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Adipositas im Kindes- und Jugendalter - Präventionsmaßnahmen in der Schule

Title: Adipositas im Kindes- und Jugendalter - Präventionsmaßnahmen in der Schule

Examination Thesis , 2010 , 69 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Florian Knetsch (Author)

Sport - Sport Medicine, Therapy, Nutrition
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Übergewicht und Adipositas werden in den europäischen Industrieländern mehr und mehr zu einem Problem. Waren bis vor einigen Jahren hauptsächlich Erwachsene betroffen, so steigt seit zehn Jahren auch die Anzahl übergewichtiger und adipöser Kinder und Jugendlicher. Mittlerweile hat sie bereits epidemische Ausmaße erreicht (vgl. Kurth & Schaffrath-Rosario, 2007, S. 736). In Amerika ist es bereits seit Langem ein nicht zu verleugnendes Thema, weil im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ ein Großteil der Bevölkerung einen zu hohen Body-Mass-Index hat. Dieser wird im folgenden Kapitel ausführlich beschrieben und erläutert. So gelten 60 % der US-Amerikaner zurzeit als übergewichtig oder adipös, was im Jahr 2005 zu Behandlungskosten von 75 Milliarden Dollar führte. Zudem schätzt die US-amerikanische Gesundheitsbehörde, dass seit jenem Jahr erstmals mehr Menschen an den Folgeerkrankungen von Adipositas sterben als an Zigaretten (vgl. Nething, Stroth, Wabitsch, Galm, Rapp, Brandstetter, Berg, Kresz, Wartha & Steinacker, 2006, S. 42). Auch in Deutschland haben solche besorgniserregenden Zahlen ihre Spuren hinterlassen. Seit einigen Jahren wird versucht, über verschiedene Präventions- sowie Therapiemaßnahmen die Ausbreitung von (extremem) Übergewicht zu verhindern oder wenigstens einzudämmen. Es ist jedoch schwierig, Adipositas effektiv zu behandeln, sobald sie einmal aufgetreten ist (vgl. Danielzik, Landsberg, Pust & Müller, 2007, S. 161). Daher kommt der Prävention eine besondere Bedeutung bei der Erreichung des Ziels zu, das extreme Übergewicht einzudämmen. Auch in Deutschland hat die Behandlung von Adipositas bereits enorme Kosten verursacht, was die Prävention umso wichtiger macht.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition und Methoden

3 Prävalenz von Adipositas

4 Ursachen von Adipositas

4.1 Bewegungsmangel mit langfristiger positiver Energiebilanz

4.2 Ernährungsgewohnheiten

4.3 Genetische Gründe

4.4 Soziale Gründe

4.4.1 Sozio-ökonomischer Status

4.4.2 Vorbildfunktion der Eltern und ihre Erziehungsmaßnahmen

4.4.3 Rauchen der Mutter während der Schwangerschaft

4.5 Soziostrukturelle Faktoren

4.5.1 Bewegungsangebote in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen

4.5.2 Werbung

4.6 Psychische Gründe

5 Gesundheitliche Folgen von Adipositas

6 Präventionsmaßnahmen in der Schule

6.1 Bewegungsangebote in der Schule

6.1.1 Sportunterricht

6.1.2 Nachmittagsbetreuung

6.1.3 Projekt „Walking Bus“

6.2 Ernährung in der Schule

6.3 Projekt „Robuste Kids“

7 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Verbreitung, Ursachen und gesundheitlichen Auswirkungen von Adipositas im Kindes- und Jugendalter und analysiert, welche Rolle die Schule bei der Implementierung effektiver Präventionsmaßnahmen spielen kann.

  • Epidemiologische Entwicklung von Übergewicht und Adipositas bei Heranwachsenden.
  • Einflussfaktoren wie Bewegungsmangel, Ernährung, Genetik und sozio-ökonomischer Status.
  • Psychosoziale und physische Folgeerscheinungen der Adipositas.
  • Schulische Interventionsmöglichkeiten in den Bereichen Sport, Ernährungserziehung und Projekten zur Bewegungsförderung.

Auszug aus dem Buch

4.2 Ernährungsgewohnheiten

Ernährungsgewohnheiten spielen bei der Entstehung von Adipositas ebenfalls eine bedeutende Rolle. Sie hängen von biologischen Faktoren ab, werden jedoch auch von externen und internen Stimuli beeinflusst. Im Wesentlichen hängt die Nahrungsaufnahme vom „Hunger-Sättigungs-Empfinden“ (Reinehr, 2007, S. 7) ab. Die entsteht durch das Hormon Leptin, das im Hypothalamus produziert wird, und dem damit zusammenhängenden Kreislauft. Leptin reguliert die Neuropeptide und sorgt somit für eine verringerte Nahrungsaufnahme (vgl. ebd.). Es fördert die Produktion des Alpha-Melanocytenstimulierenden Hormons (-MSH), das sich appetithemmend auswirkt. Das -MSH Hormon stimuliert Rezeptoren im Hypothalamus und diese Anregung wirkt als starkes Sättigungssignal. Außerdem senkt Leptin die Konzentration von appetitsteigernden Neuropeptiden (vgl. Reinehr, 2007, S. 7f.). Auf diese Weise kann die Nahrungsaufnahme durch das Leptin-Hormon reguliert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des zunehmenden Übergewichts bei Kindern und Jugendlichen ein und benennt die Fragestellung zur Rolle der Schule bei der Prävention.

