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Bioproduktkonsum in Waldorfkindergärten und Regelkindergärten im Vergleich

Title: Bioproduktkonsum in Waldorfkindergärten und Regelkindergärten im Vergleich

Research Paper (postgraduate) , 2010 , 31 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jakob Binder (Author), Arne Kulkmann (Author), Lea Bohn (Author), Vanessa Rehne (Author)

Social Studies (General)
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Summary Excerpt Details

1. Einleitung
„ In welchen Kindergarten kommt denn dein Kind nächsten Sommer?“

„ Mein Kind kommt in einen normalen Kindergarten.“

„Wie in einen normalen Kindergarten? Nicht auf einen Waldorfkindergarten? Legst du denn gar keinen Wert auf gesunde Ernährung? “

„Ehrlich gesagt ist mir das nicht so wichtig. Ich möchte lieber, dass mein Kind in meinem normalen Umfeld aufwächst und nicht mit solchen Ökos“

Genau auf Aussagen wie in diesem Gespräch zweier Elternteile bezieht sich unsere Forschungsarbeit. Sind Waldorfkindergartenfamilien wirklich Ökos und leben sie Umweltbewusster? Es ist allseits bekannt bzw. in vielen Köpfen eine Vorstellung, dass die Eltern der Waldorfkindergartenkinder generell Bioprodukte kaufen und sogenannte „Ökos“ oder „Ökofreaks“ sind. Kinder, die im Waldorfkindergarten aufgewachsen, müssen häufig gegen diesen Vorurteilen kämpfen. Mit unserer Forschungsarbeit möchten wir auf dieses „Vorurteil“ eingehen und empirisch überprüfen, ob die Behauptung den Tatsachen entspricht. Im Detail überprüfen wir, ob die These, „Die Eltern aus Waldorfkindergärten legen mehr Wert auf Bioprodukte bzw. kaufen mehr Bioprodukte, als Eltern aus Regelkindergärten.“ zutrifft. Zu der aufgestellten Hauptthese definierten wir folgende zwei Unterthesen: „Je mehr Geld die Eltern haben, desto mehr Bioprodukte werden gekauft.“ und „In Kindergärten auf dem Dorf werden mehr Bioprodukte gekauft, als in Kindergärten in der Stadt.“

Zuerst geben wir einen Einblick in unsere Vorgehensweise. Danach definieren wir die Begriffe Regelkindegarten, Waldorfkindergarten und Bioprodukte. Anschließend sind die einzelnen Fragen unseres Fragebogens durch Säulendiagramme bildlich dargestellt und beschrieben. Auf dem nun folgenden Teil liegt der Schwerpunkt dieses Forschungsberichtes, da wir an dieser Stelle die Fragen auswerten und die Haupt- und Unterthesen belegen bzw. widerlegen. Des Weiteren gehen wir im Fazit darauf ein, in wie weit uns dies gelungen ist. In der abschließenden Reflexion gehen wir auf den Verlauf unserer Forschungszeit ein und erläutern sowohl positive als auch negative Ereignisse

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Projektierung

2.1 Projektplanung

2.2 Projektdurchführung

2.3 Projektanalyse

3. Begriffsbestimmung

3.1 Regelkindergarten

3.2 Waldorfkindergarten

3.3 Bioprodukte

4. Beschreibung und Interpretation der Diagramme

4.1 Allgemeine Fragen

4.2 Fragen zu Bioprodukten

5. Auswertung der Thesen

5.1 Hauptthese

5.1.1 Vermutetes Ergebnis der Hauptthese

5.1.2 Ergebnis der Hauptthese

5.2 Erste Unterthese

5.2.1 Vermutetes Ergebnis der ersten Unterthese

5.2.2 Ergebnis der ersten Unterthese

5.3 Zweite Unterthese

5.3.1 Vermutetes Ergebnis der zweiten Unterthese

5.3.2 Ergebnis der zweiten Unterthese

6. Fazit

7.Reflexion

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Forschungsarbeit ist es, das gängige Vorurteil empirisch zu überprüfen, dass Eltern von Kindern in Waldorfkindergärten ein höheres Bewusstsein für Bioprodukte aufweisen und diese häufiger konsumieren als Eltern von Kindern in Regelkindergärten. Die Arbeit geht dabei der Forschungsfrage nach, ob sich die Annahme eines „Öko“-Images von Waldorf-Familien in tatsächlichem Kaufverhalten widerspiegelt.

