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Das Controllingkonzept der Polizei

Wirkoption einer kurzfristigen, zielorientierten operativen Steuerung und einer kooperativ-partizipativen Personalführung

Title: Das Controllingkonzept der Polizei

Master's Thesis , 2010 , 114 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: MPA Sascha Schwarzkopf (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Summary Excerpt Details

Die Einführung und Nutzung betriebswirtschaftlicher Instrumente in der öffentlichen Verwaltung, insbesondere in der Polizei, polarisiert. Zweck und Nutzen der einzelnen Controllingsysteme sind schwer zu erfassen und folgen durchaus keinem homogenen Konzept.
Die vorliegende Arbeit versuchte im Jahr 2010 -erstmalig in Deutschland- ein Gesamtbild des tatsächlich praktizierten Controllings innerhalb der Polizeien der Länder (einschliesslich der Landeskriminalämter) sowie der Polizeien des Bundes zu skizzieren. Hierzu wurden 37 Ober- und Mittelbehörden in die Untersuchung mit einbezogen, wobei 19 Rückantworten zum Abgabetermin auswertbar untersucht werden konnten. Die Ergebnisse zeigen ein uneinheitliches Bild, lassen jedoch Tendenzen und Entwicklungsmöglichkeiten erkennen. Abgerundet wird dieses "Lagebild" durch die anonymisiert erhobenen, persönlichen Einschätzungen der Controller in den einzelnen Behörden.
Schlussendlich wird modellhaft aufgezeigt, wie das Controlling in das Kooperative Führungssystem (KFS) der Polizei implementiert und vernetzt werden kann. Denn Führen im 21. Jahrhundert heisst, die polizeiliche Lage zu bewältigen sowie die eigene Behörde im Sinne einer modernen Verwaltungssteuerung zu leiten. Dies fordert ein Umdenken im Führungsverständnis der Verantwortlichen, denn reine "Truppenführer" werden mit der althergebrachten rein operativen Denkweise im politisch-administrativen System im Hier und Jetzt zunehmend scheitern. Lediglich das behutsame Umdenken sowie die Erweiterung der eigenen Lagebeurteilung im Sinne des New Public Managements und des Governance-Ansatzes werden das Oberziel eines jeglichen Verwaltungshandelns erfüllen: die Allgemeinwohlförderung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemdarstellung

1.2 Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit

1.3 Aufbau der Arbeit und Vorgehensweise in der Untersuchung

1.4 Begriffsbestimmungen

2. Kritische Würdigung des bisherigen empirischen Forschungsstandes

2.1 Forschungsstand zum Beitrag des Controllings innerhalb des Planungs- und Entscheidungsprozesses in der Verwaltungssteuerung

