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Psychotherapie im Unternehmen: Eine Antwort auf Mobbing und Burnout?

Oder: Neue Arbeitsrealitäten als Herausforderung für die Psychotherapie?

Title: Psychotherapie im Unternehmen: Eine Antwort auf Mobbing und Burnout?

Master's Thesis , 2011 , 104 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Silvia Kessler-Eckhart (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Psychotherapie und den Bedarf an psychotherapeutischer Kompetenz im Umfeld von Unternehmen. Beleuchtet wird dies vor dem Hintergrund sich verändernder Arbeitsrealitäten und neuer Herausforderungen für Psyche und Persönlichkeit von ArbeitnehmerInnen.
Es wurden Experteninterviews mit in Unternehmen tätigen PsychotherapeutInnen geführt.
Die Untersuchung zeigt einen steigenden Bedarf an psychotherapeutischer Kompetenz im Umfeld von Unternehmen.
Phänomene wie Burnout, Mobbing und andere psychische Leidenszustände stellen durch alle Branchen und Hierarchieebenen hinweg ein ernst zu nehmendes Problem dar.
Psychotherapeutische Kompetenz scheint jedoch derzeit hauptsächlich als „verdeckte Kompetenz“ z.B. durch Coaches mit psychotherapeutischer Ausbildung in Unternehmen vorhanden zu sein.
Psychotherapie wird als präventiv wirkende und die Persönlichkeit entwickelnde Disziplin noch wenig wahrgenommen, sondern meist ausschließlich mit Krankenbehandlung assoziiert.
Für die Berufsgruppe der PsychotherapeutInnen scheint es einer inhaltlichen und reflektiven Auseinandersetzung mit Arbeitsrealitäten sowie einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit zu bedürfen, wenn sie von Unternehmen als relevanter Partner wahrgenommen werden möchte. +++ This thesis reviews both the role of psychotherapy and the need of psychotherapeutic competence in the area of companies. The topic is explored on the background of changing working realities and new challenges for psyche and personality of employees. Expert interviews with psychotherapists working for various companies were conducted. The review shows an increasing need for psychotherapeutic competence in the area of companies. For them phenomena like burnout, bullying or other psychic conditions of suffering are serious problems in all industries and hierarchical levels. At the moment psychotherapeutic competence in companies seems to be present mainly as “hidden competence” e.g. through coaches with psychotherapeutic knowledge.
There is little awareness for psychotherapy as preventive and personality developing discipline, it is associated to the predominant extent with medical treatment. The occupational group of psychotherapists is faced with the necessity of content wise and reflective discussion on working realities and increased public relations if it wants to be seen by companies as relevant partner.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aufbau der Arbeit

3. Arbeit in Veränderung

3.1. Der Begriff der Arbeit

3.2. aktuelle Entwicklungen der Arbeitsgesellschaft

3.3. Neue Herausforderungen für Persönlichkeit und Psyche

4. Betriebliches Gesundheitsmanagement und betriebliche Gesundheitsförderung

4.1. Das Salutogenesemodell nach Antonovsky

4.2. Betriebliche Suchtprävention

5. Spezielle Problematiken von psychischer Gesundheit am Arbeitsplatz

5.1. Psychische Gesundheit von österreichischen ArbeitnehmerInnen

5.2. Burn- out

5.3. Mobbing

5.4. Unsichere Zeiten und die Wirtschaftskrise

6. Psychotherapie

6. 1. Psychotherapie als anerkannter Heilberuf des öffentlichen Gesundheitswesens

6.1.1. Die Ausbildung der PsychotherapeutInnen

6.1.2. Berufspflichten der PsychotherapeutInnen

6.2. Die psychotherapeutische Versorgung in Österreich

6.3. Psychotherapie als Persönlichkeitsentwicklung am Beispiel der personzentrierten Psychotherapie

7. Das Verhältnis von Psychotherapie und Wirtschaft

7.1. Die Frage nach Kontext und Setting

7.2. Was kann Psychotherapie im Wirtschaftsleben leisten?

8. Schlussfolgerungen und Fragestellungen aus dem Theorieteil

9. Empirisches Forschungsvorhaben

9.1. Die ExpertInnen

9.1.1. Liste der ExpertInnen

9.1.2. Übersicht der Ausbildungen der ExpertInnen zusätzlich zur Ausbildung als Psychotherapeutin

9.2. Interviews

9.2.1. Interviewleitfaden

10. Antworten nach Kategorien

10.1. Spontane Assoziationen der befragten PsychotherapeutInnen zum Thema Psychotherapie und Wirtschaft

10.1.1. Berührungsängste

10.1.2. Psychotherapie und Wirtschaft- ein Widerspruch?

10.1.3. Psychotherapie als Wirtschaftsfaktor

10.1.4. Konkrete Einsatzbereiche von Psychotherapie im Unternehmenskontext

10.2. Die Rolle und Wertigkeit der psychotherapeutischen Kompetenz bei Tätigkeiten wie Coaching, Personalentwicklung, Schulung, Organisationsberatung und -entwicklung

