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Chancen und Grenzen integrativer Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit geistigen Beeinträchtigungen

Title: Chancen und Grenzen integrativer Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit geistigen Beeinträchtigungen

Seminar Paper , 2010 , 20 Pages

Autor:in: Fabio Priano (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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„Egal wie ein Kind beschaffen ist, es hat das Recht, alles Wichtige über diese Welt zu erfahren, weil es in dieser Welt lebt.“ (Feuser, 1995, S. 220). Die Integration be-hinderter Kinder und Jugendlicher in die Regelschulen wird zunehmend präsenter. Spätestens seit den internationalen Vergleichsstudien PISA und TIMMS sind auch die Auswirkungen und Konsequenzen der Integrationsbemühungen deutlich.
In der Hausarbeit werden Chancen und Grenzen der Integration geistig behinderter Kinder thematisiert und diskutiert. Dabei stehen vor allem die Schüler-Schüler-Interaktionen, die Schüler-Lehrer-Interaktionen / Lehrer-Schüler-Interaktionen und die Lehrer-Lehrer/Pädagogen-Interaktionen im Themenfokus. In diesem Bezug sollen neben den positiven Eindrücken, auch mögliche kritische und problematische Aspekte der pädagogischen Arbeit betrachtet werden. Zudem gilt es auch, Rahmen-bedingungen zu hinterfragen, die eine pädagogische Arbeit überhaupt ermöglichen und gewährleisten.
Neben dem Schwerpunktthema werden die Begriffe Heterogenität und Integrations-pädagogik thematisiert. Zudem wird der Begriff bzw. das Konstrukt „geistige Behin-derung“ definiert und in den Bezug der Schulintegration gesetzt. Ein Fazit mit per-sönlicher Einschätzung und Stellungnahme schließt die Hausarbeit ab.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Definition „Geistige Behinderung“

2. Heterogenität

3. Integrationspädagogik

4. Chancen und Grenzen integrativer Beschulung geistig behinderter SuS

4.1 Schüler-Schüler-Interaktionen

4.2 Schüler-Lehrer-Interaktion / Lehrer-Schüler-Interaktion

4.3 Lehrer-Lehrer/Pädagogen-Interaktion

4.4 Exklusive Bedingungen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Chancen und Grenzen der integrativen Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit geistigen Beeinträchtigungen in Regelschulen. Im Zentrum der Analyse steht dabei die Untersuchung verschiedener Interaktionsformen im schulischen Alltag sowie die Identifikation notwendiger Rahmenbedingungen für eine gelingende Inklusion.

  • Grundlagen der Definition von geistiger Behinderung
  • Bedeutung der Heterogenität in Lerngruppen
  • Analyse der Interaktionsbeziehungen (Schüler-Schüler, Lehrer-Schüler, Lehrer-Lehrer)
  • Reflexion der erforderlichen pädagogischen Rahmenbedingungen
  • Diskussion des Integrationskonzepts der "Integrationsklasse"

Auszug aus dem Buch

4.1 Schüler-Schüler-Interaktionen

Die permanente Begegnung zwischen geistig behinderten SuS und Nichtbehinderten hat für die SuS verschiedene Chancen, Möglichkeiten und Konsequenzen im gemeinsamen Umgang zur Folge.

Von Vorteil ist die Tatsache, dass beide Schülergruppen bei positivem sozialem Klima die Chance haben, verschiedene Schlüsselqualifikation zu erlernen. Diese liegen in den Bereichen der Selbstständigkeit und Konfliktbewältigung (vgl. Braden, 2005, S. 26). Die Nichtbehinderten können in diesem Zusammenhang eine Modellfunktion übernehmen und eigenverantwortlich dazu beitragen, beeinträchtigte Mitschüler zur Selbstständigkeit zu erziehen. Im Hinblick auf eine Kompetenzerweiterung der Konfliktbewältigung kann eine integrative Beschulung neue Sichtweisen, Blickwinkel und auch die Möglichkeit zur Perspektivübernahme ermöglichen. Bei den SuS kann sie zu einer Öffnung des eigenen Blicks führen. Dieser Umstand ist für beide Schülergruppen zutreffend. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, dass nichtbehinderte SuS, gerade in jungen Jahren, zu gering für die Belange, Wünsche und Verhaltens- und Bewältigungsmuster der beeinträchtigten SuS sensibilisiert sind. Damit besteht gleichzeitig die Gefahr einer angespannten Klassenatmosphäre zwischen den Schülergruppen.

Auch können die Fähigkeiten zur gegenseitigen Hilfe und Zusammenarbeit in einem integrativen Unterricht gefördert werden (vgl. Braden, 2005, S. 26). Die SuS lernen früh, Schwächen und Stärken der Mitschüler zu akzeptieren und zu tolerieren. In diesem Zusammenhang können die SuS erkennen, dass selbst der Schwächste seine Stärken hat und dass es bereichernd ist, sich auch den Wegen, Gedanken und Anregungen behinderter Kinder zu öffnen (vgl. ebd., S. 26). „Wäre soziales Verhalten der beispielgebende Maßstab, dann müssten wir den Menschen mit Down-Syndrom nacheifern“ (Edel / Liebert, 2003, S. 24). Dieser Auszug aus Weizsäckers Grundsatzrede „Es ist normal, verschieden zu sein“ vom 01.07.1993 verdeutlicht den Grundsatz der individuellen Stärken und zeigt, dass es keine Norm für das Menschsein gibt. Diese soziale Kompetenz können die SuS im integrativen Unterricht erlernen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der schulischen Integration ein, erläutert die Relevanz der Inklusion anhand internationaler Vergleiche und definiert das Ziel der Arbeit, Chancen und Grenzen der Integration geistig behinderter Kinder zu untersuchen.

