Am Modell des akteurzentrierten Institutionalismus wird der Politikprozess der Einführung der bundespolizeilichen Schleierfahndung dargestellt. Dazu werden zu Beginn Akteure der Inneren Sicherheit und das Politikfeld selbst beschrieben und im zweiten Teil erfolgt die praktische Modellanwendung mittels der Darstellung des verschiedener Interessen unterliegenden Policy- Prozesses.
Inhaltsverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Politikfeld „Innere Sicherheit“ und untersucht anhand des Beispiels der bundespolizeilichen Schleierfahndung die verschiedenen Akteure und deren widerstreitende Interessen. Dabei wird der akteurzentrierte Institutionalismus als theoretischer Rahmen herangezogen, um die komplexen Interaktionen zwischen Akteuren im politischen Prozess zu analysieren.
- Der Begriff „Innere Sicherheit“ und dessen Entwicklung im Kontext der Globalisierung und Terrorismus
- Die Rolle des akteurzentrierten Institutionalismus als theoretisches Modell für die Analyse politischer Prozesse
- Die verschiedenen Akteure, die am Politikfeld „Innere Sicherheit“ beteiligt sind, und ihre Handlungsorientierungen
- Die Europäisierung der Sicherheitspolitik und die damit einhergehende Verlagerung von Kompetenzen
- Die Herausforderungen und Spannungsfelder im Kontext der Schleierfahndung, insbesondere die unterschiedlichen Interessen der beteiligten Akteure
Zusammenfassung der Kapitel
1. Politikfeld Innere Sicherheit
Das erste Kapitel beleuchtet den Begriff „Innere Sicherheit“ und setzt ihn in den historischen und gesellschaftlichen Kontext. Dabei werden die unterschiedlichen Perspektiven und Definitionen diskutiert und die Herausforderungen der Globalisierung und des Terrorismus hervorgehoben. Des Weiteren wird der akteurzentrierte Institutionalismus als theoretischer Rahmen für die Analyse des Politikfelds „Innere Sicherheit“ eingeführt.
2. Schleierfahndung
Im zweiten Kapitel wird die bundespolizeiliche Schleierfahndung als Beispiel für einen komplexen politischen Prozess dargestellt. Es werden die Entstehung und Entwicklung der Schleierfahndung im Kontext der Europäisierung sowie die unterschiedlichen Interessen der beteiligten Akteure auf nationaler, regionaler und supranationaler Ebene beleuchtet.
Schlüsselwörter
Die zentralen Themen der Arbeit sind Innere Sicherheit, akteurzentrierter Institutionalismus, Schleierfahndung, Europäisierung, Politikprozess, Akteure, Interessenkonflikte, Sicherheitspolitik und Globalisierung.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Schleierfahndung?
Die Schleierfahndung ist eine verdachtsunabhängige Personenkontrolle im grenznahen Raum zur Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität.
Was ist der akteurzentrierte Institutionalismus?
Ein theoretisches Modell, das politische Prozesse durch das Zusammenwirken individueller und korporativer Akteure innerhalb institutioneller Rahmenbedingungen erklärt.
Welche Akteure sind an der Inneren Sicherheit beteiligt?
Dazu gehören staatliche Organe wie die Bundespolizei, Landespolizeien, Ministerien sowie supranationale Akteure auf EU-Ebene.
Wie beeinflusst die Europäisierung die Sicherheitspolitik?
Durch den Wegfall der Binnengrenzen (Schengen) wurden Kompetenzen auf die EU-Ebene verlagert und neue Instrumente wie die Schleierfahndung implementiert.
Welche Interessenkonflikte gibt es bei der Schleierfahndung?
Es besteht ein Spannungsfeld zwischen dem Sicherheitsbedürfnis des Staates und den Freiheitsrechten der Bürger sowie unterschiedlichen regionalen Interessen.
- Citation du texte
- Astrid Sawitzki (Auteur), 2011, Akteure der Inneren Sicherheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177201