Unbar bezahlen mit Electronic Cash, ELV, EC- und Kreditkarte. Schulpraktikum an einer Berufsbildenden Schule


Praktikumsbericht (Schule), 2011

25 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rahmenbedingungen
2.1 Die Berufsbildende Schule X
2.2 Die einjährige Berufsfachschule

3. Der Unterrichtsentwurf
3.1 Bedingungsfeldfaktoren
3.1.1 Die Schüler
3.1.2 Die Praktikantin
3.2 Entscheidungsfeldfaktoren
3.2.1 Stellung der Lektion im Unterricht
3.3 Inhalts- und Zielentscheidungen
3.3.1 Sachanalyse
3.3.2 Stoffauswahl/ Inhaltsentscheidungen
3.3.3 Groblernziel
3.4 Methodische Entscheidungen
3.4.1 Stoffanordnung
3.4.2 Methodik / Aktions- und Sozialformen
3.4.3 Medien
3.4.4 Lehr- und Lernzielkontrolle
3.5 Verlaufsplanung (tabellarisch)
3.6 Anlagen
3.6.1 Beispielsituation/ Ausgangstext
3.6.2 Informationsblatt der 1. Gruppe: Electronic Cash
3.6.3 Informationsblatt der 2. Gruppe: Elektonisches Lastschriftverfahren
3.6.4 Informationsblatt der 3. Gruppe: EC-Karte
3.6.5 Informationsblatt der 4. Gruppe: Kreditkarte
3.7 Kritische Stellungnahme zur Durchführung des Unterrichtsversuchs

4. Erkundungsabsicht/ Forschungsfrage
4.1 Zielsetzung
4.2 Analyse
4.2.1 Der Beobachtungsbogen (Kurzvorstellung)
4.2.2 Auswertung der Beobachtungsbögen
4.3 Erörterung
4.4 Reflexion

5. Kritische Stellungnahme zum Unterrichtspraktikum

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Im Rahmen der Veranstaltung „Schulpraktische Studien“ habe ich vom 28. Februar bis zum 18. März 2011 an der Berufsbildenden Schule X[1] mein erstes Schulpraktikum absolviert.

Meine persönliche Zielsetzung war es, dabei meine Erfahrungen mit der Institution Schule, die ich innerhalb von 15,5 Jahren an der Grundschule, der Orientierungsstufe, dem Gymnasium und der berufsbildenden Schule aus der Sicht der Schülerin gesammelt habe, zu ergänzen und abzuändern. Ich wollte den Schulalltag aus der Sicht einer Lehrkraft erleben und somit alle Arbeitsabläufe, Probleme und Freuden eines Lehrers erfahren.

Allerdings war ich vor dem Praktikum in einigen Fragen auch noch recht unsicher, weshalb ich mir erhoffte, durch diese Erfahrung zu einer Art Erkenntnis zu gelangen. Ich hatte beispielsweise Zweifel, ob ich den Tausch in die Rolle des Lehrers überhaupt erfolgreich absolvieren würde und wenn ja, ob die Schüler mich akzeptieren und ich in dieser Rolle und mit dieser Arbeit Spaß haben würde.

In dem folgenden Bericht werde ich zunächst meine Praktikumsschule und die Schulform beschreiben, in der ich meinen Unterrichtsversuch absolviert habe. Anschließend wird eine von mir gehaltene Unterrichtsstunde beschrieben, meine Entscheidungen diesbezüglich werden erläutert und schließlich kritisch reflektiert. In dem darauf folgenden Part werde ich meine Forschungsfrage vorstellen, analysieren, erörtern und mich mit den Ergebnissen auseinandersetzen. Abschließend erfolgt eine kritische Stellungnahme zu dem Schulpraktikum, in dem ich meine Erfahrungen auswerte.

