Das Buch befasst sich mit Geschichte der Organisationsentwicklung und zieht gleichzeitig einen Vergleich mit dem Change Management. Weiterhin wird der Wandel und die Entwicklung dieser Disziplinen betrachtet und eine Prüfung auf "Aktualität" vorgenommen: Sind diese Ansätze noch anwendbar? Letztendlich wird sich der Frage angenommen, wie geplanter Wandel in Zukunft aussehen könnte.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 ORGANISATIONSENTWICKLUNG: WANDEL UND DIE NOTWENDIGKEIT, DENSELBEN ZU GESTALTEN
2.1 GESCHICHTE DER ORGANISATIONSENTWICKLUNG
3 ORGANISATIONSENTWICKLUNG UND CHANGE MANAGEMENT HEUTE
3.1 ORGANISATIONSENTWICKLUNG HEUTE
3.2 CHANGE MANAGEMENT HEUTE
3.3 DER BEWÄHRUNGSGRAD DES CHANGE MANAGEMENT IN DER PRAXIS
3.4 URSACHEN DES MANGELNDEN ERFOLGES UND KRITIK DES CHANGE MANAGEMENT
3.5 PRAXISANSÄTZE FÜR ORGANISATIONSENTWICKLUNG UND CHANGE MANAGEMENT
3.6 CHANGE AGENTS
3.7 ANKNÜPFUNGSPUNKT IM MANAGEMENT DES WANDELS
3.8 UMSETZUNGSMÖGLICHKEITEN
3.9 TRENDS AUS DEN USA
4 WIE KÖNNTE DIE ZUKUNFT DER ORGANISATIONSENTWICKLUNG UND DES CHANGE MANAGEMENTS AUSSEHEN?
4.1 ORGANISATIONSENTWICKLUNG UND CHANGE MANAGEMENT IM WANDEL
4.2 DIMENSIONEN, AUFGABEN UND PROZESS DES CHANGE MANAGEMENT
4.3 STRUKTURPHASEN NACH LEWIN – VERÄNDERUNGSPROZESSE
5 KÜNFTIGE ANFORDERUNGEN AN DAS CHANGE MANAGEMENT
5.1 KÜNFTIGE ANFORDERUNGEN AN UND BEDEUTUNG DER STRATEGISCHEN ORGANISATIONSENTWICKLUNG / CHANGE MANAGEMENT
5.2 CHANGE MANAGEMENT UND CHAOSTHEORIE
5.3 DIE ZUKUNFT VON CHANGE MANAGEMENT UND ORGANISATIONSENTWICKLUNG
6 WOHIN GEHT DIE REISE?
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die konzeptionellen Überschneidungen zwischen Organisationsentwicklung und Change Management. Ziel ist es, die Evolution dieser Disziplinen zu analysieren, die Gründe für den häufig mangelnden Erfolg von Change-Projekten zu identifizieren und einen Ausblick auf künftige Anforderungen an ein ganzheitliches Veränderungsmanagement zu geben, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt.
- Historische Evolution der Organisationsentwicklung und des Change Managements
- Kritische Analyse des Bewährungsgrades und der Erfolgsfaktoren von Veränderungsprojekten
- Prozessimmanente Probleme und hyperrationalistische Annahmen als Scheiternsursachen
- Methoden und Instrumente des Wandels, wie etwa systemische Ansätze und Diversity Management
- Zukunftsfähige Führungskonzepte im Kontext von Komplexität und Chaostheorie
Auszug aus dem Buch
3.4 Ursachen des mangelnden Erfolges und Kritik des Change Management
Auf der Suche nach den Ursachen des mangelnden Erfolges von Change Management-Projekten kann man entweder eine prozessimmanente Betrachtung anstellen und Fehler bei der Formulierung der Veränderungsziele, sofern konkrete Ziele formuliert wurden, oder bei der Gestaltung des Veränderungsprozesses suchen, oder man kann die Ursache für den mangelnden Erfolg des Change Management in den möglicherweise unrealistischen Voraussetzungen bzw. Annahmen suchen, die es macht. Ebenso ist hier über die Eignung und Befähigung der eingesetzten „Change Agents“ zu diskutieren.
Die Liste der Faktoren, die in diesem Zusammenhang angegeben werden können, ist so lang wie diejenige der Punkte, an denen Intervention ansetzen kann. Im Rahmen des vorliegenden Textes kann nur auf die Faktoren eingegangen werden, die in der Literatur am häufigsten als Probleme bei der Umsetzung von Change Management-Projekten oder als Ursachen für ihr Scheitern genannt werden und Beispiele aus eigener Erfahrung und Recherche heranziehen. Sie können auf der Ebene der Individuen, auf der Gruppenebene oder auf der strukturellen Ebene liegen.
