Wie stark ist die militärische Herkunft von Begriffen wie „Zweikampf“, „Kampf“, „Abnutzungskampf“ und „belagern“ in der heutigen Fußballsprache noch erkennbar? Die vorliegende Arbeit untersucht die Verwendung ausgewählter Kriegsmetaphern in deutschsprachigen Fußball-Livetickern und geht dabei insbesondere der Frage nach, wie stark die einzelnen Ausdrücke bereits konventionalisiert sind.
Grundlage der Untersuchung bildet das Fußballkorpus von Simon Meier-Vieracker. Mithilfe einer qualitativen korpuslinguistischen Analyse werden exemplarische Konkordanzen untersucht und hinsichtlich ihrer typischen Verwendungskontexte, sprachlichen Funktionen und metaphorischen Bildhaftigkeit miteinander verglichen. Das zugrunde liegende Korpus umfasst Daten aus „kicker.de – Liveticker und Spielberichte 2006–2023“.
Die Arbeit verbindet damit zentrale Themen der Sprachwissenschaft und Germanistik wie Metaphorik, Konventionalisierung, Fachsprache und Korpuslinguistik mit einem besonders anschaulichen Untersuchungsgegenstand: der deutschen Fußballberichterstattung.
Neben der theoretischen Auseinandersetzung mit Fußballsprache und Kriegsmetaphern enthält die Arbeit eine eigenständige korpuslinguistische Analyse der vier ausgewählten Lexeme sowie einen systematischen Vergleich ihrer Verwendung. Ergänzend wird gezeigt, wie sich die Ergebnisse für den Deutschunterricht nutzen lassen und wie korpuslinguistische Methoden in eine sprachreflexive Unterrichtsgestaltung integriert werden können.
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- Anonym (Autor), 2026, Kriegsmetaphern in der deutschen Fußballberichterstattung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1768119