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Aufgaben und Herausforderungen der schulischen politischen Medienbildung im Hinblick auf Populismus im Internet

Title: Aufgaben und Herausforderungen der schulischen politischen Medienbildung im Hinblick auf Populismus im Internet

Term Paper , 2022 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Cassandra Klinner (Author)

Didactics - E-Learning
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Die Hausarbeit beschäftigt sich mit der Frage, vor welchen Aufgaben und Herausforderungen die schulische politische Medienbildung im Umgang mit Populismus im Internet steht. Im Mittelpunkt steht dabei, wie Schüler:innen für populistische Inhalte, Fake News, Hassrede und manipulative Kommunikationsstrategien sensibilisiert und zu einem kritischen und reflektierten Umgang mit digitalen Medien befähigt werden können. Neben den Aufgaben der Medienbildung werden insbesondere die Anforderungen des Beutelsbacher Konsenses sowie die Schwierigkeiten beim Einsatz digitaler Medien im Unterricht betrachtet. Ziel ist es, aufzuzeigen, welchen Beitrag politische Medienbildung zur Entwicklung mündiger und demokratisch handlungsfähiger Jugendlicher leisten kann.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Politikwissenschaftliche Grundlagen zu Populismus

2.2 Relevanz der Thematisierung im schulischen Unterricht

3. Einordnung im Lehrplan

4. Aufgaben der Medienbildung im Hinblick auf Populismus und Internet

5. Herausforderungen der Thematisierung Populismus im Netz in der Schule

5.2 Herausforderung Beutelsbacher Konsens

5.2 Herausforderung: lernen mit Medien

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das primäre Ziel der vorliegenden fachdidaktischen Arbeit besteht darin zu analysieren, vor welchen spezifischen Aufgaben und Herausforderungen die schulische politische Medienbildung im Fach Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung an sächsischen Oberschulen steht, um Heranwachsende angesichts der zunehmenden Verbreitung von Populismus, Fake News und Hetze im Internet zu mündigen, medienkritischen Bürgerinnen und Bürgern zu erziehen.

  • Politikwissenschaftliche Begriffsbestimmung und Merkmale des Populismus sowie dessen Dynamiken im digitalen Raum
  • Didaktische Relevanz und curriculare Verankerung im sächsischen Lehrplan der Oberschule (Klassenstufe 9)
  • Förderung von Medienkompetenz, Urteilskraft, kritischem Denken und Quellenprüfung im Unterricht
  • Spannungsfelder und professionelle Herausforderungen bei der Umsetzung des Beutelsbacher Konsenses
  • Praktische Hürden beim Lernen mit und über digitale Medien sowie der Mangel an adäquaten Lehr- und Lernmaterialien

Auszug aus dem Buch

4. Aufgaben der Medienbildung im Hinblick auf Populismus und Internet

Bei der Durchführung der Medienbildung in der Schule sollte verschiedenen Aufgaben und Zielen nachgegangen werden, um den Schüler und Schülerinnen notwendige Kompetenzen und Werkzeuge an die Hand zu geben, um Populismus im Internet mit einer aufgeklärten Haltung identifizieren zu können. Dem Internet wurden anfangs zu seiner Erfindung positive Aspekte vorausgesagt, wie zum Beispiel, dass neue Möglichkeiten der Transparenz für die demokratische Öffentlichkeit entstehen (vgl. Kersting 2017, S. 63). Diese Möglichkeiten werden jedoch von einer Radikalisierung im Internet, durch Hassreden und Mobbing, überschattet. Eine Aufgabe der Medienbildung in der Institution Schule ist es, die Lernenden in ihrer Medienkompetenz zu schulen. Dies stellt eine aktuelle, zentrale Aufgabe der schulischen politischen Bildung in Bezug auf das Internet und die Medienwelt dar. Dieter Baake ist davon überzeugt, dass Menschen, die sich mit der Medienwelt beschäftigen und ein Teil derer sind, zusätzliche Kompetenzen erlernen müssen, um sich in diesem komplexen System zurechtzufinden (vgl. Landesmedienzentrum Baden-Württemberg). Laut Baake ist die Medienkompetenz die Voraussetzung „für das angemessene Verständnis medialer Kommunikate und […] für selbstbestimmtes Handeln mit diesen Kommunikaten“ (Landesmedienzentrum Baden-Württemberg).

Somit kann an dieser Stelle gesagt werden, dass die medienbezogene Handlungskompetenz der Lernenden geschult werden muss. Kersting (2017) stimmt dem zu und fügt an, dass Nutzer und Nutzerinnen des Internets auch eine Art „Netiquette“ lernen sollten. Dass diese vermehrt im Netz nicht vorzufinden ist, zeigen diverse Hassreden und deliberative Diskussionen im Internet. Die Netiquette stellt hierbei einen Verhaltenskodex im Internet dar. Immer wieder gelangen „digital immigrants“ ins Netz, welchen es an Verhaltensressourcen fehlt (vgl. Kersting 2017, S. 64). Jeder neuen Generation muss neu gelehrt werden, wie ein respektvoller Umgang mit anderen Internetnutzer:innen vonstatten gehen kann. Dabei soll sich vor allem auf das Kommunikationsverhalten fokussiert werden. Kinder und Jugendliche sollen ein Bewusstsein dafür erlangen, dass ein respektvoller Umgang mit Mitmenschen auch für die digitale Welt ihre Gültigkeit besitzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel führt in die Problemstellung ein, skizziert den wachsenden Einfluss rechtspopulistischer Strömungen auf Jugendliche über das Internet und formuliert die zentrale Leitfrage der Arbeit.