2.2 Forschungsstand zur zielgerichteten, kurzfristigen operativen Steuerung im Controlling der Polizei

2.3 Forschungsstand zur Einbindung des Controllings in die kooperativ-partizipative Personalführung in der Polizei

3. Das Controllingkonzept der Polizei

3.1 Ziel, Funktionen und Implementation des Controllings in der Polizei

3.2 Strategieentwicklung in staatlich gelenkten Organisationen

3.3 Das Informationssystem der zielgerichteten, kurzfristigen operativen Steuerung der Polizei

3.3.1 Die Kosten- und Leistungsrechnung

3.3.2 Kennzahlen

3.3.3 Das Berichtswesen

3.4 Implikationen für den weiteren Forschungsverlauf und Zwischenergebnis

4. Die Umsetzung des Controllingkonzeptes in den Polizeien in Deutschland

4.1 Die Konzeption des wirkungsorientierten Controllings

4.2 Zieldimensionen des Leistungserstellungsprozesses

4.3 Der aktuelle Stand des Wirkbetriebes des Controllingkonzeptes

4.4 Die Ausgestaltung der kurzfristigen, zielgerichteten operativen Steuerung

4.4.1 Jahresplanung und rollierendes Planverfahren

4.4.2 Die Einbeziehung von Controllingdaten in die kurzfristige, zielgerichtete operative Steuerung

4.5 Prognose und Implikationen für die Weiterentwicklung des Controllingkonzeptes in der Polizei

4.6 Implikationen für den weiteren Forschungsverlauf und Zwischenergebnis

5. Darstellung der Integration des Controllings in den Führungsprozess innerhalb der Polizei

5.1 Das Selbstverständnis des Führungsbegriffes in der deutschen Polizei

5.1.1 Das Kooperative Führungssystem (KFS)

5.1.2 Leitbilderstellung und Corporate Identity

5.2 Die Führungsfunktion des Controllings in Anwendung auf das KFS

5.2.1 Transparenz von Führungsentscheidungen

5.2.2 Beteiligung der Mitarbeiter am Führungsprozess

5.2.3 Delegation von Führungsverantwortung

5.2.4 Kontrolle

5.2.5 Leistungsbewertung

5.2.6 Repräsentation des eigenen Verantwortungsbereiches

5.3 Zwischenergebnis der Untersuchung

6. Beantwortung der Forschungsfragen und Fazit

6.1 Ergänzende Empfehlungen für die Praxis

6.2 Kritische Bewertung der Ergebnisse und weiterer Forschungsansatz

6.3 Validität und Reliabilität der erhobenen Daten

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, wie ein Controllingkonzept wirksam in die polizeiliche Verwaltungssteuerung integriert werden kann, um eine zielgerichtete, kurzfristige operative Steuerung zu unterstützen, die mit dem kooperativ-partizipativen Führungssystem der Polizei harmoniert. Dabei wird insbesondere analysiert, wie betriebswirtschaftliche Methoden an die spezifischen Erfordernisse der Polizeiarbeit angepasst werden können.

  • Grundlagen des Controllings im polizeilichen Kontext
  • Anpassung betriebswirtschaftlicher Instrumente (z.B. Balanced Scorecard, KLR) an die Polizei
  • Integration des Controllings in den polizeilichen Führungsprozess (KFS)
  • Empirische Untersuchung zum aktuellen Umsetzungsstand in deutschen Polizeibehörden
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Führungssteuerung

Auszug aus dem Buch

3.1 Ziel, Funktionen und Implementation des Controllings in der Polizei

Die Einführung des Controllings in den Polizeiverwaltungen ist eine Folge zweier interdependenter Problembereiche, von denen Unternehmen und öffentliche Verwaltungen gleichermaßen betroffen sind. Zum einen nehmen seit Beginn des 20. Jahrhunderts Dynamik und Komplexität der Verwaltungsumwelt stetig zu. Seit den 1970er Jahren nahmen Diskontinuität und Novität von unternehmerisch relevanten Ereignissen (z. B. Entwicklungen in der Kommunikation, Zusammenbruch politischer Systeme und Bündnisse) eine Form an, die eine exakte Prognose dieser Ereignisse faktisch nicht mehr zuließ. Auf umweltbezogene Änderungen konnten Unternehmen und Verwaltungen aufgrund ihrer starren Organisationsform nicht mehr schnell genug reagieren.

Zum anderen führte dies, als Reaktion auf die Diskontinuitäten, zu einer zunehmenden Arbeitsteilung innerhalb der Organisationsstrukturen. Es entstanden komplexerer Zielbezüge, mehr Schnittstellen zur Umwelt und neue Machtstrukturen.

Der Zuwachs an Komplexität in der Steuerung von Verwaltungen offenbarte ein Informationsdefizit der Führungskräfte. Bis dahin gängige Analyse- und Bewertungsmethoden konnten den Informationsbedarf nicht mehr ausreichend decken. Zudem bestand ein zunehmender Bedarf an Koordination der sich immer weiter aufschlüsselnden und spezialisierenden Teilbereiche in der Leistungserstellung.

Bei Vorstellung eines Konzeptes zur Gegensteuerung hat die KGSt im Jahr 1993 fünf Steuerungslücken festgestellt, die ein überholtes Bild der bürokratischen Verwaltungssteuerung nach Max Weber bestätigten und einen Handlungsbedarf aufzeigten: 1. Eine Effizienzlücke (im Kern der fehlende Anreiz zu wirtschaftlichem Handeln), 2. Eine Strategielücke (fehlende Orientierung an klaren, mittelfristigen Entwicklungszielen und Prioritäten), 3. Eine Managementlücke (fehlender Zwang und fehlende Instrumente zur Leistungsverbesserung, zur Strukturanpassung, zu Ressourcenumschichtungen, zur Anpassung an Bedarfsträgern).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert die Problemstellung der Reformbedürftigkeit polizeilicher Verwaltungssteuerung, formuliert die Forschungsfragen und erläutert die methodische Vorgehensweise.

2. Kritische Würdigung des bisherigen empirischen Forschungsstandes: Analysiert den existierenden Kenntnisstand zu Controllingbeiträgen in der öffentlichen Verwaltung und identifiziert Forschungslücken hinsichtlich der spezifischen Anwendung in der Polizei.

