BPM Technologie Radar 2010


Forschungsarbeit, 2010
32 Seiten

Leseprobe

Inhalt

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Einleitung und Motivation

2. Herangehensweise
2.1 Anforderungen
2.2 Identifikation relevanter Technologien
2.3 Relevanzbestimmung
2.4 Suchdesign
2.5 Auswertung der Ergebnisse

3. Technologien
3.1 Fachliche Anforderungen
3.1.1 „Business Process Improvement“ (BPI)
3.1.2 „Corporate Performance Management“ (CPM)
3.1.3 „Customer Expectation Management“ (CEM)
3.1.4 „Adaptive Enterprise“
3.1.5 „Business Process Compliance“ (BPC)
3.1.6 „Business Process Standardization“
3.1.7 „Business Process Outsourcing“ (BPO)
3.1.8 „Business Process Strategy“
3.1.9 Adaptive BPM
3.2 Modellierung
3.2.1 “Business Process Discovery” (BPD)
3.2.2 Referenzmodellierung
3.2.3 Prozesskoordinator
3.2.4 „Process Mining“
3.2.5 Automatisierte Prozessmodellierung
3.2.6 “Unified Business Process Modeling Language” (UBPML)
3.2.7 Serviceorientierte Prozessmodellierung
3.2.8 „Business Process Design“
3.2.9 Semantische Prozessmodellierung
3.3 Technische Anforderungen
3.3.1 „Business Intelligence“ (BI)
3.3.2 „Complex Event Processing“ (CEP)
3.3.3 „Social BPM“
3.3.4 Workflowmanagement (WfM)
3.3.5 Serviceorientierte Architekturen (SoA)
3.3.6 „Human Centric BPM“
3.3.7 „Case Management BPM“
3.3.8 „Discrete Event Simulation“ (DES)
3.3.9 „Activity Mining“
3.3.10 „Business Activity Monitoring“ (BAM)
3.3.11 „Data Envelopment Analysis“ (DEA)
3.3.12 „Dynamic BPM“
3.3.13 „Abductive Workflow Mining“
3.4 „Buzzwords“

4. BPM-Technologie-Radar

5. Fazit & Ausblick

Anhang
1. Analysetabelle - Literaturdatenbanken
2. Analysetabelle - Suchmaschinen und Auswertung

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Technology Radar Screen

Abb. 2: BPM Technology Radar

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: „Buzzwords“

Tabelle 2: Analysetabelle - Literturdatenbanken

Tabelle 3: Analysetabelle - Suchmaschinen und Auswertung

1. Einleitung und Motivation

Gerade der Bereich des Geschäftsprozessmanagements ist gekennzeichnet durch eine kontinuierliche Erweiterung der Terminologie. In sehr kurzen Abständen werden hier neue Begriffe und Themenfacetten angesprochen, wobei es immer schwieriger wird, den Überblick über die Vielfalt dieser Aspekte zu halten und der Entwicklung zu folgen. Nicht einfacher macht es die Tatsache, dass immer häufiger so genannte „Buzzwords“ in der Literatur auftauchen, welche weder implizit spezifiziert werden, noch ein näherer Bezug hergestellt wird.

Aus diesem Grund wird in der vorliegenden Arbeit gezielt nach entsprechenden Schlagwörtern und „Buzzwords“ gesucht und versucht diese zu Definieren. Anschließend wird auf Grundlage der Ergebnisse ein Technologie-Radar aufgespannt, um einerseits die Relevanz und andererseits der Entwicklungsstand im innerhalb einer groben Kategorisierung grafisch zu veranschaulichen.

Kapitel 2 wird zunächst auf die Herangehensweise, die Such- und Auswertungsdesigns und die Annahmen zur Erstellung des Radars eingegangen. In Kapitel 3 werden anschließend die identifizierten Technologien ab einer bestimmten Relevanz kategorisch erläutert und im abschließenden Kapitel 4 im eigentlichen BPM-Technologie-Radar grafisch dargestellt.

2. Herangehensweise

2.1 Anforderungen

Um eine genaue Herangehensweise erarbeiten zu können bedarf es zunächst der Definition von Anforderungen für das zu entwickelnde Technologie-Radar. Das Hauptziel ist dabei die möglichst vollständige Abbildung aktueller und Technologien und Schlagwörter nach mehreren Dimensionen.

