Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Deporte - Medicina deportiva, terapia, nutrición

Der Einfluss von Ausdauertraining auf die Ruheherzfrequenz und Lebenserwartung

Über die Bedeutung einer physiologisch niedrigen Ruheherzfre-quenz für die Gesundheit und deren Beeinflussungsmöglichkeiten durch Ausdauertraining beim Menschen

Título: Der Einfluss von Ausdauertraining auf die Ruheherzfrequenz und Lebenserwartung

Tesis (Bachelor) , 2011 , 44 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Wiktor Baranowski (Autor)

Deporte - Medicina deportiva, terapia, nutrición
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Ausgangspunkt dieser Arbeit war die steigende Bedeutungsbeimessung des Ruheherz-frequenzwertes. Wie eingangs auf Basis einer Literaturrecherche gezeigt wurde, diver-gieren die in den aktuellen Lehrbüchern und Leitlinien-Publikationen ausgeschriebenen Herzfrequenz-Normwerte zum Teil stark voneinander und sind unzureichend dokumen-tiert. Dabei ist insbesondere der obere Grenzwert von 100 S/min unbegründet hoch an-gesetzt.
Ausgehend von dieser Erkenntnislage wurden führende epidemiologische Studien der letzten zwei Jahrzehnte nach Evidenzen für den prognostizierenden Aussagewert einer dauerhaft erhöhten Ruheherzfrequenz analysiert. Diesbezüglich wurde dargestellt, dass eine positive Korrelation mit dem Sterblichkeitsrisiko bereits ab Ruheherzfrequenzen von 79 – 84 S/min nachgewiesen wurde. Weiterhin bestätigte sich eine dauerhaft er-höhte Ruheherzfrequenz in diesen Studien auch nach einer Bereinigung für verschie-dene Störvariablen als ein unabhängiger Risikofaktor. Die untersuchte Verbindung konnte unter anderem auch in der allgemeinen gesunden Bevölkerung belegt werden; allerdings erwies sich der Zusammenhang beim weiblichen Geschlecht als weniger konsistent. Angesichts dieser Datenlage ist die Etablierung von sichereren geschlechts-spezifischen Normwert-Obergrenzen angezeigt, die für Männer bei 80-85 S/min und für Frauen, aufgrund der im Allgemeinen etwas höheren Ruheherzfrequenzwerte, bei 85-90 S/min angesetzt werden sollten.
Bezüglich der potentiellen Ursachen für den beobachteten Sterblichkeitsanstieg wird ei-ne zugrundeliegende sympathikotone Dominanz diskutiert, deren Marker möglicher-weise eine erhöhte Herzfrequenz ist. So könnte der Sterblichkeitsanstieg lediglich durch die Vergesellschaftung der Sympathikus-Überaktivität mit vielen weiteren Risikofaktoren erklärt werden. Die pathophysiologische Forschung liefert jedoch weitaus konkretere Belege zu möglichen pathophysiologischen Wirkungsmechanismen, welche der erhöh-ten Ruheherzfrequenz eine direkte Rolle in der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beimessen.
So verhält sich der myokardiale Sauerstoffbedarf proportional zur Schlagzahl, wodurch das Risiko akuter Myokardischämien signifikant steigt. Gleichfalls erhöht sich scher-stressbedingt auch die oxidative Belastung durch freie Radikale. Dieser Vorgang leitet wiederum das Entstehen einer endothelialen Dysfunktion ein und fördert die weitere Progression arteriosklerotischer Veränderungen. [Weiterhin ....]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Der Herzfrequenz Normwert

1.1 Normwerte in der Literatur

1.2 Probleme und Schwierigkeiten bei der Normwertdefinition der Herzfrequenz

1.3 Ansätze von Neudefinitionen der Normherzfrequenz

1.4 Zusammenhang zwischen erhöhter Herzfrequenz und Sterblichkeitsrate

1.5 Zusammengefasst:

2 Anatomisch-physiologische Grundlagen des Herz-Kreislaufsystems

2.1 Funktion, Aufbau und Größe des Herzmuskels

2.2 Herzeigener Sauerstoff- und Energieverbrauch

2.3 Erregungsbildung und –ausbreitung

2.4 Einfluss des autonomen Nervensystems

2.5 Arbeitsphasen des Herzens

2.6 Ausgewählte Parameter der Herzfunktion

2.7 Zusammengefasst:

3 Adaptationsprozesse an ein Ausdauertraining

3.1 Anpassungserscheinungen funktioneller Art

3.1.1 Funktionelle Veränderungen

3.1.2 Konsequenzen für die Arbeitsweise des Herzens

3.2 Anpassungserscheinungen struktureller Art

3.2.1 Notwendige Belastungsreize zur Entwicklung eines Sportherzens

3.2.2 Dimensionale Veränderungen

3.2.3 Konsequenzen für die Arbeitsweise

3.3 Zusammengefasst:

4 Pathophysiologische Wirkmechanismen einer erhöhten Herzfrequenz

4.1 Myokardischämien

4.2 Endotheldysfunktion

4.3 Plaquerupturen

4.4 Zusammengefasst:

5 Diskussion

5.1 100 S/min: Ist die Normwertobergrenze und gleichzeitige Definition der Tachykardie noch zeitgemäß?

