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Stichprobenarten und deren Vor- und Nachteile

Title: Stichprobenarten und deren Vor- und Nachteile

Term Paper , 2003 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Nancy Kunze-Groß (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology
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Summary Excerpt Details

Zu den Methoden der empirischen Forschung gehören u.a. die Stichproben
(SP). Zunächst sind als Voraussetzung für das Verständnis der Problematik der
Stichproben einige Grundbegriffe notwendig, die im folgenden kurz erläutert
werden. Nun ergibt sich aber die Frage, was unter „Stichproben“ verstanden
wird, unter welchen Voraussetzungen sie angewandt werden und welche Arten
es gibt. Darauf wird im folgenden eingegangen. Zunächst also ein paar allgemeine Fakten und wichtige Grundbegriffe zum
Verständnis der Problematik der Stichproben.
Der wichtigste Grundbegriff ist die Grundgesamtheit (GGH). Unter ihr wird
die Definition bzw. Bestimmung einer Menge von Objekten verstanden, für die
die Untersuchungsergebnisse gelten sollen (Schnell / Hill / Esser, S. 279).
Dabei wird die definierte Menge von Objekten auch Population genannt
(Diekmann, S. 327). Das bedeutet, dass einerseits die Aussagen einer
Untersuchung nur für die Objekte einer, also der untersuchten
Grundgesamtheit gelten und andererseits kann daher über all die Elemente
nichts ausgesagt werden, die nicht zur Grundgesamtheit gehören (Schnell / Hill
/ Esser, S. 280). Weitere Definitionsmerkmale der Grundgesamtheit sind, dass
erstens die Anzahl der Elemente der Grundgesamtheit als Umfang dieser
Grundgesamtheit mit „N“ bezeichnet wird (Roth, S. 205), zweitens die
Grundgesamtheit veränderlich ist (a.a.O.), weil sich die Menge der Objekte, für
die die Definitionsmerkmale zutreffen, sich ständig wandeln (Schnell / Hill /
Esser, S. 281) und drittens ist zur Durchführung einer empirischen
Untersuchung eine möglichst genaue Definition der Grundgesamtheit dringend
erforderlich (Kaase, S. 16; Schnell / Hill / Esser, S. 281).
Ebenfalls von Bedeutung im Zusammenhang mit Stichproben ist die
Unterscheidung von Untersuchungsgesamtheit und Erhebungsgesamtheit
(Kaase, S. 16). [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Grundbegriffe /Allgemeines

3. Stichproben (= Auswahl)

3.1 Definition

3.2 Arten der Stichprobe (= Auswahlverfahren)

3.2.1 Allgemeines

3.2.2 nicht zufallsgesteuerte Auswahl

3.2.2.1 willkürliche Auswahl

3.2.2.2 bewusste Auswahl

3.2.3 Wahrscheinlichkeitsauswahl

3.2.3.1 einstufige Auswahlen

3.2.3.1.1 Prinzip der einfachen Zufallsstichprobe

3.2.3.1.2 einige Beispiele der einfachen Zufallsstichprobe

3.2.3.1.3 Sonderfälle: geschichtete Stichprobe + Klumpenstichprobe

3.2.3.1.3.1 Anmerkung

3.2.3.1.3.2 geschichtete Stichprobe

3.2.3.1.3.3 Klumpen- / Cluster-Stichprobe

3.2.3.2 mehrstufige Auswahlen

3.3 Vor- + Nachteile der verschiedenen Auswahlverfahren

4. Fazit / Ergebnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Einordnung und praktischen Anwendung von Stichproben in der empirischen Sozialforschung, um die methodischen Voraussetzungen für eine repräsentative Datenerhebung zu klären.

  • Grundlegende Begriffsbestimmungen der empirischen Forschung
  • Differenzierung zwischen Stichproben und Vollerhebungen
  • Klassifizierung nicht zufallsgesteuerter Auswahlverfahren
  • Analyse verschiedener Wahrscheinlichkeitsauswahlen
  • Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile von Auswahlmethoden

Auszug aus dem Buch

3.2.2.1 Willkürliche Auswahl

Nun also zu den nichtzufallsgesteuerten Auswahlverfahren und speziell zur willkürlichen Auswahl. Sie wird auch als „Auswahl aufs Geratewohl“ bezeichnet (Schnell / Hill / Esser, S. 305; Kromrey, S. 261), bei der die Entscheidung über die Einbeziehung eines Elementes der Population in die Stichprobe nicht durch einen Auswahlplan kontrolliert wird sondern nur im Ermessen des Untersuchenden liegt (Schnell / Hill / Esser, S. 305). Es ist damit eine ausschließlich willkürliche Entscheidung der Person, die für die Wahl verantwortlich ist, da praktisch an einem beliebigen Ort und zu einem beliebigen Zeitpunkt beliebig Personen befragt werden (Kromrey, S. 261 f).

