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Bedeutung und ökonomischer Nutzen der beruflichen Gesundheitsförderung in Einrichtungen des Gesundheitswesens

Title: Bedeutung und ökonomischer Nutzen der beruflichen Gesundheitsförderung in Einrichtungen des Gesundheitswesens

Term Paper , 2011 , 36 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dominik Fischer (Author)

Health - Public Health
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Einleitung
Das deutsche Gesundheitssystem mit all seinen Akteuren wird verstärkt mit Problemen konfrontiert, die sowohl die Finanzierung als auch die Versorgung und den Gesundheitszustand der Bürger gefährden. Zu nennen sind beispielsweise der vorherrschende demographische Wandel mit zunehmender Überalterung der Bevölkerung und sinkenden Kasseneinahmen, der kontinuierliche Anstieg der Prävalenz chronischer Erkrankungen, Fachkräftemangel, sowie steigende Ausgaben für immer umfassendere Behandlungsmöglichkeiten. Insbesondere Einrichtungen des Gesundheitswesens haben in der heutigen Zeit zunehmend unter wirtschaftlichem Druck zu leiden, der einem verstärktem Wettbewerb, schwindenden Erlösen und steigenden Kosten geschuldet ist. Neben den Unternehmen sind auch die im Gesundheitswesen Beschäftigten diesem Druck ausgesetzt. Stellenabbau, Arbeitsverdichtung, Angst um Existenz und Arbeitsplatz, mangelnde Mitsprachemöglichkeiten, sowie die fehlende Wertschätzung der Führungsetage zehren an den Kräften der Erwerbstätigen, rauben Motivation und gefährden die Gesundheit (vgl. Müller, 2009, S. 7 f.). Mit den daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die Produktivität der Unternehmen und finanziellen Belastungen des gesamten Gesundheitssystems, wie beispielsweise Kosten für Kuration und Rehabilitation, entsteht ein Teufelskreis, der schwer zu durchbrechen ist. Ein Weg diesem Dilemma zu entkommen könnte in der umfassenden Umsetzung der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) zu finden sein da feststeht, dass Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit wichtige Voraussetzungen für die Leistungsfähigkeit und das Engagement von Arbeitnehmern darstellt (vgl. Schraub et al., 2009, S. 101).

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1 Einleitung

1.1 Thema - gesundheitsökonomische Relevanz

1.2 Zentrale Fragestellungen, Zielsetzung

1.3 Aufbau der Arbeit

Kapitel 2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Definition der betrieblichen Gesundheitsförderung

2.2 Entwicklung und Grundlagen der BGF

2.3 Abgrenzung zur Prävention

2.4 Ziele und Handlungsansätze der BGF

Kapitel 3 Untersuchungsmethodik und –materialien

Kapitel 4 Betrachtung des Gesundheitswesens

4.1 Strukturen der Gesundheitsbranche

4.1.1 Personelle Strukturen

4.1.2 Betriebsarten und –größe

4.2 Arbeitsbedingungen und -belastungen in Gesundheitsbetrieben

4.3 Krankheitsbedingte Fehlzeiten/Absentismus/Präsentismus und ihre ökonomischen Auswirkungen

4.4 Bisheriger Stand der Umsetzung

Kapitel 5 Erzielbare Resultate der BGF

5.1 BGF-Effekte für Arbeitnehmer

5.2 BGF-Effekte für Unternehmen des Gesundheitswesens

5.3 Überbetriebliche ökonomische Effekte der BGF

5.3.1 Gesetzliche Krankenversicherung

5.3.2 Berufsgenossenschaften

5.3.3 Staat/Solidargemeinschaft

Kapitel 6 Diskussion - Wirksamkeit der BGF

Kapitel 7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und den ökonomischen Nutzen der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) in Einrichtungen des Gesundheitswesens. Das Ziel besteht darin, Arbeitgeber für die Notwendigkeit von BGF-Maßnahmen zu sensibilisieren und eine Win-Win-Situation für alle beteiligten Akteure aufzuzeigen.

  • Gesundheitsökonomische Relevanz und Handlungsbedarf im Gesundheitswesen
  • Theoretische Grundlagen und Abgrenzung der BGF
  • Analyse der Arbeitsbelastungen und deren ökonomische Folgen (Fehlzeiten/Präsentismus)
  • Untersuchung des Status quo der BGF-Umsetzung in Gesundheitsbetrieben
  • Ermittlung von BGF-Effekten auf Mikro-, Meso- und Makroebene