5.2 Ist eine Herzfrequenzsenkung erfolgsversprechend?

5.3 Pharmakologische Herzfrequenzsenkung vs. Ausdauertraining

6 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den wissenschaftlichen Konsens zur Ruheherzfrequenz, hinterfragt kritisch die gängigen Normwerte von 60-100 S/min und analysiert den Zusammenhang zwischen einer erhöhten Ruheherzfrequenz und kardiovaskulären Sterblichkeitsrisiken. Ziel ist es, die Bedeutung von regelmäßigem Ausdauertraining als präventive Maßnahme zur Herzfrequenzsenkung und zur Verbesserung der kardiovaskulären Gesundheit herauszustellen.

  • Kritische Analyse der Herzfrequenz-Normwerte in der Literatur
  • Epidemiologische Zusammenhänge zwischen Ruheherzfrequenz und Mortalität
  • Physiologische Anpassungsmechanismen an Ausdauertraining
  • Pathophysiologische Risiken erhöhter Herzfrequenzen (Ischämie, Plaqueruptur)
  • Vergleich von pharmakologischer Senkung versus trainingsbedingter Anpassung

Auszug aus dem Buch

1.2 Probleme und Schwierigkeiten bei der Normwertdefinition der Herzfrequenz

Wie die Literaturrecherche gezeigt hat, variieren die ausgeschriebenen Normwerte zum Teil stark voneinander, wobei insbesondere die Tachykardieschwelle und gleichzeitige Normobergrenze von 100 S/min irritierend hoch erscheint. Soll im Sinne einer Vereinheitlichung eine Neudefinition durchgeführt werden, so gilt es als allererstes, den Normbegriff selbst zu definieren. Was gilt überhaupt als „normal“? In der Medizin erfolgt die Berechnung von Referenzwerten anhand von ermittelten Messwerten von gesunden Personen. Als normal werden schließlich alle Werte befunden, die bei 95 % aller Untersuchten vorkommen. Hieraus ergibt sich allerdings eine Gefahr, die Wittekopf (1975) wie folgt formuliert:

„Mit Hilfe biostatischer Verfahren, werden durch Untersuchungen repräsentativer Bevölkerungsgruppen Durchschnittswerte ermittelt, die z. Z. im allgemeinen als die Normwerte akzeptiert werden. Diese Mittelwerte charakterisieren nach Israel (...) den Zustand der zwar „gesunden“ Bevölkerung, die jedoch unter den gesellschaftlichen Bedingungen der wissenschaftlich-technischen Revolution bereits alle Risikofaktoren der kardiovaskulären und Stoffwechselerkrankungen in sich birgt. Deshalb können die Parameter der Leistungsfähigkeit der Gesamtbevölkerung, die vielfach durch Bewegungsarmut und Übergewichtigkeit gekennzeichnet ist, nicht als d i e Normwerte akzeptiert werden. Damit würde auf Grund der zunehmenden Bewegungsarmut sowohl im Arbeitsprozeß als auch in der Freizeitgestaltung die abnehmende Tendenz der physischen Leistungsparameter toleriert werden“ (S. 987).

Dieser Auszug macht deutlich, dass eine Normwertfestlegung auf Grundlage von aus der Bevölkerung erhobenen Durchschnittswerten nicht ganz unproblematisch ist. Zu diesem Thema schreiben auch Dickhuth et al. (2004), dass davon auszugehen ist, „(…) dass sich die zu betrachteten [Herz-Kreislauf-] Systeme – entwicklungsgeschichtlich gesehen – an einem deutlich höheren Bewegungsniveau des Menschen entwickelt haben und die heutige mittlere Aktivität nahezu einer Inaktivität entspricht. So ist eine gesunde untrainierte Person eigentlich als deadaptiert anzusehen (…)“ (S. 374).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Der Herzfrequenz Normwert: Analyse der Literatur bezüglich Herzfrequenz-Normwerten sowie Erörterung der Problematik bei der aktuellen Definition der Tachykardie.

2 Anatomisch-physiologische Grundlagen des Herz-Kreislaufsystems: Darstellung der Herzfunktion, des Sauerstoffverbrauchs und der Steuerung durch das Nervensystem, um die Auswirkungen von Belastung besser zu verstehen.