2. Theoretische Grundlagen: Hier werden das Phänomen Populismus politikwissenschaftlich definiert und die Mechanismen der digitalen Öffentlichkeit sowie die Gefahren populistischer Inhalte für die Demokratie und Schule herausgearbeitet.

3. Einordnung im Lehrplan: Dieses Kapitel analysiert die konkreten Vorgaben des sächsischen Oberschullehrplans für Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung und zeigt auf, wie Populismus und Medienbildung im Lernbereich der Klasse 9 verankert sind.

4. Aufgaben der Medienbildung im Hinblick auf Populismus und Internet: Der Abschnitt erläutert die didaktischen Kernaufgaben schulischer Medienbildung, darunter die Förderung von Medienkompetenz, Netiquette, politischer Urteilskraft, Selbstreflexion und kritischer Quellenprüfung.

5. Herausforderungen der Thematisierung Populismus im Netz in der Schule: Es werden die didaktischen und strukturellen Barrieren für Lehrkräfte beleuchtet, insbesondere der Umgang mit dem Kontroversitätsgebot des Beutelsbacher Konsenses, methodische Defizite in der Lehrkräftebildung und didaktische Algorithmen-Effekte.

6. Fazit: Das abschließende Kapitel bündelt die wesentlichen Erkenntnisse, bilanziert die didaktischen Spannungsfelder und formuliert klare Handlungsempfehlungen für die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften sowie die Erstellung standardisierter Unterrichtsmaterialien.

Schlüsselwörter

Politische Bildung, Medienbildung, Rechtspopulismus, Medienkompetenz, Beutelsbacher Konsens, Soziale Medien, Digitalisierung, Urteilskraft, Quellenprüfung, Fake News, Gemeinschaftskunde, Oberschule, Sachsen, Lehrplan, Netiquette

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Wesentlichen?

Die Arbeit befasst sich mit den fachdidaktischen Aufgaben und praktischen Herausforderungen, denen Lehrkräfte im Rahmen der schulischen politischen Bildung gegenüberstehen, wenn sie das Thema Populismus im Internet im Unterricht behandeln.

Welche zentralen Themenfelder werden theoretisch und didaktisch erschlossen?

Zu den thematischen Schwerpunkten zählen politikwissenschaftliche Grundlagen des Populismus, die Mechanismen digitaler Öffentlichkeiten, Anforderungen sächsischer Lehrpläne, Kernkompetenzen der Medienbildung sowie didaktische Kontroversen im Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel bzw. die leitende Forschungsfrage?

Zentrales Anliegen ist die Beantwortung der Frage, vor welchen spezifischen didaktischen Aufgaben und unterrichtspraktischen Hürden die schulische politische Medienbildung steht, um Schülerinnen und Schüler zu einem kritisch-aufgeklärten Umgang mit populistischen Online-Inhalten zu befähigen.

Welche wissenschaftliche Methodik liegt der Arbeit zugrunde?

Die Autorin nutzt eine theoriegeleitete und lehrplananalytische Fachliteraturanalyse, die politikwissenschaftliche Theorien, medienpädagogische Konzepte und amtliche Richtlinien sachgerecht zusammenführt.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung im Detail erarbeitet?

Im Hauptteil werden nach der Lehrplananalyse zentrale Aufgaben wie die Stärkung von politischer Urteilskraft, Medienkompetenz und Netiquette dargelegt und den Hürden bei der praktischen Umsetzung – wie dem Beutelsbacher Konsens und mangelnder technischer Ausstattung – gegenübergestellt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die wissenschaftliche Abhandlung?

Die Abhandlung lässt sich über die Kernbegriffe Medienbildung, Populismus, Beutelsbacher Konsens, Medienkompetenz, Urteilsfähigkeit, Quellenprüfung und Gemeinschaftskundeunterricht prägnant beschreiben.

Welche Rolle spielt der sächsische Lehrplan der Oberschule in der Argumentation?

Der sächsische Lehrplan sieht für die Klassenstufe 9 im Fach Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung verbindlich vor, Populismus als Gefahr für die freiheitliche demokratische Grundordnung zu thematisieren, liefert Lehrkräften jedoch nur wenige konkrete methodische Handreichungen für die praktische Verknüpfung mit digitalen Medien.

Welche Herausforderung stellt der Beutelsbacher Konsens für Lehrkräfte dar?

Der Beutelsbacher Konsens verlangt Überparteilichkeit und Kontroversität, was bei vielen Lehrenden zu der falschen Annahme führt, im Unterricht meinungsneutral bleiben zu müssen; zudem stehen sie vor dem Dilemma, verfassungsfeindlichen und menschenverachtenden Positionen im Klassenraum keine unkommentierte Bühne zu bieten.

Welche didaktischen Anwendungen werden zur Entlarvung von Populismus vorgeschlagen?

In der Arbeit werden digitale Anwendungen wie die Apps „STAND UP!“ zur Schulung von Gegenargumenten in simulierten Dialogen und „Loulu“ zur spielerischen Veranschaulichung populistischer Online-Strategien als praktische Unterrichtshilfen hervorgehoben.

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Details

Title
Aufgaben und Herausforderungen der schulischen politischen Medienbildung im Hinblick auf Populismus im Internet
College
University of Leipzig
Course
Fachdidaktik Politik
Grade
2,0
Author
Cassandra Klinner (Author)
Publication Year
2022
Pages
18
Catalog Number
V1759627
ISBN (PDF)
9783389204269
ISBN (Book)
9783389204276
Language
German
Tags
Lehrplan Sachsen Populismus Jugendliche Medien Mediennutzung Schule Politik Fachdidaktik Internet soziale Medien Unterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Cassandra Klinner (Author), 2022, Aufgaben und Herausforderungen der schulischen politischen Medienbildung im Hinblick auf Populismus im Internet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1759627
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