Genutzt wird die willkürliche Auswahl erstens von Rundfunk- und Fernsehanstalten in Bezug auf Hörerbefragungen zu aktuellen Ereignissen (Kromrey, S. 262; Schnell / Hill / Esser, S. 305); zweitens von Marktforschungsinstituten im Sinne telefonischer Interviews, wo z.B. jeder 5. nach der Teilnahmebereitschaft gefragt wird (Schaffer, S. 147); drittens bei psychologischen Experimenten, an denen immer all die teilnehmen, die sich freiwillig dazu bereit erklären (Diekmann, S. 328 f); und viertens von Sozialpädagogen, die z.B. über alle Kinder türkischer Arbeitsimmigranten Aussagen machen möchte, indem sie eine Stichprobe der Besucher ihrer Deutschkurse zieht (Schnell / Hill / Esser, S. 305).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel erläutert die Relevanz von Stichproben für die empirische Forschung und gibt einen Überblick über den geplanten Aufbau der Arbeit.

2. Grundbegriffe /Allgemeines: Hier werden zentrale Definitionen wie die Grundgesamtheit, Zielpopulation und Erhebungsgesamtheit eingeführt und von der Vollerhebung abgegrenzt.

3. Stichproben (= Auswahl): Dieses umfangreiche Kapitel behandelt die Definition der Stichprobe und analysiert detailliert verschiedene Auswahlverfahren, unterteilt in nicht zufallsgesteuerte und zufallsgesteuerte Methoden.

4. Fazit / Ergebnis: Zusammenfassende Abwägung zwischen Stichprobe und Vollerhebung unter Berücksichtigung der spezifischen Forschungsfragestellung und der notwendigen methodischen Genauigkeit.

Schlüsselwörter

Stichprobe, Grundgesamtheit, empirische Forschung, Auswahlverfahren, Zufallsstichprobe, Vollerhebung, Quotenverfahren, Repräsentativität, Inklusionsschluss, Repräsentationsschluss, Klumpenstichprobe, geschichtete Stichprobe, Sozialforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Einführung in die Methodik der Stichprobenziehung innerhalb der empirischen Sozialforschung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Klärung von Populationen, der Abgrenzung von Auswahlverfahren sowie der kritischen Bewertung ihrer Eignung für wissenschaftliche Studien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Vermittlung der methodischen Grundlagen, um die Qualität und Validität von Stichprobenergebnissen beurteilen zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die auf den Standardwerken der empirischen Sozialforschung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Grundbegriffen und eine detaillierte systematische Darstellung von Auswahlverfahren, von der willkürlichen Auswahl bis hin zu komplexen mehrstufigen Wahrscheinlichkeitsauswahlen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Stichproben, Grundgesamtheit, Zufallsprinzip, Repräsentativität und empirische Sozialforschung.

Warum sind willkürliche Auswahlverfahren für die Wissenschaft meist ungeeignet?

Da sie nicht durch einen kontrollierten Auswahlplan gestützt werden, ist eine Verallgemeinerung auf die Grundgesamtheit statistisch nicht zulässig.

Was unterscheidet das Quotenverfahren von einer Zufallsauswahl?

Beim Quotenverfahren wird die Zusammensetzung der Stichprobe anhand bekannter Merkmalsverteilungen bewusst gesteuert, während bei der Zufallsauswahl jedes Element die gleiche Chance hat, gezogen zu werden.

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Details

Title
Stichprobenarten und deren Vor- und Nachteile
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Grade
1,7
Author
Nancy Kunze-Groß (Author)
Publication Year
2003
Pages
21
Catalog Number
V17758
ISBN (eBook)
9783638222501
ISBN (Book)
9783656646235
Language
German
Tags
Stichproben
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nancy Kunze-Groß (Author), 2003, Stichprobenarten und deren Vor- und Nachteile, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17758
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