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Das 4CID Modell. Am Beispiel eines Bildungswissenschaftlers im Bereich der betrieblichen Aus- und Weiterbildung

Titel: Das 4CID Modell. Am Beispiel eines Bildungswissenschaftlers im Bereich der betrieblichen Aus- und Weiterbildung

Hausarbeit , 2011 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Katja Eschmann (Autor:in)

Pädagogik - Der Lehrer / Pädagoge
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„Non vitae, sed scholae discimus“. Mit diesen Worten kritisierte der römische Philosoph bereits vor 2000 Jahren, dass zu viel überflüssiges, nicht transferierbares Wissen gelehrt werde. Bis in unser heutiges Zeitalter der Kommunikations- und Wissensgesellschaft scheinen diese Worte nichts von ihrer Aktualität verloren zu haben. Es bereitet weniger Probleme, an Informationen zu gelangen, als vielmehr, diese unüberschaubare und jederzeit verfügbare Fülle zu filtern, zu bewerten, aufzubereiten und schließlich vom trägen Wissen in einen praktischen Nutzen umzuformen. Besonders im heutigen Berufsleben, in dem Änderungen und Innovationen der Arbeitsprozesse an der Tagesordnung sind, ist schnelles Lernen erwünscht, um größtmögliche Effizienz zu erreichen und einen störungsfreien Arbeitsablauf zu gewährleisten. Mit dem 1997 von Van Merriënboer für das Training von komplexen kognitiven Fähigkeiten entwickelten Four-Component Instructional Design Modell (4CID), bei dem es sich um eine situierte, authentische und multimediale Lernumgebung handelt, soll der Wissenstransfer von der Theorie in die Praxis erleichtert werden. Das 4CID Modell wird in dieser Arbeit exemplarisch anhand eines Bildungswissenschaftlers in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung erläutert und beinhaltet im praktischen Teil die Erstellung eines Blueprints. Im daran anschließenden theoretischen Teil wird das 4CID Modell in einen lern-theoretischen Zusammenhang eingeordnet, wobei auch Aspekte des situierten Lernens betrachtet werden. Weiterhin erfolgen Überlegungen zu didaktischen Szenarien und den dazu passenden unterstützenden Medien. Mit einer Reflexion auf die Nutzung einer situierten, multimedialen Lernumgebung im Rahmen eines Fazits wird die vorliegende Arbeit beendet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das 4CID Modell am Beispiel eines Bildungswissenschaftlers im Bereich der betrieblichen Aus- und Weiterbildung

2.1 Kompetenzanalyse

2.2 Aufgabenklasse

2.3 Lernaufgaben

2.4 Unterstützende Informationen

2.5 Just-in-time Informationen

3 Das 4CID Modell im mediendidaktischen Kontext

3.1 Lerntheoretische Überlegungen und situiertes Lernen

3.2 Didaktische Szenarien

3.3 Unterstützende Medien und Anwendungsbeispiele

4 Zusammenfassung, Fazit und Reflexion auf die Nutzung einer situierten, multimedialen Lernumgebung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Four-Component Instructional Design Modell (4CID) exemplarisch anhand der Tätigkeit eines Bildungswissenschaftlers in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung zu erläutern und in einen lerntheoretischen Kontext einzuordnen, um den Wissenstransfer von der Theorie in die Praxis zu beleuchten.

  • Grundlagen und Entwurfskomponenten des 4CID-Modells
  • Erstellung einer Fertigkeitenhierarchie für komplexe berufliche Aufgaben
  • Sequentialisierung von Aufgabenklassen und Lernaufgaben
  • Einbettung des Modells in didaktische Szenarien und Medientheorien
  • Kritische Reflexion situierten Lernens in der multimedialen Praxis

Auszug aus dem Buch

2.1 Kompetenzanalyse

Diese vier Komponenten werden nun nach Van Merriënboer in zehn Schritte zerlegt (Bastiaens et al., 2011, S.94). Der erste Schritt besteht darin, das Lernziel zu definieren, die Kompetenz zu analysieren und die ganzheitliche komplexe Fertigkeit in konstituierende Teile zu zerlegen (Bastiaens et al., 2011, S.95). Durch diese Maßnahme wird die komplexe Tätigkeit reduziert. Zur besseren Darstellung der Zusammenhänge eignet sich die Erstellung einer Fertigkeitenhierarchie, welche immer von links nach rechts in einem temporären Handlungsablauf gelesen wird (horizontale Relationen), sowie konditional von unten nach oben (vertikale Relationen).

