Es sind Zahlen, von denen andere nur träumen können: Im Jahr 2010 erreicht Laos ein Wachstum von 7,9 Prozent , Vietnam ein Wachstum von 6,8 Prozent und China ein Wachstum von 10,3 Prozent bezogen auf das jeweilige Bruttoinlandsprodukt (BIP). Die Wachstumsstärke von den meisten ost- und südostasiatischen Volkswirtschaften in den letzten Jahren ist beeindruckend. Beachtenswert ist vor allem, dass die genannten Länder von autokratischen Regimen beherrscht werden.
Diese empirische Beobachtung hat auch in der politischen Ökonomie zu der Frage geführt, ob autokratisch geführte Entwicklungsländer wirtschaftlich erfolgreicher sind als es demokratisch geführte Entwicklungsländer sind. So betrachtet Rodrik (1997) die Frage, ob Entwicklungsländer, die von autoritären Regimen geführt werden wirtschaftlich erfolgreicher sind, als dies demokratische Staaten sind. Auch Salhi & Bolle (2007) betrachten in ihrer Arbeit den Einfluss der beiden Regimetypen Demokratie und Autokratie auf das wirtschaftliche Wachstum. Der wissenschaftliche Diskurs der letzten Jahre soll in dieser Seminararbeit näher betrachtet werden und zum Anlass genommen werden sich die folgende Forschungsfrage zu stellen:
Sind autokratisch geführte Entwicklungsländer wirtschaftlich erfolgreicher als demokratische Entwicklungsländer?
Die folgende Arbeit baut sich wie folgt auf. Kapitel 2 gibt einen Literaturüberblick über verschiedene Aspekte und wissenschaftliche Arbeiten zum Themengebiet Wachstum und politische Regime. Im 3. Kapitel soll die Theorie zum Themengebiet dargestellt werden, bevor in Kapitel 4 das Forschungsdesign dargelegt wird. Im 5. Kapitel soll die Analyse für die zu untersuchenden Länder durchgeführt werden, bevor in Kapitel 6 das Fazit gezogen werden soll.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Literaturüberblick
3. Theorie
4. Forschungsdesign
5. Analyse
6. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Stabilität eines politischen Regimes und dem Wirtschaftswachstum in Entwicklungsländern. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, ob autokratisch geführte Entwicklungsländer wirtschaftlich erfolgreicher sind als demokratische, und inwieweit die Stabilität des jeweiligen politischen Systems einen entscheidenden Einfluss auf die wirtschaftliche Performanz ausübt.
- Einfluss von Regimetypen (Demokratie vs. Autokratie) auf das Wirtschaftswachstum
- Die Rolle politischer Stabilität für ökonomische Entwicklungsprozesse
- Komparative Analyse ausgewählter Länder (Brasilien, China, Russland, Ukraine, Weißrussland, DR Kongo, Haiti)
- Diskussion des sogenannten „asiatischen Weges“ für Entwicklungsländer
- Analyse der Bedeutung ökonomischer Institutionen und Rahmenbedingungen
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Es sind Zahlen, von denen andere nur träumen können: Im Jahr 2010 erreicht Laos ein Wachstum von 7,9 Prozent, Vietnam ein Wachstum von 6,8 Prozent und China ein Wachstum von 10,3 Prozent bezogen auf das jeweilige Bruttoinlandsprodukt (BIP). Die Wachstumsstärke von den meisten ost- und südostasiatischen Volkswirtschaften in den letzten Jahren ist beeindruckend. Beachtenswert ist vor allem, dass die genannten Länder von autokratischen Regimen beherrscht werden. Diese empirische Beobachtung hat auch in der politischen Ökonomie zu der Frage geführt, ob autokratisch geführte Entwicklungsländer wirtschaftlich erfolgreicher sind als es demokratisch geführte Entwicklungsländer sind. So betrachtet Rodrik (1997) die Frage, ob Entwicklungsländer, die von autoritären Regimen geführt werden wirtschaftlich erfolgreicher sind, als dies demokratische Staaten sind. Auch Salhi & Bolle (2007) betrachten in ihrer Arbeit den Einfluss der beiden Regimetypen Demokratie und Autokratie auf das wirtschaftliche Wachstum. Der wissenschaftliche Diskurs der letzten Jahre soll in dieser Seminararbeit näher betrachtet werden und zum Anlass genommen werden sich die folgende Forschungsfrage zu stellen: Sind autokratisch geführte Entwicklungsländer wirtschaftlich erfolgreicher als demokratische Entwicklungsländer?
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, skizziert die beeindruckenden Wachstumszahlen autokratisch regierter Länder und leitet daraus die zentrale Forschungsfrage der Arbeit ab.
2. Literaturüberblick: Dieses Kapitel fasst zentrale wissenschaftliche Arbeiten zusammen, die den Einfluss von Regimetypen und politischen Faktoren auf das Wirtschaftswachstum eines Landes analysieren.
3. Theorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen aus dem Bereich der politischen Ökonomie und Institutionenökonomie erläutert, die das Fundament für die weitere Analyse bilden.
4. Forschungsdesign: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, insbesondere die Längsschnittstudie zur wirtschaftlichen Performanz und Stabilität von sieben ausgewählten Entwicklungs- und Schwellenländern.
5. Analyse: Die Analyse untersucht detailliert die wirtschaftliche Entwicklung und Stabilität der ausgewählten Fallbeispiele Brasilien, China, Russland, Ukraine, Weißrussland, DR Kongo und Haiti.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Stabilität eines Landes ein entscheidenderer Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung ist als die spezifische Regimeform an sich.
Schlüsselwörter
Politische Regime, Entwicklungsländer, Wirtschaftswachstum, Politische Stabilität, Demokratie, Autokratie, Bruttoinlandsprodukt, Institutionenökonomie, Transformation, Regierungswechsel, Governance, Politische Ökonomie, Schwellenländer, Regimetyp, Wirtschaftliche Performanz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Stabilität politischer Regime und dem Wirtschaftswachstum in verschiedenen Entwicklungs- und Schwellenländern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Auswirkungen politischer Systeme (Demokratie vs. Autokratie) auf ökonomische Erfolge, die Rolle von politischer Stabilität sowie die Analyse von Entwicklungsprozessen in unterschiedlichen globalen Regionen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob autokratisch geführte Entwicklungsländer wirtschaftlich erfolgreicher sind als demokratische und welche Rolle die Stabilität des Regimes dabei spielt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Längsschnittstudie, die die wirtschaftliche Performanz von sieben ausgewählten Ländern über einen längeren Zeitraum hinweg in Abhängigkeit von ihrer politischen Stabilität und Regimeform analysiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Überblick, ein methodisches Forschungsdesign und eine detaillierte empirische Analyse der ausgewählten Fallbeispiele Brasilien, China, Russland, Ukraine, Weißrussland, DR Kongo und Haiti.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Politische Regime, Wirtschaftswachstum, Politische Stabilität, Autokratie, Demokratie und Institutionenökonomie charakterisiert.
Wie bewertet der Autor die Rolle von Stabilität in Autokratien?
Der Autor stellt fest, dass mit der Stabilisierung einer Region oder eines Landes – selbst in autokratischen Systemen – häufig ein Anstieg des Wirtschaftswachstums korreliert.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor im Fazit?
Das Fazit betont, dass die Stabilität eines Landes ein wichtigerer Faktor für eine positive wirtschaftliche Entwicklung ist als die bloße Regimeform an sich.
- Quote paper
- Tobias Kuhlmann (Author), 2011, Politische Regime und Wachstum von Entwicklungsländern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177427