Diese Arbeit gibt einen Teil der Geschichte der Juden Osteuropas wieder. Eingangs wird ihre soziale Lage in ihren Heimatländern geschildert, speziell in Rußland. Der Schwerpunkt liegt auf der Abwanderung nach Westeuropa und in die Vereinigten Staaten, wobei auf die Probleme eingegangen wird, die diese Massenabwanderung im deutschen Reich zwischen 1880 und1914 mit sich brachte. Nebenbei gilt es sich mit Zahlen zub eschäftigen: Wie hoch war die Zahl der Auswanderer? Wieviele verblieben im deutschen Reich, wieviele siedelten im Ausland? In diesem Zuge fällt der Blick auch auf die Maßnahmen der Reichsregierung und das Verhältniss der ortsansässigen Juden zu ihren osteuropäischen Glaubensgenossen in Zeiten von zunehmenden antisemitischen Tendenzen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begriffsklärung „Ostjude“
- Soziale Lage der Juden in Osteuropa
- Wanderung
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit beleuchtet die Geschichte der Juden in Osteuropa im 19. Jahrhundert, insbesondere ihre soziale Lage und ihre Abwanderung nach Westeuropa und in die Vereinigten Staaten. Sie analysiert die Herausforderungen, die diese Massenmigration im Deutschen Reich zwischen 1880 und 1914 mit sich brachte, und untersucht die Reaktionen der Reichsregierung und der ortsansässigen Juden.
- Soziale Lage der Juden in Osteuropa
- Die „große Wanderbewegung“ und ihre Ursachen
- Die Reaktion auf die Einwanderung im Deutschen Reich
- Der Einfluss von antisemitischen Tendenzen
- Die Integration der ostjüdischen Bevölkerung in Westeuropa
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Diese Einleitung bietet einen Überblick über das Thema der Arbeit und ihre Schwerpunkte. Sie beleuchtet die soziale Lage der Juden in Osteuropa, insbesondere in Russland, und skizziert die Abwanderung nach Westeuropa.
- Begriffsklärung „Ostjude“: Dieses Kapitel definiert den Begriff „Ostjude“ und beleuchtet verschiedene Bezeichnungen, die in der Literatur für diese Bevölkerungsgruppe verwendet werden. Es diskutiert auch die Bedeutung des Begriffs im Kontext der antisemitischen Bewegung.
- Soziale Lage der Juden in Osteuropa: Dieses Kapitel beschreibt die soziale Lage der Juden in Osteuropa im 19. Jahrhundert, insbesondere in Russland, Polen und den habsburgischen Provinzen. Es beleuchtet die unterschiedlichen Behandlungen und die Bemühungen zur Integration durch die jeweiligen Regierungen.
- Wanderung: Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der „großen Wanderbewegung“ der Juden aus Osteuropa und ihren Ursachen. Es analysiert die innerpreußische Binnenwanderung und die Masseneinwanderung aus Galizien und Russland in das Deutsche Reich.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen Ostjuden, Abwanderung, Integration, Antisemitismus, soziale Lage, politische Reaktionen, Emanzipation, Migration, Zaristisches Russland, Deutsches Reich, Vereinigte Staaten.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter dem Begriff „Ostjude“?
Der Begriff bezeichnete historisch die jüdische Bevölkerung aus Osteuropa (Russland, Polen, Galizien), die sich kulturell und religiös oft von den assimilierten Juden im Westen unterschied.
Warum wanderten so viele Juden im 19. Jahrhundert aus Osteuropa aus?
Hauptgründe waren die prekäre soziale Lage, wirtschaftliche Not sowie staatliche Repressionen und Pogrome, insbesondere im zaristischen Russland.
Wie reagierte das Deutsche Reich auf die Masseneinwanderung?
Die Reichsregierung reagierte oft mit restriktiven Maßnahmen und Grenzkontrollen, getrieben durch zunehmende antisemitische Tendenzen in der Gesellschaft.
Wie war das Verhältnis zwischen ortsansässigen und osteuropäischen Juden?
Das Verhältnis war ambivalent: Einerseits gab es Solidarität, andererseits fürchteten assimilierte Juden im Westen, dass die Zuwanderung den Antisemitismus gegen alle Juden verstärken könnte.
Wohin zogen die meisten jüdischen Auswanderer?
Ein kleiner Teil verblieb im Deutschen Reich, während die große Mehrheit in die Vereinigten Staaten weiterreiste oder dort direkt Zuflucht suchte.
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- Gunnar Kappei (Author), 2003, Wanderung der Juden Osteuropas im 19. Jahrhundert und die Reaktion im Westen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17619