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Jürgen Habermas' Strukturmodell der Öffentlichkeit und die Freimaurerforschung

Ein historiografischer Überblick

Title: Jürgen Habermas' Strukturmodell der Öffentlichkeit und die Freimaurerforschung

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 29 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Juliane Wollmann (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism
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Die Frage die dieser Arbeit zugrunde liegt kann wie folgt formuliert werden: Was kam nach Habermas? Welchen Einfluss hatte Habermas' "Strukturwandel" auf das Forschungsgebiet zu den Geheimgesellschaften?

Innerhalb der Literaturrecherche zeigt sich, dass trotz oft gleicher Erkenntnisse die Betrachtung der Freimaurerei und mit ihr verwandter Geheimbünde sehr unterschiedlich ausfallen kann. Es scheint schwer, sie in ihrer Widersprüchlichkeit als Gesamtphänomen zu beschreiben, zumal es erhebliche ideologische Unterschiede allein zwischen den Geheimbünden der Aufklärung gab.

Ich begrenze mich in der Untersuchung der Literatur auf die Bestimmung des jeweiligen Forschungsschwerpunktes/Fragestellung, eine Abstraktion der vorliegenden Argumentation und deren Einordnung und Bewertung hinsichtlich des Themenkreises Freimaurerei/Geheimgesellschaften, ihr Bezug zur Öffentlichkeit, Einordnung des Geheimnisses, des Arkanums, Berührungspunkte zur Epoche der Aufklärung und Habermas' Strukturmodell.

Ausgehend von Habermas' »Strukturwandel der Öffentlichkeit« und der im folgenden Kapitel herausgearbeiteten Kernaussagen wird hier der Versuch unternommen, die nachfolgende Literatur zu durchleuchten.

Das Ziel ist eine Einordnung nach Forschungslinien und Schwerpunkten vorzunehmen um die Veränderungen im Blick auf die Freimaurerei nach Habermas und deren Fortgang aufzuzeigen.
Um immer wieder den Bogen zurück zu Habermas spannen zu können, sind im ersten Kapitel die wesentlichen Punkte in Bezug auf die Freimaurerei bei Habermas herausgearbeitet. An diesen orientiert sich die Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Jürgen Habermas' «Strukturwandel der Öffentlichkeit»

2.1 Zusammenfassung der Theorie

2.2 Die Freimaurerei

2.3 Kernaussagen

3 Die Anfänge

4 In Habermas Fahrwasser - Sozialgeschichte und Sozietätenforschung

5 Ideen- und Ideologiegeschichte der Freimaurerei

6 Die Freimaurerei in Mikrostudien als Teil der Regionalgeschichte

7 Differenzierungen und Integration der Ansätze

8 Neuere Forschungsperspektive - Monika Neugebauer-Wölk

9 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Geheimnis und Öffentlichkeit, wobei der Fokus auf der Rezeption des Habermas'schen Strukturmodells der Öffentlichkeit durch die Freimaurerforschung liegt. Ziel ist es, verschiedene Forschungsströmungen einzuordnen und zu analysieren, wie Habermas' Thesen als Grundlage für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Geheimgesellschaften dienten.

  • Habermas' Theorie des Strukturwandels der Öffentlichkeit
  • Sozialgeschichtliche Ansätze in der Freimaurerforschung
  • Ideen- und ideologiegeschichtliche Perspektiven
  • Mikrostudien und regionalgeschichtliche Betrachtungen
  • Weiterentwicklung und neuere Forschungsansätze

Auszug aus dem Buch

2.1 Zusammenfassung der Theorie

Habermas Theorie zum Strukturwandel der Öffentlichkeit ist ein theoretisches Konzept, welches den Idealtypus bürgerlicher Öffentlichkeit anhand dessen Genese im 18. und 19. Jahrhundert aufzeigen möchte. Mittelpunkt dabei steht die Entwicklung hin zur politischen Öffentlichkeit. Diese Sphäre formiert sich als Mittler zwischen Staat und Gesellschaft und als Schöpfer der öffentlichen Meinung. Es handelt sich hierbei um einen eigenständigen sozialen Raum, der in der Funktion politisch, aber in der Zusammensetzung privat ist.

Über die Abgrenzung zur feudalistischen/absolutistischen Zeit unterscheidet Habermas die Typen der Öffentlichkeit. Zunächst ist dazu der Typus der repräsentativen Öffentlichkeit zu nennen.

Die repräsentative Öffentlichkeit ist an die feudale Herrschaft, den Herrscher als Person und damit an Grund und Boden gebunden. Es sei immer ein Phänomen von Obrigkeit und öffentlicher Gewalt, die es in Abstufungen »Obrigkeit zweiter Ordnung« bis in die Familien hinein gab. Die Trennlinie verlief nicht zwischen dem Öffentlichen und dem Privaten, sondern zwischen »besonders« und »gemein« - das eine war mit besonderen Privilegien, Herrschaftsrechten ausgestattet und das andere war ohne Rang und damit »[...] ohne das Besondere einer dann als öffentlich interpretierten Befehlsgewalt«.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik ein und erläutert die Relevanz des Habermas-Modells für die historische Auseinandersetzung mit Geheimgesellschaften.

