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Vom Sachleister zum Dienstleister, die Rolle des Services in neuen Geschäftsmodellen

Titel: Vom Sachleister zum Dienstleister, die Rolle des Services in neuen Geschäftsmodellen

Bachelorarbeit , 2010 , 36 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Alexander Mersch (Autor:in)

BWL - Offline-Marketing und Online-Marketing
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der zunehmende Wettbewerbsdruck macht es vielen Unternehmen schwer, sich von der Konkurrenz abheben zu können und den sich ständig verändernden Kundenwünschen nachzukommen. Die Strategie, eine höhere Wertschöpfung durch arbeitssparende Herstellung von Produkten zu erzielen und die daraus resultierende erhöhte Arbeitslosenanzahl, wirkt sich negativ auf den Standort Deutschland aus. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Unternehmen produktbegleitende Dienstleistungen zusätzlich zu ihren Produkten anzubieten, um sich dadurch einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen und dem Preiswettbewerb bei den Produkten auszuweichen. Solche produktbegleitenden Dienstleistungen können beispielsweise Wartungs- oder Reparaturarbeiten zu den verkauften Produkten sein. Unternehmen, die ihre Produkte und Dienstleistungen isoliert verkaufen, begegnen immer mehr Kunden, die anstatt einzelner Dienstleistungen eine Komplettlösung für ihre Bedürfnisse erwarten. Aus diesem Grund gibt es vermehrt Unternehmen, die einen Schritt weiter gehen und innovative Problemlösungen für ihre Kunden bereitstellen. Diese Problemlösungen sind ein Bündel aus Produkt und Dienstleistung, ein sogenanntes hybrides Leistungsbündel, welches dem Kunden eine individuelle Lösung bietet. Dieser Wandel vom einfachen Dienstleister zum Problemlöser benötigt neue Geschäftsmodelle, die den Schwerpunkt auf Service setzen und die dafür erforderlichen organisatorischen Veränderungen erfassen. Solche serviceorientierten Geschäftsmodelle werden den Fokus dieser Arbeit darstellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Abgrenzung der Thematik und Aufbau der Arbeit

2. Produktbegleitende Dienstleistungen

2.1 Grundlagen produktbegleitender Dienstleistungen

2.1.1 Bedeutung von produktbegleitenden Dienstleistungen im Wettbewerb

2.1.2 Integrierung von produktbegleitenden Dienstleistungen in das Geschäftskonzept

2.2 Die Problematik produktbegleitender Dienstleistungen

3. Geschäftsmodelle als Lösungsansatz

3.1 Definitionen Geschäftsmodell

3.2 Serviceorientierte Geschäftsmodelle

3.2.1 Grundlagen serviceorientierter Geschäftsmodelle

3.2.2 Betreibermodelle als Beispiel für serviceorientierte Geschäftsmodelle

3.3 Chancen und Risiken serviceorientierter Geschäftsmodelle

3.3.1 Perspektive der Anbieter

3.3.2 Perspektive der Nachfrager

4. Fazit und Forschungsausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den strategischen Wandel von produzierenden Unternehmen vom reinen Sachleister zum Dienstleister. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch serviceorientierte Geschäftsmodelle und die Integration hybrider Leistungsbündel Wettbewerbsvorteile generiert werden können, um sich in einem intensiven Preiswettbewerb zu differenzieren.

  • Bedeutung produktbegleitender Dienstleistungen im Wettbewerb
  • Entwicklung und Definition innovativer Geschäftsmodelle
  • Serviceorientierung als Lösungsansatz für die Problematik isolierter Produktverkäufe
  • Chancen und Risiken hybrider Leistungsbündel für Anbieter und Nachfrager
  • Analyse von Betreibermodellen zur langfristigen Kundenbindung

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Grundlagen serviceorientierter Geschäftsmodelle

Die Grundlage für innovative Geschäftsmodelle bildet die Integration von Dienst- und Sachleistungen zu einem hybriden Leistungsbündel (vgl. Meier et al (2006), veröffentlicht im Internet [S. 429, Stand 01.12.2010]). Zu einem besseren Verständnis von hybriden Leistungsbündeln trägt die 2009 durchgeführte Umfrage zur Modernisierung der Produktion des Frauenhofer ISI bei. Hiernach konnten sich in der Praxis fünf solcher Produkt-Dienstleistungs-Bündel etablieren.

Dabei handelt es sich um Verfügbarkeitsgarantien, garantierte Lebenszykluskosten, Verträge über laufende Optimierung, Pay-on-Production und Chemikalienmanagement/-leasing. Bei dem Konzept der garantierten Lebenszykluskosten werden dem Kunden bestimmte Lebenszykluskosten während der Nutzungsdauer einer Maschine garantiert. Falls es zu einer Überschreitung dieser Kosten kommen sollte, wird eine Vertragsstrafe fällig.

Hingegen wird dem Kunden, bei einem Vertrag über laufende Optimierung, eine optimale Nutzung des Produktes gewährleistet. Bei dem Konzept des Chemikalienmanagement/-leasing, erwirbt der Kunde nicht länger die Chemikalie, sondern dessen Nutzung (vgl. Schröter et. al. (2010), veröffentlicht im Internet [S. 2 Stand 02.12.10]). Auf Verfügbarkeitsgarantien und Pay-on-Production wird später näher eingegangen.

