Unterricht innerhalb der Ausbildung zur/m Gesundheits-, Kinderkranken- und KrankenpflegerIn Lerneinheit I. 27: Mit anderen Berufsgruppen zusammen arbeiten

Reflektierende Dokumentation


Hausarbeit, 2011

25 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Praktikumsstelle
2.1 Das Arbeits- und Aufgabenfeld
2.2 Eine Übersicht des Unternehmens
2.3 Die Rahmenbedingungen des Praktikums
2.4 Die Analyse der Zielgruppe

3. Der Handlungsablauf des Projekts
3.1 Die Projektziele
3.1.1 Die Kompetenzen
3.1.2 Die Lernziele
3.2 Der zeitliche Ablauf
3.2.1 Die Planungsphase
3.2.2 Die Durchführungsphase
3.2.3 Die Auswertung

4. Das Projektmanagement
4.1 Theoretische Grundannahmen
4.2 Stellenwert innerhalb des Projekts

5. Die Qualitätssicherung
5.1 Theoretische Grundlagen
5.2 Maßnahmen innerhalb des Projekts

6. Die Evaluation
6.1 Theoretische Grundlagen
6.2 Evaluierung im Projekt

7. Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Anhang: Interviewleitfragen

1. Einleitung

Die vorliegende Hausarbeit wird im Studiengang B. A. Bildungswissenschaft im Profilstudienjahr (hier 5. Semester) innerhalb des Pflichtmoduls 3B verfasst. Auf- grund der beruflichen Tätigkeit der Autorin als Lehrerin für Pflegeberufe am Uni- versitätsklinikum Aachen wurde ihre berufliche Tätigkeit als Praktikum anerkannt. Circa 8,4% der erwerbstätigen, universitär ausgebildeten Diplom-PädagogInnen1 arbeiten im Bereich der betrieblichen Aus- und Weiterbildung (Grunert, 2006, S. 78).

Ziel des Praktikums in Kombination mit einer Reflektierenden Dokumentation ist es, eine Verbindung von wissenschaftlich fundiertem theoretischem Wissen und praktischem Handeln herzustellen und diese Verbindung kritisch, hier auch auf die eigene Professionalität bezogen, zu evaluieren (Modulhandbuch BaBw, 2011, S. 14).

Unter dieser Prämisse wird sich die vorliegende Hausarbeit inhaltlich mit der Pla- nung, Durchführung und Evaluation einer Lerneinheit innerhalb der theoretischen Ausbildung zur/m Gesundheits-, Kinderkranken- und KrankenpflegerIn beschäfti- gen. Diese Ausbildung ist in einen praktischen (2500 Stundenumfang) und einen theoretischen Teil (2100 Stunden) gegliedert (Schule für GKK, 2011). Grundlage ist das Krankenpflegegesetz vom 16. Juli 2003, zuletzt geändert am 24. Juli 2010 (KrPflG, 2011, S. 1).

Um die Reflektierende Dokumentation erstellen zu können, auch unter Berück- sichtigung der Vorgaben des Lehrgebietes, z. B. durch die Begrenzung der Sei- tenanzahl, wurde eine Auswahl und Festlegung auf eine Lerneinheit aus dem Aufgabenspektrum der Verfasserin erforderlich.

Konkret handelt es sich hierbei um die Lerneinheit I. 27: Mit anderen Berufsgrup- pen zusammen arbeiten, welche innerhalb dieser Hausarbeit detaillierter vorge- stellt werden wird.

Zur Struktur der vorliegenden Hausarbeit: zu Beginn wird die Praktikumsstelle skizziert, daran schließt sich eine Darstellung des Handlungsablaufs an, der dann im weiteren in den theoretischen Kontext des Projektmanagements einge- bettet wird. Darüber hinaus wird ein Bezug zu den Themenfeldern der Qualitäts- sicherung und der Evaluation hergestellt. Die vorliegende Hausarbeit schließt mit einem Fazit inklusive eines Ausblicks ab.

¹In der vorliegenden Hausarbeit findet das sogenannte Binnen- I Anwendung, als geschlechtsneutrale Schreib- weise, wenn von beiden Geschlechtern die Rede ist, um sowohl die weibliche als auch die männliche Schreib- form zu repräsentieren unter Beibehaltung einer flüssigen Lesbarkeit.