3 Adaptationsprozesse an ein Ausdauertraining: Erläuterung funktioneller und struktureller Anpassungen des Herzens durch Ausdauersport, die zu einer ökonomisierten Arbeitsweise führen.

4 Pathophysiologische Wirkmechanismen einer erhöhten Herzfrequenz: Untersuchung des kausalen Zusammenhangs zwischen erhöhter Ruheherzfrequenz und Herzkrankheiten wie Myokardischämien oder Plaquerupturen.

5 Diskussion: Kritische Reflexion der Obergrenzen, Bewertung pharmakologischer Ansätze sowie Gegenüberstellung mit dem Effekt von Ausdauertraining.

6 Zusammenfassung: Abschließende Synthese der Ergebnisse, die den hohen Stellenwert von Ausdauertraining zur Senkung der Ruheherzfrequenz und Mortalität unterstreicht.

Schlüsselwörter

Herzfrequenz, Ruheherzfrequenz, Ausdauertraining, Herz-Kreislauf-System, Mortalität, Sportherz, Normwert, Tachykardie, Myokardischämie, Endotheldysfunktion, Plaqueruptur, Arteriosklerose, kardiovaskuläre Prävention, Sympathikus, Anpassungsprozesse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit untersucht die medizinische Bedeutung der Ruheherzfrequenz und deren Eignung als Marker für kardiovaskuläre Gesundheit, besonders im Kontext sportlicher Betätigung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die Validität aktueller Normwerte, die Auswirkungen von Ausdauertraining auf das Herz sowie die pathophysiologischen Folgen einer dauerhaft erhöhten Herzschlagfrequenz.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, dass die aktuelle Normobergrenze von 100 S/min zu hoch angesetzt ist und dass ein lebenslanges Ausdauertraining ein wirksames Mittel zur Senkung des kardiovaskulären Risikos darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor führt eine umfassende Literaturanalyse und Synthese aktueller epidemiologischer Studien sowie physiologischer Grundlagenwerke durch, um eine Evidenzbasis für die Anpassung der Normwerte zu liefern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Normwerte, die physiologischen Grundlagen der Herzarbeit, die strukturellen Anpassungen durch Training und die pathophysiologischen Mechanismen, über die eine hohe Herzfrequenz Mortalitätsrisiken steigert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ruheherzfrequenz, Mortalität, Sportherz, Ausdauertraining, Myokardischämie und kardiovaskuläre Prävention.

Warum wird die Normobergrenze von 100 S/min als problematisch eingestuft?

Da epidemiologische Daten zeigen, dass bereits ab Werten von 79-84 S/min ein erhöhtes Sterblichkeitsrisiko besteht, wird die Grenze von 100 S/min wissenschaftlich als zu hoch und unbegründet bewertet.

Welche Rolle spielt das Ausdauertraining bei der Senkung des Mortalitätsrisikos?

Regelmäßiges Ausdauertraining führt zu einer ökonomisierten Herzarbeit und einer Verschiebung der sympatho-vagalen Balance, was nachweislich mit einer Senkung der Ruheherzfrequenz und reduzierten Risiken für koronare Herzkrankheiten assoziiert ist.

Inwiefern unterscheiden sich Männer und Frauen in der Ruheherzfrequenz?

Der Autor stellt fest, dass Frauen generell etwas höhere Ruheherzfrequenzen aufweisen als Männer, weshalb bei der Etablierung neuer Normwerte geschlechtsspezifische Grenzwerte empfohlen werden.

Besteht ein kausaler Zusammenhang zwischen Herzfrequenz und Plaquerupturen?

Ja, die Arbeit legt dar, dass eine erhöhte Herzfrequenz durch mechanische Belastungen der Gefäßwände und durch Störungen der endothelabhängigen Nitritoxidsynthese die Instabilität von arteriosklerotischen Plaques fördert.

Final del extracto de 44 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Einfluss von Ausdauertraining auf die Ruheherzfrequenz und Lebenserwartung
Subtítulo
Über die Bedeutung einer physiologisch niedrigen Ruheherzfre-quenz für die Gesundheit und deren Beeinflussungsmöglichkeiten durch Ausdauertraining beim Menschen
Universidad
Bielefeld University
Calificación
1,0
Autor
Wiktor Baranowski (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
44
No. de catálogo
V177219
ISBN (Ebook)
9783640989089
Idioma
Alemán
Etiqueta
einfluss ausdauertraining ruheherzfrequenz lebenserwartung bedeutung ruheherzfre-quenz gesundheit beeinflussungsmöglichkeiten ausdauertraining menschen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Wiktor Baranowski (Autor), 2011, Der Einfluss von Ausdauertraining auf die Ruheherzfrequenz und Lebenserwartung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177219
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  44  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint