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Die Anfänge staatlicher Rundfunkpolitik in Deutschland und die Wirkung des Exilrundfunks: Ein wirkungsvoller Beitrag zum Widerstand gegen das NS-Regime?

Título: Die Anfänge staatlicher Rundfunkpolitik in Deutschland und die Wirkung des Exilrundfunks: Ein wirkungsvoller Beitrag zum Widerstand gegen das NS-Regime?

Trabajo de Seminario , 2002 , 26 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: M. A. Carsten Müller (Autor)

Medios / Comunicación - Radiodifusión y entretenimiento
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Die Beschäftigung mit dem Widerstand im "Dritten Reich" in der historisch-politischen Forschung dient primär dem Ziel, einen Beitrag gegen das Vergessen des dunkelsten Kapitels deutscher Geschichte zu leisten und die Erinnerung an ein unmenschliches Regime aufrecht zu erhalten, damit ähnliche Tendenzen im Ansatz erstickt werden können. Die Erinnerung hat wesentlich zur Stabilität der zweiten deutschen Demokratie beigetragen.
Die vorliegende Arbeit analysiert die Möglichkeiten der deutschen Emigranten, von ihren Auslandsaufenthalten zur Destabilisierung des Regimes beizutragen. Nach einem Überblick über die Anfänge staatlicher Rundfunkpolitik in Deutschland werden die verschiedenen
Möglichkeiten des Exilrundfunks dargestellt. Vor allem der deutschsprachige Dienst der BBC als von den Deutschen während des Nationalsozialismus am meisten gehörter Feindsender und die Ansprachen Thomas Manns, dem Freiheiten wie kaum einem anderen Emigranten eingeräumt wurden, sollen dabei untersucht werden. Anschließend soll die Resonanz und Wirkung des Exilrundfunks erörtert werden, um eine Antwort auf die Frage zu finden, ob die Rundfunknutzung der Emigranten während des Nationalsozialismus ein wirkungsvoller Beitrag zum Widerstand war.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Anfänge staatlicher Rundfunkpolitik in Deutschland

2.1 Das Radio in der Weimarer Republik

2.2 Die Rundfunkpolitik der Nationalsozialisten

3. Widerstand gegen den Nationalsozialismus durch Nutzung des Rundfunks

3.1 Rechtliche und technische Voraussetzungen in den Gastgeberländern

3.2 Die verschiedenen Sendertypen

3.2.1 Die offiziellen Auslandsdienste staatlicher oder militärischer Rundfunkeinrichten

3.2.2 Überzeugungs- oder „Freiheits“- Sender

3.2.3 Tarnsender

3.2.4 Taktische militärische Sender

3.2.5 Binnensender

4. Der Deutsche Dienst der British Broadcasting Corporation (BBC)

4.1 Organisation, Programm und Mitarbeiter der BBC

4.2 Die Radioansprachen Thomas Manns

5. Resonanz und Wirkung der Rundfunksendungen in der Heimat: Ein wirkungsvoller Beitrag zum deutschen Widerstand?

6. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die Rolle des Exilrundfunks während der Zeit des Nationalsozialismus. Dabei wird analysiert, inwieweit die Rundfunkaktivitäten von Emigranten tatsächlich zur Destabilisierung des NS-Regimes beitragen konnten und ob sie als wirkungsvoller Beitrag zum Widerstand zu bewerten sind.

  • Rundfunkpolitik in der Weimarer Republik und ihre Instrumentalisierung durch die Nationalsozialisten.
  • Klassifizierung der verschiedenen Sendertypen von Exil-Rundfunkstationen.
  • Die organisatorische Struktur und der Einfluss von Emigranten beim Deutschen Dienst der BBC.
  • Analyse der Wirkung und Rezeption der Radioansprachen von Thomas Mann.
  • Bewertung der Resonanz und des Beitrags des Exilrundfunks zum Widerstand im "Dritten Reich".

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Radioansprachen Thomas Manns

Während der Einfluss der Emigranten auf den Inhalt des Programms also gering war, konnte einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Exils über die BBC frei sprechen und seine politische Einschätzung der Lage schildern: Der Schriftsteller Thomas Mann wandte sich zwischen 1940 und 1945 insgesamt 58mal an die deutsche Bevölkerung.

Thomas Mann wurde anfangs gegen seine innere Überzeugung zum Emigrantenschicksal gezwungen. Eine zufällige Abwesenheit aus Deutschland während des Beginns der Säuberungsaktionen infolge des Reichstagsbrands vom 28. Februar 1933 machte es ihm unmöglich, in sein Heimatland zurückzukehren, wenn er nicht sein Leben gefährden wollte. Mann hielt sich in den ersten beiden Jahren seiner Emigration mit Kritik an den nationalsozialistischen Machthabern zurück, weil er um seine deutsche Leserschaft bangte. Dass ihm das Regime auch zu dieser Zeit äußerst verhasst war, bezeugen seine zahlreichen Tagebucheinträge. Im Februar 1936 ging Mann dann auch dazu über, sich zu seiner Abneigung gegen den Nationalsozialismus öffentlich über das Medium Zeitung zu bekennen. In offenen Briefen brachte er seine Sorge um einen drohenden Kriegsausbruch zum Ausdruck.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die historische Bedeutung des Widerstands im "Dritten Reich" und führt in die Fragestellung ein, ob der Exilrundfunk einen wirksamen Beitrag zur Destabilisierung des NS-Regimes leistete.