2. Die Praktikumsstelle

Die Praktikumsstelle ist identisch mit dem Arbeitsplatz der Autorin. Sie arbeitet seit dem 01.09.1992 als Lehrerin für Pflegeberufe am Universitätsklinikum Aa- chen. Bis zum 31.03.2007 im Bereich der innerbetrieblichen Fort- und Weiterbil- dung der Pflegedirektion und seit dem 01.04.2007 an der Schule für Gesund- heits-, Kinderkranken- und Krankenpflege (Schule für GKK).

Das Universitätsklinikum (UK) Aachen (UK seit 18.06.1966) ist ein Haus der Ma- ximalversorgung (33 Kliniken und 25 Institute) und eines von sechs Universitäts- kliniken in NRW. Lehre, Forschung und Krankenversorgung konnten unter einem Dach architektonisch realisiert und organisiert werden. 5.525 Menschen sind im UKAachen beschäftigt (UKAachen, 2011).

An der Schule für GKK arbeiten neun LehrerInnen und eine Sekretärin. Einmal pro Woche findet eine 30- minütige Teambesprechung statt. Die tarifliche wö- chentliche Arbeitszeit beträgt 38,5 Stunden, die in der 5- Tage- Woche abgeleis- tet werden. Die Verfasserin arbeitet mit einem Stundenanteil von 80%, d. h. 30 Wochenarbeitsstunden. Allen MitarbeiterInnen steht ein PC inklusive Internetzu- gang zur Verfügung. Insgesamt werden in sechs Krankenpflege- und zwei Kin- derkrankenpflegekursen ca. 200 SchülerInnen ausgebildet.

Die Schule für GKK verfügt über die üblichen Medien, wie z. B. Tafeln, Over- Head- Projektoren, Laptops plus Beamer, TV- Geräte und verschiedenste medizi- nische und pflegerische Medien, sowie einen Kopierer mit Scanner- Funktion. Sollten darüber hinaus Medien benötigt werden, wie z. B. eine Videokamera, steht das Audio- Visuelle Medien- Zentrum (AVMZ) des UKAachens im Rahmen einer Ausleihe zur Verfügung. Außerdem ist eine Zweigstelle der UniBibliothek der RWTH Aachen im Hause vorhanden, in der die SchülerInnen Kopien anferti- gen, Ausleihen vornehmen oder auch Internetrecherchen durchführen können.

Die räumliche Ausstattung der Schule für GKK besteht aus sechs Kursräumen, zwei Demo- Räumen für den praktischen Unterricht und zwei Besprechungs- bzw. Gruppenarbeitsräumen, davon ein PC- Arbeitsraum (zehn PCs mit Internet- zugang) für die SchülerInnen.

2.1 Das Arbeits- und Aufgabenfeld

Zumeist befinden sich die Arbeitsfelder von BildungswissenschaftlerInnen inner- halb der Erwachsenenbildung und der Weiterbildung, hier vor allem innerhalb der Vermittlung von Wissen (Grunert, 2006, S. 77). Das Arbeitsfeld der Autorin ent- spricht dem einer/s KursleiterIn bzw. KlassenlehrerIn. Zu ihren Aufgaben zählen u. a. die Organisation und Leitung eines Gesundheits- und Krankenpflegekurses, die Durchführung theoretischen und praktischen Unterrichts, das Erstellen von Examensklausuren, die Abnahme von praktischen Zwischen- und Examensprü- fungen, die Teilnahme an Arbeitsgruppen, sowie die Beratung und Betreuung der SchülerInnen in Ausbildungsfragen. In der Summe übt sie „pädagogische Kern- aktivitäten, Pädagogik-übergreifende und Organisations-/ Verwaltungstätigkeiten“ aus (Grunert, 2006, S. 79). Im Rahmen der hier fokussierten Lerneinheit ist es ihre Aufgabe, diese eigenverantwortlich zu planen, in jedem Kurs durchzuführen und zu evaluieren. Diese Aufgabe nimmt sie regelmäßig seit 2007 wahr.

