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Kündigungsrechtliche Folgen bei vermögensrechtlichen Straftaten des Arbeitnehmers gegenüber dem Arbeitgeber

Titre: Kündigungsrechtliche Folgen bei vermögensrechtlichen Straftaten des Arbeitnehmers gegenüber dem Arbeitgeber

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2025 , 31 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Droit - Droit civil / Droit du travail
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Résumé Résumé des informations

Darf eine Straftat im Wert von 1,30 Euro ein 30 Jahre bestehendes Arbeitsverhältnis beenden? Diese Frage, die der bundesweit bekannte Fall „Emmely" aufgeworfen hat, bildet den Ausgangspunkt dieser Seminararbeit zum Arbeitsrecht. Im Mittelpunkt steht die Untersuchung, unter welchen Voraussetzungen geringfügige vermögensrechtliche Straftaten des Arbeitnehmers gegenüber dem Arbeitgeber einen „wichtigen Grund“ im Sinne des § 626 Absatz 1 BGB darstellen. Dabei wird untersucht, inwiefern diese eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen können. Die Arbeit arbeitet sich systematisch anhand der von der Rechtsprechung entwickelten Zwei-Stufen-Theorie durch die Materie: Zunächst wird geklärt, ob ein Sachverhalt überhaupt „an sich" als Kündigungsgrund geeignet ist, bevor auf zweiter Stufe die entscheidende Interessenabwägung zwischen den Belangen von Arbeitgeber und Arbeitnehmer erfolgt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung der höchstrichterlichen Rechtsprechung – von der „Bienenstich"-Entscheidung des BAG aus dem Jahr 1984 über die richtungsweisende „Emmely"-Entscheidung von 2010 bis hin zu aktuellen instanzgerichtlichen Urteilen, die tabellarisch gegenübergestellt werden. Darüber hinaus setzt sich die Arbeit kritisch mit der Frage auseinander, ob eine feste Bagatellgrenze für Vermögensdelikte sinnvoll wäre, und beleuchtet die dogmatischen Schwächen der Zwei-Stufen-Theorie sowie die problematische Rolle des „Vertrauenstatbestands" als zentrales Abwägungskriterium. Im Ergebnis zeigt die Arbeit: Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Ob eine geringfügige vermögensrechtliche Straftat zur Kündigung führt, hängt von einer sorgfältigen Einzelfallabwägung ab – und bleibt damit ein Stück weit unvorhersehbar.

Résumé des informations

Titre
Kündigungsrechtliche Folgen bei vermögensrechtlichen Straftaten des Arbeitnehmers gegenüber dem Arbeitgeber
Université
University of Siegen
Cours
Hauptseminar Rechtswissenschaften 1
Note
2,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2025
Pages
31
N° de catalogue
V1763261
ISBN (PDF)
9783389205105
ISBN (Livre)
9783389205112
Langue
allemand
mots-clé
Arbeitsrecht Kündigung §626BGB Vermögensdelikte Bagatelldelikte Emmely-Entscheidung Zwei-Stufen-Theorie Tatkündigung Verdachtskündigung Abmahnung außerordentliche Kündigung Kündigungsrecht Arbeitsverhältnis Vertrauen Jura Wirtschaftsrecht
Sécurité des produits
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Citation du texte
Anonym (Auteur), 2025, Kündigungsrechtliche Folgen bei vermögensrechtlichen Straftaten des Arbeitnehmers gegenüber dem Arbeitgeber, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1763261
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Extrait de  31  pages
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