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Aspekte der Bioenergie

Title: Aspekte der Bioenergie

Term Paper , 2009 , 29 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Bachelor of Science Marie Tolkemit (Author)

Health - Nutritional Science
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Die Endlichkeit fossiler Energieträger zwingt zur Schaffung neuer Energiequellen. Eine neue regenerative Energiequelle ist Bioenergie, die 10% am weltweiten Primärenergieverbrauch stellt.
In der folgenden Arbeit wurden verschiedene Aspekte der Bioenergie beleuchtet und die Ursachen der Konkurrenz zwischen dem Nahrungsmittel- und Bioenergiemärkt untersucht. Als Refferenz für die Analyse dienten Daten von renomierten Forschungsinstituten und Organisationen die sich mit den Bereichen Lebensmittelsicherheit, Bevölkerungswachstum sowie Markt- und Preisentwicklungen beschäftigen.
In den letzten Jahren gab es einen enormen Bioenergieboom, verursacht durch die wachsende Nachfrage nach Energie, weltweit steigende Energiepreise, den Abbau von Preisstützen für Lebensmittel auf den Agrarmärkten, den Bedenken auf Grund der globalen Erwärmung sowie Fördermaßnahmen für Bioenergie. Zwischen dem Bioenergie- und dem Nahrungsmittelmarkt herrscht auf Grund begrenzter Agrarflächen Flächenkonkurrenz. Langristig ist zu erwarten, dass auf den vorhandenen Arealen Nahrungsmittel angebaut werden, auf Grund der rasant wachsenden Bevölkerung. Möchte man dennoch ein Nebeneinander von Bioenergie und Nahrungsmitteln gewährleisten müssen einige Grundlagen erfüllt sein, die im Rahmen der folgenden Arbeit näher beschrieben werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Bioenergie

2.1. Bedeutung von Bioenergie weltweit

2.2. Bioenergiearten

3. Die Gründe des Energiebooms

3.1. Entwicklungen, Interaktionen zwischen Lebensmittel- und Energiemärkten

3.2. Politikmaßnahmen zur Bioenergieförderung

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Zusammenhänge und die resultierende Flächenkonkurrenz zwischen dem Nahrungsmittel- und dem Bioenergiemarkt vor dem Hintergrund einer weltweit wachsenden Nachfrage nach Energie und steigenden Rohstoffpreisen. Dabei wird analysiert, welche politischen Rahmenbedingungen den aktuellen Bioenergieboom fördern und wie sich dieser langfristig auf die globale Ernährungssicherheit auswirken könnte.

  • Analyse der Ursachen des weltweiten Bioenergiebooms
  • Untersuchung der Interaktionen zwischen Lebensmittel- und Energiemärkten
  • Bewertung der Flächenkonkurrenz zwischen Nahrungsmittel- und Bioenergieproduktion
  • Evaluation internationaler und europäischer Politikmaßnahmen zur Bioenergieförderung
  • Prognose der zukünftigen Rolle der Bioenergie im Kontext der Welternährung

Auszug aus dem Buch

3.1. Entwicklungen, Interaktionen zwischen Lebensmittel- und Energiemärkten

An dieser Stelle wird zuerst die Situation auf den Märkten beschrieben und anschließend anhand von Marktdiagrammen veranschaulicht.

Entwicklungen auf den Energiemärkten

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wird der Primärenergieverbrauch größtenteils über Biomasse bereitgestellt (siehe Abb. 3). Die Sektoren Erdöl und Gas werden erst seit etwa 90 Jahren als Rohstoffe zur Energieerzeugung genutzt. Fossile Energieträger haben in den letzten Jahren 80% der Energie bereitgestellt. Erst vor etwa 30 Jahren wurden zusätzlich neue Energien in Form von Kernenergien und erneuerbaren Energien zur Deckung des wachsenden Energiebedarfs hinzugezogen. (Schmitz et al., 2009, S. 80). Der Primärenergie-Verbrauch ist seit 1925 enorm gestiegen und liegt 2006 bei 491,5 Exajoule (EJ) weltweit (siehe auch 2.1. Bedeutung von Bioenergie weltweit). Im globalen Maßstab wird davon ausgegangen, dass der Verbrauch an fossilen Energieträgern auch in den kommenden zwei bis drei Jahrzehnten deutlich ansteigt (siehe Abb. 4), die Gründe dafür sind der steigende Energie- und Rohstoffbedarf in wirtschaftlich aufstrebenden Regionen. (Deutsche Energie-Agentur GmbH, 2009). Mit dem steigenden Verbrauch an fossilen Energieträgern steigt auch der Rohölpreis. Im Juli 2008 erreicht der Rohölpreis einen Höchststand von 150 US$/Barrel, er sank dann bis Ende 2008 ab. Seit Beginn des Jahres 2009 ist wieder ein Anstieg zu verzeichnen, Mitte Juni liegt er bei etwa 70 US$/Barrel (siehe Abb. 5). Der Ölpreis wird langfristig steigen auf Grund der Endlichkeit fossiler Energieträger (siehe Abb. 6). Selbst dann, wenn der Erdölverbrauch in den nächsten Jahren konstant bleiben würde, wären die Ölbestände an konventionellem Erdöl in etwa 60 Jahren erschöpft und auch die Bestände an nicht-konventionellen Erdöl (Ölsande, Ölschiefer) wären etwa 80 Jahre später verbraucht. In der Realität ist mit steigenden Jahresverbräuchen zu rechnen, wodurch sich die Restnutzungszeit entsprechend vermindert (Wissenschaftlicher Beirat Agrarpolitik beim BMELV, 2007, S. 18 f.). Die Nachfrage nach Öl kann folglich nur noch auf bestimmte Zeit, bei steigenden Kosten gedeckt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Bioenergie als treibenden Faktor für steigende Lebensmittelpreise ein und umreißt die Zielsetzung sowie den Fokus der Untersuchung auf die Rolle der EU.