10.2.1. Psychotherapeutische Kompetenz als Vorteil bei der Auftragsklärung und Auftragsannahme

10.2.2. Psychotherapie als hilfreiche Kompetenz in Gruppensituationen

10.2.3. Psychotherapeutische Kompetenz im Einzelcoaching

10.2.4. Grenzen und Überschneidungen zwischen Psychotherapie und anderen Beratungsleistungen

10.2.5. „Fallen“ für PsychotherapeutInnen im Unternehmenskontext

10.3. Benötigen PsychotherapeutInnen, die im Unternehmenskontext tätig werden, spezielle Kompetenzen?

10.4. Die Wahrnehmung psychotherapeutischer Kompetenz in den Wirtschaftsbetrieben. Wie treten PsychotherapeutInnen auf?

10.5. Meinungen der ExpertInnen zur Implementierung einer Arbeitspsychotherapie

10.6. Wie sehen die ExpertInnen den Bedarf an psychotherapeutischer Kompetenz in Wirtschaftsbetrieben, und welchen Stellenwert und welche Rolle sollte diese einnehmen?

10.6.1. Wie sehen die ExpertInnen den Bedarf generell?

10.6.2. Psychotherapie in der Prävention

10.6.3. Psychotherapie bei speziellen Problematiken

10.6.4. Die Positionierung der PsychotherapeutInnen

10.6.5. Interessenskonflikte und ethische Überlegungen

10.7. Was ist den ExpertInnen wichtig zum Thema bzw. was bringen sie ergänzend ein?

11. Zusammenfassung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse

11.1. Berührungsängste und unterschiedliche soziale Systeme

11.2. Der Bedarf an psychotherapeutischer Kompetenz in Unternehmen

11.3. Brauchen PsychotherapeutInnen im Unternehmenskontext spezielle Kompetenzen?

11.4. Arbeitspsychotherapie- ein mögliches Modell?

11.5. Die derzeitige Situation psychotherapeutischer Kompetenz in Unternehmen

11.5.1. Psychotherapeutische Kompetenz als offene oder als verdeckte Kompetenz?

11.5.2. Die Eigenwahrnehmung der PsychotherapeutInnen über ihre psychotherapeutische Kompetenz im unternehmensnahen Bereich

12. Resumée und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Psychotherapie und den Bedarf an psychotherapeutischer Kompetenz innerhalb von Wirtschaftsunternehmen, insbesondere vor dem Hintergrund sich wandelnder Arbeitswelten und steigender psychischer Belastungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

  • Analyse der Rolle psychotherapeutischer Kompetenz in der Arbeitswelt.
  • Untersuchung von Phänomenen wie Burnout, Mobbing und stressbedingten Erkrankungen im Unternehmenskontext.
  • Evaluierung der aktuellen Etablierung psychotherapeutischer Ansätze in Unternehmen mittels Experteninterviews.
  • Diskussion über die Implementierung einer Arbeitspsychotherapie als professionelles Modell.
  • Reflexion ethischer Anforderungen und berufsrechtlicher Rahmenbedingungen für PsychotherapeutInnen im Wirtschaftsumfeld.

Auszug aus dem Buch

3.3. Neue Herausforderungen für Persönlichkeit und Psyche

Die Psychoanalytikerin Hanna Gekle schreibt in ihrem Artikel „Vom Leiden an der Arbeitsgesellschaft“: „Prophezeiungen sind schwierig- vor allem wenn sie die Zukunft betreffen“ So witzelte dereinst Winston Churchill und ich möchte mich ihm (..) gerne anschließen. Sie sind hypothetischer Natur- und müssen dies sein, soweit sie sich auf psychische Veränderungen beziehen, die gegenwärtig noch nicht ausgebildet sind, sondern sich erst in Umrissen abzeichnen“ (Gekle, 2004, S. 162)

Wie sich tatsächlich die veränderten Anforderungen an ArbeitnehmerInnen auf die psychische Konstitution auswirken, scheint noch nicht vollständig sichtbar zu sein.

Aus den unter Punkt 3.2. beschriebenen Entwicklungen ergeben sich sowohl veränderte Belastungen als auch Herausforderungen für Arbeitnehmer. Die gesellschaftlichen Individualisierungstendenzen bringen mit sich, dass Arbeit zum einen begriffen wird als mögliche Gestaltung der eigenen Biographie, zum anderen werden jedoch auch die Ansprüche an Selbstverwirklichung an die Arbeit herangetragen. (vgl. Steinhardt, 2003, S. 158)

„Arbeit wird in ihrer neuen -spätmodernen- Konzeption zwar flexibilisiert und eröffnet den Arbeitenden partielle Souveränitätsgewinne über ihre Arbeit, doch gleichzeitig steigt auf diese Weise auch der Druck auf sie an. Damit einher geht eine Privatisierung der psychosozialen Risiken der Arbeit (..).“ (ebd. S. 160).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin beschreibt ihre Motivation, die aus Erfahrungen im Bereich des Arbeitsmarktservice und ihrer psychotherapeutischen Tätigkeit resultiert, und leitet daraus die Relevanz der Fragestellung ab.

