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Wirtschaftliche Autarkie und Kooperation in Hesiods "Werken und Tagen"

Titre: Wirtschaftliche Autarkie und Kooperation in Hesiods "Werken und Tagen"

Dossier / Travail , 2011 , 38 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Erik Neumann (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
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In der von Hesiod beschriebenen Gesellschaft standen Bäuerlichkeit und Wohlstand in keinem Widerspruch zueinander. Denn aus den Angaben zum Inhalt und der Struktur der Erga ist zu entnehmen, dass Hesiod über die gerechte Lebensweise aufklären möchte, die zur Konsolidierung jenes Wohlstandes führt. Dabei spricht er die Schwierigkeiten der bäuerlichen Existenz an und verweist auf den wirtschaftlichen Überlebenskampf des einfachen Mannes. Insofern hält Hesiod eine Reihe ökonomischer Ratschläge für eine agrarwirtschaftlich geprägte Gesellschaft bereit.
In dieser Arbeit stehen vor allem seine Beschreibungen zur bäuerlichen Existenz in einer agrarischen Wirtschaftsstruktur im Mittelpunkt der Betrachtung. Zielstellung dieser Arbeit ist es, die ökonomischen Sachverhalte in der Erga hinsichtlich eines Schwerpunktes zu untersuchen: Es soll die Frage geklärt werden, inwiefern der einzelne Bauer bei Hesiod eigenständig wirtschaftete beziehungsweise wie abhängig er diesbezüglich von Anderen war. Hieraus können Schlussfolgerung zum Verhältnis von wirtschaftlicher Autarkie und Kooperation bei den hesiodischen Bauern gezogen werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hesiod und die „Werke und Tage“

2.1 Personenbeschreibung

2.2 sozialer Status

2.3 Inhalt und Struktur der Erga

3. Erscheinungsformen wirtschaftlicher Eigenständigkeit und Zusammenarbeit

3.1 Oikos-Wirtschaft

3.2 Subsistenzwirtschaft

3.3 Nachbarschaftliche Konkurrenz

3.4 Nachbarschaftliche Solidarität

3.5 Wechselseitiges Geben und Nehmen

4. Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die ökonomischen Strukturen in Hesiods „Werken und Tagen“, um das Verhältnis zwischen individueller wirtschaftlicher Autarkie der bäuerlichen Haushalte (Oikoi) und notwendiger kooperativer Zusammenarbeit innerhalb der Dorfgemeinschaft zu analysieren.

  • Rolle der bäuerlichen Existenz bei Hesiod
  • Bedeutung des Oikos als wirtschaftliche Grundeinheit
  • Prinzipien der Subsistenzwirtschaft
  • Spannungsfeld zwischen nachbarschaftlicher Konkurrenz und Solidarität
  • Institutionen des wechselseitigen Gebens und Nehmens (Reziprozität)

Auszug aus dem Buch

3.1 Oikos-Wirtschaft

Als dominierende wirtschaftliche und soziale Einheit der hesiodischen Gesellschaft ist der Oikos anzusehen. Das Haus fungiert insofern als sozialer Grundbegriff und bezieht sich sowohl auf das Gebäude, als auch auf alle dort lebenden Personen und deren Besitztümer. Hesiod berichtet über den Bestand eines bäuerlichen Oikos:

„Erst ein Haus und dann eine Frau, zum Ackern den Pflugstier, nicht eine Ehefrau, nein, eine Magd, die mit Stieren auch umgeht. Auch an täglichen Hausgerät alles musst du dir schaffen.“

„zwei Rinder schaffe dir an […] und ein vierzigjähriges Mannsbild […] kümmert sich dann um die Arbeit und zieht die Furche gerade.“

„einen Knecht ohne Haus schaff dir an, eine Magd ohne Kinder … eine säugende Magd ist nur lästig.“

Diese Auszüge über die Größe und Ausstattung eines Oikos beschreiben einen gut situierten bäuerlichen Betrieb. Daneben wird deutlich, dass für die Bewirtschaftung des von Hesiod beschriebenen Oikos die Arbeitskraft des Landbesitzers und seiner Familie nicht ausreicht. Vielmehr wird zusätzlich eine Anstellung von landwirtschaftlichen Helfern und Dienstpersonal gefordert. Die vielfältigen Instruktionen zur Beschaffenheit eines Oikos zeigen den hohen Stellenwert, den Hesiod einer funktionierenden Hauswirtschaft beimisst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet Hesiods Werk historisch und methodisch und definiert die Zielsetzung der Untersuchung, das Spannungsfeld zwischen Autarkie und Kooperation bei den hesiodischen Bauern zu beleuchten.

