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Zweiquellentheorie

Zur literarischen Verwandtschaft der synoptischen Evangelien

Titre: Zweiquellentheorie

Dossier / Travail , 2011 , 9 Pages , Note: 1,6

Autor:in: Elisabeth Esch (Auteur)

Théologie - Théologie biblique
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Wenn man sich intensiver mit dem Neuen Testament der Bibel beschäftigt, fällt auf, dass sich die vier Evangelien in ihrem Textsinn nicht verschieden sind. Die ersten drei Evangelien ähneln sich sogar so stark, dass sie in ihrem Wortlaut teilweise nicht zu unterscheiden sind. Die biblisch- kritische Exegese beschäftigt sich mit diesem Phänomen und formuliert folgende Frage:

„Wie erklärt sich die große literarische Verwandtschaft der synoptischen Evangelien untereinander, und worauf lassen sich die trotz der so weitgehenden Übereinstimmung vorhandenen Differenzen zurückführen?“

Ausgehend von dieser Frage, werde ich im Folgendem zunächst erläutern, welche die synoptischen Evangelien sind und was das sogenannte synoptische Problem beinhaltet. Da es mehrere Thesen gibt, die versuchen auf die oben gestellte Frage Antwort zu geben, stütze ich mich nur auf eine spezielle Theorie, die ich als die Sinnvollste ansehe. Am Ende wird deutlich, aus welchen Gründen ich diese Hypothese für die Ergiebigste gegenüber den Restlichen halte. Jedoch werden neben vielen Begründungen für die These auch Argumente gegen sie geäußert. Diese werde ich gegenüberstellen und kurz einen weiteren Ansatzpunkt aufstellen, der die sogenannte Zweiquellentheorie erweitern könnte.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das synoptische Problem

3. Die Zweiquellentheorie

3.1. Inhalt

3.2. Argumente für die Zweiquellentheorie

3.3. Argumente gegen die Zweiquellentheorie

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das sogenannte synoptische Problem, welches die literarische Verwandtschaft der Evangelien nach Matthäus, Markus und Lukas beschreibt. Ziel ist es, die Zweiquellentheorie als Erklärungsmodell für die Übereinstimmungen und Differenzen dieser Evangelien darzulegen und kritisch zu prüfen.

  • Analyse des synoptischen Problems
  • Darstellung der Zweiquellentheorie und ihrer historischen Wurzeln
  • Diskussion von Argumenten für und gegen die Theorie
  • Betrachtung von Sondergut und Logienquelle Q
  • Einordnung konkurrierender Hypothesen wie der Deutero-Markus-Hypothese

Auszug aus dem Buch

3.2. Argumente für die Zweiquellentheorie

Sowohl die Anzahl der Perikopen, die Sprache, als auch größtenteils der Ablauf der Geschehnisse der synoptischen Evangelien sprechen dafür, dass die Verfasser vom Mt und Lk das Evangelium nach Markus als gemeinsame Quelle nutzten. Es finden sich nahezu alle Bibelstellen des Mk auch im Mt und Lk, außer Mk 4,26- 29 und Mk 8,22- 26. Zusätzlich sind Abschnitte des Lk bzw. Mt vorhanden, die im Wortlaut des Mk identisch sind. Zum Beispiel „bei der Heilung eines Aussätzigen (Mt 8,1-4; Mk 1,40-44; Lk 5,12-14).“ Die Verfasser des Mt und Lk „‚verbessern’ Sprache und Erzählstil des Markus“. An manchen Stellen werden jedoch auch Fehler des Mk von dem Verfasser des Mt bzw. Lk übernommen (z.B. Mt 9,6; Mk 2,10 und Lk 5,24). Es wird deutlich, dass in allen synoptischen Evangelien „thematisch verwandte Stoffe zu Blöcken zusammengestellt“ werden. Diese beinhalten „Gleichnisse (Mt 13; Mk 4; Lk 8), Streitgespräche (Mt 9,1-17; 12,1-14; Mk 2,1-3,6; Lk 5,17-6,11), Wundergeschichten (Mt 8,18-9,26; 14,13-33; Mk 4,35-5,43; 6,32-52; Lk 8,22-56; 9,10-17), [und] die Passionserzählung (Mt 26f.; Mk 14f.; Lk 22f.).“ Diese Erkenntnisse lassen vermuten, dass das Mt und Lk das Evangelium nach Markus als Vorlage besitzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen der inhaltlichen Ähnlichkeit der drei synoptischen Evangelien ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Ursache dieser literarischen Verwandtschaft.