Während die temporalen Relationen sich auf den Zeitpunkt der Ausübung beziehen, bauen die Fertigkeiten der konditionalen Relationen aufeinander auf (Bastiaens et al., 2011). Erst wenn die untere Fertigkeit erlernt wurde, kann zur nächsten Stufe übergegangen werden. Zur Verdeutlichung soll diese Fertigkeitenhierarchie exemplarisch an dem im Bereich der betrieblichen Aus- und Weiterbildung arbeitenden Bildungswissenschaftler beschrieben werden. Damit die Hierarchie nicht zu komplex wird, wird das Thema hier auf den Bereich interne Weiterbildung eingeschränkt.

Für den Bildungswissenschaftler, der für die Mitarbeiterfortbildung ein Seminar durchführen möchte, heißt dies also für die temporalen Relationen, dass er zuerst den Weiterbildungsbedarf ermitteln muss – sofern er keinen klaren Auftrag von der Betriebsleitung erhält – bevor er das Seminar vorbereiten, durchführen und schließlich evaluieren kann. Dies bedeutet für die konditionalen Relationen, dass der Bildungswissenschaftler zur Ermittlung des Weiterbildungsbedarfes zuerst Fragebögen zur Personal- und/oder Kundenbefragung entwerfen muss, bevor er die Befragung durchführen und anschließend auswerten kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik des Wissenstransfers und führt das 4CID-Modell als situierte Lernumgebung zur Effizienzsteigerung ein.

2 Das 4CID Modell am Beispiel eines Bildungswissenschaftlers im Bereich der betrieblichen Aus- und Weiterbildung: Dieses Kapitel erläutert die praktische Anwendung des 4CID-Modells durch eine systematische Kompetenzanalyse und die Definition von Lernaufgaben für den Bereich der betrieblichen Weiterbildung.

3 Das 4CID Modell im mediendidaktischen Kontext: Hier wird das Modell lerntheoretisch fundiert und durch didaktische Szenarien sowie unterstützende Medien in einen umfassenden mediendidaktischen Rahmen gestellt.

4 Zusammenfassung, Fazit und Reflexion auf die Nutzung einer situierten, multimedialen Lernumgebung: Das Fazit fasst die Vorteile des Modells zusammen und reflektiert kritisch die persönlichen Erfahrungen bei der Nutzung einer nach 4CID gestalteten Lernumgebung.

Schlüsselwörter

4CID Modell, Bildungswissenschaftler, betriebliche Weiterbildung, Kompetenzanalyse, Aufgabenklassen, Lernaufgaben, Scaffolding, Instruktionsdesign, situiertes Lernen, didaktische Szenarien, Medien, Wissenstransfer, multimediale Lernumgebung, Handlungswissen, Fertigkeitenhierarchie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Anwendung des Four-Component Instructional Design (4CID) Modells am spezifischen Beispiel eines Bildungswissenschaftlers im betrieblichen Weiterbildungskontext.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind das Instruktionsdesign, die didaktische Strukturierung komplexer beruflicher Fertigkeiten und die Nutzung von 4CID-basierten Lernumgebungen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Ziel ist es, den Nutzen des 4CID-Modells für den Wissenstransfer von der Theorie in die berufliche Praxis darzustellen und dessen Anwendungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die durch eine exemplarische Fallmodellierung eines Blueprints für betriebliche Seminare ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die schrittweise Analyse des 4CID-Modells (Kompetenzanalyse, Aufgabenklassen, Informationen) und die mediendidaktische Einbettung in Szenarien wie Fallmethode oder Famulatur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die zentralen Begriffe umfassen 4CID-Modell, betriebliche Weiterbildung, didaktische Szenarien, Wissenstransfer und situierte Lernumgebungen.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen temporalen und konditionalen Relationen?

Temporale Relationen beziehen sich auf den chronologischen Handlungsablauf, während konditionale Relationen auf der inhaltlichen Abhängigkeit von Fertigkeiten basieren, die aufeinander aufbauen müssen.

Wie bewertet die Autorin die Nutzung des 4CID-Modells nach ihrem Eigenversuch?

Obwohl sie theoretisch vom Modell überzeugt ist, bewertet sie die praktische Umsetzung in der getesteten Lernumgebung aufgrund starrer Vorgaben als teilweise langatmig und weniger flexibel als goal-based-Szenarien.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das 4CID Modell. Am Beispiel eines Bildungswissenschaftlers im Bereich der betrieblichen Aus- und Weiterbildung
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,0
Autor
Katja Eschmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
21
Katalognummer
V177436
ISBN (eBook)
9783640991112
ISBN (Buch)
9783640991310
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildungswissenschaftler Aus- und Weiterbildung 4CID-Modell
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katja Eschmann (Autor:in), 2011, Das 4CID Modell. Am Beispiel eines Bildungswissenschaftlers im Bereich der betrieblichen Aus- und Weiterbildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177436
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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