eBook)
9783638221283
ISBN (Book)
9783640315505
Language
German
Tags
Nutzung Expertenwissens Beschäftigten Qualitätszirkel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Irene Turezkiy (Author), 2002, Die Nutzung des Expertenwissens der Beschäftigten durch Qualitätszirkel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17585
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