Einerseits soll der zeitliche Verlauf dargestellt werden, um den aktuellen Status der Themenfacette erkennbar zu machen. Andererseits soll die Relevanz der einzelnen Technologien nach quantitativen Kenngrößen ermittelt und abgebildet werden.

Als Ergebnis soll eine praktikable Übersicht entstehen, anhand derer die verschiedenen Aspekte auf einfache Weise den einzelnen Begrifflichkeiten und Themenfacetten zuzuordnen sind.

2.2 Identifikation relevanter Technologien

Generell stehen zwei methodisch unterschiedliche Ansätze zur Identifikation von relevanten Technologien zur Auswahl. Einerseits die empirische Durchführung von Experteninterviews, andererseits die Untersuchung der Themenauswahl aktueller Kongresse, Tagungen, Konferenzen oder Fachzeitschriften mit Fokus auf das Geschäftsprozessmanagement.

In der vorliegenden Arbeit wird auf den zweiten vorgestellten Untersuchungsansatz unter Zuhilfenahme von Internetrecherchen zurückgegriffen. Aufgrund des Anspruchs der möglichst vollständigen Abbildung der relevanten Themenfacetten bzw. Technologien wäre der Aufwand für Experteninterviews sehr hoch. Die Verfügbarkeit des Internets gewährleistet hingegen eine umfangreiche Datenbasis, wodurch dieses quantitative Mittel als geeignete Methode umgesetzt wird.

2.3 Relevanzbestimmung

Nachdem relevante Technologien identifiziert wurden, soll eine Bestimmung der Praxisrelevanz erfolgen, wozu diverse Literaturdatenbanken und Suchmaschinen die Grundlage bilden.

Die Auswahl der Literaturdatenbanken erfolgt nach mehreren Kriterien. Zunächst werden Datenbanken selektiert, welche einen aussagekräftigen Umfang im Bereich der Wirtschaftsinformatik aufweisen. Die beinhalteten Publikationsarten sollen sich von Zeitschriftenartikeln, Konferenzbeiträgen, Dissertationen und Pressemitteilungen über Forschungsberichte, bis hin zu Tagungsbänden und Hochschulschriften erstrecken, um ein möglichst breites Spektrum der verfügbaren Literatur abzudecken. Aus diesem Grund wird ebenfalls der Suchmaschine Google eine Bedeutung zugemessen, da diese im Bereich der nicht offiziell publizieren Inhalte interessante Ergebnisse über die Praxisnutzung liefert.

Als wissenschaftliche Literaturdatenbanken wurden Ebsco, ISI - Web of Knowledge, Google Scholar und Springer ausgewählt.

2.4 Suchdesign

Im Anschluss an die Auswahl der Suchquellen stellt sich die Frage des Suchdesigns, welcher diverse Vorüberlegungen zugrunde liegen müssen.

Zunächst besteht das Problem der Homonyme (z.B. BPM = Business Process Management und BPM = Bits per Minute, hier nochmals eine Unterscheidung im Medizin- und Audiokontext) und Synonyme (z.B. Social BPM und Collaborative BPM). Der Problematik der Homonyme soll hierbei mit Hilfe von logischen Operatoren entgegengewirkt werden, welche einen Zusammenhang mit verwandten Begriffen im Kontext verlangen. Synonyme werden in dem hier verwendeten Suchdesign einzeln untersucht und im resultierenden Technologie-Radar mehrfach abgebildet. Gleiches gilt für gängige Begriffe in unterschiedlichen Sprachen (z.B. „Service-orientierte Architekturen“ und „service-oriented architectures“), wobei in diesen Fällen entsprechende Verweise angebracht werden.

Um weiterhin Fehler in der Auswertung zu vermeiden werden Begrifflichkeiten, welche aus mehreren Wörtern bestehen (z.B. „BPM in the large“), stets mit entsprechenden logischen Operatoren wie AND bzw. in Anführungszeichen in den Suchprozess überführt.

2.5 Auswertung der Ergebnisse

Die Ergebnisse, welche aus dem erläuterten Vorgehen resultieren, werden auf unterschiedliche Arten ausgewertet und, wie bereits im Kapitel 2.1 angesprochen, in mehreren Dimensionen im anschließenden Technologie-Radar abgebildet.