2.2 Eine Übersicht des Unternehmens

In Kapitel 2 wurden bereits Anmerkungen zum UKAachen gemacht. Das Univer- sitätsklinikum ist heute eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Abbildung 1 veran- schaulicht die grobe Organisationsstruktur. Die Schule für GKK ist dem Pflegebe- reich zugeordnet, der vom Pflegedirektor geleitet wird. Auf die Beschreibung und Erläuterung bezüglich der konkreten Differenzierung, der Aufgaben und Kompe- tenzen innerhalb der einzelnen Sektoren, wird u. a. aus Gründen der Seitenzahl- begrenzung innerhalb dieser Hausarbeit verzichtet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Schematische und vereinfachte Darstellung der Organisationsstruktur des UKAachen

2.3 Die Rahmenbedingungen des Praktikums

Als theoretische Grundlage dient der Autorin hier das „Berliner Modell“ von Paul Heimann (1901- 1967). Paul Heimann war Erziehungswissenschaftler und trat für eine „praktisch begründete didaktische Theorie“, auch „Berliner Schule der Di- daktik“ genannt, ein. Er arbeitete als Professor an der Pädagogischen Hochschu- le Berlin- Lankwitz (Heimann, Lebensdaten).

Innerhalb des Berliner Modells werden vier Entscheidungs- und zwei Bedin- gungsfelder als überdauernde Strukturen des Unterrichts benannt, die interde- pendent zueinander stehen (Peterßen, 2000, S. 84). „Aller Unterricht ist offenbar so gebaut, daß in ihm immer. . . formal konstant bleibende, inhaltlich variable Elementar- Strukturen gegeben sind“ (Heimann, 1962, S. 416 zitiert in Peterßen, 2000, S. 83). Die Entscheidungsfelder sind folgende:

- Intentionen,- Inhalte,- Methoden,- Medien, die Bedingungsfelder diese:
- anthropologisch- psychologische und – sozial- kulturelle Voraussetzungen (Peterßen, 2000, S. 83).
Innerhalb des hier beschriebenen Projektes sind im oben erläuterten Sinn folgen- de Bedingungen vor allem in der Planungsphase von Bedeutung:
- Arbeitszeit der Autorin (siehe Kapitel 2)
- Das Krankenpflegegesetz
- Das Curriculum im Bezug auf die Lerneinheit I.27 (siehe Anhang Nr. 4)
- Die Zielgruppe
- Die Ausstattung der Schule für GKK und des UKAachens (siehe Kapitel 2), z. B. die Medienausstattung, UniBibliothek
- Die Durchführung des theoretischen Unterrichts in Blockform
- Die Repräsentation diverser Berufsgruppen des Gesundheits- und Sozial- wesens im UKAachen (bzgl. Methodenwahl)

Auf weitere Bedingungen nach Heimann wird im folgenden Kapitel dieser Reflek- tierenden Dokumentation eingegangen.

2.4 Die Analyse der Zielgruppe

Bei der Ausbildung zur/m Gesundheits-, Kinderkranken- und KrankenpflegerIn handelt es sich unter Betrachtung des allgemeinen Bildungssystems um eine Ausbildung in einer beruflichen Vollzeitschule. Knapp 20% einer Alterskohorte besuchen diese Schulform (Klemm, 2009, S. 60). Die SchülerInnen befinden sich in der Regel an der ersten Schwelle im Übergangprozess von der Schule in die Berufsausbildung (Georg, 2009, S. 28).

Im Theoriekonzept des Berliner Modells werden von Chott unter dem Punkt sozi- al- kulturelle Voraussetzungen die folgenden Kriterien genannt (Chott, 2011), die von der Verfasserin auf das zugrunde liegende Projekt analysiert werden:

Die Klassenzusammensetzung schwankt in den einzelnen Kursen zwischen 20 und 30 SchülerInnen. Junge Frauen und Männer werden gemeinsam unterrich- tet. Die Alterskohorte 18 bis 25 Jahre bildet die Majorität.