2. Das synoptische Problem: Dieses Kapitel erläutert, warum Matthäus, Markus und Lukas als synoptische Evangelien zusammengefasst werden und definiert das synoptische Problem als wissenschaftliche Fragestellung.

3. Die Zweiquellentheorie: Dieser Teil widmet sich der Definition und Begründung der Zweiquellentheorie als Lösungsweg für das synoptische Problem.

3.1. Inhalt: Hier werden die Kernelemente der Theorie, insbesondere die Annahme der Markuspriorität und der Logienquelle Q, erläutert.

3.2. Argumente für die Zweiquellentheorie: Dieser Abschnitt führt Belege für die Theorie an, wie etwa sprachliche Verbesserungen oder die Anordnung der Evangelientexte in Blöcken.

3.3. Argumente gegen die Zweiquellentheorie: Hier werden kritische Punkte, insbesondere die sogenannten minor agreements, diskutiert und alternative Ansätze wie die Deutero-Markus-Hypothese vorgestellt.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zweiquellentheorie als angemessenen, wenn auch nicht lückenlosen Ansatz zur Erklärung der Evangelienentstehung.

Schlüsselwörter

Zweiquellentheorie, Synoptische Evangelien, Synoptisches Problem, Markus-Priorität, Logienquelle Q, Sondergut, Evangelium nach Matthäus, Evangelium nach Markus, Evangelium nach Lukas, Minor agreements, Deutero-Markus-Hypothese, Bibelkunde, Exegese, Neues Testament

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem sogenannten synoptischen Problem, also der Frage, wie die auffälligen Ähnlichkeiten zwischen den Evangelien von Matthäus, Markus und Lukas bei gleichzeitig vorhandenen Unterschieden wissenschaftlich erklärt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die literarische Abhängigkeit der Evangelien, die historische Rekonstruktion von Quellen (Markusevangelium und Logienquelle Q) sowie die exegetische Auseinandersetzung mit verschiedenen Entstehungshypothesen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, die Zweiquellentheorie als primäres Modell zur Lösung des synoptischen Problems darzustellen und anhand von Argumenten pro und contra kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Methode der biblisch-kritischen Exegese, indem sie Textvergleiche anstellt und wissenschaftliche Forschungsliteratur zur Einleitung in das Neue Testament analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Definition des synoptischen Problems sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Zweiquellentheorie, inklusive ihrer Entstehung, ihrer stützenden Argumente und der Kritik durch Phänomene wie die "minor agreements".

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Markusevangelium, Logienquelle Q, Sondergut, Synopse und Deutero-Markus-Hypothese geprägt.

Was genau ist mit der "Logienquelle Q" gemeint?

Q ist eine hypothetische Quelle, die von Forschern aus dem Vergleich der Stoffe rekonstruiert wurde, die bei Matthäus und Lukas übereinstimmen, aber nicht im Markus-Evangelium vorkommen; sie besteht überwiegend aus Sprüchen und Gleichnissen Jesu.

Was sind die sogenannten "minor agreements" und warum sind sie relevant?

Die "minor agreements" bezeichnen kleinere Übereinstimmungen zwischen dem Matthäus- und Lukasevangelium, die sich nicht im Markus-Evangelium finden. Sie sind für die Forschung relevant, da sie die Zweiquellentheorie infrage stellen und alternative Ansätze, wie die Deutero-Markus-Hypothese, provozieren.

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Résumé des informations

Titre
Zweiquellentheorie
Sous-titre
Zur literarischen Verwandtschaft der synoptischen Evangelien
Université
University of Cologne  (Katholische Theologie)
Cours
Biblische Theologie
Note
1,6
Auteur
Elisabeth Esch (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
9
N° de catalogue
V176760
ISBN (ebook)
9783640981922
ISBN (Livre)
9783656366270
Langue
allemand
mots-clé
Zweiquellentheorie Argumente für die Zweilquellentheorie Argumente gegen die Zweiquellentheorie Das synoptische Problem Synoptischer Vergleich
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Citation du texte
Elisabeth Esch (Auteur), 2011, Zweiquellentheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176760
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