Das Thema „Befragungen von Wirtschaftssubjekten als Entscheidungshilfen zur Sortimentsgestaltung für ein Einzelhandelsgeschäft“ hat für die Schülerinnen und die Schüler sowohl in ihrer Rolle als Fachkräfte im Einzelhandel sowie als Kunden eine hohe Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung. Sie müssen sich als Fachkräfte bewusst sein, dass die Bedürfnisse der Kunden an erster Stelle stehen. Der erfolgreiche Absatz der Waren und Dienstleistungen kann einen sicheren und zukunftsträchtigen Arbeitsplatz ermöglichen. Auch Auszubildende können in unternehmerische Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Bei der Sortimentsgestaltung von Trendmode des Zevener Einzelhandelfachgeschäfts „Stoffwexel“ z.B. wird auf ihre Meinung großen Wert gelegt. Nach Beendigung ihrer Ausbildung werden sie voraussichtlich noch häufiger in die Sortimentsgestaltung involviert, indem sie bei Außendienstmitarbeitern Waren aussuchen und bestellen oder auf Fachmessen Informationen über neue Trends gewinnen und diese über die Sortimentsgestaltung ihres Einzelhandelgeschäfts umsetzen. Als Kunden werden die Schülerinnen und die Schüler immer häufiger mit Befragungen konfrontiert, denn sie bilden eine für den Einzelhandel aufgrund ihrer Kaufkraft interessante Zielgruppe. Das Einzelhandelsgeschäft „Stoffwexel“ führte vor der Neueröffnung eine Umfrage bei den Schülerinnen und den Schülern zur Beliebtheit von Trendmarken durch. Dies hatte zum Ziel, ein zielgruppengerechtes Sortiment mit entsprechend guten Absatzchancen anzubieten. Der Einzelhandel insgesamt hat ein großes Bestreben, kundengerechte Waren und Dienstleistungen anzubieten. Der Druck der Wettbewerber, das nahezu austauschbare Produktangebot, die unerbittliche Preispolitik und der wachsende Informationsstand der Verbraucher fordern vom Handelsmanagement inzwischen den Einsatz höchst professionellen Marketings, mit einem umfangreichen Datenpaket aus der Marktforschung als Basis.
Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeine Angaben
2. Analyse des Bedingungsfeldes
2.1 Spezifische Bedingungen der Lernenden
2.2 Spezifische Bedingungen des Lehrenden
2.3 Curriculare Vorgaben
3. Struktur der Unterrichtseinheit
4. Didaktische und methodische Entscheidungen zur Unterrichtsstunde
4.1 Analyse des Themas in Verbindung mit Auswahl- und Reduktionsentscheidungen
4.2 Zielentscheidungen
4.2.1 Groblernziel
4.2.2 Feinlernziele
4.3 Methoden- und Medienentscheidungen
5. Geplanter Unterrichtsverlauf
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit dient als Unterrichtsentwurf für den Prüfungsunterricht in der beruflichen Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung. Das primäre Ziel ist es, den Lernenden die Bedeutung von Marktforschungsmethoden als Entscheidungshilfe für die Sortimentsgestaltung in Einzelhandelsgeschäften zu vermitteln, wobei die Wahl einer geeigneten Befragungsform im Zentrum der didaktischen Auseinandersetzung steht.