Der geforderte „zeitliche Verlauf“ wird über eine Dimension mit den Ausprägungen „Basic Research“, „Applied Research“, „Product Concept“, „Market Ready“ und „Market Presence“ realisiert, wie es bei der IEEE-ICMIT Konferenz in Singapur 2006 vorgestellt wurde. Weiterhin wird das Radar in verschiedene Bereiche aufgeteilt, um eine Zuordnung zu den Themen von Geschäftsprozessmanagement-Werkzeugen zu verdeutlichen. Die Ergebnisse der zuvor durchgeführten quantitativen Relevanzbestimmung werden in Form von verschiedenen Symbolen im Radar abgebildet. So steht ein Viereck für eine sehr hohe Relevanz, ein Kreis für hohe Relevanz und ein Dreieck für mittelmäßige Relevanz. Diese Relevanz wird dabei anhand der Anzahl der Suchtreffer ermittelt.

Die Zuordnung zu den einzelnen Kategorien „Business“, „Process Modeling“, „Information Technology“ kann sich als relativ schwierig erweisen, da durchaus ein Bezug zu mehreren Kategorien bestehen kann. Sollten die Kategorien in einem solchen Fall benachbart angeordnet sein, wird der entsprechende Begriff auf der Trennlinie angeordnet, sollten die Kategorien hingegen gegenüberliegen, wird der Begriff in die Kategorie eingeordnet, in welcher Sie eine größere Bedeutung erfährt.

Ebenfalls kann der Fall eintreten, dass ein Aspekt in allen Kategorien Bedeutung findet. Hier wird von den Autoren ebenfalls diejenige Kategorie ausgewählt, welche am ehesten mit dem Begriff assoziiert werden kann.

Wie der Ausführung der Problematik zu entnehmen ist, ist es in diesem Fall nicht möglich eine absolut korrekte Zuordnung zu generieren, jedoch kann anhand der entsprechenden Erläuterungen in Kapitel 3 jeweils die Bedeutung des Begriffs erlesen werden. Die Zuordnung soll aus diesem Grund als Vorschlag verstanden werden.

Außerdem gibt es noch eine Rubrik „Buzzwords“. Diese Wörter wurden in wissenschaftlichen Artikeln entweder nur am Rande erwähnt oder sind in Suchvorgängen als einzelne Wörter aufgetreten, ohne genauere Erklärung. „Buzzwords“ sind meist noch sehr neu, daher findet man in der Literatur meist nur sehr wenig Information darüber und haben deswegen im Moment noch eine eher geringe Relevanz. Damit die „Buzzwords“ trotzdem zugeordnet werden können, wird jeweils die zugehörige Quelle angegeben, in der das Wort genannt wurde.

Anlehnend an bereits publizierte Radare ist der Aufbau des hier zu erstellenden Technologie-Radars exemplarisch in der nachfolgenden Abbildung illustriert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Technology Radar Screen[1]

3. Technologien

3.1 Fachliche Anforderungen

3.1.1 „Business Process Improvement“ (BPI)

Unter „Business Process Improvement“ versteht man das verbessern von Geschäftsprozessen. Dabei wird vor einem „Business Process Improvement“ meist ein „Business Process Discovery“ durchgeführt, welches die Geschäftsprozesse des Unternehmens darstellt.

„Business Process Improvement“ stellt sich dabei immer folgende Fragen:

1. Welche Unternehmensziele gibt es und wie können Sie erreicht werden?
2. Weshalb wollen wir diese Unternehmensziele erreichen?
3. Geschäftsprozess verbessern: Wie können wir die Unternehmensziele unter der Nebenbedingung, dass wir unsere Unternehmensbeteiligten befriedigen, besser und schneller erreichen?[2]

Es gibt viele verschiedene BPI Typen, wie z.B. die Automatisierung von Prozessen oder Outsourcing. Dabei wird geprüft ob eine Automatisierung des Geschäftsprozesses einen höheren Nutzen für das Unternehmen darstellen kann oder aber ob das Outsourcen bestimmter Bereiche des Geschäftsprozesses einen Mehrwert liefert.[3]

3.1.2 „Corporate Performance Management“ (CPM)

„Corporate Performance Management“ oder auch „Business Performance Management“ (BPM), „beschreibt Methoden, Werkzeuge und Prozesse zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Profitabilität von Unternehmen.“[4]

