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Zur Bedeutung von Banken in der Neukeynesianischen Makroökonomik

Title: Zur Bedeutung von Banken in der Neukeynesianischen Makroökonomik

Seminar Paper , 2010 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Tina Mahler (Author)

Economics - Macro-economics, general
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Seit einiger Zeit ist vor allem die neukeynesianische Theorie in den Fokus der akademischen Diskussion makroökonomischer Fragestellungen der Wirtschaftspolitik getreten. Eine zentrale Rolle in den neukeynesianischen Modellen übernimmt die Zentralbank, die über die Zinssteuerung entscheidend die Entwicklung von Preisen, Löhnen und der Güterproduktion beeinflusst. Bisher wurde jedoch nur unzureichend die Bedeutung der Geschäftsbanken im geldpolitischen Transmissionsmechanismus zwischen Zentralbank und Unternehmen im Euroraum gewürdigt. Christiano, Eichenbaum, and Evans (2005) haben bereits für die USA und dem dort vorherrschenden Prinzip der Markfinanzierung belegt, dass der Kostenkanal eine große Rolle im Kostenkanal bei der Erklärung von Inflationsträgheit spielt. Im Folgenden wird dessen Bedeutung für den Euroraum und der dort vorherrschenden Bankenfinanzierung behandelt.
Zielsetzung dieser Arbeit ist es deswegen die Bedeutung der Geschäftsbanken in der neukeynesianischen Makroökonomik zu untersuchen. Dazu wird in den Kapiteln zwei und drei ein dynamisches stochastisches Allgemeines Gleichgewichtsmodell entwickelt, indem insbesondere die Zinsweiterleitung des Geldmarktzinses zum Kreditzins, den Banken den Unternehmen anbieten, betrachtet wird. Anschließend wird in Kapitel vier anhand von Simulationsergebnissen überprüft, inwiefern es durch das Modell gelingt empirische Beobachtungen der Entwicklung verschiedender makroökonomischer Größen zu erklären. Die Arbeit schließt mit einem Resümee über die erzielten Ergebnisse.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Modelcharakterisierung

2.1 Ursprung

2.2 Grundlegende Annahmen

3 Agenten

3.1 Unternehmen

3.1.1 Endproduzenten

3.1.2 Zwischenproduzenten

3.2 Haushalte

3.2.1 Konsum- und Sparentscheidung

3.2.2 Gestaffelte Lohnsetzung

3.2.3 Kapital- und Investitionsentscheidung

3.3 Banken

3.4 Zentralbank

4 Simulationsergebnisse

4.1 Gleichungsübersicht

4.2 Parameterwerte

4.3 Zeitpfade

4.4 kontraktive Geldpolitik

4.5 Bedeutung der Banken

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Bedeutung von Geschäftsbanken im neukeynesianischen Makroökonomik-Modell, insbesondere im Kontext der Zinsweiterleitung zwischen Zentralbank und Unternehmen im Euroraum. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, wie Banken als Nicht-neutrale Akteure den geldpolitischen Transmissionsmechanismus durch träge Zinsanpassungen beeinflussen und welche Rolle der sogenannte Kostenkanal dabei spielt.

  • Entwicklung eines dynamischen stochastischen Allgemeines Gleichgewichtsmodells (DSGE).
  • Analyse der Zinsweiterleitung vom Geldmarktzins zum Kreditzins.
  • Integration von Banken als aktive, preissetzende Agenten im neukeynesianischen Rahmen.
  • Empirische Überprüfung des Modells mittels Simulationsergebnissen und Impulsantwortfolgen.
  • Untersuchung des Kostenkanals bei der Erklärung von Inflationsträgheit.

Auszug aus dem Buch

3.3 Banken

Banken k ∈ [0,1] vergeben Kredite an Firmen in einer Umwelt von monopolistischem Wettbewerb. Ihr zu maximierender Gewinn ist gegeben durch:

(21) Π^bank_t(k) = R^L_t(k)L_t(k) - R^d_t(k)d_t(k) - R^M_t B_t(k)

Wobei L_t(k) das Kreditvolumen, R^L_t(k) der Bruttokreditzins, d_t(k) das Einlagenniveau, R^d_t(k) ist der Bruttoeinlagenzins, B_t(k) ist die Nettoposition auf dem Geldmarkt und R^M_t ist der Bruttozins am Geldmarkt, der von der Zentralbank kontrolliert wird. Die Bilanzrestriktion für jede Bank ist:

(22) L_t(k) = D_t(k) + B_t(k),

diese setzt das Kreditvolumen mit dem Einlagenniveau und der Nettoposition auf dem Geldmarkt in Beziehung. Zur Refinanzierung sind Einlagen und Geldmartkredite perfekte Substitute, was impliziert, dass der Einlagenzins dem Geldmarktzins entspricht. Bank k maximiert ihren Gewinn unter Beachtung der Bilanzrestriktion und der rückläufig geneigten Kreditnachfrage der Zwischenproduzenten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Relevanz neukeynesianischer Modelle und der Zielsetzung, die Rolle der Geschäftsbanken bei der Zinsweiterleitung zu untersuchen.