  • Vergleich des Konsumverhaltens von Bioprodukten in unterschiedlichen Kindergartenformen.
  • Einfluss des sozioökonomischen Status (Familieneinkommen) auf den Bioproduktkauf.
  • Untersuchung regionaler Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Standorten.
  • Analyse der Einstellungen zu biologisch fundierter Ernährung und Lebensqualität.
  • Reflexion gängiger Vorurteile gegenüber alternativen Erziehungskonzepten.

Auszug aus dem Buch

3.2 Waldorfkindergarten

Die heutigen Kindergärten sind oft eigenständige Einrichtungen, in denen die Vorschulkinder nach dem anthroposophischen Erziehungsbild erzogen werden. Häufig sind an die in Deutschland über 500 Waldorfkindergärten Waldorfschulen angegliedert. Dies bietet den Kindern die Möglichkeit, nach dem gleichen pädagogischen Konzept weiterhin zu lernen und unterrichtet zu werden. Die Erziehung basiert auf dem pädagogischen Konzept von Rudolf Steiner, der als wesentliche Bestandteile das Prinzip von Vorbild und Nachahmung sowie von Rhythmus und Wiederholung für ausschlaggebend hält. Für die Waldorfpädagogik ist es zentral, dass jedes Lebensalter wichtig für die Entwicklung ist und in jeder Stufe besondere Entwicklungsschritte erreicht werden. So sind zum Beispiel die Entwicklung des Körperbaus und der Organbildung von großer Bedeutung im Kleinkindalter. Zudem lernt das Kind in dieser Zeit lebenswichtige Grundbausteine, die zum Menschsein dazugehören wie Sprechen, Gehen, Denken, die Entwicklung der Fantasie, der Kreativität der Sinne und des Gedächtnisses. Im Folgenden stellen wir die Prinzipien von Steiner genauer dar.

Bezüglich des Vorbildes und der Nachahmung ist Steiner der Auffassung, dass die unmittelbare Umgebung einen großen Einfluss auf das Kind hat. Dieses soll nicht von den Erwachsenen belehrt werden, sondern von ihnen lernen, indem das Kind das Handeln und Verhalten der Erziehenden nachahmt. Dadurch, dass das Kind zum Beispiel die Lebensfreude oder die Beziehung zu Menschen und Dingen nachahmt, erlernt es Fähigkeiten, die zu einer schnellen / großen Selbständigkeit führen. Es muss nach Steiner dementsprechend garantiert sein, dass die Erziehende oder der Erziehende eine Vorbildfunktion für das Kind einnimmt. Dies bedeutet, dass die erziehende Person sich selber immer wieder erzieht, damit sie als Vorbild fungieren kann und nichts tut, wovon das Kind negativ beeinflusst werden könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, indem sie ein typisches Alltagsgespräch nutzt, um das Vorurteil gegenüber Waldorf-Familien als „Ökos“ zu verdeutlichen und die Forschungsabsicht zu formulieren.

2. Projektierung: In diesem Kapitel wird die methodische Herangehensweise, einschließlich der Bildung einer Kleingruppe, der Erstellung eines Fragebogens und der Auswahl der untersuchten Standorte, detailliert beschrieben.

3. Begriffsbestimmung: Hier werden die theoretischen Grundlagen durch Definitionen der Begriffe Regelkindergarten, Waldorfkindergarten und Bioprodukte geschaffen, um eine Basis für die Untersuchung zu bilden.

4. Beschreibung und Interpretation der Diagramme: Dieser Hauptteil präsentiert die empirischen Daten aus der Befragung anhand von Säulendiagrammen zu verschiedenen demografischen und konsumrelevanten Fragen.

5. Auswertung der Thesen: Dieses Kapitel verknüpft die empirischen Daten mit der Hauptthese und den beiden Unterthesen, um deren Bestätigung oder Widerlegung zu prüfen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Kernergebnisse zusammen und stellt fest, dass die Vorurteile gegenüber Waldorfeltern in Bezug auf ihren Biokonsum wissenschaftlich belegt werden konnten.

7.Reflexion: Die Reflexion beleuchtet den Verlauf des Forschungsprozesses, kritisiert die methodischen Einschränkungen und zieht eine Bilanz aus den positiven und negativen Erfahrungen.

Schlüsselwörter

Bioprodukte, Waldorfkindergarten, Regelkindergarten, Kaufverhalten, Ernährung, Empirische Sozialforschung, Fragebogen, Konsum, Nachhaltigkeit, Sozioökonomischer Status, Vorurteile, anthroposophisches Erziehungsbild, Umweltschutz, Familieneinkommen, Lebensqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, ob Eltern, deren Kinder Waldorfkindergärten besuchen, tatsächlich ein höheres Interesse an Bioprodukten haben und diese häufiger konsumieren als Eltern in Regelkindergärten, um ein bekanntes gesellschaftliches Vorurteil zu prüfen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Konsumverhalten bei Lebensmitteln und anderen Alltagsprodukten, dem Einfluss des Familieneinkommens sowie der Bedeutung des Wohnorts (Stadt vs. Land) für den Kauf von Bioprodukten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, empirisch zu belegen, ob Waldorf-Familien tatsächlich "Ökos" sind, die verstärkt auf Bioprodukte setzen, oder ob dies lediglich auf ein Vorurteil zurückzuführen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Zur Datengewinnung wurde eine quantitative Befragung mittels eines schriftlichen Fragebogens durchgeführt, wobei insgesamt ca. 100 Eltern in vier verschiedenen Kindergärten befragt wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die gewonnenen Daten durch Säulendiagramme visualisiert und interpretiert. Zudem findet eine systematische Auswertung der Hauptthese und der zwei aufgestellten Unterthesen statt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Bioproduktkonsum, Waldorf- und Regelkindergärten, empirische Sozialforschung und sozioökonomische Faktoren beschreiben.

Warum spielt das Einkommen eine zentrale Rolle in der Analyse?

Da Bioprodukte oft teurer sind, vermuteten die Autoren, dass das Familieneinkommen die tatsächliche Kaufentscheidung stark beeinflusst, was in der Untersuchung als Unterthese geprüft wurde.

Welche Rolle spielten die unterschiedlichen Standorte bei der Untersuchung?

Die Forscher wollten herausfinden, ob Familien auf dem Land tendenziell mehr Bioprodukte kaufen als Stadtfamilien, wobei sie feststellten, dass die Wahl der Standorte für einen direkten Vergleich teilweise problematisch war.

Wie schätzen die Autoren ihre eigenen methodischen Fehler ein?

In der Reflexion räumen sie ein, dass manche Fragen im Fragebogen missverständlich waren und die Wahl der Städte für den Vergleich zwischen Stadt und Dorf möglicherweise nicht repräsentativ genug war.

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Details

Title
Bioproduktkonsum in Waldorfkindergärten und Regelkindergärten im Vergleich
College
University of Vechta
Grade
1,7
Authors
Jakob Binder (Author), Arne Kulkmann (Author), Lea Bohn (Author), Vanessa Rehne (Author)
Publication Year
2010
Pages
31
Catalog Number
V177487
ISBN (eBook)
9783640991792
ISBN (Book)
9783640991976
Language
German
Tags
bioproduktkonsum waldorf- regelkindergärten kindergärten vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jakob Binder (Author), Arne Kulkmann (Author), Lea Bohn (Author), Vanessa Rehne (Author), 2010, Bioproduktkonsum in Waldorfkindergärten und Regelkindergärten im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177487
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