- Methodische Grundlagen der Primär- und Sekundärforschung
- Vergleichende Analyse von Befragungsformen (mündlich, schriftlich, telefonisch, online)
- Praxisorientierte Anwendung auf das Beispielunternehmen "SB"
- Entscheidungsfindung zur Sortimentserweiterung im Einzelhandel
- Förderung der Methoden- und Sozialkompetenz durch arbeitsteilige Gruppenprozesse
Auszug aus dem Buch
4.1 Analyse des Themas in Verbindung mit Auswahl- und Reduktionsentscheidungen
Den inhaltlichen Schwerpunkt dieser Stunde bildet die Erhebungsmethode der Befragung. Diese kann dem Bereich Marktforschung zugeordnet werden. Die Aufgabe der Marktforschung ist die Bereitstellung sämtlicher für den Ablauf der Absatzplanung notwendigen Informationen. Unterschieden wird zwischen der Marktanalyse, einer einmaligen Marktforschung, und der Marktbeobachtung, einer laufenden Marktforschung. Die Schülerinnen und die Schüler sollen im Rahmen der Makrosequenz eine Marktbeobachtung durchführen. Die benötigten Informationen können über die Primär- oder die Sekundärforschung beschafft werden. Bei der Primärforschung (field research) werden die zu beschaffenden Informationen durch eine Marktforschungsstudie neu erhoben. Die Sekundärforschung (desk research) ist die Auswertung bereits vorhandener Marktdaten. Die Befragung ist zweifellos die bedeutendste Methode der Primärforschung. Eine Befragung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Befragten selbst Auskunft geben. Die Kommunikation zwischen dem, der die Fragen stellt (Interviewer) und der auskunftgebenden Person (Befragter) kann mündlich, telefonisch oder schriftlich erfolgen. Das Kennzeichen der mündlichen Befragung ist der direkte Kontakt zwischen dem Interviewer und dem Befragten, wobei der Interviewer die Fragen stellt und die Antworten notiert. Telefonische Befragungen verlaufen nach einem ähnlichen Schema. Die Fragestellung und das Aufzeichnen der Antworten erfolgt durch einen Interviewer, allerdings sind der Interviewer und der Befragte räumlich voneinander getrennt. Von einer schriftlichen Befragung wird in der Regel gesprochen, wenn ein erstellter Fragebogen an die zu befragenden Personen versandt wird, den diese dann selbstständig ausfüllen und zurückschicken sollen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Allgemeine Angaben: Enthält formale Informationen zum Referendar, dem Lerngebiet und der Schule.
2. Analyse des Bedingungsfeldes: Beschreibt die Lernvoraussetzungen, die Situation des Referendars sowie die zugrunde liegenden curricularen Vorgaben.
3. Struktur der Unterrichtseinheit: Bietet einen tabellarischen Überblick über die zeitliche und inhaltliche Planung der gesamten Unterrichtseinheit.
4. Didaktische und methodische Entscheidungen zur Unterrichtsstunde: Erläutert die fachliche Analyse des Themas, die Lernziele sowie die Wahl der Lehrmethoden und Medien.
5. Geplanter Unterrichtsverlauf: Detaillierte tabellarische Darstellung der einzelnen Unterrichtsphasen mit entsprechendem Lehrer-Schüler-Verhalten.
Schlüsselwörter
Marktforschung, Befragung, Sortimentsgestaltung, Einzelhandel, Primärforschung, Sekundärforschung, Methodenkompetenz, Marketing, Unterrichtsentwurf, Fragebogen, Konsumforschung, Absatzplanung, Fachkompetenz, Sozialform, Ausbildungsberuf
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit stellt einen Unterrichtsentwurf für den Prüfungsunterricht an berufsbildenden Schulen zum Thema Marktforschung dar.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Durchführung von Marktforschungen, die Analyse von verschiedenen Befragungsformen und deren Anwendung in der betrieblichen Praxis des Einzelhandels.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Die Lernenden sollen die verschiedenen Befragungsformen beurteilen und sich begründet für eine Methode zur Unterstützung einer Sortimentserweiterung entscheiden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden klassische betriebswirtschaftliche Methoden der Marktforschung (Primär- und Sekundärforschung) sowie didaktische Methoden wie arbeitsteilige Gruppenarbeit und Präsentationen genutzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Analyse von mündlichen, schriftlichen, telefonischen und Online-Befragungen unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Vor- und Nachteile.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Marktforschung, Befragungsformen, Einzelhandel, Sortimentsgestaltung und Methodenkompetenz.
Warum wird das Beispielunternehmen "SB" verwendet?
Das Unternehmen dient als authentisches und regionales Fallbeispiel, das eine direkte Verknüpfung zur Ausbildungssituation der Schülerinnen und Schüler ermöglicht.
Welche Rolle spielt die Gruppenarbeit in diesem Entwurf?
Die Gruppenarbeit dient dazu, die Sozial- und Methodenkompetenz zu fördern und den Lernenden einen aktiven Austausch über die verschiedenen Befragungsformen zu ermöglichen.
- Citation du texte
- Mirko Friedrich (Auteur), 2003, Befragungen von Wirtschaftssubjekten als Entscheidungshilfen zur Sortimentsgestaltung für ein Einzelhandelsgeschäft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17660