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Leasing nach Basel II - Eine Untersuchung der Eigenkapitalunterlegungen von Leasinggesellschaften und ein Vergleich Leasing gegen Kredit

Title: Leasing nach Basel II - Eine Untersuchung der Eigenkapitalunterlegungen von Leasinggesellschaften und ein Vergleich Leasing gegen Kredit

Diploma Thesis , 2003 , 92 Pages , Grade: 1

Autor:in: Herbert Vallon (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Kleine Veränderungen bewirken oft Großes.

Dies trifft nicht nur auf Abstraktes zu, sondern auch auf tatsächliche, tagtägliche Vorgänge, wie sie zum Beispiel in der Finanzwelt ablaufen. Zunehmender Wettbewerb in der Bankenbranche bringen Entwicklungen mit eklatanter Intensität mit sich, die vor zehn Jahren noch undenkbar waren. Die Mischung aus einer Globalisierung, die Ländergrenzen fast unsichtbar werden lassen, unterstützt von einer rasenden Entwicklung in den Informations- und Kommunikationstechnologien und verstärktem Wettbewerb, ermöglichen völlig neue Perspektiven der Unternehmensfinanzierung. Banken konkurrieren zunehmend mit Fondsgesellschaften, Pensionskassen und Versicherungen. Zunehmend holen sich Unternehmen direkt am Kapitalmarkt Geld, ohne ein Geldinstitut als Zwischenstation einzuschalten. Die Bedeutung dieses Marktes lässt Anpassungen in den Finanzierungsstrukturen zu, die Unternehmen erlauben, mehrere Alternativen in Anspruch zu nehmen. Die – unter dem landläufigen Begriff verstandene - „Hausbank“ gerät zunehmend unter Druck, allen Bedürfnissen der Unternehmerkunden gerecht zu werden.

Insolvenzen von Banken haben aber schweren, negativen Einfluss auf jede Volkswirtschaft, sodass ein Konsortium der finanzstärksten Länder der Welt sich zu einer Interessensgemeinschaft zusammengeschlossen hat. Der Baseler Ausschuss hat bereits im Jahre 1988 weitreichende Kriterien für die Eigenkapitalunterlegung von Finanzierungen der Banken und Kreditinstitute beschlossen. Eine Neuregelung dieser Bestimmungen findet nun Beachtung im zweiten Konsultationspapier dieses Ausschusses, auch kurz Basel II genannt.

Im Zuge reger Diskussionen zur Finanzierung nach der Einführung von Basel II wird häufig Leasing als Alternative genannt. In der Tat kann Leasing zur Verbesserung der Außendarstellung eines Unternehmens herangezogen werden, wenngleich Rating-Agenturen Leasingverpflichtungen sehr wohl in die Bewertungen einfließen lassen. Zudem ist Leasing bereits lange bei vielen Unternehmen fixer Bestandteil der Finanzierung. Leasing ist bereits seit Jahrzehnten in Österreich zu finden. Besonders die hohe Flexibilität und die bilanzentlastende Wirkung haben dem Leasing zu einem starken Aufschwung verholfen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Problemstellung

