Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Theology - Miscellaneous

Vergleich von Übersetzungen und Exegese der Perikope Gen 6, 13-22

Title: Vergleich von Übersetzungen und Exegese der Perikope Gen 6, 13-22

Exegesis , 2010 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Simone Möhlmann (Author)

Theology - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die vorliegende Proseminararbeit soll die Perikope Gen 6, 13-22 mit Hilfe der Methoden der historisch kritischen Exegese bearbeiten. Ich habe mich für Gen 6, 13-22 entschieden, zum einen, weil diese Perikope immer noch eine schöne Erzählgeschichte im Kindergottesdienst ist, andererseits das Thema „Sintflut“ bzw. „Flut“ noch heute immer wieder eine aktuelle Katastrophe beschreibt. So kann man zum Beispiel bei dem Tsunami in Asien ebenfalls von einer Sintflut, die die Schöpfung zerstörte und mit ihr 230.000 Menschen tötete , reden.

Als Arbeitsübersetzung für die exegetischen Schritte wähle ich die Zürcher Bibelübersetzung, da es sich hierbei um eine formal-äquivalente Übersetzung handelt, also die Zielsprache sowohl syntaktisch als auch semantisch äquivalent abbildet.

Bevor ich mit den exegetischen Schritten nach Becker beginne, werde ich drei verschiedene Gebrauchsübersetzungen vergleichen und somit die Vorarbeit für die Exegese zu liefern. Danach folgt die Textkritik und mit ihr die exegetische Arbeit. Anschließend werde ich in der Textanalyse semantische und syntaktische Beobachtungen anhand meiner Perikope darstellen, die zu einer Gliederung des Textes führen sollen. In der nachfolgenden Literarkritik versuche ich die literarische Einheitlichkeit meiner ausgewählten Perikope nachzuzeichnen und in einem weiteren Schritt, der Überlieferungsgeschichte, mögliche mündliche Vorstufen darzustellen. In der Redaktionsgeschichte untersuche ich, wie der Text in Hinblick auf die Entstehungsgeschichte redaktionsgeschichtlich einzuordnen ist. Danach überprüfe ich in der Formgeschichte, ob sich im Text Formeln oder sonstige Kennzeichen einer bestimmten Gattung finden lassen um die Perikope dann vielleicht einer Gattung zuordnen zu können. Abschließend erarbeite ich die in meinem Text erwähnten Traditionen im Zusammenhang mit Israel und seiner Umwelt. Meine Arbeit endet mit einem Fazit, indem ich meine Perikope anhand der oben genannten Schritte interpretiere und theologisch reflektiere.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Textpräsentation

1. Übersetzungsvergleich

2. Textkritik

3. Textanalyse

4. Literarkritik

5. Überlieferungsgeschichte

6. Redaktionsgeschichte

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die biblische Perikope Gen 6, 13-22 durch eine historisch-kritische Exegese zu durchdringen. Dabei soll untersucht werden, wie der biblische Text als Erzählung von Zerstörung und gleichzeitiger Bewahrung der Schöpfung zu verstehen ist und welche theologischen Aussagen in dieser Gottesrede an Noah enthalten sind.

  • Vergleich verschiedener Bibelübersetzungen zur Analyse semantischer Unterschiede.
  • Textkritische Untersuchung der hebräischen Vorlage und ihrer Überlieferung.
  • Strukturelle Textanalyse zur Erarbeitung einer präzisen Gliederung.
  • Literarkritische Einordnung und Redaktionsgeschichte des Textes (Priesterschrift).
  • Vergleich der biblischen Sintfluterzählung mit altorientalischen Mythen und Vorstufen.

Auszug aus dem Buch

3. Textanalyse

Die Perikope steht am Anfang der Sintflutgeschichte, welche sich in Gen 6,5 - 9,17 befindet. Sie stellt die erste Gottesrede an Noah in dieser Erzählung dar. Die gesamte Geschichte lässt sich in die Urgeschichte (Gen 1-11) einordnen, in der es um Schöpfung und wie in dieser Perikope beschrieben, um Zerstörung der Schöpfung geht.

Da eigentlich schon in Gen 6,9 die Erzählung über Noah einsetzt („Dies ist die Geschichte Noahs...“) und sich hier die Begründung findet, warum Gott gerade Noah verschonen will, nämlich weil er ein gerechter Mann war und mit Gott lebte, möchte ich die Verse 9-12 in meine weitere Textarbeit miteinschließen, da mir dieser Zusammenhang für meine Perikope wichtig erscheint. In V. 9f wird Noah also in die Erzählung eingeführt, sein Leben charakterisiert und seine Söhne benannt. In den nachfolgenden zwei Versen befindet sich eine Zustandsbeschreibung der Erde, wie sie Gott erscheint. Diese vier Verse stellen die Einleitung für den ganzen Erzählkomplex der Noahgeschichte dar.

