Die vorliegende Hausarbeit entwickelt eine individuelle Trainingsplanung zur Verbesserung der Beweglichkeit und Koordination. Grundlage ist ein 24-jähriger, derzeit sportlich inaktiver Proband mit dem Ziel, sich auf die Wiederaufnahme des Kampfsports vorzubereiten.
Zunächst werden die persönlichen, gesundheitlichen und trainingsbezogenen Voraussetzungen analysiert und im Hinblick auf Belastbarkeit sowie Trainierbarkeit bewertet. Darauf aufbauend wird ein Beweglichkeitstraining mit gezielten Dehnübungen für relevante Muskelgruppen wie Beinbeuger, Kniestrecker, Waden-, Hüft-, Nacken-, Rücken- und Schultermuskulatur geplant. Die Belastungssteuerung berücksichtigt dabei Dauer, Wiederholungszahl und Trainingshäufigkeit.
Ergänzend wird ein Koordinationstraining auf Basis propriozeptiver Übungen erstellt. Der Trainingsplan umfasst eine systematische Steigerung von einfachen Gleichgewichtsübungen auf stabilem Untergrund bis zu anspruchsvolleren Varianten mit instabilen Unterlagen, geschlossenen Augen, Kleingeräten und Therapiekreisel.
Abschließend werden zwei wissenschaftliche Primärstudien zu den Effekten des Dehnens auf die Bewegungsreichweite gegenübergestellt. Die Arbeit zeigt, wie ein zielgerichtetes, progressiv aufgebautes Beweglichkeits- und Koordinationstraining die sportliche Vorbereitung und die allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit unterstützen kann.
Hausarbeit im Studiengang BFÖ. Die Arbeit enthält eine individuelle Trainingsplanung für einen sportlich inaktiven Probanden zur Vorbereitung auf die Wiederaufnahme des Kampfsports sowie eine Literaturrecherche zu Effekten des Dehnens auf die Bewegungsreichweite.
Inhaltsverzeichnis
1 Personendaten
1.1 Bewertung der genannten Daten bezogen auf die Belastbarkeit/Trainierbarkeit der Person:
2 Trainingsplanung Beweglichkeitstraining
2.1 Begründung des Dehnprogramms
3 Trainingsplanung Koordinationstraining
3. 1 Begründung des Koordinationsprogramm
4 Literaturrecherche
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das primäre Ziel dieser Arbeit besteht in der Konzeptionierung einer fundierten, praxisorientierten Trainingsplanung zur gezielten Steigerung der Beweglichkeit und koordinativen Fähigkeiten eines 24-jährigen Probanden. Ausgehend von einer differenzierten Erfassung der biometrischen sowie gesundheitlichen Ausgangslage liegt der Fokus darauf, bestehende funktionelle Defizite auszugleichen und eine optimale Grundlage für die geplante Wiederaufnahme des Kampfsporttrainings zu schaffen. Durch die Integration sportwissenschaftlicher Erkenntnisse werden evidenzbasierte Trainingspläne für das Dehn- und Koordinationstraining erarbeitet und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit reflektiert.
- Erfassung und Bewertung anthropometrischer und gesundheitlicher Personendaten zur Einstufung der Trainierbarkeit
- Planung eines individualisierten Beweglichkeitstrainings im Minimalprogramm mit Übungskatalog und Belastungsgefüge
- Sportwissenschaftliche Begründung der Dehnmethoden unter verletzungspräventiven Gesichtspunkten
- Erstellung eines progressiven Koordinationstrainings auf Basis propriozeptiver Übungsreihen und Gleichgewichtsgeräten
- Wissenschaftliche Literaturrecherche und Gegenüberstellung von Primärstudien zu Effekten des Dehnens auf die Bewegungsreichweite
Auszug aus dem Buch
2.1 Begründung des Dehnprogramms
Als auf der Trainingsfläche aktiver Fitnesskaufmann, liegt im Fall des Probanden eine stehende Tätigkeit mit mäßiger körperlicher Belastung vor. Des Weiteren wurde bei der Übungsauswahl die sportliche Orientierung und der untrainierte Zustand berücksichtigt, welcher bei der Sportausübung ohne entsprechende Dehnübungen zu Muskel- und Gelenkschmerzen beitragen kann (vgl. Walker, 2014, S. 15) Die Auffälligkeiten in der Hüftregion könnten u.a. Folge eines funktionellen Beweglichkeitsdefizits sein. Um etwaige Nackenverspannungen vorzubeugen und eine ausgeprägte Flexibilität im Nacken und Hals zu gewährleisten, wurde in obenstehendem Plan eine vermehrte Dehnung der Nackenmuskulatur in Ausweitung auf die Schulter- und Rückenmuskulatur angestrebt, (Klion & Jacobson, 2013, S.179). Zur Integration der Verletzungsprophylaxe wurde primär statisches Dehnen eingesetzt, da dieses die Verletzungsgefahr gegenüber dem dynamischen Dehnen durch ein langsames, kontrolliertes Einnehmen der Dehnstellung minimiert, (Klee, 2003). Die Trainingshäufigkeit ist von Walker (2014, S.43), als auch von Rancour, Holmes und Cipriani (2009) abzuleiten, nach denen 2-3 Einheiten pro Woche zu empfehlen sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Personendaten: Dieses Kapitel erfasst die biometrischen Daten, Trainingsmotive sowie den gesundheitlichen Status des 24-jährigen Probanden.