2 Definition und Methoden: Das Kapitel definiert den Begriff Adipositas und erläutert die gängigen Messmethoden, insbesondere den Body-Mass-Index (BMI) bei Kindern unter Verwendung alters- und geschlechtsspezifischer Perzentilen.

3 Prävalenz von Adipositas: Hier wird der Anstieg der Adipositasraten in Europa und Deutschland sowie die soziale Verteilung des Übergewichts differenziert nach Geschlecht und sozialem Status dargestellt.

4 Ursachen von Adipositas: Dieses umfangreiche Kapitel beleuchtet das multifaktorielle Gefüge der Adipositasentstehung, unter anderem durch Bewegungsmangel, Ernährungsweise, soziale Bedingungen und psychische Einflüsse.

5 Gesundheitliche Folgen von Adipositas: Das Kapitel beschreibt die schwerwiegenden physischen (z.B. metabolisches Syndrom) und psychosozialen Auswirkungen (z.B. Mobbing, Stigmatisierung) von Adipositas bei jungen Menschen.

6 Präventionsmaßnahmen in der Schule: Hier werden schulische Interventionsmöglichkeiten analysiert, wobei Konzepte wie täglicher Schulsport, Ernährungsberatung und spezifische Bewegungsinitiativen wie „Walking Bus“ oder „Robuste Kids“ untersucht werden.

7 Zusammenfassung und Ausblick: Diese Sektion rekapituliert die zentralen Ergebnisse der Arbeit und identifiziert weiteren Forschungsbedarf für die Adipositasprävention in schulischen Settings.

Schlüsselwörter

Adipositas, Übergewicht, Kindesalter, Jugendalter, Prävention, Schule, Ernährungsgewohnheiten, Bewegungsangebot, Energiebilanz, sozio-ökonomischer Status, Body-Mass-Index, Gesundheitsförderung, Lebensstil, Psychosoziale Folgen, Schulintervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik von Adipositas im Kindes- und Jugendalter und untersucht insbesondere, inwieweit schulische Institutionen durch Präventionsprogramme entgegenwirken können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Ursachenforschung (Bewegung, Ernährung, soziales Umfeld), die Analyse der gesundheitlichen Folgen und die Bewertung konkreter Interventionsansätze in der Schule.

Welches primäre Ziel oder welche Forschungsfrage verfolgt der Autor?

Das Hauptziel besteht darin, die Möglichkeiten der Schule zur Adipositasprävention zu identifizieren und zu eruieren, wie durch schulische Programme der BMI positiv beeinflusst werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden in der Arbeit Anwendung?

Der Autor führt eine tiefgehende Literaturanalyse durch und wertet zahlreiche nationale und internationale Studien zur Fitness, zum Ernährungsverhalten und zu verschiedenen Interventionsstudien (z.B. CHILT III, KOPS) aus.

Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Ursachenanalyse, die Darstellung der psychosozialen und physischen Folgen sowie eine detaillierte Auswertung schulischer Sport- und Ernährungsprogramme.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über die Begriffe Adipositasprävention, Schulsport, Ernährungserziehung und den sozio-ökonomischen Einfluss auf den Lebensstil beschreiben.

Wie unterscheidet sich die Adipositas-Definition bei Kindern von der bei Erwachsenen?

Da sich Körperproportionen und Fettanteil im Wachstum ständig ändern, reichen einfache BMI-Werte nicht aus; stattdessen werden alters- und geschlechtsspezifische Perzentilkurven verwendet.

Warum spielt der sozio-ökonomische Status eine so wichtige Rolle für das Adipositasrisiko?

Studien zeigen, dass Kinder aus sozial schwächeren Familien häufiger einen ungesünderen Lebensstil (weniger Sport, ungünstigere Ernährung) aufweisen, was statistisch mit einer höheren Adipositasrate korreliert.

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Details

Title
Adipositas im Kindes- und Jugendalter - Präventionsmaßnahmen in der Schule
College
TU Dortmund
Grade
1,0
Author
Florian Knetsch (Author)
Publication Year
2010
Pages
69
Catalog Number
V177469
ISBN (eBook)
9783640991716
ISBN (Book)
9783640991402
Language
German
Tags
Adipositas Prävention Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Knetsch (Author), 2010, Adipositas im Kindes- und Jugendalter - Präventionsmaßnahmen in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177469
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