In V. 13 wird die Gottesrede von einer im Präteritum erzählten Einleitung und dem ebenfalls im Präteritum geschriebenen Abschluss eingerahmt. Adressat dieser beiden sehr kurzen Erzählstücke ist der Leser. Mit der im Präsens geschriebenen Gottesrede in V.13b findet ein Adressatenwechsel statt. Gott spricht den von ihm für gerecht empfundenen Noah an und beschreibt in zwei Sätzen den Zustand der Welt und sein Vorhaben. In V.14 verkündet Gott Noah seinen Auftrag. Diese Anweisungen erfolgen in Imperativen: „Mache“und „statte...aus“. Diese Moduswahl stellt deutlich heraus, dass es sich hier nicht um eine Möglichkeit handelt, die Noah ergreifen könnte, damit er der Sintflut entkommt, sondern es ist der Plan Gottes, welcher keinen Widerspruch duldet.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage und der methodischen Vorgehensweise anhand der Perikope Gen 6, 13-22.

Textpräsentation: Darbietung des zu untersuchenden Bibeltextes sowie ein erster Vergleich zwischen Lutherbibel, Zürcher Bibel und Neues Leben.

1. Übersetzungsvergleich: Detaillierter Abgleich sprachlicher Nuancen und Übersetzungsentscheidungen in verschiedenen Bibelversionen.

2. Textkritik: Untersuchung der Änderungen bei der Übersetzung und Rückverfolgung zur ältesten Textform unter Einbeziehung der Septuaginta.

3. Textanalyse: Semantische und syntaktische Untersuchung der Perikope, die zur Erstellung einer Gliederung führt.

4. Literarkritik: Untersuchung auf Kohärenzstörungen und Einschreibungen im Text, um die literarische Einheitlichkeit zu prüfen.

5. Überlieferungsgeschichte: Analyse der mündlichen Vorstufen und Parallelen zu mesopotamischen Flutepen.

6. Redaktionsgeschichte: Einordnung des Textes in die Priesterschrift (P) und Untersuchung der redaktionellen Arbeitsweisen.

Schlüsselwörter

Sintflut, Noah, Gen 6, Exegese, Historisch-kritische Methode, Gottesrede, Arche, Priesterschrift, Gilgamesch-Epos, Schöpfung, Bund, Textkritik, Literarkritik, Altes Testament, Übersetzungsvergleich, Zerstörung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die exegetische Analyse der biblischen Perikope Gen 6, 13-22, die den Auftrag zum Bau der Arche und Gottes Ankündigung der Sintflut beschreibt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Entstehungsgeschichte des Textes, die Bedeutung der Sintflut als „Anti-Schöpfung“ sowie das Verständnis des Bundes zwischen Gott und dem Menschen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den Text durch historisch-kritische Methoden zu erschließen und die theologischen Motive hinter der Vernichtung und gleichzeitigen Bewahrung der Schöpfung zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewendet?

Der Autor verwendet die Methoden der historisch-kritischen Exegese, inklusive Textkritik, Textanalyse, Literarkritik, Überlieferungs- und Redaktionsgeschichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden nacheinander die verschiedenen exegetischen Schritte durchlaufen, vom Übersetzungsvergleich über die formgeschichtliche Einordnung bis hin zur Traditionsgeschichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Sintflut, Noah, Exegese, Priesterschrift, Gilgamesch-Epos und die schöpfungstheologische Bedeutung des Bundes.

Warum wird für diese Untersuchung die Zürcher Bibel als Arbeitsübersetzung gewählt?

Sie wird aufgrund ihres formal-äquivalenten Ansatzes gewählt, da sie die Zielsprache sowohl syntaktisch als auch semantisch besonders präzise abbildet.

Welche Rolle spielt das Gilgamesch-Epos für die Schlussfolgerungen des Autors?

Es dient als Vergleichsfolie, um die Einzigartigkeit der biblischen Erzählung, insbesondere im Hinblick auf den göttlichen Bundesschluss, hervorzuheben.

Excerpt out of 22 pages  - scroll top

Details

Title
Vergleich von Übersetzungen und Exegese der Perikope Gen 6, 13-22
College
University of Münster
Grade
1,7
Author
Simone Möhlmann (Author)
Publication Year
2010
Pages
22
Catalog Number
V177544
ISBN (eBook)
9783668055865
ISBN (Book)
9783668055872
Language
German
Tags
Noah Schöpfung Altes Testament
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simone Möhlmann (Author), 2010, Vergleich von Übersetzungen und Exegese der Perikope Gen 6, 13-22, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177544
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  22  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint