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Die Physiobiologie der Kindesvernachlässigung

Genetische und Umwelteinflüsse auf die Gehirnentwicklung

Titre: Die Physiobiologie der Kindesvernachlässigung

Dossier / Travail , 2010 , 18 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Mendina Morgenthal (Auteur)

Psychologie - Psychologie du développement
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Im Jahr 2002 zählten 896.000 Kinder zu den Opfern von Missbrauch und Misshandlung. In den USA beliefen sich dabei 60 % auf Kindesvernachlässigung. Diese erschreckenden Ergebnisse stehen in Zusammenhang mit einer negativen psychologischen Entwicklung von Kindern. Viele Beobachtungen von vernachlässigten Kindern, die nicht nur psychische, sondern auch physische Schaden erlitten, lassen vermuten, dass ein solcher Gewaltakt zu erheblichen Störung in der Entwicklung führen und vor allem im frühen Kindesalter zu einer fehlerhaften Entwicklung des Gehirns beitragen können. Viele Kinder leiden an unterschiedlichen Subtypen von Vernachlässigungen oder anderen Formen von Misshandlung, welche zu ähnlichen neurobiologischen und psychologischen Schädigungen führen können oder mit Kindesvernachlässigung einhergehen.
In dieser Hausarbeit wird der aktuelle Forschungsstand zur Psychobiologie der Kindesvernachlässigung skizziert. Wann eine bestimmte Behandlung von Kindern bereits eine Vernachlässigung darstellt, welche einen schädlichen Einfluss auf die Entwicklung einnimmt, ist nicht einheitlich geklärt. De Bellis (2005) merkt daher an, dass es notwendig ist, zuverlässige, valide und standardisierte Instrumente zu entwickeln, um das Fehlen von kulturell erwartetem Elternverhalten erfassen zu können. Deshalb basiert der Fokus der hier skizzierten Studien auf der Definition der Federal Child Abuse Prevention and Treatment Act von Kindesvernachlässigung. D. h. es werden nur solche Fälle betrachtet, die den oben erwähnten Definitionen von Kindesvernachlässigung entsprechen

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

3. Biologische Grundlagen

3.1 Stress und Immunsystem

3.2 Gehirnentwicklung bei Kindern

3.3 Traumatologie Modell

4. Umwelteinflüsse

4.1 Umwelt und emotionale Faktoren

4.2 elterliches Verhalten

4.3 Belastende familiäre und soziale Umwelteinflüsse

4.4 Zuhause und Familie

4.5 Wachstum und Ernährung

5. Forschungsstand

5.1 Historischer Rückblick

5.2 aktuelle Forschungsergebnisse

5.3 Zusammenhang von Kindesvernachlässigung und kognitiven Entwicklung, neuropsychologische und psychologische Folgen

6. Fazit und Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die psychobiologischen Auswirkungen von Kindesvernachlässigung und analysiert, wie genetische Faktoren und belastende Umwelteinflüsse die frühkindliche Gehirnentwicklung sowie kognitive und psychologische Prozesse langfristig prägen.

  • Neurobiologische Mechanismen der Stressregulation (Stress-Response-System)
  • Einfluss von Vernachlässigung auf die Gehirnstruktur und kognitive Entwicklung
  • Bedeutung der frühkindlichen Bindung und elterlichem Verhalten
  • Zusammenhang zwischen sozioökonomischem Status und kindlicher Entwicklung
  • Langfristige psychologische Folgen durch traumatische Erfahrungen

Auszug aus dem Buch

3. Biologische Grundlagen

Das Stress - Response System dient dem Umgang mit kritischen Lebensereignissen, wie Stresssituationen und der damit verbundenen Regulierung von Emotionen. Bei akutem Stress werden multiple Neurotransmitter- und Neuroendokrine - Systeme aktiviert. Diese sind mit dem Immunsystem verbunden, um die Reaktion auf akuten und chronischen Stress zu modellieren.

Der Sympathikus, die limbischen Hypothalamus – Hypophysen – Nebennieren - Achse (LHPA) und das Serotonin (5 – HT) System sind die drei wichtigen Stress - Response Systeme. Sie beziehen sich auf Stimmung, Angst und Störung der Impulskontrolle. Erregung, Stressreaktion, Verhalten und Emotionsregulation hängen alle von diesen Systemen ab.

Stress wirkt auf den Körper und das Gehirn ein. Empfinden wir zum Beispiel starke Angst, werden der Locus Coeruleus und das Sympathische Nervensystem (SNS) aktiviert (vgl. De Bellis, 2005). Dabei werden verschiedenen Neurotransmitter, wie Dopamin, Serotonin und Noradrenalin, die zu biologischen Veränderungen führen, ausgeschüttet. Die Transmitter Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin sind chemisch eng miteinander verwandt und werden Katecholamine genannt (vgl. Birbaumer & Schmidt, 2006).