Laut Gartner handelt es sich beim „Corporate Performance Management“ um die Ausarbeitung von Strategien sowie die betriebswirtschaftlichen Aktivitäten für die Planung und Budgetierung.[5]

3.1.3 „Customer Expectation Management“ (CEM)

Beim „Customer Expectation Management“ (CEM) handelt es sich um eine Disziplin des Geschäftsprozessmanagements, welche die Prozesse auf die Erfüllung von Kundenerwartungen ausrichtet. Während sich die Tätigkeiten der Prozessmanager in den bisherigen organisatorischen Methoden wie TQM oder SixSigma an internen Prozessaspekten ausrichten (Inside-Out) liegt der Fokus des CEM auf dem Management der Erwartungshaltungen von Kunden (Outside-In). Dieser Ansatz ist vor allem auf einen gestiegenen Konkurrenzdruck, durch häufig bereits erreichte kritische Preise und einen geringen Spielraum weiterer Prozesseffizienzsteigerungen, zurückzuführen. Das Ziel dieses Ansatzes liegt darin, einmal akquirierte Kunden länger zu halten, indem Erwartungshaltungen kontinuierlich erfüllt werden.[6]

3.1.4 „Adaptive Enterprise“

Der Begriff „Adaptive Enterprise“ (dt: anpassungsfähiges Unternehmen) ist relativ modern und wurde besonders von führenden IT Herstellern wie z.B. HP oder SAP geprägt. „Adaptive Enterprise“ stellt ein Konzept dar, wie ein Unternehmen im Hinblick auf seine IT-Infrastruktur im Informationszeitalter, der Globalisierung und starken Marktschwankungen durch Agilität und Anpassungsfähigkeit, effizient und kostensparend wirtschaften kann.

„Ziel der Adaptive Enterprise Services von HP ist es, die Flexibilität der IT so weit zu steigern, dass sie diesen Anforderungen gerecht werden kann."[7]

[...]


[1] In Anlehnung an: Rohrbeck, R., Heuer, J., Arnold, H.: The Technology Radar – An Instrument of Technology Intelligence and Innovation Strategy, Präsentationsfolie 5, IEEE-ICMIT Conference, Singapore (21.-23. Juni 2006)

[2] Vgl: http://en.wikipedia.org/wiki/Business_process_improvement Abruf: 12.07.2010.

[3] Vgl: http://www.tibco.com/multimedia/business-process-discovery_tcm8-2401.pdf Abruf: 12.07.2010.

[3] Siehe: http://www.bpm-guide.de/articles/45 Abruf: 12.07.2010.

[4] Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Corporate-Performance-Management Abruf: 12.07.2010.

[5] Siehe: http://www.itwissen.info/definition/lexikon/corporate-performance-management-CPM.html Abruf: 12.07.2010.

[6] Siehe: http://www.tschurter.com/index.php?id=customer&d=Customer%20Expectation%20Management, Abruf: 19.08.2010.

[7] http://h40054.www4.hp.com/services/infrastruktur/adaptive_enterprise.html Abruf: 04.10.2010

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten

Details

Titel
BPM Technologie Radar 2010
Hochschule
Universität des Saarlandes  (Institut für Wirtschaftsinformatik)
Autoren
Jahr
2010
Seiten
32
Katalognummer
V176332
ISBN (eBook)
9783640975723
ISBN (Buch)
9783640975976
Dateigröße
966 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Arbeit im Rahmen des Forschungsprojekts Business Engineering Labor entstanden.
Schlagworte
BPM, Business Engineering Labor, Business Process Management, GPM, Geschäftsprozessmanagement, Prozessmanagement, Technologien, Technologie Radar, Business Process Improvement, Corporate Performance Management, Customer Expectation Management, Business Process Comliange, Business Process Standardization, Business Process Outsourcing, Adaptive Enterprise, Business Process Discovery, Referenzmodellierung, Prozesskoordinator, Process Mining, UBPML, BPD, Business Intelligence, Complex Event Processing, Social BPM, Workflowmanagement, Human Centric BPM, Case Management BPM, Discrete Event Simulation, Activity Mining, Business Activity Monitoring, Data Envelopment Analysis, Dynamic BPM, Abductive Workflow Mining
Arbeit zitieren
B. Sc. Tom Thaler (Autor)Sabrina Brück (Autor)Harald Schäfer (Autor), 2010, BPM Technologie Radar 2010, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176332

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