Auf der Ebene der Individuen kann mangelnder Erfolg dadurch erklärt werden, dass es nicht gelungen ist, die Mitarbeiter von der Notwendigkeit oder vom Nutzen von Veränderungen zu überzeugen, dass sie aufgrund mangelnder Phantasie oder Kompetenz nicht im Stande waren, alternative Verhaltensweisen zu entwickeln; ebenso ist es möglich, dass die beauftragten Change Manager nicht fähig waren, die Mitarbeiter oder gar das eigene Top Management zu überzeugen. Hierbei ist auch die Frage interessant, wo und wie die entsprechenden Change Manager ausgewählt und qualifiziert wurden und welche Unterstützung durch die Geschäftsführung bestand u.Ä.m.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Arbeit problematisiert die mangelnde konzeptionelle Trennschärfe zwischen Organisationsentwicklung und Change Management und steckt den Rahmen für die historische und kritische Untersuchung ab.
2 ORGANISATIONSENTWICKLUNG: WANDEL UND DIE NOTWENDIGKEIT, DENSELBEN ZU GESTALTEN: Dieses Kapitel widmet sich der historischen Entwicklung und der Notwendigkeit, Wandel in einer von Globalisierung und Dynamik geprägten Umwelt proaktiv zu gestalten.
3 ORGANISATIONSENTWICKLUNG UND CHANGE MANAGEMENT HEUTE: Hier erfolgt eine Bestandsaufnahme aktueller Methoden und Instrumente sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der hohen Scheiterquote von Change-Projekten.
4 WIE KÖNNTE DIE ZUKUNFT DER ORGANISATIONSENTWICKLUNG UND DES CHANGE MANAGEMENTS AUSSEHEN?: Dieser Abschnitt analysiert den Wandel in der Organisation und beleuchtet Ansätze, wie durch eine stärkere menschliche Komponente und systemtheoretische Perspektiven die Zukunftsfähigkeit gesichert werden kann.
5 KÜNFTIGE ANFORDERUNGEN AN DAS CHANGE MANAGEMENT: Das Kapitel diskutiert die Rolle der Chaostheorie und die Notwendigkeit, Organisationsentwicklung und Change Management als dauerhafte, strategische Aufgabe für innovative Organisationen zu begreifen.
6 WOHIN GEHT DIE REISE?: Die Schlussbetrachtung hinterfragt, ob der bisherige Begriff "Change Management" ausreicht oder ob die Zukunft in einer "Change Capability" liegt, die auf die ständige Veränderungsfähigkeit der Organisation abzielt.
Schlüsselwörter
Organisationsentwicklung, Change Management, Veränderungsprozess, Unternehmenswandel, Unternehmenskultur, Change Agents, Systemtheorie, Organisationspsychologie, Erfolgskritik, Management by Objectives, Evolutionäre Führung, Transformation, Diversity Management, Lernende Organisation, Veränderungsfähigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Spannungsfeld zwischen Organisationsentwicklung und Change Management, um zu verstehen, warum klassische Veränderungsansätze oft scheitern und wie moderne Organisationen Wandel nachhaltiger gestalten können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Evolution beider Konzepte, der kritischen Reflexion von Scheiternsursachen, dem Einfluss systemtheoretischer Ansätze auf Veränderungsprozesse und der Bedeutung der menschlichen Komponente für den Erfolg.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die konzeptionelle Identität zwischen Organisationsentwicklung und Change Management aufzuzeigen und Strategien zu identifizieren, wie Unternehmen in einer chaotischen, komplexen Umwelt durch eine entwickelte "Change Capability" bestehen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, wertet eigene Erfahrungen aus zahlreichen Beratungsprojekten aus und verbindet diese mit systemtheoretischen sowie psychologischen Erkenntnissen zur Organisationsentwicklung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben den historischen Ursprüngen insbesondere die psychologischen Faktoren von Widerstand, die "hyperrationalistischen" Fehler bei der Steuerung von Wandel und die Rolle des Change Managers detailliert untersucht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Organisationsentwicklung, Change Management, Veränderungsprozess, Change Capability, Unternehmenskultur, Lernende Organisation und Chaostheorie.
Warum scheitern laut Autor so viele Change Management-Projekte?
Der Autor führt das Scheitern unter anderem auf mangelnde Einbeziehung der Mitarbeiter, eine rein technisch-rationale Vorgehensweise, fehlende kulturelle Diagnostik und das Festhalten an unrealistischen Planbarkeits-Annahmen zurück.
Was bedeutet der Begriff "Change Capability" im Kontext des Buches?
Es bezeichnet die Fähigkeit einer Organisation, nicht nur einzelne Projekte abzuschließen, sondern Veränderung als permanente Kompetenz in die Unternehmenskultur zu integrieren und das gesamte System flexibler zu machen.
- Quote paper
- Andreas Walde (Author), 2009, Von der Organisationsentwicklung zum Change Management. Ausblick in die Zukunft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177162