Wenn die Produktion von Katecholamin erhöht wird, sorgen das SNS und das Nebennierenmark (eine endokrine Drüse, welche sich oberhalb der Nieren befindet) dafür, dass die Stresshormone Kortisol und Epinephrin abgesondert werden. Die Kampf- oder Flucht - Reaktion gehen einher mit einem erhöhten Blutdruck und Puls, sowie gesteigerter Aufmerksamkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das Ausmaß von Kindesvernachlässigung und deren negative Folgen für die psychische und physische Entwicklung, wobei der Fokus auf dem Federal Child Abuse Prevention and Treatment Act liegt.

2. Definitionen: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Formen der Vernachlässigung, wie körperliche, medizinische, erzieherische und emotionale Vernachlässigung, basierend auf Standards wie denen des Child Protective Service.

3. Biologische Grundlagen: Es werden die neurologischen und endokrinen Systeme, insbesondere die Stress-Response-Systeme und die Gehirnentwicklung bei Kindern, im Kontext von Traumata beschrieben.

4. Umwelteinflüsse: Dieses Kapitel analysiert soziale und ökologische Faktoren, wie elterliches Verhalten, Armut und häusliche Gewalt, und deren Einfluss auf die kindliche Entwicklung.

5. Forschungsstand: Hier wird der historische und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisstand zu den Auswirkungen von institutioneller Deprivation und Vernachlässigung auf kognitive und neuropsychologische Funktionen zusammengefasst.

6. Fazit und Diskussion: Das Fazit fasst die Wechselwirkungen zwischen Umwelt, Stress und Gehirnentwicklung zusammen und plädiert für weitere Forschung zur Resilienz und den spezifischen kognitiven Defiziten.

Schlüsselwörter

Kindesvernachlässigung, Psychobiologie, Gehirnentwicklung, Stress-Response-System, Neurotransmitter, Traumata, Bindung, kognitive Entwicklung, Neuropsychologie, PTBS, frühe Kindheit, Umweltfaktoren, Kortisol, neuronale Plastizität, Entwicklungsstörungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die physiobiologischen Konsequenzen von Kindesvernachlässigung und beleuchtet die komplexen Zusammenhänge zwischen genetischen Einflüssen, Stressfaktoren und der Entwicklung des kindlichen Gehirns.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die biologischen Stressmechanismen, der Einfluss von Umweltfaktoren (wie elterliches Verhalten und Armut), die kognitiven Folgen von Vernachlässigung sowie historische und aktuelle Forschungsansätze in diesem Bereich.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zur Psychobiologie der Kindesvernachlässigung darzustellen und aufzuzeigen, wie traumatische Erfahrungen die Gehirnentwicklung und damit verbundene kognitive Funktionen nachhaltig beeinträchtigen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die den aktuellen Forschungsstand skizziert, bestehende Studien (wie Zwillingsstudien oder Langzeituntersuchungen zu Institutionen) synthetisiert und wissenschaftliche Modelle (wie das Traumatologie-Modell) analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden biologische Grundlagen der Stressregulation, der Einfluss von Umwelteinflüssen auf die Eltern-Kind-Interaktion und der Zusammenhang zwischen Vernachlässigung und kognitiven Defiziten, unterlegt durch aktuelle Forschungsergebnisse, detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Kindesvernachlässigung, Psychobiologie, Gehirnentwicklung, Stress-Response-System und traumatische Entwicklungschancen charakterisieren.

Warum wird im Traumatologie-Modell der Schwerpunkt auf PTBS gelegt?

Das Modell fokussiert auf Posttraumatische Belastungsstörungen, da diese die komplexe Interaktion zwischen der traumatischen Erfahrung, dem Alter des Kindes bei Eintritt des Traumas und den daraus resultierenden biologischen Veränderungen am besten abbilden.

Welche Bedeutung haben die angeführten Studien zu Waisenhäusern für die Argumentation?

Die Studien verdeutlichen die irreversiblen Folgen von Deprivation in den ersten Lebensjahren und belegen, dass eine mangelnde emotionale Stimulation signifikante Defizite in der sozialen, kognitiven und physischen Entwicklung nach sich zieht.

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Résumé des informations

Titre
Die Physiobiologie der Kindesvernachlässigung
Sous-titre
Genetische und Umwelteinflüsse auf die Gehirnentwicklung
Université
TU Dortmund  (Institut für Psychologie)
Note
1,7
Auteur
Mendina Morgenthal (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
18
N° de catalogue
V177376
ISBN (ebook)
9783640990023
ISBN (Livre)
9783640990351
Langue
allemand
mots-clé
psychobiologie kindesvernachlässigung genetische umwelteinflüsse gehirnentwicklung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Mendina Morgenthal (Auteur), 2010, Die Physiobiologie der Kindesvernachlässigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177376
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Extrait de  18  pages
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