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Spotlight auf Führung

Videobasierte Beratung (VHT) für Führungskräfte in der öffentlichen Verwaltung

Título: Spotlight auf Führung

Tesis de Máster , 2026 , 152 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Laurenzia Balzer (Autor)

Gestión de recursos humanos - Gestión del personal
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Führung steht täglich im Rampenlicht – jede Geste, jedes Wort hat Konsequenzen. Ziel der vorliegenden Masterarbeit ist es, den Einfluss videobasierter Beratung auf die Entwicklung von Führungskompetenzen in der öffentlichen Verwaltung zu ermitteln. In diesem Zusammenhang werden sowohl das Führungsverhalten als auch die Selbstreflexion der Führungskräfte analysiert. Die Annahme, dass die Analyse von Führungssituationen, die auf Videoaufnahmen basieren, zu einer vertieften Wahrnehmung des eigenen Handelns führt, dient als Grundlage für die Durchführung einer qualitativ-explorativen Mehrfallstudie. Diese Studie wurde mit fünf Führungskräften durchgeführt, welche die videobasierte Beratung VHT (Video-Home-Training) in Anspruch nehmen durften. Im Rahmen der Untersuchung wurde eine strukturierende Inhaltsanalyse zur Erfassung der Einzel-fälle durchgeführt, um Daten für eine Cross-Case-Analyse nach Yin aufzubereiten. Die vorliegenden Ergebnisse legen nahe, dass videobasierte Beratung signifikant die Kommunikationsfähigkeit, Selbstregulation, Authentizität und Beziehungsorientierung stärkt. Videobasierte Beratung initiiert damit eine neue Ära in der Führungskräfteentwicklung. Das Spotlight auf gelungene Momente generiert einen Raum, in dem Lernen, Veränderung und Selbstwirksamkeit gefördert werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Zielsetzung und Methodik der Arbeit

1.2 Aufbau der Arbeit

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Führungstheoretische Grundlagen

2.2 Anforderungsprofil für Führungskräfte

2.3 Videobasierte Beratung VHT

2.4 Videobasierte Beratung VHT: kritische Würdigung

3 Empirie

3.1 Forschungsgegenstand und -interesse

3.2 Forschungsethik und Gütekriterien

3.3 Datenerhebung und -auswertung

3.4 Einzelfallanalyse

4 Transfer

4.1 Cross-Case-Analyse

4.2 Interpretation der Ergebnisse im Theoriekontext

4.3 Transfer in die Praxis der öffentlichen Verwaltung

4.4 Limitationen und Ausblick

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser wissenschaftlichen Untersuchung besteht darin, den Einfluss videobasierter Beratung (Video-Home-Training, VHT) auf die Weiterentwicklung von Führungskompetenzen im spezifischen Kontext der öffentlichen Verwaltung zu ermitteln. Vor dem Hintergrund wachsender organisatorischer Komplexität, des demographischen Wandels sowie zunehmender Anforderungen an Wertschätzung und Mitarbeiterbindung geht die Arbeit der zentralen Forschungsfrage nach, inwiefern ein VHT-Coaching sowohl das beobachtbare Führungsverhalten als auch die Selbstreflexion von kommunalen Führungskräften nachhaltig verändert und stärkt.

  • Theoretische Fundierung moderner Führungsansätze (Ohio-State-Studien, transformationale Führung, Reifegradmodell, Empowering Leadership)
  • Konzeptionelle Grundlagen und Wirkmechanismen des Video-Home-Trainings (Basiskommunikation, Videobilder als Spiegel, Empowerment, systemische Schule)
  • Entwicklung eines vierdimensionalen theoriegeleiteten Anforderungsprofils (Verhalten, Motivation, Kontext, Beteiligung)
  • Qualitativ-explorative Mehrfallstudie mit fünf Führungskräften einer kommunalen Stadtverwaltung
  • Cross-Case-Analyse zur Identifikation übergreifender Entwicklungsmuster im Führungsverhalten und in der Selbstreflexion
  • Handlungsempfehlungen und Rahmenbedingungen für den Praxistransfer videobasierter Beratung in den öffentlichen Sektor

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Zielsetzung und Ablauf

Ein VHT-Prozess verläuft in vier Schritten: die Klärung der Fragestellung, die Videoaufnahme selbst, die Bildanalyse und die zuletzt folgende Rückschau (vgl. Gens 2020). Ein zu Beginn stehendes Erstgespräch ist zentral für die Klärung der Fragestellung (vgl. Schepers und König 2000). Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Klient*innen bereits eine vage Vorstellung von möglichen Lösungen in sich tragen und diese im Verlauf durch das Aufdecken eigener Ressourcen konkretisieren können (vgl. Gens 2020). Die Fragestellung wird deshalb offen, positiv und handlungsorientiert formuliert: Sie soll zu eigener Aktivität anregen, ein wirksames Ziel enthalten und sich an bisherigen Lösungsversuchen orientieren (ebd.).