1.2 Kapitelübersicht

2. Die neuen Basler Eigenkapitalvereinbarungen

2.1 Die Geschichte von Basel II

2.2 Die drei Säulen der Neuen Eigenkapitalvereinbarungen

2.2.1 Mindestkapitalanforderungen

2.2.2 Überprüfungsverfahren durch die Bankenaufsicht

2.2.3 Marktdisziplin

2.3 Rating unter Basel II

2.3.1 Der Standardansatz

2.3.2 Der IRB-Ansatz

3. Leasing in Österreich

3.1 Definition von Leasing

3.1.1 Anwendung von Leasing

3.1.2 Geschichtlicher Hintergrund

3.1.3 Einordnung von Leasing in die betriebliche Finanzierung

3.1.4 Leasing in Österreich

3.2 Formen des Leasing

3.2.1 Operating-Leasing

3.2.2 Finanzierungs-Leasing

3.3 Betriebswirtschaftliche Aspekte des Leasings

3.3.1 Pro Leasing

3.3.1.1 Finanzierungsargumente

3.3.1.2 Steuerliche Argumente

3.3.1.3 Qualitative Argumente

3.3.2 Contra Leasing

4. Leasinggesellschaften unter der Betrachtung von Basel II

4.1 Definition von Leasinggesellschaften

4.2 Bedeutung von Leasinggesellschaften

4.2.1 Leasing unter Basel I

4.2.2 Leasing unter Basel II

4.3 Bevorzugung von Leasinggesellschaften

5. Kalkulation von Leasinggesellschaften

5.1 Mindestmargenkalkulation

5.2. Kostenzurechnungen in der Leasingkalkulation

5.2.1 Refinanzierung

5.2.2 Risikokosten

5.2.2.1 Arten von Risiken

5.2.2.2 Berechnung der Risikokosten

5.2.3 Verwaltungs- und Betriebskosten

5.2.4 Overheadkosten

5.2.5 Eigenkapitalkosten

5.2.6 Gewinnmarge

5.3 Abschließende Betrachtung

5.4 Kurzbeispiel einer Kalkulation

5.5 Zinsszenario nach Basel II

6. Risikobetrachtung von Leasinggesellschaften

6.1 Bonitätsrisiken

6.2 Objektrisiken

6.3 Marktrisiken

6.4 Sonstige Risiken

6.4.1 Zinsänderungsrisiken

6.4.2 Währungsrisiken

6.4.3 Risiken rechtlicher Natur

6.5 Schlussbemerkungen

7. Verteilung des Risikos bei Leasinggesellschaften

7.1 Definition des Diversifikationseffekts

7.2 Wirksamkeit des Diversifikationseffekts

7.3. Übertragbarkeit des Diversifikationseffekts auf Leasinggesellschaften

8. Vorteile von Leasinggesellschaften nach Basel II

8.1 Eigenkapitalunterlegung von Leasinggesellschaften

8.2 Ausnützen des Diversifikationseffekts

8.3 Weitere Argumente für Leasing

9. Fazit und Zukunftsaussichten

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht den Einfluss der neuen Basler Eigenkapitalvereinbarungen (Basel II) auf Leasinggesellschaften und deren Kalkulationsgrundlagen. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob Leasinggesellschaften aufgrund ihrer regulatorischen Positionierung und der spezifischen Risikoverteilung günstiger kalkulieren können als Kreditinstitute und somit als attraktive Finanzierungsalternative bestehen bleiben.

  • Analyse der Basler Eigenkapitalvereinbarungen und deren Relevanz für Finanzdienstleister.
  • Untersuchung des Leasings in Österreich sowie Abgrenzung der verschiedenen Leasingformen.
  • Detaillierte Kalkulationsmodelle für Leasinggesellschaften unter Berücksichtigung von Risikokosten.
  • Bewertung der Risikostruktur und Anwendung des Diversifikationseffekts bei Massenleasing.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Operating-Leasing

Die Entscheidung, ob Operating- oder Finanzierungs-Leasing in Frage kommt, ist von großer Bedeutung. Die Philosophien beider Formen unterscheiden sich stark.

Das Operating-Leasing zeichnet sich dadurch aus, dass es hauptsächlich den Nutzen des Wirtschaftsgutes trägt. Eine Eigentumsübertragung ist nicht oder nur nachrangig angedacht. Das zur Nutzung überlassene Objekt wird meist kurzfristig geleast, wobei der Leasinggeber häufig selber als Hersteller fungiert. Wichtige Bedingungen des Operating-Leasing sind:

- Der Leasinggeber trägt das Finanzierungsrisiko und übernimmt zudem auch Risiken und Pflichten, die beim Finanzierungsleasing der Leasingnehmer trägt.

- Weiters übernimmt der Leasinggeber auch das Investitionsrisiko. Somit trägt er auch die Risiken eines zufälligen Untergangs oder Wertverlust aufgrund technischer Weiterentwicklung.

- Der Operating-Leasingvertrag ist in der Regel ein kündbarer Vertrag, jedoch meist ohne bestimmte Laufzeit abgeschlossen.

- Der Ankauf des Objektes ist üblicherweise nicht vorgesehen.

- Die Leasingraten, die der einzelne Leasingnehmer bezahlt, decken zumeist nicht die Anschaffungskosten des Leasinggebers. Deswegen muss in der Regel das Objekt mehrmals verleast werden, um eine vollständige Tilgung zu erreichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Darstellung der Problemstellung und der Forschungsabsicht hinsichtlich der Auswirkungen von Basel II auf die Leasingbranche.

2. Die neuen Basler Eigenkapitalvereinbarungen: Erläuterung der Entstehung und der drei Säulen von Basel II mit Fokus auf die Risikomessverfahren.

3. Leasing in Österreich: Definition, historische Hintergründe und Einordnung des Leasings in die betriebliche Finanzierung.

4. Leasinggesellschaften unter der Betrachtung von Basel II: Analyse, ob Leasinggesellschaften als Kreditinstitute im Sinne der Regulatorik gelten.

5. Kalkulation von Leasinggesellschaften: Untersuchung der internen Zinsfußkalkulation und der Zurechnung von Risiko- und Verwaltungskosten.

6. Risikobetrachtung von Leasinggesellschaften: Analyse der verschiedenen Risikoarten, wie Bonitäts- und Objektrisiken, und deren Bewältigung.

7. Verteilung des Risikos bei Leasinggesellschaften: Anwendung der Portfoliotheorie zur Erklärung des Diversifikationseffekts bei Leasinganbietern.

8. Vorteile von Leasinggesellschaften nach Basel II: Zusammenfassung der Wettbewerbsvorteile gegenüber Kreditinstituten.

9. Fazit und Zukunftsaussichten: Abschließende Einschätzung der Hypothese und Ausblick auf die zukünftige Wettbewerbsposition des Leasings.

Schlüsselwörter

Basel II, Eigenkapitalunterlegung, Leasinggesellschaften, Finanzierungsleasing, Operating-Leasing, Bonitätsrisiko, Objektrisiko, Diversifikationseffekt, Risikomanagement, Preiskalkulation, Kundenzins, Eigenkapitalkosten, Kreditinstitute, Investitionsfinanzierung, Österreichischer Leasingverband.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der neuen Basler Eigenkapitalvereinbarungen (Basel II) auf Leasinggesellschaften und deren Finanzierungsmodelle im Vergleich zu traditionellen Bankkrediten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf Risikomanagement, Preiskalkulation im Leasinggeschäft, regulatorische Rahmenbedingungen von Basel II sowie die Anwendung der Portfoliotheorie auf Kundenbestände.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, ob Leasinggesellschaften durch eine vorteilhaftere Eigenkapitalstruktur und Diversifikationseffekte günstiger kalkulieren können als Kreditinstitute.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine analytische Untersuchung, die auf Basis von Fachliteratur, EU-Richtlinien, gesetzlichen Vorgaben (wie dem BWG) und betriebswirtschaftlichen Kalkulationsmodellen eine Hypothese herleitet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Basler Regeln, eine detaillierte Definition und Kalkulation von Leasing, eine Risikoanalyse sowie die theoretische Fundierung des Diversifikationseffekts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Basel II, Leasing, Eigenkapitalunterlegung, Risikobetrachtung, Diversifikationseffekt und Preiskalkulation.

Was unterscheidet das Operating-Leasing vom Finanzierungs-Leasing?

Beim Operating-Leasing steht die zeitweilige Nutzung im Vordergrund und der Leasinggeber trägt das Investitionsrisiko, während beim Finanzierungs-Leasing der Finanzierungsaspekt dominiert und das Investitionsrisiko meist beim Leasingnehmer liegt.

Wie wirkt sich der Diversifikationseffekt auf Leasinggesellschaften aus?

Durch eine große Anzahl an Leasingkunden (Massenleasing) können Ausfälle einzelner Kunden innerhalb des Kundenportfolios statistisch ausgeglichen werden, was das Gesamtrisiko des Leasingunternehmens senkt.

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Details

Title
Leasing nach Basel II - Eine Untersuchung der Eigenkapitalunterlegungen von Leasinggesellschaften und ein Vergleich Leasing gegen Kredit
College
Fachhochschule Salzburg  (Informationswirtschaft)
Grade
1
Author
Herbert Vallon (Author)
Publication Year
2003
Pages
92
Catalog Number
V17647
ISBN (eBook)
9783638221665
Language
German
Tags
Leasing Basel Eine Untersuchung Eigenkapitalunterlegungen Leasinggesellschaften Vergleich Leasing Kredit Thema Leasing
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Herbert Vallon (Author), 2003, Leasing nach Basel II - Eine Untersuchung der Eigenkapitalunterlegungen von Leasinggesellschaften und ein Vergleich Leasing gegen Kredit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17647
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