3. Arbeit in Veränderung: Dieses Kapitel analysiert den historischen Wandel des Arbeitsbegriffs und die aktuellen Entwicklungen der modernen Arbeitsgesellschaft sowie deren Folgen für die Psyche.

4. Betriebliches Gesundheitsmanagement und betriebliche Gesundheitsförderung: Es werden theoretische Konzepte wie die Salutogenese nach Antonovsky und die betriebliche Suchtprävention als Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit im Betrieb vorgestellt.

5. Spezielle Problematiken von psychischer Gesundheit am Arbeitsplatz: Das Kapitel beleuchtet psychische Belastungen wie Burnout und Mobbing und deren Auswirkungen auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

6. Psychotherapie: Einführung in die gesetzlichen Grundlagen, die Ausbildung und die verschiedenen methodischen Ansätze der Psychotherapie in Österreich.

7. Das Verhältnis von Psychotherapie und Wirtschaft: Untersuchung der bisherigen Schnittstellen, bestehender Vorurteile und der Frage, was Psychotherapie zur Bewältigung unternehmerischer Herausforderungen beitragen kann.

9. Empirisches Forschungsvorhaben: Darstellung der Methodik für die geführten Experteninterviews mit sieben im Unternehmenskontext tätigen PsychotherapeutInnen.

Schlüsselwörter

Psychotherapie, Arbeitswelt, Betriebliche Gesundheitsförderung, Burnout, Mobbing, Salutogenese, Organisationsentwicklung, Coaching, Psychische Gesundheit, Wirtschaftspsychologie, Unternehmenskultur, Experteninterviews, Arbeitspsychotherapie, Stressbewältigung, Persönlichkeitsentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Anliegen dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Rolle und den Bedarf an psychotherapeutischer Kompetenz in Wirtschaftsunternehmen vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Arbeitsrealität.

Welche zentralen Problemfelder werden identifiziert?

Zentrale Themen sind psychische Belastungen am Arbeitsplatz, insbesondere Burnout und Mobbing, sowie der Umgang mit Stress in einer zunehmend flexibilisierten Arbeitswelt.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit fragt nach dem Bedarf an psychotherapeutischer Kompetenz in Unternehmen und untersucht, ob und wie diese bereits etabliert ist sowie welche Möglichkeiten einer gezielten Etablierung (z.B. als Arbeitspsychotherapie) bestehen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Neben einer fundierten Literaturrecherche zum theoretischen Rahmen wurden qualitative Experteninterviews mit sieben PsychotherapeutInnen geführt, die in unternehmensnahen Bereichen tätig sind.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Analysen zu den Themen Arbeit und Gesundheit sowie den empirischen Teil, in dem Erfahrungen, Herausforderungen und Rollenbilder der befragten PsychotherapeutInnen im Unternehmenskontext ausgewertet werden.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit zusammenfassen?

Die Arbeit umfasst Themen wie Psychotherapie, Burnout, Mobbing, betriebliche Gesundheitsförderung und Organisationsberatung.

Warum wird die psychotherapeutische Kompetenz in Unternehmen oft „verdeckt“ eingesetzt?

Viele ExpertInnen berichten, dass PsychotherapeutInnen in Unternehmen aus strategischen Gründen ihre eigentliche Qualifikation oft defensiv handhaben, um Stigmatisierung zu vermeiden oder um als Coaches/Berater anschlussfähiger zu erscheinen.

Welches Fazit ziehen die befragten Experten bezüglich der Etablierung einer „Arbeitspsychotherapie“?

Die Meinungen sind differenziert; während einige den Bedarf sehen, warnen andere vor einer weiteren Bürokratisierung oder dem Verlust der Unabhängigkeit, betonen jedoch die Notwendigkeit einer besseren wirtschaftlichen Kompetenz für PsychotherapeutInnen.

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Details

Title
Psychotherapie im Unternehmen: Eine Antwort auf Mobbing und Burnout?
Subtitle
Oder: Neue Arbeitsrealitäten als Herausforderung für die Psychotherapie?
College
ARGE Bildungsmanagement Wien
Grade
2,0
Author
Silvia Kessler-Eckhart (Author)
Publication Year
2011
Pages
104
Catalog Number
V175904
ISBN (eBook)
9783640971152
ISBN (Book)
9783640970964
Language
German
Tags
psychotherapie unternehmen eine antwort mobbing burnout oder neue arbeitsrealitäten herausforderung psychotherapie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Silvia Kessler-Eckhart (Author), 2011, Psychotherapie im Unternehmen: Eine Antwort auf Mobbing und Burnout? , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175904
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