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Das Opfer - von den frühen Anfängen bis in die Moderne

Die Rolle des Sündenbocks

Titre: Das Opfer - von den frühen Anfängen bis in die Moderne

Essai , 2010 , 7 Pages

Autor:in: Mendina Morgenthal (Auteur)

Philosophie - Mémoires générales, Epoques
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Sowohl die traditionelle Bedeutung des rituellen Opfers ist uns ein Begriff, als auch die Konnotation von Verlust, Verzicht und Entsagung. Auch können wir eine etwas zwiespaltige Auslegung des Opferbegriffes festmachen; auf der einen Seite finden wir nämlich Bedeutungen, welche auf etwas Positives hinweisen (z.B. schenken, Liebesgaben) und auf der anderen Seite wird die Gewalt, welche wir mit dem Opferbegriff assoziieren, deutlich (z. B. Menschenopfer, Blutzeugen).
Innerhalb dieses Essays wird der Begriff des Opfers dementsprechend aus verschiedenen, chronologischen geordneten Perspektiven betrachtet. Außerdem wird der paradoxe und ambivalente Charakter des Opferbegriffes, auf welchen bereits hingewiesen wurde, genauer erörtert werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Traditionelle Bedeutung des Opfers
  • Verdrängung des traditionellen Opferkults durch Kultur und Rechtswesen
  • Opfer in der Moderne

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Dieser Essay untersucht den Opferbegriff von seinen frühen Anfängen bis in die Moderne. Der Fokus liegt auf der ambivalenten Natur des Begriffs, der sowohl rituelle Handlungen als auch Verluste, Entsagungen und Gewaltakte umfasst. Die Analyse beleuchtet die traditionelle Bedeutung des Opfers in religiösen und sozialen Kontexten und analysiert die Verdrängung des Opferkults durch Kultur und Rechtswesen.

  • Die traditionelle Bedeutung des Opfers als rituelle Handlung
  • Die Rolle des Opfers als Sündenbock und Spannungsabbau in der Gesellschaft
  • Die Verdrängung des Opferkults durch den Aufstieg von Kultur und Rechtswesen
  • Die Entwicklung des Opferbegriffs in der Moderne und die Rolle des Selbstopfers
  • Die vielfältigen Facetten des Opferbegriffs in der modernen Welt

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung

Die Einleitung definiert den Opferbegriff und erläutert seine vielschichtige und ambivalente Bedeutung. Der Essay wird die verschiedenen Perspektiven auf das Opfer aus einer chronologischen Sicht betrachten und den ambivalenten Charakter des Begriffs näher beleuchten.

Traditionelle Bedeutung des Opfers

Dieses Kapitel behandelt die traditionelle Bedeutung des Opfers als rituelle Handlung, die sowohl eine "zutiefst heilige Sache" als auch ein Verbrechen darstellt. Es wird betont, dass das Opfer dazu diente, interne Gewalttätigkeiten zu besänftigen und den sozialen Frieden innerhalb der Gemeinschaft zu gewährleisten. Das Opfer als Sündenbock diente der Abwendung von "Zorn der Götter" und der Unterbrechung von Gewaltspiralen. Tieropfer hingegen dienten als kollektive Rituale des Fleischgenusses und festigten die Gemeinschaft.

Verdrängung des traditionellen Opferkults durch Kultur und Rechtswesen

Dieses Kapitel beleuchtet die Verdrängung des Opferkults durch den Aufstieg von Kultur und Rechtswesen. Es wird argumentiert, dass mit zunehmender Zivilisation die gewalttätigen Opferungen zurückgingen und durch die Entwicklung des Rechtswesens ersetzt wurden. Laut Girard ist die Fähigkeit, der Ausbreitung von Gewalt entgegenzuwirken, essenziell für das Bestehen einer Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Dieser Essay befasst sich mit dem Opferbegriff und untersucht seine Entwicklung von den Anfängen bis in die Moderne. Wichtige Themen sind die rituelle Handlung des Opfers, seine Rolle als Sündenbock und Spannungsabbau, die Verdrängung des Opferkults durch Kultur und Rechtswesen sowie die Definition des Opfers in der modernen Welt. Schlüsselbegriffe sind: Opferkult, Opferrituale, Sündenbock, Gewalt, Kultur, Zivilisation, Rechtswesen, Selbstopfer, Moderne.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die traditionelle Bedeutung eines rituellen Opfers?

Das rituelle Opfer diente in frühen Kulturen dazu, interne Spannungen abzubauen und den sozialen Frieden zu sichern, indem Gewalt auf ein stellvertretendes Opfer (Sündenbock) umgeleitet wurde.

Warum wird der Opferbegriff als „ambivalent“ bezeichnet?

Er ist ambivalent, weil er sowohl positive Aspekte wie Hingabe, Schenken und Liebe umfasst als auch negative Aspekte wie Gewalt, Verlust, Verzicht und Zerstörung.

Wie hat das Rechtswesen den Opferkult verdrängt?

Mit der Entwicklung von Kultur und Rechtswesen wurde die blutige Rache durch Gesetze und gerichtliche Urteile ersetzt. Das Recht übernimmt die Funktion der Gewaltkontrolle, die früher das Opferritual innehatte.

Welche Rolle spielt der „Sündenbock“ nach René Girard?

Nach Girard dient der Sündenbock dazu, eine drohende Gewaltspirale innerhalb einer Gemeinschaft zu unterbrechen, indem die kollektive Aggression auf ein einzelnes, meist unschuldiges Wesen konzentriert wird.

Was versteht man unter dem Begriff „Selbstopfer“ in der Moderne?

In der Moderne hat sich der Fokus vom rituellen Töten hin zum persönlichen Verzicht oder der Aufopferung für eine höhere Sache oder andere Menschen verschoben, oft ohne religiösen Kontext.

Wozu dienten Tieropfer in der Antike?

Tieropfer waren oft kollektive Rituale des Fleischgenusses, die die Gemeinschaft festigten und gleichzeitig die religiöse Verbindung zu den Göttern aufrechterhielten.

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Résumé des informations

Titre
Das Opfer - von den frühen Anfängen bis in die Moderne
Sous-titre
Die Rolle des Sündenbocks
Université
TU Dortmund
Auteur
Mendina Morgenthal (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
7
N° de catalogue
V177373
ISBN (ebook)
9783640989775
Langue
allemand
mots-clé
opfer anfängen moderne rolle sündenbocks
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Mendina Morgenthal (Auteur), 2010, Das Opfer - von den frühen Anfängen bis in die Moderne, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177373
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