1.1 Bewertung der genannten Daten bezogen auf die Belastbarkeit/Trainierbarkeit der Person: Der Autor bewertet die individuelle Trainierbarkeit und stellt fest, dass der Proband trotz Trainingspause voll belastbar und ohne gesundheitliche Risiken trainierbar ist.
2 Trainingsplanung Beweglichkeitstraining: Hier wird ein strukturiertes Dehnprogramm mit zehn detaillierten Übungen und definierten Belastungsparametern für ein Minimalprogramm vorgestellt.
2.1 Begründung des Dehnprogramms: In diesem Unterkapitel erfolgt die wissenschaftliche Begründung der Übungsauswahl, der Dehnmethoden sowie der Trainingshäufigkeit zur gezielten Verletzungsprophylaxe und Defizitbehebung.
3 Trainingsplanung Koordinationstraining: Dieser Abschnitt umfasst ein zehnteiliges propriozeptives Koordinationsprogramm inklusive exakter Belastungsgefüge und progressiver Übungsanweisungen.
3. 1 Begründung des Koordinationsprogramm: Der Autor begründet die systematische Reihung der Gleichgewichtsübungen und erläutert, wie durch Variation der Ausgangsstellungen und Hilfsmittel koordinative Anpassungen erzielt werden.
4 Literaturrecherche: Das Kapitel vergleicht zwei empirische Primärstudien zu den Auswirkungen verschiedener Dehninterventionen auf die maximale Bewegungsreichweite, Zugkraft und neurophysiologische Parameter.
Schlüsselwörter
Beweglichkeitstraining, Koordinationstraining, Trainingsplanung, Dehnprogramm, Propriozeption, Bewegungsreichweite, Minimalprogramm, Dehnmethoden, Gleichgewichtsfähigkeit, Therapiekreisel, Verletzungsprophylaxe, Ischiocrurale Muskulatur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoriegeleiteten und praxisorientierten Konzeptionierung von Trainingsplänen für das Beweglichkeits- und Koordinationstraining im Rahmen des Moduls Trainingslehre 3.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themenfelder sind die Analyse von Personendaten, die Trainingssteuerung im Dehn- und Koordinationstraining, Methoden zur Steigerung der Gelenkbeweglichkeit sowie die Auswertung sportwissenschaftlicher Studien zur Dehnfähigkeit.
Was ist das primäre Ziel der vorliegenden Trainingsplanung?
Primäres Ziel ist es, funktionelle Beweglichkeits- und Koordinationsdefizite einer Testperson gezielt auszugleichen und diese optimal auf den Wiedereinstieg in den Kampfsport vorzubereiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewendet?
Es wird eine Methodenkombination aus theoriegeleiteter Trainingsplanerstellung anhand sportwissenschaftlicher Literatur sowie einer komparativen Literaturrecherche zweier empirischer Primärstudien angewandt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil beinhaltet zwei vollständige Übungskataloge für das Beweglichkeits- und Koordinationstraining samt Übungsbeschreibungen, methodischer Begründung und einer tabellarischen Gegenüberstellung von Studien zur Bewegungsreichweite.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Ausarbeitung am besten?
Prägende Fachbegriffe sind Beweglichkeitstraining, Koordinationstraining, Propriozeption, Bewegungsreichweite, Minimalprogramm, statisches Dehnen und Therapiekreisel.
Welche Dehnmethode wird im Beweglichkeitstraining primär empfohlen und warum?
Es wird vorrangig das statische Dehnen empfohlen, da das langsame und kontrollierte Einnehmen der Dehnposition im Vergleich zum dynamischen Dehnen das Verletzungsrisiko für den untrainierten Probanden minimiert.
Wie wird die Progression im Koordinationstraining methodisch umgesetzt?
Die Progression erfolgt schrittweise von stabilen Unterstützungsflächen über weiche Unterlagen (z. B. Yogamatte) bis hin zu instabilen Trainingsgeräten wie dem Therapiekreisel, kombiniert mit zusätzlichen koordinativen Aufgaben wie Ballwürfen oder geschlossenen Augen.
Zu welchem Ergebnis kommt der Studienvergleich hinsichtlich der Dehnmethoden?
Der Literaturvergleich zeigt, dass für eine signifikante Vergrößerung der Bewegungsreichweite vor allem die Intensität und Regelmäßigkeit des Trainings ausschlaggebend sind, während die Wahl der spezifischen Dehnmethode eine untergeordnete Rolle spielt.
- Quote paper
- Silas Richecarde Tomann (Author), 2024, Trainingsplanung für das Beweglichkeits- und Koordinationstraining, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1765830