2. Die Anfänge staatlicher Rundfunkpolitik in Deutschland: Dieses Kapitel beschreibt die Entwicklung des Rundfunks von der Weimarer Zeit bis zur vollständigen Verstaatlichung und Gleichschaltung durch die Nationalsozialisten.

3. Widerstand gegen den Nationalsozialismus durch Nutzung des Rundfunks: Hier werden die rechtlichen und technischen Barrieren für Exilsender sowie die verschiedenen Kategorien von Sendertypen analysiert, die versuchten, das deutsche Publikum zu erreichen.

4. Der Deutsche Dienst der British Broadcasting Corporation (BBC): Dieses Kapitel beleuchtet die Rolle der BBC als wichtigster Sender, die organisatorischen Rahmenbedingungen und die prominente Tätigkeit Thomas Manns als Sprecher.

5. Resonanz und Wirkung der Rundfunksendungen in der Heimat: Ein wirkungsvoller Beitrag zum deutschen Widerstand?: Hier erfolgt eine kritische Würdigung der tatsächlichen Wirksamkeit der Auslandsendungen und deren Bedeutung für den moralischen Halt der Regimegegner.

6. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass der Exilrundfunk zwar das NS-Regime nicht stürzen konnte, aber ein bedeutendes Informationsmedium war, das Regimekritikern Trost und Orientierung bot.

Schlüsselwörter

Rundfunkpolitik, Exilrundfunk, Drittes Reich, Nationalsozialismus, Widerstand, BBC, Thomas Mann, Feindsender, Propaganda, psychologische Kriegsführung, Gleichschaltung, deutsche Emigranten, Rundfunkgeschichte, regimekritische Medien, Auslandssendungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Geschichte der staatlichen Rundfunkpolitik in Deutschland und dem Versuch deutscher Emigranten, durch Rundfunksendungen aus dem Ausland Widerstand gegen das NS-Regime zu leisten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung des deutschen Rundfunks, der Organisation von Exilsendern, der Rolle der BBC und der Analyse der Wirkung dieser Sendungen auf die Bevölkerung im "Dritten Reich".

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob die Rundfunknutzung durch Exilierte ein wirkungsvoller Beitrag zum aktiven Widerstand war oder eher eine symbolische Unterstützung für Regimegegner darstellte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-politische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur und zeitgenössischen Quellen zur Rundfunkgeschichte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Entwicklung des Rundfunks, eine Typologie der Exilsender, die spezifische Analyse der BBC sowie eine Reflexion über die Resonanz der Sendungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Exilrundfunk, Widerstand, BBC, Thomas Mann, Propaganda und Rundfunkgeschichte des Nationalsozialismus.

Welche Rolle spielte Thomas Mann beim Deutschen Dienst der BBC?

Thomas Mann fungierte zwischen 1940 und 1945 als einer der prominentesten Kommentatoren, der sich 58 Mal an die deutsche Bevölkerung wandte, um zur Abkehr vom Nationalsozialismus aufzurufen.

Warum war der Einfluss der Emigranten auf die Programme oft begrenzt?

Da die Sendungen meist staatlich kontrolliert wurden – insbesondere bei der BBC –, hatten die deutschen Emigranten oft nur eine ausführende Rolle, während die inhaltliche Führung bei britischen Leitern lag.

Wie versuchten die Nationalsozialisten, den Empfang von Exilsendern zu verhindern?

Das Regime nutzte unter anderem die Produktion von Volksempfängern ohne Kurzwellenanteil, den Einsatz von Störsendern sowie drakonische Strafen gegen sogenannte "Feindhörer" bis hin zur Todesstrafe.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Anfänge staatlicher Rundfunkpolitik in Deutschland und die Wirkung des Exilrundfunks: Ein wirkungsvoller Beitrag zum Widerstand gegen das NS-Regime?
Universidad
University of Paderborn
Curso
Medienwissenschaften
Calificación
2,0
Autor
M. A. Carsten Müller (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
26
No. de catálogo
V176840
ISBN (Ebook)
9783640982936
ISBN (Libro)
9783640982837
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mediengeschichte Nationalsozialismus Widerstand Neueste Geschichte Rundfunkgeschichte
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
M. A. Carsten Müller (Autor), 2002, Die Anfänge staatlicher Rundfunkpolitik in Deutschland und die Wirkung des Exilrundfunks: Ein wirkungsvoller Beitrag zum Widerstand gegen das NS-Regime?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176840
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