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Lässt sich die monetäre Analyse in der Zwei-Säulen-Strategie der EZB ökonomisch begründen?

Título: Lässt sich die monetäre Analyse in der Zwei-Säulen-Strategie der EZB ökonomisch begründen?

Tesis , 2010 , 51 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Sascha Sarrazin (Autor)

Economía - Microeconomía, en general
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Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt mit ihrer Geldpolitik das vorrangige Ziel der Preisniveaustabilität an. Um dieses Ziel zu erreichen verfolgt die EZB ein geldpolitisches Konzept, das als Zwei-Säulen-Strategie bezeichnet wird. Im Mittelpunkt der Strategie stehen eine quantitative Definition von Preisniveaustabilität sowie die beiden Säulen der geldpolitischen Strategie: die wirtschaftliche und die monetäre Analyse.

Die wirtschaftliche Analyse bewertet die kurz- bis mittelfristigen Risiken für die Preisniveaustabilität, während die monetäre Analyse die mittel- bis langfristigen Gefahren für die Preisniveaustabilität beurteilt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse werden anschließend miteinander verglichen bzw. gegen geprüft, um eine umfassende Gesamtbeurteilung der Gefahren für die Preisniveaustabilität zu ermöglichen. Auf der Grundlage dieser Gesamtbeurteilung legt der EZB-Rat dann die weitere geldpolitische Vorgehensweise fest.

Seit ihrer Einführung ist die Zwei-Säulen-Strategie ständiger Kritik ausgesetzt. Insbesondere die monetäre Analyse gerät dabei immer wieder in den Fokus der Diskussion. Der Grund hierfür liegt in der hervorgehobenen Rolle der Geldmenge in der monetären Analyse. Die monetäre Analyse basiert auf der mittel- bis langfristigen Beziehung zwischen der Geldmenge und dem Preisniveau. In diesem Zusammenhang beinhaltet sie u. a. einen Referenzwert für das Wachstum des Geldmengenaggregats M3. Weicht das tatsächliche Wachstum von M3 von diesem Referenzwert ab, so kann dies Risiken für die Preisniveaustabilität signalisieren.

Den Stein des Anstoßes stellen vor allem die vom Jahr 2001 bis 2003 auftretenden deutlichen Überschreitungen des Referenzwerts dar, die weder einen Einfluss auf die Inflationsrate zu haben schienen, noch eine erkennbare gegensteuernde Reaktion der EZB zur Folge hatten. In diesem Kontext zweifeln viele Kritiker die Sinnhaftigkeit der monetären Analyse an und fordern deren Abschaffung zu Gunsten einer Strategie der direkten Inflationssteuerung.

Vor dem Hintergrund dieser Kritik befasst sich die vorliegende Diplomarbeit mit der Frage, ob sich die monetäre Analyse in der Zwei-Säulen-Strategie der EZB ökonomisch begründen lässt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geldpolitische Strategien

2.1 Die Geldmengensteuerung (Monetary Targeting)

2.1.1 Theoretische Grundlagen der Geldmengensteuerung

2.1.2 Das Konzept der Geldmengensteuerung

2.2 Die direkte Inflationssteuerung (Inflation Targeting)

2.3 Vergleich von Geldmengensteuerung und direkter Inflationssteuerung

3 Die geldpolitische Strategie der EZB

3.1 Die quantitative Definition von Preisniveaustabilität

3.2 Die wirtschaftliche Analyse

3.3 Die monetäre Analyse

3.3.1 Der Referenzwert für das M3-Wachstum

3.3.2 Messgrößen des Liquiditätsüberschusses und -defizits

3.3.3 Analyse M3-Komponenten und Bilanzgegenposten

3.3.4 Geldnachfragemodelle

3.4 Zusammenführung

4 Die Diskussion um die monetäre Analyse

4.1 Die Überschreitungen des Referenzwerts

4.2 Instabilitäten der Geldnachfrage

4.3 Relativierung der Bedeutung der monetären Analyse

4.4 Das Verschwinden der Geldmenge aus theoretischen Modellen

4.5 Zusammenfassung

5 Empirische Studien zur Bedeutung der Geldmenge

5.1 Langfristiger Zusammenhang zwischen Geldmengenwachstum und Preisentwicklung

5.2 Indikatoreigenschaften der Geldmenge

5.2.1 Die Geldmenge als Indikator für die Preisniveauentwicklung

5.2.2 Die Geldmenge als Indikator für die konjunkturelle Entwicklung

5.2.3 Die Geldmengen- und Kreditentwicklung als Indikator für finanzielle Ungleichgewichte

5.3 Empirische Studien auf der Grundlage von Geldnachfragemodellen

5.3.1 Die Stabilität der Geldnachfrage bis 2001

5.3.2 Hinweise auf Instabilitäten der Geldnachfrage ab 2001

5.3.3 Die Erweiterung konventioneller Geldnachfragemodelle um Messgrößen der Unsicherheit

5.3.4 Die Erweiterung konventioneller Geldnachfragemodelle um Immobilienmarktvariablen

5.3.5 Stabile Geldnachfrage auf der Basis konventioneller Geldnachfragemodelle

5.3.6 Abschließende Bemerkungen

5.4 Zusammenfassung der empirischen Studien

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die monetäre Analyse innerhalb der Zwei-Säulen-Strategie der Europäischen Zentralbank (EZB) ökonomisch fundiert ist, insbesondere angesichts der Kritik an ihrer praktischen Umsetzung und der Bedeutung von Geldmengenaggregaten.

  • Grundlagen geldpolitischer Strategien (Geldmengensteuerung vs. Inflation Targeting)
  • Die Komponenten und Methoden der Zwei-Säulen-Strategie der EZB
  • Diskussion der Kritikpunkte an der monetären Analyse (Referenzwert, Stabilität der Geldnachfrage)
  • Empirische Evidenz zur Bedeutung der Geldmenge und Geldnachfragemodelle

Auszug aus dem Buch

3.3 Die monetäre Analyse

Im Rahmen der monetären Analyse untersucht die EZB die monetären Entwicklungen im Euro-Raum, um mittel- bis langfristige Risiken für die Preisniveaustabilität zu identifizieren. Die herausragende Rolle der Geldmenge in der geldpolitischen Strategie begründet die EZB mit dem u. a. von der Quantitätstheorie gestützten langfristigen Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisen, wobei die Geldmengenentwicklung der entsprechenden Entwicklung des Preisniveaus zeitlich vorgelagert ist (Scheller, 2006, S. 92f. und EZB, 2008a, S. 40).

Um ihrem Auftrag gerecht zu werden, werden im Laufe der monetären Analyse eine Fülle von Instrumenten und Analysemethoden genutzt, um das Geldmengenwachstum erklären und die daraus resultierenden Folgen für die Preisniveauentwicklung einschätzen zu können (EZB, 2001, S. 44).

Auf die bedeutendsten Bestandteile der monetären Analyse soll im Folgenden näher eingegangen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Zwei-Säulen-Strategie der EZB ein und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich der ökonomischen Begründbarkeit der monetären Analyse.

2 Geldpolitische Strategien: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Geldmengensteuerung sowie der direkten Inflationssteuerung und stellt diese gegenüber.

3 Die geldpolitische Strategie der EZB: Hier werden die Komponenten der EZB-Strategie, namentlich die quantitative Definition von Preisstabilität, die wirtschaftliche und die monetäre Analyse, detailliert beschrieben.

4 Die Diskussion um die monetäre Analyse: Dieses Kapitel behandelt die wesentlichen Kritikpunkte, wie Referenzwertüberschreitungen, Geldnachfrageinstabilitäten und das Verschwinden der Geldmenge aus modernen Modellen.

5 Empirische Studien zur Bedeutung der Geldmenge: Ein umfassender Überblick über empirische Forschungsarbeiten, die den Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisentwicklung sowie die Indikatorfunktion der Geldmenge beleuchten.

6 Fazit: Das Fazit beantwortet die zentrale Forschungsfrage positiv und bestätigt die Berechtigung der monetären Analyse innerhalb der Strategie der EZB.

Schlüsselwörter

Europäische Zentralbank, EZB, Geldpolitik, Zwei-Säulen-Strategie, monetäre Analyse, Geldmenge, M3, Preisniveaustabilität, Geldnachfrage, Inflation, Geldmengensteuerung, Inflation Targeting, Geldnachfragemodelle, Wirtschaftsindikatoren, Preisentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die geldpolitische Zwei-Säulen-Strategie der EZB und prüft kritisch, ob sich die darin enthaltene monetäre Analyse ökonomisch begründen lässt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Konzepte von Geldmengensteuerung und Inflation Targeting, die spezifische Ausgestaltung der EZB-Strategie sowie eine ausführliche Diskussion und empirische Überprüfung der Geldmengenentwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel besteht darin, die Berechtigung der monetären Analyse als Bestandteil der EZB-Geldpolitik vor dem Hintergrund theoretischer Einwände und empirischer Beobachtungen wissenschaftlich zu evaluieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Diskussionsanalyse sowie die Auswertung zahlreicher bestehender empirischer Studien zur Rolle der Geldmenge und Stabilität der Geldnachfrage im Euro-Raum.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der EZB-Strategie, die Analyse der Kritikpunkte (z.B. Referenzwertüberschreitungen) und die Zusammenstellung empirischer Belege für die Relevanz der Geldmenge als Inflations- und Konjunkturindikator.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Schlüsselwörter sind Zwei-Säulen-Strategie, monetäre Analyse, EZB, Geldmengenaggregat M3, Preisniveaustabilität und Geldnachfrage.

Warum wurde die monetäre Analyse seit 1999 oft kritisiert?

Die Kritik entzündete sich primär an der wiederholten Überschreitung des Referenzwerts für das M3-Wachstum durch die EZB, ohne dass dies zu einer entsprechenden Inflationsentwicklung oder einer zinsseitigen Reaktion führte.

Was sagen die empirischen Studien zur Stabilität der Geldnachfrage im Euro-Raum aus?

Die Studien deuten weitgehend auf eine langfristige Stabilität hin, betonen jedoch, dass das kurzfristige Verhalten der Geldnachfrage häufig durch Sondereinflüsse wie Portfolioumschichtungen oder Immobilienmarktentwicklungen überlagert wird.

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Detalles

Título
Lässt sich die monetäre Analyse in der Zwei-Säulen-Strategie der EZB ökonomisch begründen?
Universidad
Ruhr-University of Bochum
Calificación
1,3
Autor
Sascha Sarrazin (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
51
No. de catálogo
V176047
ISBN (Ebook)
9783640973484
ISBN (Libro)
9783640973378
Idioma
Alemán
Etiqueta
EZB Monetäre Analyse Zwei-Säulen-Strategie Geldpolitik Zentralbank Geldmenge Referenzwert Preisstabilität Inflation M3 Geldmengensteuerung Monetary Targeting Inflation Targeting Preisniveaustabilität Bedeutung der Geldmenge Zusammenhang Kredit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sascha Sarrazin (Autor), 2010, Lässt sich die monetäre Analyse in der Zwei-Säulen-Strategie der EZB ökonomisch begründen?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176047
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