1.1 Definition „Geistige Behinderung“: Dieser Abschnitt erörtert die wissenschaftliche Schwierigkeit einer eindeutigen Definition und beleuchtet die medizinische Sichtweise der Intelligenzminderung sowie deren Auswirkung auf das Anpassungsverhalten.

2. Heterogenität: Das Kapitel beschreibt, wie Heterogenität in Lerngruppen den Unterricht beeinflusst und warum sie eine differenzierte, auf individuelle Stärken ausgerichtete Pädagogik erfordert.

3. Integrationspädagogik: Hier werden der Definitionsraum von Integration, die historische Entwicklung und verschiedene Organisationsformen wie Kooperations- und Integrationsklassen erläutert.

4. Chancen und Grenzen integrativer Beschulung geistig behinderter SuS: Dieser zentrale Teil fokussiert auf die verschiedenen Interaktionsebenen im Klassenzimmer und diskutiert die multiperspektivischen Auswirkungen des integrativen Unterrichts.

4.1 Schüler-Schüler-Interaktionen: Es wird analysiert, welche sozialen Lernchancen und Konfliktpotenziale aus der Begegnung von beeinträchtigten und nicht beeinträchtigten Schülern im Unterricht und in Pausenzeiten resultieren.

4.2 Schüler-Lehrer-Interaktion / Lehrer-Schüler-Interaktion: Der Abschnitt befasst sich mit der notwendigen Kompetenzerweiterung der Lehrkräfte, um den individuellen Lernvoraussetzungen in einer heterogenen Gruppe gerecht zu werden.

4.3 Lehrer-Lehrer/Pädagogen-Interaktion: Hier wird die Bedeutung professioneller Teamarbeit und der Kooperation verschiedener Fachkräfte als Voraussetzung für erfolgreiche Integration hervorgehoben.

4.4 Exklusive Bedingungen: Dieses Kapitel widmet sich den räumlichen und materiellen Rahmenbedingungen, wie Funktionszonen im Klassenraum und Barrierefreiheit, die für eine erfolgreiche Integration notwendig sind.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Integration nur mit professioneller Teamarbeit, einer Öffnung des Blicks für Individualität und angemessenen Rahmenbedingungen erfolgreich gelingen kann.

Schlüsselwörter

Integration, Inklusion, geistige Behinderung, heterogene Lerngruppen, Integrationspädagogik, Schüler-Schüler-Interaktion, Lehrer-Lehrer-Interaktion, Team-Teaching, Förderschwerpunkt, soziale Kompetenz, Regelschule, Differenzierung, Barrierefreiheit, Schulalltag, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den Chancen und Grenzen der integrativen Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit geistiger Beeinträchtigung in allgemeinen Regelschulen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition von geistiger Behinderung, die Bedeutung von Heterogenität in der Schule, die verschiedenen Interaktionsebenen innerhalb der Klasse sowie die für eine gelingende Inklusion notwendigen Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, kritisch zu beleuchten, wie eine erfolgreiche Integration in Form einer Integrationsklasse unter Berücksichtigung von sozialen Interaktionen und professioneller Teamarbeit gelingen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse, die verschiedene pädagogische Konzepte, aktuelle Studien und Fachliteratur aus der Integrationspädagogik reflektiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Interaktionen zwischen Schülern untereinander, zwischen Schülern und Lehrern sowie innerhalb des pädagogischen Teams und ergänzt diese um eine Betrachtung der notwendigen exklusiven Rahmenbedingungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind insbesondere Integration, Inklusion, Heterogenität, Team-Teaching und die professionelle Gestaltung von Lernprozessen in integrativen Klassen.

Warum spielt die Team-Professionalität eine so große Rolle für den Autor?

Der Autor betont, dass Integration keinen Platz für "Einzelkämpfer" bietet, da erst durch multiprofessionelle Zusammenarbeit und gegenseitige Rückmeldung die notwendige Qualität im Unterricht gesichert werden kann.

Welche Bedeutung misst der Autor dem "Zwei-Pädagogen-System" bei?

Das Zwei-Pädagogen-System wird als eine wesentliche, wenn nicht gar zwingende Voraussetzung angesehen, um in heterogenen Klassen individuell fördern zu können und eine hohe pädagogische Qualität aufrechtzuerhalten.

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Details

Title
Chancen und Grenzen integrativer Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit geistigen Beeinträchtigungen
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Author
Fabio Priano (Author)
Publication Year
2010
Pages
20
Catalog Number
V177067
ISBN (eBook)
9783640984916
ISBN (Book)
9783640985159
Language
German
Tags
chancen grenzen beschulung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fabio Priano (Author), 2010, Chancen und Grenzen integrativer Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit geistigen Beeinträchtigungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177067
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