Grundvoraussetzung für VHT ist die Aufnahme eines Videos im Alltag (vgl. Heimbürger 1994). Hierfür reichen zumeist bereits zehn Minuten einer Sequenz, die von den Eltern ausgewählt werden kann (vgl. Dekker 1994). Denn die „Kommunikations- und Interaktionsmuster [zeigen sich] authentisch in Bruchteilen von Sekunden“ (Gens 2020, 16). Zentral ist hierbei, dass es sich um positive Bilder handelt, da diese beim Lernen helfen können und auch die Motivation steigern – negative Bilder würden als Reaktion vielmehr Flucht hervorrufen (ebd.).

Anschließend werden diese analysiert, geschnitten und für eine Besprechung mit den jeweiligen Klient*innen vorbereitet (vgl. Dekker 1994). Die beratende Person hält Ausschau nach den Bündeln und Mustern, die sich im Video-Kontakt-Schema nach Biemans (1994b) in Anlage 5 finden und greift besonders prägnante Sequenzen heraus – wie etwa die Initiativen des Kindes und die Empfangsbestätigungen durch die Eltern (vgl. Gens 2020). Bereits 1983 beschreiben Dowrick und Biggs (1983) das Vorgehen, passende Sequenzen aus Videos zusammenzuschneiden und zu einem Film zusammenzuschneiden – dabei wird auf die Fragestellung Bezug genommen, sodass der Film bereits Teile der Lösung für die Klient*innen enthält. In der Rückschau sorgen die Videoberatenden aktivierend dafür, dass die Klient*innen die Aufnahmen und sich selbst bewusst wahrnehmen, dies in Worte fassen und daraus mit ihrem eigenen Lösungsansatz ihre Schlussfolgerungen ziehen (vgl. Biemans 1994a).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Das Einführungskapitel begründet die Relevanz moderner Führung in Zeiten von Fachkräftemangel und VUCA-Herausforderungen in der öffentlichen Verwaltung, stellt die Forschungsfrage vor und erläutert die Zielsetzung sowie den formalen methodischen Ablauf der Arbeit.

2 Theoretische Grundlagen: In diesem Kapitel werden vier bedeutende Führungstheorien analysiert, zu einem vierdimensionalen Anforderungsprofil verdichtet und die Methode des Video-Home-Trainings (VHT) anhand ihres theoretischen Säulenmodells sowie wissenschaftlicher Wirksamkeitsstudien kritisch gewürdigt.

3 Empirie: Das Kapitel beschreibt das methodische Design der qualitativ-explorativen Mehrfallstudie, einschließlich Feldzugang, Forschungsethik, Interviewdurchführung und der strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring zur Auswertung der fünf Einzelfälle.

4 Transfer: Hier werden die Ergebnisse der Einzelfallanalysen in einer Cross-Case-Analyse zusammengeführt, im Kontext der theoretischen Führungsmodelle interpretiert und konkrete Implikationen, Rahmenbedingungen sowie Limitationen für den Einsatz von VHT in der öffentlichen Verwaltung abgeleitet.

5 Fazit: Das Schlusskapitel fasst die zentralen Untersuchungsergebnisse synthesenartig zusammen, beantwortet die Forschungsfrage umfassend und hebt den Perspektivwechsel von der Defizitorientierung hin zu einer ressourcenbasierten Selbstreflexion hervor.

Schlüsselwörter

Videobasierte Beratung, Video-Home-Training, Führungskräfteentwicklung, Öffentliche Verwaltung, Selbstreflexion, Führungsverhalten, Basiskommunikation, Authentizität, Mehrfallstudie, Qualitative Inhaltsanalyse, Ressourcenorientierung, Steuerungsrolle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einsatz und die Wirkung der videobasierten Beratungsmethode Video-Home-Training (VHT) im Rahmen des Coachings von Führungskräften in der öffentlichen Verwaltung.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung abgedeckt?