2 Modelcharakterisierung: Überblick über den Ursprung der neukeynesianischen Makroökonomik und die grundlegenden mikroökonomischen Annahmen des verwendeten DSGE-Modells.

3 Agenten: Detaillierte Herleitung der Verhaltensgleichungen für die fünf Modellagenten Unternehmen, Haushalte, Banken und Zentralbank.

4 Simulationsergebnisse: Empirische Validierung des Modells durch den Vergleich theoretischer Impulsantworten mit Daten aus dem Euroraum sowie Analyse der Auswirkungen einer kontraktiven Geldpolitik.

5 Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der theoretischen Fundierung des Kostenkanals und der Einsicht, dass Banken durch ihre Zinsweiterleitung die geldpolitische Transmission beeinflussen.

Schlüsselwörter

Neukeynesianische Makroökonomik, DSGE-Modell, Geschäftsbanken, Geldpolitik, Zinsweiterleitung, Kostenkanal, Inflationsträgheit, Zentralbank, Kreditmarkt, Preisrigidität, Lohnrigidität, Wirtschaftsmodell, Geldpolitikschock, Kapitalmarktzins, Konjunkturzyklus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle von Geschäftsbanken im neukeynesianischen Modell und wie diese die Transmission geldpolitischer Impulse auf die Realwirtschaft beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die DSGE-Modellierung, die Zinsweiterleitung, mikroökonomische Fundierungen von Preis- und Lohnstarrheiten sowie die Wirkungsweise des Kostenkanals.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu zeigen, dass Banken keine neutralen Vermittler sind, sondern durch ihre Zinsgestaltung die Wirkung der Zentralbankzinsen auf die Unternehmenskredite abmildern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein dynamisches stochastisches Allgemeines Gleichgewichtsmodell (DSGE) entwickelt und durch ein zweistufiges Verfahren an empirische Daten des Euroraums angepasst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil leitet die Optimierungsprobleme der verschiedenen ökonomischen Agenten her und simuliert anschließend die Effekte geldpolitischer Schocks.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neukeynesianische Makroökonomik, Geldpolitik, Zinsweiterleitung, Kostenkanal und Bankverhalten sind die definierenden Begriffe.

Welche Rolle spielen Banken im Modell bei einer Zinserhöhung der Zentralbank?

Banken geben die Zinserhöhung aufgrund von Friktionen nur verzögert an Unternehmen weiter, was den Kostenkanal und damit die Inflation beeinflusst.

Was bedeutet das "Preispuzzle" in diesem Kontext?

Das Preispuzzle beschreibt das Phänomen, dass die Inflation nach einem geldpolitischen Schock nicht sofort fällt, was durch den Kostenkanal im Modell erklärt wird.

Warum ist das DSGE-Modell für diese Fragestellung wichtig?

Es erlaubt eine mikroökonomisch fundierte Analyse von Interaktionen zwischen verschiedenen Marktteilnehmern unter Berücksichtigung rationaler Erwartungen.

Wie unterscheidet sich diese Arbeit von Modellen mit perfekter Zinsweiterleitung?

Während klassische Modelle oft eine vollständige Weiterleitung unterstellen, berücksichtigt diese Arbeit Friktionen im Kreditmarkt, die eine verzögerte Zinsanpassung zur Folge haben.

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Details

Title
Zur Bedeutung von Banken in der Neukeynesianischen Makroökonomik
College
http://www.uni-jena.de/  (Wirtschaftswissenschaften)
Course
Seminar Monetäre Makroökonomik
Grade
2,0
Author
Tina Mahler (Author)
Publication Year
2010
Pages
25
Catalog Number
V176061
ISBN (eBook)
9783640971923
ISBN (Book)
9783640972944
Language
German
Tags
Makroökonomik Bedeutung der Banken Neukeynesianismus Phillipskurve Taylor-Regel 5-Sektoren-Modell
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tina Mahler (Author), 2010, Zur Bedeutung von Banken in der Neukeynesianischen Makroökonomik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176061
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