3. Das Controllingkonzept der Polizei: Erläutert Ziele, Funktionen und notwendige Instrumente (wie KLR, Kennzahlen und Berichtswesen) für ein polizeiliches Controlling im Spannungsfeld zwischen ökonomischen Anforderungen und behördlicher Realität.

4. Die Umsetzung des Controllingkonzeptes in den Polizeien in Deutschland: Präsentiert die empirischen Ergebnisse zum Umsetzungsstand des Controllings, beleuchtet die Praxis der kurzfristigen operativen Steuerung und analysiert Prognosen für die Weiterentwicklung.

5. Darstellung der Integration des Controllings in den Führungsprozess innerhalb der Polizei: Beschreibt die theoretische und praktische Integration des Controllings in das Kooperative Führungssystem (KFS) der Polizei und dessen Beitrag zu Transparenz und Partizipation.

6. Beantwortung der Forschungsfragen und Fazit: Synthetisiert die Ergebnisse der Untersuchung, gibt konkrete Empfehlungen für die Praxis und bewertet kritisch den weiteren Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Controlling, Polizei, Öffentliches Management, Neues Steuerungsmodell, NSM, Kooperatives Führungssystem, KFS, Verwaltungssteuerung, Kosten- und Leistungsrechnung, KLR, Kennzahlen, Ergebnisorientierte Steuerung, Führungsprozess, Change Management, Reform

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung und Implementierung von Controllingkonzepten in deutschen Polizeibehörden als Teil einer modernen Verwaltungssteuerung (Neues Steuerungsmodell).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Controllings in der Verwaltung, die Anpassung betriebswirtschaftlicher Instrumente auf polizeiliche Bedürfnisse sowie die Einbindung des Controllings in das polizeiliche Führungssystem.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie ein wirkungsorientiertes Controlling ausgestaltet sein muss, um die operative Steuerung zu verbessern und sich in das bestehende kooperative Führungssystem der Polizei zu integrieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Neben einer umfassenden Literaturanalyse wurde eine empirische Untersuchung durchgeführt, für die 37 Fragebögen an verschiedene Polizeien von Bund und Ländern sowie Landeskriminalämter versandt wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung eines Controllingkonzepts für die Polizei, die Darstellung des Ist-Zustands anhand der eigenen empirischen Erhebung sowie die konzeptionelle Einbettung des Controllings in den polizeilichen Führungskreislauf.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Controlling, Polizei, Neues Steuerungsmodell (NSM), Kooperatives Führungssystem (KFS), Verwaltungssteuerung und Ergebnisorientierte Steuerung geprägt.

Warum ist das Controlling bei der Polizei so schwer umzusetzen?

Die Umsetzung gestaltet sich schwierig, da Polizeiarbeit schwer quantifizierbar ist, politischen Vorgaben unterliegt und die Einbindung von betriebswirtschaftlichen Steuerungsinstrumenten häufig als Widerspruch zum polizeilichen Auftrag oder als reines Kontrollinstrument wahrgenommen wird.

Welche Rolle spielt die Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) in der Polizei?

Die KLR soll Kostentransparenz schaffen und helfen, den Ressourcenverbrauch bestimmten Leistungen zuzuordnen; allerdings existieren bisher keine einheitlichen Standards, was die Vergleichbarkeit und Effektivität einschränkt.

Wie fühlen sich die Mitarbeiter durch das Controlling?

Die empirische Untersuchung zeigt, dass sich viele Mitarbeiter durch das Controlling gegenwärtig eher überwacht fühlen, statt ihre Eigenverantwortung durch transparente Daten gestärkt zu sehen.

Was empfiehlt der Autor für die Zukunft?

Der Autor empfiehlt eine ganzheitliche Integration des Controllings in das Führungssystem, die Etablierung einer positiven Fehlerkultur sowie eine behördenübergreifende Plattform für den Erfahrungsaustausch zwischen Controllern.

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Details

Title
Das Controllingkonzept der Polizei
Subtitle
Wirkoption einer kurzfristigen, zielorientierten operativen Steuerung und einer kooperativ-partizipativen Personalführung
College
University of Kassel  (Fachbereich 07 - Wirtschaftswissenschaften)
Grade
1,7
Author
MPA Sascha Schwarzkopf (Author)
Publication Year
2010
Pages
114
Catalog Number
V177044
ISBN (eBook)
9783640984848
ISBN (Book)
9783640985135
Language
German
Tags
Polizei New Public Management Controlling Führung Verwaltungsmodernisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
MPA Sascha Schwarzkopf (Author), 2010, Das Controllingkonzept der Polizei, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177044
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