Die Königswahl Friedrich Barbarossas


Hausarbeit, 2009

13 Seiten, Note: 1,8


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Genealogie Friedrichs I

3. Königserhebungen im zwölften Jahrhundert (1125 und 1138)
3.1 Die Königswahl Lothars III. von Süpplingenburg
3.2 Die Königswahl Konrads III

4. Die Königswahl Friedrichs I
4.1 Entwicklung
4.2 Königswahl
4.3 Königskrönung

5. Fazit

Die Königswahl Friedrichs I.

1. Einleitung

Diese schriftliche Hausarbeit für das Proseminar „Barbarossa“ im Rahmen der Einführung in das Studium der mittelalterlichen Geschichte behandelt das Thema der Königswahl Friedrich I. Barbarossas.

Die Königswahl Friedrichs I. Barbarossas unterscheidet sich von anderen Königserhebungen. Um dies einschätzen zu können, wird zu Beginn die Genealogie Friedrichs I. betrachtet. Die Konflikte zwischen dem welfischen und dem staufischen Geschlecht spielen eine bedeutende Rolle; besonderes Augenmerk liegt auf dem Machtstreit zwischen den großen Geschlechtern.

Auf die vorgehenden Wahlen zu Friedrichs Königserhebung, von Lothar III. und Konrad III. wird im zweiten Kapitel eingegangen. Die Wahlversammlungen bei diesen Königserhebungen werden kurz skizziert, um im dritten Teil die Königswahl Friedrich I. Barbarossas zu beschreiben.

Hierbei wird erst auf die historische Entwicklung vor der Wahl eingegangen (Bezug nehmend auf die Konflikte der beiden Dynastien, die in Friedrich vereint sind). So kann dann die Königswahl und die Königskrönung genauer betrachtet werden.

2. Die Genealogie Friedrichs I.

Friedrich I. Barbarossa verkörpert alle bedeutendsten Adelsgeschlechter Deutschlands in sich: er ist „Sohn eines Herzogs von Schwaben und einer Edelfrau aus dem Geschlecht der Welfen von Bayern“[1].

Die Genealogie Friedrichs ist wichtig, da Welfer und Staufer die einflussreichsten Familien im damaligen Deutschen Reich sind. Sie besitzen die größten Herzogtümer: Sachsen und Bayern gehören dem Geschlecht der Welfen, wogegen Franken und Schwaben in stauferischer Hand sind.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der folgende Stammbaum zeigt die Verbindung zwischen den beiden bedeutendsten Familien auf:

Friedrichs Eltern sind Judith von Bayern und Friedrich der Einäugige, Herzog von Schwaben. Seine Familie mütterlicherseits ist bayerisch-sächsischer Herkunft, die Vorfahren seines Vaters stammen aus Franken und Schwaben. Friedrichs Angehörige bekleiden die wichtigsten Ämter im Reich: Heinrich der Stolze ist Herzog von Sachsen und somit der mächtigste Fürst Deutschlands. . Friedrich übernimmt die Königskrone von König Konrad III., worauf im folgenden Kapitel genauer eingegangen wird. Die Geschlechter der Welfen und der Staufer stehen sich als Konkurrenten gegenüber. Dies zeigt sich besonders deutlich im Kampf um die Königskrone. In dieser Zeit, die von ständigen Spannungen zwischen Welfern und Staufern geprägt ist, wächst Friedrich I. Barbarossa auf.

3. Königserhebungen im zwölften Jahrhundert (1125 und 1138)

Die beiden Geschlechtern der Staufer und der Welfen stehen im Konflikt um die Machtverteilung im Reich: Lothar von Süpplingenburg besteigt 1125 mit Hilfe des Welfen Heinrich dem Stolzen, dem Herzog von Sachsen, den Königsthron, zum Ärger von Friedrich dem Einäugigen (Friedrich Barbarossas Vater). 1138 bekommt Konrad III. die Königskrone mit Hilfe von Friedrich dem Einäugigen, zum Verdruss von Heinrich dem Stolzen.