2 Jürgen Habermas' «Strukturwandel der Öffentlichkeit»: Dieses Kapitel rekapituliert Habermas' zentrale theoretische Annahmen bezüglich der Entwicklung bürgerlicher Öffentlichkeit und der Rolle der Freimaurerei.

3 Die Anfänge: Es wird die historische Entwicklung der Freimaurerforschung nach der Veröffentlichung von Habermas' Werk dargestellt.

4 In Habermas Fahrwasser - Sozialgeschichte und Sozietätenforschung: Hier werden Ansätze zusammengefasst, die auf Habermas basierend die Freimaurerei als bürgerliche Sozietät interpretieren.

5 Ideen- und Ideologiegeschichte der Freimaurerei: Dieses Kapitel widmet sich Vertretern, die eher ideengeschichtliche Ansätze verfolgen und die Freimaurerei jenseits rein sozialgeschichtlicher Faktoren betrachten.

6 Die Freimaurerei in Mikrostudien als Teil der Regionalgeschichte: Untersuchung regionaler Fallbeispiele, um zu zeigen, wie Mikrostudien bestehende Theorien ergänzen oder hinterfragen.

7 Differenzierungen und Integration der Ansätze: Das Kapitel analysiert Bemühungen, die starre Habermas-Rezeption durch neue Perspektiven und interdisziplinäre Ansätze zu erweitern.

8 Neuere Forschungsperspektive - Monika Neugebauer-Wölk: Darstellung eines neueren Forschungsansatzes, der die Esoterik und das Arkanum stärker in das Zentrum der Untersuchung rückt.

9 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Entwicklung der Freimaurerforschung unter dem Einfluss von Habermas.

Schlüsselwörter

Öffentlichkeit, Habermas, Freimaurerei, Sozialgeschichte, Ideengeschichte, Arkanum, Aufklärung, Geheimgesellschaften, Bürgertum, Sozietätenforschung, Mikrostudien, Strukturwandel, Politik, Gesellschaft, Aufklärungsforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie die wissenschaftliche Forschung zu Geheimgesellschaften, speziell zur Freimaurerei, durch das theoretische Modell von Jürgen Habermas zum "Strukturwandel der Öffentlichkeit" beeinflusst wurde.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die sozialgeschichtliche Einordnung der Freimaurerei, die ideengeschichtliche Forschung sowie die methodische Entwicklung von der allgemeinen Theorie hin zu regionalen Mikrostudien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die Einordnung und kritische Bewertung verschiedener Forschungsströmungen sowie deren Verhältnis zur Habermas'schen Theorie.

Welche methodische Herangehensweise wird genutzt?

Die Autorin verwendet eine literaturanalytische Methode, um die Rezeption und Transformation der Habermas-Thesen in den historischen Fachpublikationen seit den 1970er Jahren aufzuarbeiten.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die Chronologie der Forschung: von frühen, stark von Habermas geprägten Ansätzen bis hin zu neueren Perspektiven, die auch esoterische und strukturgeschichtliche Aspekte einbeziehen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Öffentlichkeit, Strukturwandel, Freimaurerforschung, Sozialgeschichte und Geheimgesellschaften charakterisieren.

Wie bewertet die Arbeit die "Anfänge" der Forschung nach Habermas?

Die Arbeit zeigt auf, dass Habermas' Thesen die Forschung beflügelten, jedoch oft zu einer einseitigen Fixierung auf das Bürgertum und die politische Sphäre führten, was spätere Differenzierungen notwendig machte.

Welchen Stellenwert nimmt der Ansatz von Monika Neugebauer-Wölk ein?

Neugebauer-Wölk wird als Vertreterin eines neueren Ansatzes hervorgehoben, der die Esoterik nicht als bloßes Beiwerk, sondern als Kernbestandteil der freimaurerischen Identität betrachtet, wodurch Habermas' Modell für diese Aspekte hinterfragt wird.

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Details

Title
Jürgen Habermas' Strukturmodell der Öffentlichkeit und die Freimaurerforschung
Subtitle
Ein historiografischer Überblick
College
http://www.uni-jena.de/  (Historisches Institut)
Course
HpS: Unterirdische Gänge - Geheimgesellschaften
Grade
1,7
Author
Juliane Wollmann (Author)
Publication Year
2011
Pages
29
Catalog Number
V176976
ISBN (eBook)
9783640983940
ISBN (Book)
9783640984213
Language
German
Tags
jürgen habermas strukturmodell freimaurerforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Juliane Wollmann (Author), 2011, Jürgen Habermas' Strukturmodell der Öffentlichkeit und die Freimaurerforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176976
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