Generell hängt die Zusammenstellung der Leistungsbündel von der Orientierung des Geschäftsmodells ab. Diese können funktions-, verfügbarkeits- oder ergebnisorientiert sein. Funktionsorientierte Geschäftsmodelle können durch den Verkauf einer Maschine und den zusätzlichen Abschluss eines Wartungsvertrages realisiert werden, wohingegen verfügbarkeitsorientierte Geschäftsmodelle den Abschluss einer Garantie beinhalten, die eine bestimmte Nutzungszeit verspricht. Hierzu gehören auch die erwähnten Verfügbarkeitsgarantien. Die letzte Ausprägung bilden die ergebnisorientierten Geschäftsmodelle, bei denen die Maschine vom Lieferanten selbst betrieben und die Produktionsleistung verkauft wird, was dem Konzept des Pay-on-Production entspricht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Abgrenzung der Thematik und Aufbau der Arbeit: Das Kapitel führt in den steigenden Wettbewerbsdruck für Unternehmen ein und stellt die Notwendigkeit dar, durch produktbegleitende Dienstleistungen und neue Geschäftsmodelle zu innovativen Problemlösungen zu gelangen.

2. Produktbegleitende Dienstleistungen: Es werden die Grundlagen produktbegleitender Dienstleistungen definiert und deren wachsende Bedeutung im Wettbewerb sowie die organisatorische Herausforderung ihrer Integration in das Geschäftskonzept erörtert.

3. Geschäftsmodelle als Lösungsansatz: Dieser Hauptteil analysiert verschiedene Definitionen von Geschäftsmodellen, erarbeitet serviceorientierte Konzepte wie Betreibermodelle und stellt die jeweiligen Chancen und Risiken für Anbieter und Nachfrager gegenüber.

4. Fazit und Forschungsausblick: Das Fazit fasst die Entwicklung vom reinen Produktgeschäft zum Lösungsgeschäft zusammen und identifiziert die Notwendigkeit weiterer empirischer Forschung zur Profitabilität serviceorientierter Modelle.

Schlüsselwörter

Produktbegleitende Dienstleistungen, Serviceorientierte Geschäftsmodelle, Hybride Leistungsbündel, Betreibermodelle, Pay-on-Production, Wettbewerbsvorteil, Kundenbindung, Investitionsgüterindustrie, Produkt-Dienstleistungs-System, Differenzierung, Risikomanagement, Wertschöpfung, Problemlösung, Preiswettbewerb, Geschäftsmodellinnovation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Transformation produzierender Unternehmen, die zunehmend Dienstleistungen in ihr Angebot integrieren, um sich vom reinen Sachleister zum Problemlöser zu entwickeln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind produktbegleitende Dienstleistungen, der Aufbau hybrider Leistungsbündel, die Definition von Geschäftsmodellen sowie eine kritische Analyse von Chancen und Risiken für beteiligte Akteure.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel besteht darin, innovative Geschäftsmodelle aufzuzeigen, bei denen das Hauptaugenmerk auf Dienstleistungen liegt, um Unternehmen Wege zur Generierung von Wettbewerbsvorteilen jenseits des reinen Produktpreises aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Definitionsansätze und Konzepte sowie der Auswertung empirischer Erhebungen, wie etwa der ISI-Produktionsinnovationserhebungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der Begriff „Geschäftsmodell“ definiert, serviceorientierte Ansätze wie Betreibermodelle im Detail analysiert und die Vor- und Nachteile aus der Sicht von Anbietern und Nachfragern kritisch gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere hybride Leistungsbündel, Betreibermodelle, Pay-on-Production, Wettbewerbsvorteil, Produkt-Dienstleistungs-System und Kundenbindung.

Wie unterscheidet sich ein BOO-Modell von einem BOT-Modell?

Der wesentliche Unterschied liegt im Eigentumstransfer: Beim Build-Operate-Own-Modell (BOO) verbleibt der Hersteller Eigentümer der Anlage, während beim Build-Operate-Transfer-Modell (BOT) ein Eigentumsübergang stattfindet.

Warum zögern viele Unternehmen noch bei der Einführung hybrider Leistungsbündel?

Die Zurückhaltung resultiert häufig aus den wahrgenommenen Risiken, wie etwa Schwierigkeiten bei der Kostenabschätzung, dem Risiko der Abhängigkeit vom Anbieter oder der Sorge vor organisatorischen Veränderungen im eigenen Betrieb.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vom Sachleister zum Dienstleister, die Rolle des Services in neuen Geschäftsmodellen
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
2,3
Autor
Alexander Mersch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
36
Katalognummer
V177311
ISBN (eBook)
9783640988778
ISBN (Buch)
9783640988969
Sprache
Deutsch
Schlagworte
hybride Leistungsbündel serviceorientierte Geschäftsmodelle
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Mersch (Autor:in), 2010, Vom Sachleister zum Dienstleister, die Rolle des Services in neuen Geschäftsmodellen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177311
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Leseprobe aus  36  Seiten
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