Neben dem Konflikt, den Welfer und Staufer gegeneinander ausfechten, zeigen diese Königswahlen die Problematik zwischen weltlicher und geistlicher Macht.

„Die Beziehung zwischen Imperium und Sacerdotium hatten sich in den Jahrzehnten des Investiturstreites als große weltgeschichtliche Auseinandersetzung gestaltet“[2].

In den Wahlverfahren zeigen sich auch die Machtverhältnisse zwischen kirchlichen Würdenträger und weltlichem Adel. Da der deutsche König gleichzeitig Kaiser und damit Beschützer des christlichen Abendlandes wird, ist für den Papst die deutsche Königswahl auch von politischem Interesse. So nutzt die geistliche Macht ihren Einfluss bei der Frage nach der Aufteilung der Herrschaft im Reich.

3.1. Die Königswahl Lothars III. von Süpplingenburg

Der Streit um die Machtverhältnisse im Reich wird durch den Tod von Kaiser Heinrich V. neu entfacht. Kaiser Heinrich V. starb kinderlos und hatte zudem keinen designierten Kandidaten zum Nachfolger bestimmt. Auf dessen Beerdigung im Mai 1125 werden Einladungen zu einer Wahlversammlung an die anwesenden Fürsten und Standesgenossen verteilt. Eine freie Königswahl sollte stattfinden, einberufen von Adalbert von Mainz, einem Gegner der Staufer.

Ein neues Wahlverfahren, unterstützt von weltlichen und geistlichen Adeligen, wird durchgeführt. Es wird ein Wahlausschuss einberufen, der aus je 10 Fürsten der Landschaften Bayern, Schwaben, Franken und Sachsen besteht. Diese machen einen Wahlvorschlag, dem die anderen Wähler zustimmen wollen.

In dem Wahlausschuss von 1125 werden drei Kandidaten genannt: Herzog Friedrich von Schwaben, Markgraf Leopold von Österreich und Herzog Lothar von Sachsen. Der Mainzer Erzbischof, der den Welfen Lothar unterstützt, übt Druck auf die Fürsten aus. Zudem verhält sich Friedrich der Einäugige, Herzog von Schwaben, dem Wahlausschuss gegenüber arrogant[3]. So wird Lothar zum König ernannt. Diese „nicht allzu geheim geführten Vorverhandlungen treiben die Spannung gewaltig in die Höhe“[4], die zwischen Welfen und Staufern besteht.

An dieser Wahl sind weltliche sowie geistliche Fürsten beteiligt, wie es auch in den Wahlen der vorherigen Könige war. Der Mainzer Erzbischof nutzt seine Position und unterstützt seinen Kandidaten, der tatsächlich später den Königsthron besteigt.

„Mit einer Minderheit von Fürsten, die den Welfen ablehnten, traf er sich ohne Wissen der Mehrheit am 7. März in Koblenz und ließ sich dort zum König ausrufen“[5] .

[...]


[1] Cardini, S. 34

[2] Opll, S. 201

[3] Vgl.: Rogge, S. 23

[4] Hiller, S. 42

[5] Engels, S. 32

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Die Königswahl Friedrich Barbarossas
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
1,8
Autor
Jahr
2009
Seiten
13
Katalognummer
V176250
ISBN (eBook)
9783640975402
ISBN (Buch)
9783640975020
Dateigröße
538 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese schriftliche Hausarbeit für das Proseminar „Barbarossa“ im Rahmen der Einführung in das Studium der mittelalterlichen Geschichte behandelt das Thema der Königswahl Friedrich I. Barbarossas.
Schlagworte
Barbarossa;, Königswahl;, Geschichte
Arbeit zitieren
Barbara Conrady (Autor), 2009, Die Königswahl Friedrich Barbarossas, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176250

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