Auszug aus dem Buch

4.2 Arbeitsbedingungen und -belastungen in Gesundheitsbetrieben

Reichhaltiges Datenmaterial bezüglich Arbeitsbedingungen und –belastungen existiert vor allem für Pflegende in kurativen und pflegerischen Einrichtungen. Hier kann zwischen physischen und psychischen Belastungen unterschieden werden. Im stationären Bereich ist in hohem Maße eine körperliche Beanspruchung des Personals zu verzeichnen, wie z.B. ergonomische Belastungen in Form von toxischen, mutagenen oder allergenen Stoffen, Infektionsgefahren, Strahlenexposition, Belastungen des Bewegungs- und Stützapparates und Risiken von Stich- und Schnittverletzungen (vgl. Glaser; Höge, 2005a, S. 7). Jedoch auch die psychischen Belastungen des Gesundheitspersonals dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Zunehmender Leistungsdruck, Zeitmangel, fachliche Überforderung, unvorhergesehene Unterbrechungen, mangelnde Anerkennung von Vorgesetzten und Gesellschaft, sowie seelische Belastungen durch den alltäglichen Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Patienten (vgl. Glaser; Höge, 2005b, S. 56 f.), wirken in hohem Maße negativ auf Gesundheit und Wohlbefinden des Pflegepersonals ein. Ähnliche Ergebnisse können für den Bereich der ambulanten Pflege verzeichnet werden. Es besteht eine enge Übereinstimmung in Art und empfundener Intensität der Arbeitsbelastungen (vgl. Gregersen, 2005, S. 190). Entsprechend steigender Belastungen und krankmachender Arbeitsbedingungen ist eine nachlassende Zufriedenheit mit der Arbeit allgemein und insbesondere mit den vorhandenen Rahmenbedingungen bei Krankenpflegekräften zu verzeichnen (vgl. Grabbe; Nolting; Loos, 2005, S. 46 f.). Die Arbeitsbelastungen von Ärzten weisen deutliche Parallelen zu den Pflegeberufen auf, wobei hier noch verstärkt die psychische Beanspruchung im Vordergrund steht. Auch Ärzte haben in zunehmender Ausprägung unter Zeitdruck, emotionaler Belastung im Umgang mit Patienten und häufigen Unterbrechungen zu leiden (vgl. Glaser; Höge, 2005b, S. 59).

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1 Einleitung: Das Kapitel führt in das Thema ein, erläutert die gesundheitsökonomische Relevanz und definiert das Ziel der Arbeit, Arbeitgeber von der BGF zu überzeugen.

Kapitel 2 Theoretischer Hintergrund: Es werden Definitionen, die Entwicklung der BGF sowie die Abgrenzung zur Prävention erläutert und die Handlungsansätze der BGF dargestellt.

Kapitel 3 Untersuchungsmethodik und –materialien: Die methodische Vorgehensweise wird als eine systematische Literaturrecherche definiert, welche Fachliteratur und Sekundärdaten auswertet.

Kapitel 4 Betrachtung des Gesundheitswesens: Das Kapitel analysiert die personellen und strukturellen Bedingungen, Arbeitsbelastungen sowie den aktuellen Umsetzungsstand der BGF im Gesundheitssektor.

Kapitel 5 Erzielbare Resultate der BGF: Es werden die vielfältigen positiven Effekte für Arbeitnehmer, Unternehmen und überbetriebliche Akteure wie Krankenversicherungen und den Staat beleuchtet.

Kapitel 6 Diskussion - Wirksamkeit der BGF: Die Wirksamkeit der BGF wird auf Basis existierender wissenschaftlicher Evidenz und ökonomischer Studien diskutiert.

Kapitel 7 Fazit: Die Arbeit resümiert den hohen Bedarf an BGF im Gesundheitswesen und plädiert für eine stärkere Implementierung, insbesondere in Klein- und Kleinstbetrieben.

Schlüsselwörter

Betriebliche Gesundheitsförderung, BGF, Gesundheitswesen, Arbeitsbelastung, Prävention, Fehlzeiten, Absentismus, Präsentismus, Personalfluktuation, Gesundheitsökonomie, Mitarbeiterbindung, Arbeitgeberattraktivität, Krankenhaus, Arztpraxen, Krankheitskosten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung und dem ökonomischen Nutzen von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung innerhalb der Gesundheitsbranche.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die gesundheitliche Situation der Beschäftigten im Gesundheitswesen, der ökonomische Nutzen von BGF für Unternehmen und externe Akteure sowie die Analyse von Arbeitsbelastungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Arbeitgeber im Gesundheitswesen von der Sinnhaftigkeit einer umfassenden BGF zu überzeugen, um eine Win-Win-Situation für alle beteiligten Akteure zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturrecherche unter Auswertung von Fachbüchern, Studienergebnissen, Fachartikeln sowie Daten des Statistischen Bundesamtes und des Robert-Koch-Instituts.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Im Hauptteil liegt der Schwerpunkt auf der Analyse der Strukturen und Arbeitsbedingungen in Gesundheitsbetrieben, den ökonomischen Folgen von Krankheiten für Unternehmen sowie der Bewertung der erzielbaren Resultate durch BGF.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie BGF, Fehlzeiten, Präsentismus, Gesundheitsökonomie, Mitarbeiterfluktuation und Arbeitgeberattraktivität definiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen BGF und Prävention relevant?

Obwohl sie oft in einem Atemzug genannt werden, unterscheidet die Arbeit zwischen dem salutogenetischen Ansatz der Gesundheitsförderung und dem pathogenetischen Ansatz der Prävention.

Welche Rolle spielt die Betriebsgröße bei der BGF-Umsetzung?

Die Arbeit stellt fest, dass Großbetriebe häufiger BGF umsetzen als Klein- und Kleinstbetriebe (KKU), bei denen Ressourcenknappheit die Implementierung erschwert.

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Details

Title
Bedeutung und ökonomischer Nutzen der beruflichen Gesundheitsförderung in Einrichtungen des Gesundheitswesens
College
Apollon University of Applied Sciences Bremen
Grade
1,7
Author
Dominik Fischer (Author)
Publication Year
2011
Pages
36
Catalog Number
V177252
ISBN (eBook)
9783640988013
ISBN (Book)
9783640988075
Language
German
Tags
bedeutung nutzen gesundheitsförderung einrichtungen gesundheitswesens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dominik Fischer (Author), 2011, Bedeutung und ökonomischer Nutzen der beruflichen Gesundheitsförderung in Einrichtungen des Gesundheitswesens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177252
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