2. Rahmenbedingungen

2.1 Die Berufsbildende Schule X

Der Ursprung der Berufsbildenden Schule X liegt in einer Fortbildungsschule, sowie der von einer Kaufmannsgilde gegründeten Handelsschule. Nachdem in den darauf folgenden Jahren die unterschiedlichsten Schulformen und Standorte erprobt wurden, wurden diese im Jahr 1975 mit dem Bezug des heutigen Schulgebäudes festgelegt. Im Jahr 1996 entstand endgültig die heute bestehende BBS X. Mit einem Team von mehr als 130 Lehrern und Lehrerinnen[2], einigen Referendaren und Referendarinnen[3] und fast 2500 Schülern und Schülerinnen[4] bildet diese Schule einen zentralen Standort der Bildung und Ausbildung im Landkreis Y.[5] Die Schule besteht aus den unterschiedlichsten Schulformen, von den Berufseinstiegsklassen über Fachschulen und die Berufsschule bis zu beruflichen Gymnasien (früher Fachgymnasien). Es gibt je nach Schul- beziehungsweise Bildungsform Voll- und Teilzeitklassen, die dementsprechend zwischen einem und fünf Tagen die Woche die Schule besuchen.[6]

Dem Leitbild der BBS X „Identifikation mit unserer Schule“ entsprechend, wird das Ziel angestrebt, dass alle Beteiligten (Schüler, Kollegium und Partner) die Schule als ihrer Schule identifizieren.[7] Die Schule zeichnet sich demzufolge dadurch aus, dass sie danach strebt, die Bedingungen für eine wirkungsvolle Mitarbeit aller zu schaffen. Neben fachlichen Kompetenzen fördert die Schule daher auch personale, soziale und methodische Kompetenzen ihrer Schüler, aber auch ihrer Lehrer.

Ein besonderer Schwerpunkt der Schule ist es, einen Unterricht zu gestalten, der praxisnah und unternehmensbezogen ist. Ein handlungsorientierter Unterricht ist daher selbstverständlich. Den Schülern, die keine duale Ausbildung absolvieren, wird die Möglichkeit geboten, in Lernbüros, Lerninseln mit Internetzugang und Schülerfirmen die Vorgänge in Unternehmen nachzuempfinden und kaufmännische Handlungsabläufe zu erleben. Teilweise werden diese Angebote durch Betriebspraktika ergänzt.

Nach dieser kurzgefassten Vorstellung meiner Praktikumsschule werde ich nun den Fachbereich der einjährigen Berufsfachschule in ihren Grundzügen darstellen, da ich dort den Unterrichtsversuch absolviert habe, der in diesem Praktikumsbericht dargestellt wird.

2.2 Die einjährige Berufsfachschule

Das Ziel der einjährigen Berufsfachschule ist es, eine berufliche Grundbildung zu schaffen und zu einem Abschluss beziehungsweise einer Vertiefung der beruflichen Orientierung beizutragen. Die Voraussetzung zum Besuch dieser Schulform ist ein Hauptschulabschluss. Es werden verschiedene Schwerpunkte angeboten, nach denen sich die Klassen unterteilen, wie zum Beispiel Bautechnik, Hauswirtschaft und Pflege oder Wirtschaft/ Handel.[8]

Im Fokus der einjährigen Berufsfachschule steht der praxisnahe Unterricht, der es den Schülern ermöglichen soll, eine Vorstellung von den Abläufen innerhalb eines Unternehmens zu gewinnen, um sie für eine spätere Berufsausbildung zu qualifizieren.

Fast jede der Klassen innerhalb dieser Schulform hat eine eigene reale Schülerfirma, die sie durch eine Einzahlung von Eigenkapital (10€) zu Schuljahresbeginn finanzieren und gründen. Die Schüler müssen die volle Verantwortung für ihre Firma übernehmen und diese, mit Hilfe der Lehrkräfte, eigenständig führen. Neben diesem Projekt ist innerhalb des Schuljahres ein vierwöchiges Praktikum der Schüler in einem Unternehmen ihrer Wahl vorgesehen. Durch dieses sollen sie einen Einblick in das Berufsleben erhalten und die Chance bekommen, ihre berufliche Orientierung zu vertiefen.

Der eigentliche Unterricht dieser Klassen ist in Lernfelder unterteilt, die einen Teil der Unterrichtsfächer ersetzen oder beinhalten.

