Wie verändert sich Streetwork, wenn öffentliche Treffpunkte für Jugendliche zunehmend eingeschränkt werden und sich jugendliche Lebenswelten zugleich stärker in digitale Räume verlagern?
Diese mit der Note 1,0 bewertete Bachelorarbeit untersucht den Wandel öffentlicher und digitaler Räume und dessen Auswirkungen auf die Erreichbarkeit von Jugendlichen durch Streetwork. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Herausforderungen sich daraus für die aufsuchende Soziale Arbeit ergeben und mit welchen Strategien Fachkräfte auf die veränderten Bedingungen reagieren.
Die Arbeit verbindet theoretische Perspektiven der Sozialraumorientierung und Lebensweltorientierung mit einer eigenen empirischen Untersuchung. Grundlage ist ein qualitatives, exploratives Forschungsdesign mit einer Online-Befragung von Streetworker:innen aus unterschiedlichen Arbeitskontexten. Die offenen Antworten werden mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet und ermöglichen einen praxisnahen Einblick in die Erfahrungen und Einschätzungen der Fachkräfte.
Die Ergebnisse zeigen unter anderem, wie der Rückgang öffentlicher Treffpunkte klassische Formen aufsuchender Arbeit und kontinuierliche Beziehungsarbeit erschwert. Gleichzeitig werden Strategien sichtbar, mit denen Streetwork auf diese Veränderungen reagiert – darunter die Verknüpfung analoger und digitaler Zugänge sowie eine verstärkte Netzwerkarbeit.
Die Arbeit eignet sich insbesondere für Studierende und Fachkräfte der Sozialen Arbeit, Sozialpädagogik, Mobilen Jugendarbeit und Streetwork sowie für alle, die sich mit öffentlichen und digitalen Räumen, jugendlichen Lebenswelten und der Weiterentwicklung aufsuchender Sozialer Arbeit beschäftigen.
- Citar trabajo
- Leon Sivgin (Autor), 2026, Jugendliche erreichen im Wandel öffentlicher und digitaler Räume, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1763139