Die SchülerInnen haben im Bezug auf ihr Vorwissen als Mindestanforderung alle die Sekundarstufe I des Bildungssystems in der Bundesrepublik absolviert (Klemm, 2009, S. 44), oder eine vergleichbare, anerkannte Schulbildung erwor- ben, so dass von einem dem entsprechenden Vorwissen ausgegangen werden kann. Die Unterrichtseinheit I.27 wird planerisch im zweiten Ausbildungsjahr durchgeführt, d. h. innerhalb ihrer Ausbildung haben sie bereits berufsspezifi- sches Vorwissen erlangt.

Die Interessen der SchülerInnen sind, soweit von der Autorin beobacht- bzw. be- urteilbar zumeist altersentsprechend und eher vielfältig. Im Bereich der berufli- chen Ausbildung haben die SchülerInnen die Probezeit (6 Monate) absolviert, so dass primär davon ausgegangen werden kann, dass die Ausbildung ihrem Inter- esse entspricht. Hierzu liegen aber keine empirisch erhobenen Daten vor. Unter der Prämisse, das es sich um Projektarbeit handelt, kann das Interesse der SchülerInnen in Form ihres gezeigten Engagements subjektiv von der Lehrerin interpretiert werden.

Die Herkunftsländer sind sehr unterschiedlich. Meist handelt es sich um Schüle- rInnen aus dem gesamten Bundesgebiet, aber auch aus den BeNeLux- Staaten und osteuropäischen Ländern. Einige wenige kommen aus Asien, Lateinamerika oder Afrika. Über die soziale Herkunft der SchülerInnen kann an dieser Stelle kei- ne Aussage getroffen werden.

Die Verhaltensweisen der SchülerInnen entsprechen nach den Erfahrungen der Verfasserin dem allgemeinen Verhalten innerhalb der Sozialform einer SchülerIn- nen- Rolle.

Im Bereich der antropologisch- psychologischen Voraussetzungen innerhalb des Berliner- Modells nennt Chott den altersbedingten Entwicklungsstand und das entsprechende Leistungs- und Urteilsvermögen der SchülerInnen. Allgemein kann die Autorin hier festhalten, dass diese Bereiche en gros als alters- und aus- bildungsstandentsprechend beschrieben werden können. Empirische Daten lie- gen in diesem Bereich allerdings ebenso nicht vor.

Zu den Vorlieben der Lehrerin ist zu sagen, dass diese Unterrichtsformen bevor- zugt, in denen die SchülerInnen selbst organisiert oder auch problemorientiert ar- beiten und lernen.

Die Beziehung zwischen der Lehrerin und den SchülerInnen würde die Verfasse- rin, ohne dies empirisch überprüft zu haben, insgesamt als professionell, empa- thisch und vertrauensvoll bezeichnen.

Eine Alternative zum Berliner Modell von Heimann stellt das Konzept von Hilbert Meyer dar. Er führt in diesem Kontext innerhalb der Bedingungsanalyse u. a. die folgenden Kriterien an:

1. Lernvoraussetzungen der SchülerInnen,
2. wissenschaftliche Vorgaben des Fachbereichs und
3. die Handlungsfreiräume der/s LehrerIn (Meyer, 1987b, S. 408).

[...]

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Unterricht innerhalb der Ausbildung zur/m Gesundheits-, Kinderkranken- und KrankenpflegerIn Lerneinheit I. 27: Mit anderen Berufsgruppen zusammen arbeiten
Untertitel
Reflektierende Dokumentation
Hochschule
FernUniversität Hagen
Veranstaltung
Mediendidaktik
Note
1,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
25
Katalognummer
V176461
ISBN (eBook)
9783640977406
ISBN (Buch)
9783640977826
Dateigröße
540 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Inhaltlich ohne Beanstandung. 23 von 24 möglichen Punkten = 1 Punkt Abzug, weil stellenweise stichpunktartiger Schreibstil
Schlagworte
FernUniversität in Hagen, BiWi Modul3B, Reflektierende Dokumentation, Mediendidaktik, Bildungswissenschaft, Modul3B
Arbeit zitieren
Sabine Frings (Autor:in), 2011, Unterricht innerhalb der Ausbildung zur/m Gesundheits-, Kinderkranken- und KrankenpflegerIn Lerneinheit I. 27: Mit anderen Berufsgruppen zusammen arbeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176461

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