Zu den thematischen Schwerpunkten gehören moderne Führungsansätze, die Methodik und Theorie des VHT (insbesondere Basiskommunikation und Videofeedback), die Entwicklung reflexiver Kompetenzen sowie deren Übertragbarkeit auf administrative Organisationen.

Was ist das primäre Ziel beziehungsweise die zentrale Forschungsfrage?

Das Hauptziel besteht in der Beantwortung der Frage, inwiefern videobasierte Beratung die Führungskompetenzen von Führungskräften in der öffentlichen Verwaltung hinsichtlich ihres beobachtbaren Führungsverhaltens und ihrer Selbstreflexion beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methodik liegt der empirischen Untersuchung zugrunde?

Es wurde ein qualitativ-exploratives Mehrfallstudiendesign nach Robert K. Yin gewählt, bei dem fünf Führungskräfte einer Stadtverwaltung untersucht wurden. Die Datenerhebung erfolgte über leitfadengestützte Interviews mit den Führungskräften und den Coaches, ausgewertet mittels strukturierender qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring und MAXQDA.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert und dargestellt?

Der Hauptteil umfasst die detaillierte Einzelfallanalyse aller fünf Führungskräfte, den Abgleich zwischen Selbst- und Fremdeinschätzung sowie eine theoriegeleitete Cross-Case-Analyse, die Entwicklungsmuster anhand einer Ampelsystematik bewertet.

Welche zentralen Schlüsselbegriffe kennzeichnen den Inhalt der Arbeit?

Prägend für die Publikation sind Begriffe wie Video-Home-Training (VHT), Basiskommunikation, Führungsverhalten, Selbstreflexion, Public Management, Authentizität, Empowerment und Cross-Case-Analyse.

Aus welchem Anwendungsbereich stammt die VHT-Methode ursprünglich und wie lässt sie sich auf Führung übertragen?

Das Video-Home-Training entstammt originär der Erziehungshilfe und Eltern-Kind-Interaktion. Die Übertragung auf Führungskräfte basiert auf der Annahme, dass erfolgreiche Zusammenarbeit maßgeblich auf gelungener Interaktion, Feinfühligkeit und klaren Kommunikationsmustern fußt.

Welche Führungskompetenzen zeigten durch das VHT-Coaching die stärkste Entwicklung?

Die stärksten Zuwächse zeigten sich vor allem bei reflexiven Kompetenzen wie dem Bewusstsein für die Balance zwischen Struktur und Beziehung, der Wahrnehmung der eigenen Steuerungsrolle, der Selbstüberprüfung der Authentizität sowie im Verhalten bei Kommunikation, Vertrauensbildung und individueller Zuwendung.

Warum blieben abstrakte Führungskompetenzen wie Sinnstiftung oder Vision in den Daten weitgehend unberücksichtigt?

VHT fokussiert primär auf konkrete, unmittelbar beobachtbare Mikromuster der Interaktion und Kommunikation. Übergeordnete, strategische Kompetenzen wie Sinnstiftung erfordern andere Interventionsformen oder werden im administrativen Verwaltungsalltag oftmals als formale Rahmenbedingung vorausgesetzt.

Welche Voraussetzungen sind für eine erfolgreiche Implementierung von VHT in der öffentlichen Verwaltung unerlässlich?

Zentrale Erfolgsfaktoren sind absolute Vertraulichkeit, strikte Freiwilligkeit der Teilnahme, eine offene Lernkultur ohne Kontrollcharakter sowie die Bereitstellung zeitlicher und personeller Ressourcen für die Reflexionsprozesse.

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Detalles

Título
Spotlight auf Führung
Subtítulo
Videobasierte Beratung (VHT) für Führungskräfte in der öffentlichen Verwaltung
Universidad
Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl
Calificación
1,3
Autor
Laurenzia Balzer (Autor)
Año de publicación
2026
Páginas
152
No. de catálogo
V1772365
ISBN (PDF)
9783389207314
ISBN (Libro)
9783389207321
Idioma
Alemán
Etiqueta
VHT videobasierte Beratung SPIN DGVB videobasiert videogestützt öffentliche Verwaltung Führung Management Leadership Führungskräfteentwicklung qualitativ explorativ
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Laurenzia Balzer (Autor), 2026, Spotlight auf Führung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1772365
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