Den im nächsten Kapitel vorgestellten Unterrichtsversuch habe ich in der HU2 durchgeführt, die eine Klasse der einjährigen Berufsfachschule darstellt. Im Folgenden werde ich diesen Unterrichtsversuch beschreiben und kritisch reflektieren.

3. Der Unterrichtsentwurf

3.1 Bedingungsfeldfaktoren

3.1.1 Die Schüler

Die Klasse HU2 ist eine von vier Klassen der einjährigen Berufsfachschule-Wirtschaft mit dem Schwerpunkt Handel innerhalb der BBS X. Die Klasse besteht aus insgesamt fünfzehn Schülern, von denen jedoch maximal dreizehn regelmäßig den Unterricht besuchen. Ein Schüler wurde während meines Praktikumsaufenthalts endgültig von der Schule verwiesen, da dieser auf Mahnungen, an dem Unterricht regelmäßig teilzunehmen, nicht reagierte und nicht mehr der Schulpflicht unterlag. Die übrigen Schüler unterteilten sich in acht Schüler und sechs Schülerinnen. Alle Schüler haben bereits einen Hauptschulabschluss, wobei ein Teil der Schüler diesen auf Hauptschulen absolviert hat und ein anderer Teil diesen an der BBS X im Rahmen der Berufseinstiegsklasse (BEK) erwarb.

Die Zielsetzung, unter der die Schüler die einjährige Berufsfachschule besuchen, variiert ebenfalls. In Gesprächen mit den Schülern habe ich erfahren, dass einige von ihnen nach dem laufenden Schuljahr eine Berufsausbildung anstreben, einige das Jahr nur in dieser Schulform verbringen, um ihre Schulpflicht „abzusitzen“, und andere streben es an, nach dem Schuljahr die berufsqualifizierende Berufsfachschule der BBS X zu besuchen, damit sie ihren Sekundarabschluss 1 erhalten können.

Die Altersstruktur der Schüler ist relativ homogen, alle Schüler befinden sich in einem Alter zwischen sechzehn und achtzehn Jahren. In der Klasse befinden sich fünf Schüler mit Migrationshintergrund, dieser beeinflusst jedoch weder das Verhalten der Schüler untereinander noch den Unterricht. Während meiner Hospitationen und meines eigenen Unterrichtsversuchs ist mir aufgefallen, dass es zwei „Außenseiter“ in dieser Klasse gibt, wobei der eine Schüler, den ich hierzu zählen würde, derjenige ist, der nun der Schule verwiesen wurde. Die zweite Schülerin, die offenbar keinen Anschluss zu der Klassengemeinschaft hat, kleidet sich stark abweichend zu dem Rest der Klasse und fällt während des Unterrichts dadurch auf, dass sie sehr abwesend erscheint und sich kaum beteiligt. Es ist zudem erwähnenswert, dass zwei Schüler relativ isoliert von den anderen sitzen müssen. Die Klassenlehrerin hat mir dies so begründet, dass die beiden Schüler im Vorfeld zu häufig störend aufgefallen sind, sie musste daher diese Maßnahme ergreifen, um eine ruhigere Unterrichtsatmosphäre zu schaffen. Diese zwei Schüler sind auch die einzigen aus der HU2, die ein Mitteilungsheft führen müssen, in diesem werden Störungen, aber auch Lob eingetragen. Das Heft muss den Lehrkräften nach jeder Stunde vorgelegt werden, damit diese ihre Eintragungen machen können und um diese abzuzeichnen. Außerdem müssen die Eltern der Schüler das Heft einmal pro Woche unterzeichnen, damit sie über das Verhalten der Schüler informiert bleiben.

Es handelt sich bei der HU2 um eine sehr lebendige Klasse, die meisten Schüler erschienen mir während meiner Besuche sehr aufgeweckt und haben zumeist gut mitgearbeitet und sich bemüht, den Unterricht voranzubringen. Natürlich gab es auch Störungen, allerdings habe ich die Atmosphäre in dieser Klasse trotzdem als sehr positiv erlebt.

3.1.2 Die Praktikantin

Nachdem ich 2005 das Abitur an der Z-Schule W abgelegt habe, begann ich in demselben Jahr eine Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Sparkasse W, die ich im Jahr 2008 erfolgreich beendet habe. Bis zu dem Beginn meines Studiums im Oktober 2009 war ich weiterhin in der Sparkasse W tätig. Während meines Studiums habe ich vor dem Praktikum keinerlei Erfahrungen im Unterrichten sammeln können.

Die HU2 habe ich vor meinem Unterrichtsversuch während vier Hospitationen und einem Vertretungsunterricht in Mathematik, den ich mit meiner Kommilitonin durchgeführt habe, recht gut kennengelernt. Die Schüler kannten mich zu dem Zeitpunkt meines Unterrichtsversuchs auch schon gut, da ich neben dem Vertretungsunterricht auch während der Arbeit in ihrer Schülerfirma „Tintenklecks“ (zwei der vier Hospitationsstunden) viel mit ihnen gesprochen habe.

3.2 Entscheidungsfeldfaktoren

3.2.1 Stellung der Lektion im Unterricht

Die Klassen der einjährigen Berufsfachschule-Wirtschaft mit dem Schwerpunkt Handel befassen sich, laut dem schulinternen Lehrplan, im Rahmen des Lernfeldes 3 mit der Planung und Durchführung von Absatz- und Beschaffungsprozessen (Fachtheorie). Der schulinterne Lehrplan wurde auf der Basis der Ausbildungsordnungen für die Berufe Einzelhandel, Groß- und Außenhandel, Automobilkaufleute und der entsprechenden Rahmenlehrpläne erstellt. Das Groblernziel des gesamten Lernfeldes wurde wie folgt formuliert: „Die Schülerinnen und Schüler planen und steuern den gesamten Beschaffungs- und Absatzprozess kundenorientiert unter Berücksichtigung ökonomischer, rechtlicher und ökologischer Aspekte.“ Innerhalb des Lernabschnittes „Zahlungsarten beurteilen“ des 3. Lernfeldes habe ich meinen eigenen Unterrichtsversuch durchgeführt. Die vorangegangene Stunde innerhalb dieses Lernfeldes war eine abschließende zu dem Thema „Kaufverträge abschließen und die Vertragserfüllungen überwachen“. Diese Stunde lag jedoch vor dem vierwöchigen Praktikum der HU2, so dass die Schüler ihre erste Stunde innerhalb des 3. Lernfeldes mit mir absolvierten. Da der vorangegangene Lernabschnitt vor dem Praktikum vollständig abgeschlossen war, durfte ich mir einen Lernabschnitt aus dem Lernfeld 3 für meinen Unterrichtsversuch auswählen. Meine Unterrichtsstunde eröffnete demzufolge das Thema „Zahlungsarten beurteilen“, welches in den folgenden Stunden durch die Klassenlehrerin weitergeführt und vertieft wurde.

[...]


[1] Im Folgenden BBS X

[2] Im Folgenden Lehrer

[3] Im Folgenden Referendar/ Referendare

[4] Im Folgenden Schüler

[5] Vgl. BBS X (2004): Geschichte der BBS [X]. URL: [Webseite der Schule] (08.04.2011).

[6] Vgl. BBS X (2004): Die Schulformen der BBS [X]. URL: [Webseite der Schule] (08.04.2011).

[7] BBS X (2004): Das Leitbild der BBS [X]. [Webseite der Schule] (08.04.2011).

[8] Vgl. BBS X (2004): Einjährige Berufsfachschule. URL: [Webseite der Schule] (08.04.2011).

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Unbar bezahlen mit Electronic Cash, ELV, EC- und Kreditkarte. Schulpraktikum an einer Berufsbildenden Schule
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg
Autor
Jahr
2011
Seiten
25
Katalognummer
V176487
ISBN (eBook)
9783668255067
ISBN (Buch)
9783668255074
Dateigröße
567 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unbar, electronic, cash, kreditkarte, schulpraktikum, berufsbildenden, schule
Arbeit zitieren
Sarah Bastemeyer (Autor), 2011, Unbar bezahlen mit Electronic Cash, ELV, EC- und Kreditkarte. Schulpraktikum an einer Berufsbildenden Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176487

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