2. Hesiod und die „Werke und Tage“: Dieses Kapitel behandelt Hesiods Vita, seinen sozialen Status und die inhaltliche sowie strukturelle Beschaffenheit seines Epos „Erga“ als Grundlage für das wirtschaftshistorische Verständnis.

3. Erscheinungsformen wirtschaftlicher Eigenständigkeit und Zusammenarbeit: Hier werden die ökonomischen Kernbereiche wie Oikos-Wirtschaft, Subsistenz und die verschiedenen Ebenen nachbarschaftlicher Interaktion (Konkurrenz, Solidarität, Gabentausch) detailliert analysiert.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Kooperation und Subsistenz bei Hesiod komplementäre Strategien zur Sicherung des Oikos-Wohlstands darstellen.

Schlüsselwörter

Hesiod, Werke und Tage, Oikos, Subsistenzwirtschaft, Autarkie, bäuerliche Gesellschaft, Archaische Epoche, nachbarschaftliche Solidarität, Reziprozität, Landwirtschaft, Hauswirtschaft, Gabentausch, wirtschaftliche Kooperation, ökonomische Unabhängigkeit, antike Wirtschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ökonomischen Verhältnisse und die bäuerliche Lebensweise in Hesiods Epos „Werke und Tage“ unter besonderer Berücksichtigung der Interaktion zwischen den Haushalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Streben nach wirtschaftlicher Eigenständigkeit (Autarkie) des bäuerlichen Haushalts (Oikos) und die damit einhergehenden Formen der nachbarschaftlichen Zusammenarbeit und Konkurrenz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Untersuchung soll klären, inwieweit der Bauer bei Hesiod eigenständig wirtschaftete beziehungsweise von anderen abhängig war, um Rückschlüsse auf das Verhältnis von wirtschaftlicher Autarkie und Kooperation zu ziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine wirtschaftshistorische Analyse der literarischen Quellen von Hesiod durchgeführt, wobei der Diskurs zwischen modernistischen und primitivistischen Forschungsansätzen berücksichtigt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Oikos-Begriffs, der Subsistenzwirtschaft, der Dynamiken nachbarschaftlicher Rivalität sowie Formen der Solidarität und des wechselseitigen Gebens und Nehmens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch die Begriffe Oikos, Autarkie, Subsistenzwirtschaft, Reziprozität und bäuerliche Gesellschaft der Archaischen Epoche charakterisieren.

Wie bewertet Hesiod die Bedeutung des Oikos?

Der Oikos ist für Hesiod der wirtschaftliche Dreh- und Angelpunkt; seine funktionierende Hauswirtschaft bildet die Grundvoraussetzung für jedes weitere wirtschaftliche Handeln und den persönlichen Wohlstand.

Ist der Austausch zwischen Nachbarn als Kooperation zu verstehen?

Ja, der Austausch von Leistungen und Gütern wird als notwendige soziale Institution betrachtet, die den Bauern hilft, Notsituationen zu überbrücken, obwohl der Fokus primär auf der Autarkie des eigenen Hauses liegt.

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Résumé des informations

Titre
Wirtschaftliche Autarkie und Kooperation in Hesiods "Werken und Tagen"
Université
University of Leipzig  (Historisches Seminar)
Note
1,3
Auteur
Erik Neumann (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
38
N° de catalogue
V177480
ISBN (ebook)
9783640991761
ISBN (Livre)
9783640991938
Langue
allemand
mots-clé
Hesiod Werke und Tage Erga Antike Wirtschaft Homer oikos Subsistenz Nachbarschaft Theogonie primitivistisch Modernisten Autarkie Kooperation Eigenständigkeit Zusammenarbeit Geben und Nehmen Schenken Konkurrenz Solidarität reziprok
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Erik Neumann (Auteur), 2011, Wirtschaftliche Autarkie und Kooperation in Hesiods "Werken und Tagen", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177480
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Extrait de  38  pages
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