2. Definition Bioenergie: Das Kapitel definiert Biomasse als erneuerbaren Energieträger, erläutert die Unterteilung in Primär- und Sekundärprodukte und gibt einen Überblick über verschiedene Bioenergiearten.

3. Die Gründe des Energiebooms: Hier werden die treibenden Faktoren für das gestiegene Interesse an Bioenergie analysiert, wobei insbesondere die Entwicklungen auf den Energie- und Lebensmittelmärkten sowie internationale und EU-weite Politikmaßnahmen im Fokus stehen.

4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und wagt eine Prognose zur zukünftigen Rolle der Bioenergie, wobei die Herausforderungen der Nahrungssicherheit bei begrenzten Flächenressourcen hervorgehoben werden.

Schlüsselwörter

Bioenergie, Biomasse, Nahrungsmittelmarkt, Energiemarkt, Flächenkonkurrenz, Bioenergieboom, Welternährung, Preisindex, Fossile Energieträger, Nachhaltigkeit, Biokraftstoffe, Energiepolitik, Klimawandel, Nahrungsmittelsicherheit, Landwirtschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen dem Bioenergiesektor und der Nahrungsmittelproduktion sowie die Gründe, warum Bioenergie derzeit einen bedeutenden Boom erlebt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die globale Energieversorgung, die Preisentwicklungen auf Energie- und Lebensmittelmärkten, die Auswirkungen von Agrarpolitik sowie die Herausforderung der Flächenkonkurrenz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Ursachen des Bioenergiebooms zu verstehen und zu analysieren, ob und wie eine Koexistenz von Bioenergieproduktion und weltweiter Nahrungssicherheit gewährleistet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse von Daten renommierter Forschungsinstitute und Organisationen sowie auf einer theoretischen Betrachtung von Marktmechanismen mittels Diagrammen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definition von Bioenergie, die Gründe für den weltweiten Energieboom, die Interaktion zwischen Energie- und Lebensmittelmärkten sowie politische Fördermaßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Bioenergie, Nahrungsmittelmarkt, Flächenkonkurrenz, Energiepolitik, Nachhaltigkeit und Nahrungsmittelsicherheit.

Warum steigen die Lebensmittelpreise laut dieser Analyse auch aufgrund von Bioenergie?

Die Arbeit zeigt, dass Bioenergieproduzenten mit der Nahrungsmittelproduktion um begrenzte Agrarflächen konkurrieren. Wenn der Anbau von Bioenergieträgern aufgrund staatlicher Förderung profitabler ist, wird Nahrungsmittelproduktion verdrängt, was zu Angebotsknappheit und Preissteigerungen führt.

Welche Rolle spielt die EU laut der Untersuchung bei der Bioenergie?

Die EU wird vor allem in Bezug auf ihre politischen Ziele, wie die Förderung von Biokraftstoffen und die Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien, sowie ihre Rolle als Produzent, insbesondere bei Biodiesel, analysiert.

Was ist das Fazit der Autorin bezüglich der zukünftigen Nutzung von Flächen?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass für eine langfristige Nahrungssicherheit bei gleichzeitigem Ausbau der Bioenergie eine effizientere Flächennutzung, die Erschließung neuer Potenziale und ein technischer Fortschritt zwingend erforderlich sind.

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Details

Title
Aspekte der Bioenergie
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Agrarpolitik und Marktforschung)
Course
Welternährungswirtschaft
Grade
2,0
Author
Bachelor of Science Marie Tolkemit (Author)
Publication Year
2009
Pages
29
Catalog Number
V177312
ISBN (eBook)
9783640988600
ISBN (Book)
9783640988198
Language
German
Tags
aspekte bioenergie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Science Marie Tolkemit (Author), 2009, Aspekte der Bioenergie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177312
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