Die vorliegende Hausarbeit untersucht, ob Solons wirtschaftliche Reformen im Athen des frühen 6. Jahrhunderts v. Chr. als eine Form von Wirtschaftspolitik verstanden werden können. Ausgangspunkt ist die Frage, inwiefern moderne Begriffe wirtschaftlicher Steuerung auf die antike Polis übertragbar sind.
Im Mittelpunkt stehen drei ausgewählte Maßnahmen Solons: die Verknüpfung des Elternunterhalts mit dem Erlernen eines Handwerks, die Verleihung des Bürgerrechts an zuziehende Handwerker sowie das Ausfuhrverbot für bestimmte landwirtschaftliche Produkte. Diese Reformen werden hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Wirkung und ihrer möglichen Zielgerichtetheit analysiert.
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass Solons Maßnahmen trotz der Schwierigkeiten, moderne wirtschaftspolitische Kategorien auf die Antike anzuwenden, als gezielte Eingriffe in wirtschaftliche Prozesse verstanden werden können. Insbesondere die Förderung zuziehender Handwerker wird als Hinweis auf eine vorausschauende wirtschaftliche Planung interpretiert.
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- Anonym (Auteur), 2022, Solons wirtschaftliche Reformen – eine Form von Wirtschaftspolitik?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1767811